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2. Könige 17: Von Ägypten nach Assyrien

Dieses Kapitel (2. Könige 17) beschreibt im Zeitraffer den Weg Israels vom Auszug aus der Gefangenschaft in Ägypten bis zur Gefangenschaft in Assyrien.

Zwischen diesen beiden Gefangenschaften liegt als Ursache für diese erneute Abhängigkeit ein Prozess der Anpassung Israels an die Heiden, von denen sie sich nicht mehr unterschieden (2. Könige 17, 15).

Man verehrte nicht mehr ausschließlich Gott, sondern zusätzlich alle möglichen Götzen (2. Könige 17, 33). Diese Ignoranz gegenüber dem Absolutheitsanspruch Gottes (2. Könige 17, 35) hatte zur Auswirkung (2. Könige 17, 18), dass Israel seine von Gott geschenkte Freiheit wieder verlor.

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Hesekiel 1: Lebendiger Helikopter aus Flüssigfeuer

Der Auftakt des Propheten Hesekiel (Hesekiel 1), der während der Gefangenschaft in Babylon unter den weggeführten Israeliten wirkte, ist bizarr, fremd und erschreckend. Denn bevor dieser Prophet den Inhalt seiner Botschaft ausführt, beschreibt er uns den Anblick einer Gotteserscheinung, der er ausgesetzt war.

Um uns einen ungefähren Eindruck von seiner visuellen Wahrnehmung zu vermitteln, greift Hesekiel auf ein Bildmaterial zurück, das uns zwar in seinen einzelnen Elementen vertraut ist, das uns aber in dieser Zusammenstellung (Lebewesen, Technik, Gegenstände und Materialien aus der Natur, Wetterphänomene…) unheimlich und faszinierend zugleich erscheint.

Die Begegnung mit der Herrlichkeit Gottes sprengt unsere Kategorien von Erfahrung und Vorstellungskraft.

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Galater 2: Es geht um viel!

„Als aber Petrus nach Antiochien kam, widerstand ich ihm ins Angesicht..“ Gal. 2,11

Judaisten machten den christlichen Gemeinden im 1. Jahrhundert große Probleme. So den Galatern. Paulus argumentiert in Kap. 2 mit aller geistigen Kraft, um die verführten Galater wieder zurückzugewinnen.

  • Er klärte auf dem Apostelkonzil in Jerusalem „sein Evangelium unter den Heiden“ mit den Aposteln in Jerusalem ab – gegen den Vorwurf der Irrlehrer: Wer ist schon Paulus gegenüber Petrus und Jakobus?
  • Den „falschen Brüdern“ widerstand Paulus schon damals in Jerusalem und wurde von den Jerusalemer Aposteln darin bestätigt – gegen den Vorwurf der Irrlehrer: Auch Jakobus und Petrus und Johannes in Jerusalem beachten das Gesetz.
  • Aber Paulus widerstand selbst einem Petrus, als dieser in Antiochien vor Juden schwach wurde und jüdische Absonderung von den Heiden heuchelte.
  • Wenn durch das Gesetz Rechtfertigung kommt, so ist Christus vergeblich gestorben!

Es scheint um viel zu gehen – damals, wie heute!

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2. Könige 15-16: Das Wesentliche und das Übrige

Die Kurzprofile der politischen Leiter in 2. Könige 15 und 16 erinnern mich an den Brauch, wie frühere Generationen manchmal auf den Grabsteinen einen wesentlichen Charakterzug der Verstorbenen festhielten.

Alle Lebensberichte verweisen mit dem Satz „Was aber weiter zu sagen ist…“ auf eine darüber hinausgehende Geschichtsschreibung. Neben dem „Übrigen“ im Leben, was in jeder Biographie ein weites Feld darstellt, konzentriert sich der Berichterstatter an dieser Stelle auf das „Wesentliche“, was von den genannten Personen erwähnt werden kann und sollte.

Wir können mal darauf achten, was die Bibel in diesen komprimierten Kurzbiographien als Wesentlich erwähnt! Und wir sollten uns fragen, ob diese Kriterien auch für uns das Wichtigste im Leben darstellen? Und wie eine Beschreibung dieser Kriterien im Hinblick auf unser Leben aussehen würde?

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Klagelieder 5: Verzweifelt und zutraulich

Das Volk Israel zählt alle Wunden auf, die Gott ihm geschlagen hat und aus denen es blutet (Klagelieder 5). Diese Auflistung ist eingerahmt von dem wiederholten Ruf zu Gott: „Denke an uns!“.

Diese Bitte, dass Gott seine Leute, die er richtet, nicht ganz vergisst, greift das Anliegen des Propheten Jeremia auf, das sich durch sein ganzes Wirken zieht. Der Auslöser des Gerichts ist auch gleichzeitig der Ausgangspunkt für die Hilfe. Der Glaube führt nicht nur alle Erfahrungen in letzter Konsequenz auf Gott zurück, sondern macht Gott auch zum Adressaten für jede Bitte um Hilfe (Klagelieder 5, 21). Aus diesem Bewusstsein heraus entsteht ein verzweifeltes und zugleich zutrauliches Gebet zu Gott, wie wir es in diesem Text finden.

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Galater 1: Der Eiferer

„Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe?“ Gal. 1,10

Wenn wir Paulus im 2. Korintherbrief schon kennengelernt haben als eifernder „Narr“, der sich ins Zeug legt für seine Gemeinden, dass sie nicht in seiner Abwesenheit von Irrlehrern verführt werden, so lernen wir ihn hier im Galaterbrief noch einmal zugespitzter kennen.

Paulus hatte die Gemeinden in Galatien auf der 1. und 3. Missionsreise gegründet und besucht (Apo. 16,6 und 18,23) und erfuhr nun – wahrscheinlich in seiner Zeit in Ephesus – dass sich die Galater von judaistischen Lehrern hatten umdrehen lassen – zu einem judaistischen Evangelium: Christen müssen erst Juden werden und sich beschneiden lassen, um richtige Christen sein zu können!

Das bringt ihn richtig in Rage! Der Galaterbrief ist der einzige, in dem im Briefeingang (Gal. 1) kein Wort des Lobes oder Dankes oder ein Aufruf zur Fürbitte wäre. Zwei Mal verflucht er die Verführer (V. 8 und 9). Sehr deutlich betont er seine Autorität als Apostel, der seine Vollmacht allein von Christus hat, dem sich Christus persönlich offenbart hat.

Der Galaterbrief ist auch heute hoch aktuell. Er hilft der Gemeinde Jesu sich von Gesetzlichkeit, vom Ritualismus und allem äußerlichen Formenwesen immer neu zu befreien. Luther hat daraus seine größte Durchschlagskraft erhalten. Es war sein Lieblingsbrief.

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2. Könige 14: Streitlust

Amazja ist der Kriegserfolg zu Kopf gestiegen. Nun will er sich mit seinem Kollegen im Nachbarland messen und lässt sich auch durch dessen ernste Warnung (2. Könige 14, 10) nicht davon abhalten.

Wie viel unnötige persönliche Niederlagen und große Nöte für andere Menschen werden verursacht durch einen überheblichen Tatendrang und streitsüchtigen Konkurrenzgeist (Matthäus 5, 25-26).

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Klagelieder 4: Das wird er doch nicht tun – oder?

Trotz der Tatsache, dass Gott seinem eigenen Volk immer wieder Konsequenzen angekündigt hatte für den Fall, dass sie weiterhin in der Ablehnung ihm gegenüber bleiben, hatte niemand damit gerechnet, dass er diese auch für ihn bittere Ankündigung auch wirklich umsetzt (Klagelieder 4, 12).

Aber weil Gott unbestechlich und heilig ist, wird Sünde, die nicht eingesehen und vergeben wird, von ihm bestraft (Klagelieder 4, 13). Auch wenn es sein eigenes Volk, Gottes eigene Familie betrifft (1. Petrus 4, 17).

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2Korinther 13: Wie mag er sie angetroffen haben?

„Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid, prüft euch selbst!“ 2Kor. 13,

Wie ernst es Paulus ist in seinem Kampf um die Korinther, zeigt er im letzten Kapitel 13, in dem er nochmals seine Autorität betont, sie aufruft, sich selbst zu prüfen (V. 5) und sie ermahnt, sich zurechtbringen zu lassen (V. 11). Im letzten Vers kommt der apostolische Segensgruß des dreieinigen Gottes: Christus, Gott und Heiliger Geist – Gnade, Liebe und Gemeinschaft! (V. 13).

Ich werde unweigerlich an das Wort des Paulus im Brief an die Kolosser erinnert: „Ich lasse euch aber wissen, welch einen Kampf ich habe für euch…!“ (Kol. 2,1)

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2. Könige 12-13: Manpower oder Hardware?

König Joasch, dessen Regierungszeit in 2. Könige 12 und 13 beschrieben wird, zeichnet sich durch verschiedene gute Projekte aus. Eines davon besteht in seinem Einsatz für Gottes Haus. Dieses Engagement ist deswegen so bemerkenswert, weil Joasch die Finanzen nicht in moderne Hardware steckte, sondern damit den Einsatz von begabten Personen bezahlte. Das Reich Gottes wird in erster Linie nicht durch technische Aufrüstung gebaut, sondern eher durch die Berufung von Menschen. Das ist ein Prinzip, das bis heute Gültigkeit hat.

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