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Sprüche 9: Zwischen zwei Frauen!

Das ist die Dramatik, die in Sprüche 9 dargestellt wird. Beide Frauen werben um unsere Gunst und wollen uns unbedingt als Mitbewohner in ihrem Haus haben.

Es gibt zwei Einladungen für Dich! Wo gehst Du hin? Es ist nicht einerlei, für welche der zwei Möglichkeiten Du Dich entscheidest. Es sind ganz gegensätzliche Lebensentwürfe und sehr verschiedenartige Ergebnisse. Darum überlege gut!

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Markus 14, 22-52: Markus war dabei!

„Ich bin täglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen…“ Mk. 14,49

Jesu Gefangennahme war ein Politikum: Wie konnte man ihn ergreifen ohne einen Volksaufstand zu provozieren? Hier half Judas. Er wusste, wo Jesus in Jerusalem übernachtete – im Freien, in einer Ölbaumplantage am Ostrand Jerusalems, außerhalb der Stadtmauern. Er führte die Tempelwache in diesen Garten Gethsemane, um Jesus und die Jünger im Schlaf zu überraschen und festzunehmen. Wie Jesus Judas beim Abendmahl versteckt kennzeichnete durch einen Brotbissen, so kennzeichnete Judas Jesus zur Unterscheidung von den anderen 11 Jüngern durch einen Kuss. Natürlich wollte man Jesus mit allen 11 Jüngern festnehmen. Das wird deutlich an einem Zeugen: Ein junger Mann mit einem Leinengewand, der den Wachen nachgeschlichen war. Nicht nur die elf Jünger flohen in das Dunkel der Nacht, sondern auch dieser junge Mann. Er konnte nur entfliehen, weil er blitzschnell sein Leinenobergewand löste, das die Soldaten schon erfasst hatten (V. 52). Vielleicht ist dies ein Hinweis auf den Autor des Evangeliums: Markus, der sich damit als Augenzeuge ausweist.

Nach der gelungenen Flucht hatten die Jünger berechtigte Angst, nach der Kreuzigung Jesu ebenfalls aufgespürt zu werden…

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5Mose 9: Du bist nicht besonders fromm!

Zu Beginn von 5Mose 9 wird zum wiederholten Male festgestellt, dass andere Völker größer und stärker sind als Israel (5Mose 9, 1-2). Nun soll Israel jedoch nicht der Selbsttäuschung erliegen, dass ihre Frömmigkeit der Anlass für Gottes Erwählung gewesen wäre. Insgesamt wird 3mal ausdrücklich festgestellt (5Mose 9, 3-4), dass Gott Israel „nicht um seiner Gerechtigkeit willen“ zu seinem besonderen Volk erklärt hat.

Hier wird aufgeräumt mit dem religiösen Missverständnis, dass Gott uns Menschen annimmt, weil wir ausreichend gut und lieb wären. Gott nimmt uns Menschen an, weil er gut und lieb ist (1. Johannes 4, 10).

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Sprüche 8: Eine alte Dame im Wahlkampf

Wenn die politischen Parteien auf Kosten der Steuerzahler die Republik mit den Portraits Ihrer „Spitzenkräfte“ zuplakatieren und das Ganze noch mit reißerischen und gleichzeitig sehr oberflächlichen und opportunen Parolen garnieren, dann nennen wir das „Wahlkampf“.

In Sprüche 8 ist davon die Rede, dass eine sehr alte, aber auch sehr ehrwürdige Dame sich in einem ständigen Kampf um die Aufmerksamkeit der Menschen befindet. Dafür geht sie in die Öffentlichkeit, trägt ihre Haut zu Markte und setzt sich unbequemen Reaktionen aus. Denn die Zustimmung zu ihren Aussagen kann mit unbequemen Konsequenzen verbunden sein. Trotzdem verdient dieses Programm die volle Anerkennung, denn es gibt keine Wahrheit, die älter und die von einer weitreichenderen Bedeutung ist als die Botschaft dieser Wahlkämpferin. Bevor man eine Wahl für´s Leben trifft, sollte man sich mit der von ihr vertretenen Überzeugung auseinandergesetzt haben.

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Markus 14, 1-21: Ein faszinierender Duft…

„Sie hat ein gutes Werk an mir getan!“ Mk. 14,6

Die Salbung Jesu in Bethanien zeigt folgende Akzente:

  • Lazarus sitzt mit am Tisch, den Jesus vor kurzem von den Toten auferweckt hatte. Ein großes Wunder ist mitten unter ihnen und viele Menschen pilgerten nach Bethanien, um Lazarus zu sehen (siehe Johannes 12,1-8).
  • Maria, die Schwester Marthas, salbt Jesus. Das ist ein Ausdruck starker Hingabe und Verehrung. Jesus ist ihr teuer und wert! Sie hat viel von Jesus empfangen und sie gibt viel! Ein solches Alabasterfläschchen mit Nadenöl kostete etwa 300 Denare – ein Jahresverdienst, mit dem ein Tagelöhner ein Jahr lang seine Familie hätte ernähren können!
  • Judas, ein Meister der Scheinheiligkeit, mit großer, geistiger Nähe zu den Pharisäern, kritisiert die „Verschwendung“ der Maria unter karitativem Vorwand. Damit stiftet er einige seiner Kollegen an (V. 4).
  • Jesus nimmt Maria in Schutz und weist auf sein Sterben hin.

Die Salbung Jesu durch Maria hat bis heute ihre starke Aussage. Hingabe und Verehrung Jesu verströmen bis heute einen wunderbaren Duft …

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5Mose 8: Du bist nicht besonders zuverlässig!

Mose erinnert in 5Mose 8 an den langen Weg Gottes mit Israel, auf dem erkennbar wurde, wie das Volk Gottes im Innersten wirklich eingestellt war (5Mose 8, 2-3). Aber allen Widerständen zum Trotz hat Gott sein Volk versorgt und es nicht im Stich gelassen. Deswegen ist Israel aber immer noch nicht frei von Undankbarkeit und Gottvergessenheit und wird genau vor dieser Gefahr immer wieder gewarnt (5Mose 8, 11; 5Mose 8, 14).

Nicht die Zuverlässigkeit von uns Menschen, sondern die Treue Gottes seinen Versprechungen (5Mose 8, 18) und uns gegenüber (2. Timotheus 2, 13) ist die Grundlage der Beziehung zwischen Gott und uns.

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Sprüche 7: „Verdammtes“ Glück!

Und noch mal wird in Sprüche 7 in Gestalt einer verführerischen Frau die intensive Attraktivität der Unzucht beschrieben.

Die Bibel ist nicht weltfremd und leugnet darum keineswegs die erregende Lust, die mit der Sünde verbunden sein kann (Hebräer 11, 25).

Aber gerade weil die Bibel die Realität wiederspiegelt, stellt sie darum auch dem kurzfristigen Rausch der Sinne die niederschmetternden und erschreckenden Folgen gegenüber (Sprüche 7, 22-27).

Unzucht ist nicht nur ein kurzes Glück, sondern ein verdammtes Glück, nämlich ein Glück, das teuer bezahlt wird.

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Matthäus 26, 47-75: Die Mafia liest die Bibel!

„Du sagst es!“ Mt. 26,64

Das Kapitel endet dramatisch:

  • Judas verrät Jesus mit einem Kuss (V. 49) [das hat die Mafia von Judas gelernt: Das Gegenteil tun von dem, was im Herzen ist: „Deine Freunde müssen sich immer sicher fühlen bei dir, aber deine Feinde noch sicherer!“, aus: Der Pate]!
  • Alle Jünger verlassen Jesus und fliehen im Dunkel der Nacht. Wenn es darauf ankommt, verstehen sie die biblische Prophetie nicht (V. 53-56).
  • Jesus bestätigt vor dem Hohen Rat (70 Älteste) seine Gottessohnschaft: „Du sagst es!“ (V. 64)
  • Petrus verleugnet, wie angekündigt, Jesus ins Angesicht

Welch eine Nacht!

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5Mose 7: Du bist nicht besonders toll!

In 5Mose 7 wird Israel ausdrücklich und mehrfach darauf hingewiesen, dass die anderen Völker größer und stärker als Israel sind (5Mose 7, 1). Mit diese Feststellung wird der Fehleinschätzung vorgebeugt, dass Gott Israel zu seinem Volk erwählt hat, weil es besonders groß wäre (5Mose 7, 7). Ganz im Gegenteil wird Israel als das Kleinste unter den Völker bezeichnet. Aber trotz der Überlegenheit der anderen Nationen besteht kein Grund zur Verzweiflung, denn das kleine und nicht so starke Volk Israel hat Gott auf seiner Seite (5Mose 7, 17-18).

Was für Israel gilt, trifft auch auf uns zu: Wir sind nicht besonders toll, aber Gott hat uns lieb (5Mose 7, 7-8). Das ist Anlass für Hoffnung.

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Sprüche 6: „Fall nicht darauf herein!“

Mit großem Realismus wird das Thema der Untreue in einer Partnerschaft in Sprüche 6 erneut aufgegriffen und dabei vor allem die sich daraus ergebenden zerstörerischen Folgen für die Beteiligten und Betroffenen in drastischen Bildern dargestellt. Wie ein brennendes Feuer unter der Kleidung zu offensichtlichen Verletzungen führt, so bleibt auch ein heimlicher Ehebruch nicht ohne Folgen (Sprüche 6, 27-29). Im Gegensatz zu anderen Sünden entstehen durch Untreue unersetzbare Schäden (Sprüche 6, 30-32). Darum ist Ehebruch eine Wahnsinnstat, die den Hass der Verratenen auf sich zieht (Sprüche 6, 33-35).

Bei allem Verständnis für die Verführungskraft der Untreue (Sprüche 6, 24-25) lautet die Warnung: „Fall nicht darauf herein!“.

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