Permalink

2. Könige 7: Plötzlich gehen Fenster auf!

Mit einer Veränderung dieser verfahrenen Lage für die Stadt Samaria hatte niemand gerechnet. Als der Seher Gottes eine Befreiung in kürzester Zeit ankündigt, wird ihm von oberster Stelle widersprochen und in Frage gestellt, dass das Angekündigte selbst dann nicht eintreten kann, wenn „Gott Fenster am Himmel machte“ (2. Könige 7, 2).

Dieser Zweifler wird vom Gegenteil überzeugt, ohne an der plötzlich eintretenden Verbesserung teilhaben zu können. Gott will und wird zu seiner Zeit seine Fenster öffnen (Maleachi 3, 10). Unsere heutige Erwartungshaltung entscheidet darüber, ob wir dann daran teilhaben werden.

Permalink

Jeremia 51: Gefährliche Sogwirkung

Weil das babylonische Reich „unheilbar“ (Jeremia 51, 9) erkrankt ist, wird eine radikale Distanzierung, d. h. die Flucht aus diesem System erforderlich. Jeder, der sich auf Deck oder im Windschatten dieser großen Titanic befindet, sollte nun dringend auf Abstand gehen (Jeremia 51, 6.9.45.50), damit er nicht mit hinein gezogen wird in den Untergang, den Gott über diese Stadt und ihr Imperium beschlossen hat. Rette sich, wer will!

Permalink

2Korinther 8: Christlicher Lastenausgleich

„… zeigt den Beweis eurer Liebe… nun auch öffentlich vor den Gemeinden!“ 2Kor. 8,24

Nachdem Paulus durch die neue Haltung der Korinther sicher ist, dass sie seine reinen Motive verstehen, beteiligt er sie auch an der Geldsammlung für die verarmte Gemeinde in Jerusalem. Er sendet Titus wieder zurück nach Korinth – mit diesem unseren 2. Korintherbrief [also eigentlich dem 4. Brief an die Gemeinde], während er noch in den Gemeinden Mazedoniens bleibt und dann vor dem Winter 57/58 selber in Korinth eintrifft. Mit Titus sendet er zwei weitere Brüder aus den Gemeinden Mazedoniens. Diese Gemeinden waren in ihrer Armut ein Vorbild des reichlichen Spendens für die Korinther. Die Reisebgeleitung durch Brüder aus diesen Gemeinden sind auch ein Zeugnis dafür, dass es bei dieser Geldsammlung „redlich zugehe, … auch vor den Menschen“ (V. 21).

Das Prinzip der Geldsammlungen in den christlichen Gemeinden lautet: „Es sei ein Ausgleich – euer Überfluss diene ihrem Mangel“ (V. 13-14) und ist durch Christus motiviert: „obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“ (V. 9). Toll!

Permalink

2. Könige 6: Das verlorene Beil

Unser Empfinden stört sich vielleicht an dem Bericht, mit dem 2. Könige 6 beginnt. An einem sehr profanen Sachverhalt werden die außergewöhnlichen Möglichkeiten Gottes demonstriert. Natürlich ist ein verlorenes Beil im Vergleich mit anderen Ereignissen der Weltgeschichte eine pure Banalität. Aber eben auch nur in dieser Relation. Denn im Rahmen der Lebenssituation des verhinderten Holzfällers handelt es sich um eine ganz wichtige Angelegenheit.

Ich möchte uns Mut machen, Gottes Hilfe im Hinblick auf die alltäglichen Herausforderungen in Anspruch zu nehmen (Philipper 4, 6). Gott im Alltag zu erfahren, ist viel wichtiger als alle hochtrabenden Beweise theoretischer Art. Aus diesem Bericht können wir den Schluss ziehen, dass Gott sich unserer alltäglichen Nöte annimmt.

Permalink

Jeremia 50: Der weggeworfene Hammer

Babylon war ein Werkzeug in Gottes Hand. Und zwar ein Hammer, mit dem er Gericht an der ganzen damaligen Welt übte (Jeremia 50, 23).

Aber das Gerichtsinstrument Babylon wollte sich von seinem Meister unabhängig machen und knechtete und behandelte die Völker und Menschen auf eine Weise, die Gott nicht beabsichtigt hat (Jeremia 50, 33).

Darum erweist sich Gott als Herr in der Werkstatt des Lebens und zerstört den Hammer, um den eigentlichen Gegenstand aller seiner handwerklichen Bemühungen, sein besonderes Volk Israel, vor der Vernichtung zu bewahren und ohne jede Beeinträchtigung wieder anzunehmen (Jeremia 50, 20).

Permalink

2Korinther 7: Umkehr zu Gott macht froh!

„Ich bin voller Zuversicht zu euch; ich rühme viel von euch; ich bin erfüllt mit Trost; ich habe überschwengliche Freude in aller unserer Bedrängnis.“ 2Kor. 7,4

In Kap. 7 dieses Briefes beschreibt Paulus erneut, wie sehr er sich freute, als er Titus in Mazedonien traf und dieser ihm von der Umkehr der Korinther berichtete. Umkehr zu Gott („göttliche Traurigkeit“) macht froh! So Luther: Buße ist ein fröhliches Geschäft! Es entsteht eine neue Motivation: Siehe V. 11! Eigentlich hat er trotz aller bösen Erfahrungen doch immer an die Korinther geglaubt (V. 14). Buße macht nicht nur im Himmel Freude, sondern auch bei den betroffenen Menschen hier auf der Erde (V. 13).

Es wäre toll, wenn wir in unseren Gemeinden mehr Buße tun würden!

Permalink

2. Könige 5: Gott braucht nicht nur große Leute

Bei den Ereignissen im Zusammenhang mit diesem Heilungswunder (2. Könige 5) erkennen wir wieder die außerordentliche Vollmacht, die der Prophet Elisa besaß.

Jedoch wurde dieses Wunder nur möglich durch die Mittlerdienste eines jungen jüdischen Mädchens, das entführt und versklavt worden war. Sie hätte viele Gründe gehabt, ihrem Dienstherrn nicht Gesundheit, sondern den Tod zu wünschen. Stattdessen bringt sie ihm Liebe entgegen und weist ihn hin auf die Möglichkeit, Gott zu erleben und sein Leben zu retten.

Der Wirkungsradius großer Leute ist abhängig von den Mittlerdiensten der kleinen Leute. Auch Gott selbst bringt seine große Rettungsabsicht für alle Menschen in Verbindung mit der Vermittlungsarbeit der vielen kleinen Leute in seiner Gemeinde, die an vielen kleinen Weichenstellungen im Leben vieler anderer Menschen viele kleine, aber entscheidende Hinweise geben auf den lebendigen Gott, der ansprechbar und erfahrbar ist.

Permalink

Jeremia 49: Allgemeine Verunsicherung

In den Ankündigungen des Gerichts (Jeremia 49), die der Prophet an die Nachbarvölker Israels weitergeben muss, finden sich Hinweise auf die Frage, warum sich diese Völker fälschlicherweise so sicher gefühlt haben:

  • Die Ammoniter waren in ihrem Herzen von der Sicherheit überzeugt, die ihre Schätze ihnen boten (Jeremia 49, 4).
  • Die Edomiter nahmen wahr, dass sie von anderen gefürchtet wurden und verließen sich auf den großen strategischen Vorteil, der ihnen durch ihre geographische Lage gegeben war (Jeremia 49, 16).
  • Auch die arabischen Stämme lebten erfahrungsgemäß ruhig und ungefährdet, so dass sie auf alle Sicherheitsmaßnahmen verzichten konnten (Jeremia 49, 31).
  • Und die Elamiter waren mit einer besonders überlegenen Waffentechnik ausgestattet (Jeremia 49, 35).

Alle diese Absicherungsstrategien werden im Hinblick auf die Zukunft, nämlich angesichts der bevorstehenden Konfrontation mit Gott, ihre Bedeutung verlieren.

Permalink

2Korinther 6: In guter Gesellschaft!

„… unser Herz ist weit geworden… macht auch euer Herz weit!“ 2Kor. 6,11.13

Paulus ruft die Gemeinde in Korinth auf, als Christen ihre besondere Stellung und den Unterschied zum Heidentum zu leben (V. 14-18). Eine große Ermutigung dazu ist sein eigens Vorbild. Wer als Christ so viel Stress hat, wie Paulus, der fühlt sich bei ihm in guter Gesellschaft und ermutigt, nicht aufzugeben. In der langen Aufzählung seiner Herausforderungen gewinnt er die Korinther für sich:

in allen Dingen erweisen wir uns als Diener Gottes:
in großer Geduld,
in Bedrängnis,
in Nöten,
in Ängsten,
in Schlägen,
in Gefängnissen,
in Aufruhren,
in Mühen,
in Wachen,
in Fasten,

in Keuschheit,
in Erkenntnis,
in Langmut,
in Freundlichkeit,
in dem heiligen Geist,
in ungefärbter Liebe,
in dem Wort der Wahrheit,
in der Kraft Gottes,

durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und Linken,
durch Ehre und Schande,
durch böse und gute Gerüchte,
als die Verführer und doch wahrhaftig,
als die Unbekannten und doch bekannt,
als die Sterbenden, und siehe wir leben,
als die Gezüchtigten und doch nicht getötet,
als die Traurigen, aber allezeit fröhlich,
als die Armen, aber die doch viele reich machen,
als die nichts haben, und doch alles haben!

Diese Liste hänge ich mir an die Wand!

Permalink

2. Könige 4: Ein erstickter Wunsch erwacht

Elisa will sich einer Frau gegenüber dankbar erweisen, die der Sache Gottes gedient hat, und bittet sie darum, ihr einen Gefallen tun zu dürfen. Aber die Frau lehnt dieses Angebot ab und bringt damit zum Ausdruck, dass sie ihren Dienst ohne Hintergedanken getan hat. Gleichzeitig verschweigt sie damit aber auch ein großes Anliegen in ihrem Leben, mit dessen Erfüllung sie nicht mehr rechnet. Elisa bringt diesen erstickten Wunsch im Leben dieser Frau (2. Könige 4, 16) zur Sprache, was für die Frau zuerst schmerzhaft, dann aber auch befreiend und zuletzt beglückend ist. Manchmal finden wir uns zu früh mit Zwischenergebnissen ab.

Seite 10 von 66« Erste...89101112...203040...Letzte »