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Sacharja 5-6: Hoffnung auf Wachstum

Die beiden Kapitel Sacharja 5 und Sacharja 6 enthalten drei visionäre Bilder: die fliegende Buchrolle, die Frau in der Tonne, die vier Wagen als Sinnbilder der Winde. Die Bedeutung dieser Metaphern erschließt sich einem nicht sofort und  es handelt sich eher um dämpfende Prognosen.

Im Nachtrag zu diesen Visionen (Sacharja 6, 9-15) wird dagegen sehr konkret und hoffnungsvoll der Hinweis auf die Schlüsselperson der Zukunft gegeben. Die dabei gebrauchte Bezeichnung „Spross“ für den Messias zieht sich durch die Prophetien von Jesaja, Jeremia und Sacharja. Aber in Sacharja 6, 12 wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Titel „Spross“ die Wirkung dieses Mannes beschreibt: Unter ihm wird etwas „aufsprossen“, es wird etwas geschehen, es wird etwas wachsen, der Tempel des Herrn, das Reich Gottes…

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Offenbarung 15: Was uns den Atem stocken lässt

„Wer sollte dich nicht fürchten, Herr, und deinen Namen preisen?“ Offb. 15,4

Einer der schönsten Texte der Offenbarung ist das kurze Kap. 15: Das Lied der Überwinder. Die wahre Gemeinde Jesu überwindet den Antichrist durch Jesus. Das ist ein großes Wunder – so groß, wie die Rettung Israels vor dem ägyptischen Pharao nach dem Durchzug durch das Schilfmeer. Am rettenden, anderen Ufer angekommen, sangen sie, befreit und gerettet, ein bewegendes Lied, das Mose angestimmt hatte (2Mo. 15). Sie preisen Gott als Retter und als Herrn, der zu fürchten ist, hatte er doch gerade die ägyptische Armee in den Fluten vernichtet.

Gott rettet und richtet – beides lässt uns den Atem stocken. Die Errettung Israels vor dem Pharao ist eine gute Erinnerung der verfolgten Gemeinde in antichristlicher Zeit. So eröffnet Kap. 15 die letzte Serie von Gerichtswellen – die „Schalengerichte“.

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Nehemia 13: Konsequent Kurs halten

Eine Bewegung kann nur dann von Dauer sein, wenn sie sich immer wieder auf ihre Grundanliegen zurück führen und korrigieren lässt. Eine Aufgabe der Leiter besteht darum in einer ständigen Rückbesinnung auf das Wesentliche, das leicht in Vergessenheit gerät.

Nehemia erinnert an die dauerhafte Umsetzung des Vereinbarten, bzw. an die Wiedereinführung der Erkenntnisse, die im Laufe der Zeit leider vernachlässigt worden sind (Nehemia 13). Nur indem er ein konsequent denkender Begleiter bleibt und immer wieder die Erneuerung der Verhältnisse anstößt, verschafft er der Reform Nachhaltigkeit.

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Sacharja 3-4: Göttliches Change-Management

Nachdem in einer Vision deutlich geworden ist, wie gedemütigt der höchste religiöse Repräsentant des Volkes Israels ist (Sacharja 3), wird in einer weiteren Vision der Ausblick auf eine im wahrsten Sinne des Wortes „strahlende Zukunft“ gestattet (Sacharja 4, 1-3). Eine Lampe mit sehr vielen Flammen, die aus nie versiegenden Brennstoffquellen versorgt werden, wird ein besonders intensives Licht verbreiten.

Diese radikale Veränderung soll nicht durch den Einsatz von militärischer Gewalt, nicht durch menschlichen Druck, auch nicht durch Manipulation und Intrigen herbeigeführt werden. Sondern durch den Geist Gottes (Sacharja 4, 6), d. h. auf eine göttliche Weise (Matthäus 5, 5).

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Offenbarung 14: Lamm schlägt Drache

„…die folgen dem Lamm nach…“ Offb. 14,4

Der Blick auf den Antichristen ist „schrecklich“ faszinierend (anziehend, bindend). Gemeinde Jesu soll sich davon losreißen und auf Christus schauen. Er steht dem Antichristen gegenüber – Kap. 14. Er ist das Lamm, im Gegensatz zum Tier und Drachen. Auch sie ist „gekennzeichnet“ – sie tragen im Gegensatz zu denen, die der Antichrist gekennzeichnet hat (Kap. 13,18), den Namen Gottes auf der Stirn, sie gehören zu Jesus. Es sind 144.000, die symbolische Zahl aus Offb. 7. Die Versiegelten sind durch die antichristliche Zeit hindurch bewahrt – auch wenn es sie ihr Leben gekostet haben mag (V. 13).

6 Engel werden genannt: 3 Verkündigungsengel (V. 6.8.9) und 3 Gerichtsengel. Das Ende des antichristlichen Reiches wird angekündigt und das Gericht beginnt – hier im Bild der Weinernte und einer Kelter.

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Nehemia 12: Repräsentation

Zu den Aufgaben eines Leiters gehört auch die angemessene Repräsentation der von ihm geführten Institution oder des von ihm verantworteten Projektes. Bei bestimmten Gelegenheiten, die besonders kritisch oder besonders öffentlichkeitswirksam sind, gilt es, den richtigen Ton und den richtigen Stil zu finden, um das Anliegen korrekt und gewinnend zu vertreten.

Die Einweihung der Mauer (Nehemia 12, 27-43) war eine solche besondere Demonstration, der Nehemia mit einer bestimmten Choreographie der Beteiligten und mit anderen Ausdrucksformen einen sehr bedeutungsvollen und nachhaltigen Charakter verlieh.

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Sacharja 1-2: Firewall

Eines unserer wichtigsten und gleichzeitig verletzlichsten Körperteile ist das Auge. Aus diesem Grunde befindet sich dieses Organ an einer Stelle unseres Körpers, wo es in mehrfacher Hinsicht abgeschirmt wird. Darüber bewegen wir uns in Gefahr instinktiv auf eine Art und Weise, die unsere Sehfähigkeit besonders schützt.

Mit derselben Fürsorglichkeit, mit der wir unsere Augen und ihre Funktion vor Gefahr abschirmen, betrachtet und behandelt Gott die Menschen, die zu ihm gehören (Sacharja 2, 12). Ein besonderer Schutz besteht in einer Wand aus Feuer (Sacharja 2, 8-9). Manchmal muss er sein Volk auch vor ihren eigenen Fehlern bewahren (Sacharja 1).

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Offenbarung 13: Könnte sich das 3. Reich wiederholen?

„… wie ein Lamm und redete wie ein Drache…“ Offb. 13,11

Offenbarung 13 ist das klassische Kapitel des Antichristen. Es zeigt eine dämonische Dreieinigkeit: Drache (Teufel), Tier (Antichrist) und zweites Tier (falscher Prophet [Kap. 16,13]). Es ist erschreckend, wie klar sich in dieser Schilderung die „Antichristen“ und totalitären Herrscher durch die Jahrhunderte wiedererkennen lassen – von Nero bis Hitler und wie die neuzeitlichen Tyrannen heute auch heißen mögen… Das Schema ist scheinbar immer das Gleiche:

  • Tyrannen beziehen ihre Macht vom Feind Gottes. Sie verbünden sich mit dem Bösen.
  • Sie suchen, wie der Teufel, Anbetung! Sie stellen sich an die Stelle Gottes und beanspruchen oberste Kontrolle – auch über die Gewissen (V. 4 u. 12).
  • Sie verfolgen die Gemeinde (V. 7ff)
  • Sie beeindrucken, manipulieren und verführen die Menschen durch Begeisterung und Angst (Wille und Zwang mischen sich – wie bei Hitlers Paraden und Propaganda) (V. 12-14)
  • Sie bringen Frieden und Einheit – aber ohne Gerechtigkeit und Freiheit (V. 8)
  • Sie binden die Massen in Abhängigkeit (wirtschaftliche Abhängigkeit, V. 17)

Gemeinde der Zukunft weiß also, was auf sie zukommt! Haben wir aus der Vergangenheit gelernt? Lernen wir aus der Offenbarung?

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Nehemia 11: Einsatzplan koordinieren

Dieses 11. Kapitel im Buch Nehemia ist eine Dokumentation der Entwicklungsgeschichte und Zusammensetzung der Stadtbevölkerung Jerusalems. Um eine ausreichende Besiedlung und damit eine Sicherstellung der Bedeutung der Stadt und des Tempels zu gewährleisten, war eine bestimmte Siedlungspolitik erforderlich. Dabei mussten manche Volksgenossen ihren Lebensmittelpunkt außerhalb der eigentlichen Heimat aufgeben und nach Jerusalem ziehen.

Diese Besetzungs- und Versetzungsstrategien einzuführen, durchzusetzen, langfristig zu berücksichtigen und darum auch sorgfältig zu dokumentieren (wie hier in Nehemia 11 dargestellt), gehört ebenfalls zu den Aufgaben eines Leiters im Reich Gottes.

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Haggai 2: Du darfst etwas erwarten!

Nach Aufforderung durch den Propheten Haggai hatte das Volk Israel sich wieder dem Auftrag Gottes gewidmet. Die ersten „Erfolge“ sind allerdings sehr ernüchternd (Haggai 2, 3). Obwohl sie jetzt gehorsam waren, lief nicht alles so, wie sie es sich vorgestellt haben.

Doch Gott verheißt großen Segen und fordert die Menschen mehrmals auf, genau darauf zu achten, wie sie in Zukunft von ihm beschenkt werden: „Nun achtet doch darauf, wie es euch ergehen wird…“  (Haggai 2, 15-19).

Wenn Du mit Gott lebst, darfst Du etwas erwarten!

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