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Lukas 12, 41-59: Jesu Zumutungen

„Wem viel gegegben ist, bei dem wird man viel suchen.“ Lk. 12,48

Die Frage des Petrus – wen meinst Du? – beantwortet Jesus indirekt. Er meint alle, die in der Haushalterschaft des Reiches Gottes einmal Verantwortung tragen, und das in abgestufter Folge: Der gewalttätige (V. 45-46), der untätige (V. 47) und der unwissende Haushalter (V. 48)  bekommen unterschiedliche Strafen. Alle drei hat es in der Kirchengeschichte gegeben…

Jesus ruft zur Verantwortung – und er bereitet seine Jünger auf Streit vor, der für zukünftige Generationen in der Entscheidung seiner Person gegenüber liegen wird (V. 49-53). Jesus mutet seinen Jüngern einiges zu…

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3Mose 21: Begrenzte Männer

Die bisher geschilderten allgemeinen Bestimmungen werden in 3Mose 21 auf die Priester angewendet, die in ihrer Lebensführung besonderen Ansprüchen genügen sollten. Nicht nur in ethischer, sondern auch in gesundheitlicher Hinsicht. So konnten im AT Menschen mit körperlichen Behinderungen nur einen begrenzten Priesterdienst wahrnehmen (3Mose 21, 16-23).

Umso wichtiger ist der Hinweise darauf, dass die von Gott berufenen, leitenden und prägenden Männer im neuen Bund von Anfang an auch Persönlichkeiten mit offensichtlichen körperlichen Schwächen und Krankheiten waren: 2. Korinther 12, 5-10; Galater 4, 14; 1. Timotheus 5, 23.

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Lukas 12, 22-40: Jesu Meisterschaft: Vom Alltäglichen zum Himmlischen!

„Wo euer Schatz ist, da wird auch eurer Herz sein.“ Lk. 12,34

Vom Thema der Habsucht (reicher Kornbauer) kommt Jesus zum Thema des Zersorgens. Übermäßige Sorge zerstört die Menschen. „Raben“ und „Lilien“ sind Beispiele, die zeigen: Gott kennt unsere täglichen Bedürnisse und kümmert sich darum (V. 22-34).

Dem gegenüber steht die wichtige, oft vernachlässigte Sorge um das Reich Gottes. In diesen Horizont stellt Jesus das gespannte Warten auf den Messias – auf seine Wiederkunft – in Bildern des Wartens, die die Menschen damals gut kannten: Das Warten auf den Bräutigam, der die Braut heimholt und das konnte spät werden (V. 35-40).

Lukas ordnet diese Themen in einen eigenen theologischen Zusammenhang – anders als Matthäus (in der Bergpredigt Jesu). Wahrscheinlich hat Jesus sogar öfters an verschiedenen Orten über genau diese Themen gesprochen, die die Leute – angesichts von Sorge, Kampf ums Dasein, Überfluss der Reichen – brennend interessierten.

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3Mose 20: Gesellschaftsfähig, aber trotzdem falsch

Die Wiederholungen und weiteren Ausführungen der ethischen Bestimmungen Gottes für seine Leute in 3Mose 20 machen klar, dass Gott seine ethischen Maßstäbe aufrecht erhält, auch wenn eine Gesellschaft die Abweichung von Gottes Ordnungen duldet und vielleicht sogar akzeptiert (3Mose 20, 4).

Nicht die gesellschaftliche Toleranz, sondern Gottes Rechtsempfinden soll ausschlaggebend sein für unsere Lebensgestaltung.

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Psalm 78: Vertrauenswürdige Leitung

Der Psalm 78 bietet mit einen gewaltigen Rückblick in die Geschichte des Volkes Israel eine komprimierte Zusammenfassung der wechselhaften Beziehung Israels zu Gott.

Der Psalm schließt mit einer Charakterisierung von Gottes Führungsqualitäten (Psalm 78, 72):

  • Er leitet mit „aller Treue“ (Beziehungsaussage): Trotz des immer wieder erfolgenden Abfalls seiner Kinder änderte sich Gottes Zuneigung und Zuverlässigkeit ihnen gegenüber nicht. Er meint es gut und verfolgt gute Absichten.
  • Er leitet mit „kluger Hand“ (Fachkompetenz): Gott hat Sachverstand wie kein anderer. Er meint es nicht nur gut, sondern hat neben dem guten Willen auch die Fähigkeit und Macht, es gut zu machen.
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Lukas 12, 1-21: Mitten im Leben

„Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das ist die Heuchelei.“ Lk. 12,1

In diesem Abschnitt lesen wir, wie Jesus Stichworte aus seinem Umfeld aufgreift und dazu lehrmäßig Stellung nimmt – wie es klassisch auch die Rabbiner taten.

  • Die Warnung vor den Praktiken der Pharisäer nimmt er zum Anlass, über die Heuchelei zu lehren und dass alles einmal herauskommt (V. 1-3)
  • Daraus ergibt sich eine Ermutigung zu furchtlosem Bekenntnis für die Jünger (V. 4-12)
  • Ein Erbstreit führt ihn dazu, ein Gleichnis über die Habgier zu erzählen (V. 13-21).

Jesus war mit seiner Lehre mitten im Leben der Menschen – und mitten in den Anliegen Gottes für sie.

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3Mose 19: Heiligkeit praktisch

Die vielen einzelnen Anweisungen in 3Mose 19 machen Gottes Anspruch auf das ganze Leben deutlich. Alles soll von Gottes Charakter, d. h. von Heiligkeit geprägt sein (3Mose 19, 2).

Praktisch bedeutet das zum Beispiel die Einrichtung einer Sozialhilfe für Bedürftige (3Mose 19, 9-10), eine rechtzeitige Auszahlung von Löhnen (3Mose 19, 13), Schutz für körperbehinderte Personen (3Mose 19, 14), korruptionsfreie Rechtssprechung (3Mose 19, 15), Umweltschutzbestimmungen (3Mose 19, 23-25), Respekt für Senioren (3Mose 19, 32) und nicht zuletzt ein sehr fortschrittliches Integrationsgesetz (3Mose 19, 33-34).

Heiligkeit ist kein theologischer Begriff, sondern praktische Lebensgestaltung.

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Psalm 77: Christian way of living

Manche Lebensetappen sind sehr kompliziert und machen uns traurig. Der Verfasser von Psalm 77 leidet unter den aktuellen Entwicklungen in seinem Leben (Psalm 77, 11). Aber er versteht, dass diese Erfahrungen zu dem Weg gehören, den Gott mit ihm gehen will, auf dem er ihn prägen und segnen wird. In diesem Sinne bezeichnet er diesen Weg als „heilig“ (Psalm 77, 14-15). „Heilig“ ist die höchste Qualitätsbezeichnung, die möglich ist. Aus diesem Grunde können wir Ja sagen zu Gottes Wegen. Denn Gott weiß, was er tut.

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Lukas 11, 29-54: Krass!

„Hier ist mehr als Salomo! Hier ist mehr als Jona!“ Lk. 11,31.32

Die Evangelien berichten übereinstimmend, wie der Konflikt Jesu mit den Pharisäern im Laufe seiner Lehr- und Verkündigungstätigkeit immer mehr zunahm. Es konnte nicht anders sein. Um der Menschen willen, um der Wahrheit willen musste Jesus die falsche Lehre und die Heuchelei der Pharisäer aufdecken. Er nennt sie „böses Geschlecht“ (V. 29) und benennt Heiden des AT, die Gottes Ruf hörten, die diese Pharisäer am Jüngsten Tag anklagen werden (eine für jüdische Ohren unerhörte Aussage!). Das 6-fache „Wehe“ deckt den ganzen Schaden auf (siehe auch Mt. 23,13-36, siehe besonders V. 34!). Krasse Worte – nötige Worte, weil das Volk von diesen blinden Blindenleitern verführt wurde.

Niemand hat so geredet wie Jesus! Das konnte nicht gut ausgehen! Aber es ist gut ausgegangen: Jesus hat sein Leben für uns gelassen!

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