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1. Samuel 16: Den hatte niemand auf der Rechnung

Gott hatte den Richter Samuel aus dem Ruhestand gerufen und wieder reaktiviert, um durch ihn dem König Saul den Entzug der Verheissung Gottes anzukündigen, aber auch mit Hilfe von Samuel eine Ära der Heilsgeschichte anzukündigen. In dem Bericht aus 1. Samuel 16 wird gezeigt, wie selbst ein so erfahrener und gereifter Gottesmann wie Samuel einige Lektionen über die Führungsprinzipien Gottes erhält.

  1. Lektion: Gott fängt etwas Neues an, während wir dem Alten noch nachtrauern: „Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich doch verworfen habe, daß er nicht mehr König über Israel ist? Fülle dein Horn mit Öl und gehe hin, ich will dich zu Isai, dem Bethlehemiten, senden, denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ersehen.“ (1. Samuel 16, 1).
  2. Lektion: Gott prüft das Herz, während wir am Äusseren hängen bleiben: „Schaue nicht auf sein Aussehen, noch auf die Höhe seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen. Denn Gott sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht auf das Äußere, der Herr sieht auf das Herz!“ (1. Samuel 16, 7).
  3. Lektion: Gott erwählt einen Mann, mit dem niemand gerechnet hat: Gott erklärt die ersten sieben Söhne Isais für ungeeignet. Und als Samuel sich über die Vollständigkeit der Familie informiert, stellt sich heraus, dass noch ein Sohn fehlt, den niemand auf dem Plan hatte (1. Samuel 16, 10-11), aber es war der „Mann nach dem Herzen Gottes“ (1. Samuel 13, 14).
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Jesaja 54: Erwarte Großes von Gott!

Am 31. Mai 1792 hielt der Schuster William Carey eine Predigt über Jesaja 54, 2-4 die von großer kirchengeschichtlicher Bedeutung wurde, weil direkt am nächsten Tag unter dem Eindruck dieser Predigt die erste Missionsgesellschaft gegründet wurde.

William Carey bezog die Zusagen aus Jesaja 54 wie der Apostel Paulus auf die christliche Gemeinde (Gal. 4, 27) und erkannte darin die Verheißung der weltweiten Ausdehnung der Gemeinde. Dabei stellte er die Tatsache in den Vordergrund, dass Gott nicht nur den Befehl zur Mission erteilte, sondern auch einen Erfolg in einem großen Ausmaß ankündigte. Auf der Grundlage dieser Aussichten unterstrich er die Aufforderung: „Spare nicht, spanne deine Seile weit und schlage deine Pflöcke fest ein!“. William Carey fasste das in der Aussage zusammen: „Erwarte Großes von Gott; wage Großes für Gott!“.

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Apostelgeschichte 24, 1-21: Ein Mann mit gutem Gewissen

„Ich bemühe mich darum, mich in jeder Situation so zu verhalten, dass ich vor Gott und vor den Menschen ein reines Gewissen habe.“ Apg. 24,16

Paulus wird vor den Landpfleger Felix geführt, als die Vertreter der Anklage aus Jerusalem nach Cäsaräa angereist waren. Der Hohepriester und einige Älteste lassen den Anwalt Tertullus für sich sprechen, der versucht, Paulus als Aufrührer und Sektenführer darzustellen (V. 5). Das stellt Paulus klar, dass dem nicht so sei, sondern es im Kern um eine theologische Frage ging: „Auferstehung der Toten“ (V. 21). Paulus kann sich gut verteidigen – die Ankläger stehen ohne Beweise da (V. 13).

Aus diesen Texten erkennen wir, welch ein kluger Mann Paulus war!

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1. Samuel 15: Nur noch König auf Abruf

Rein quantitativ betrachtet, handelt es sich bei dem Ungehorsam des Sauls gegenüber den Anweisungen Gottes (1. Samuel 15) um eine geringfügige Abweichung. Das meiste dessen, was Gott ihm aufgetragen hat, hat er erledigt. Darüber hinaus versucht Saul, seinen Ungehorsam mit zwei Entschuldigungen zu verteidigen: Es sollte angeblich einem religiösen Zweck dienen, nämlich den Opfern für Gott. Und das ist nicht von ihm initiiert, sondern vom Volk gewollt und „durchgesetzt“ worden.

Aber Ungehorsam wird nicht erst ab einem bestimmten Prozentsatz zu einem Problem und lässt sich weder durch eine geistliche Zielsetzung noch durch eine demokratische Mehrheitsentscheidung rechtfertigen.

Auf diesem Hintergrund stützt Samuel zwar noch die politische Stellung Sauls als Regent des Volkes. Aber es steht gleichzeitig fest, dass Gott Saul verworfen hat und für sein Königtum keine langfristige Verheißung mehr besteht.

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Jesaja 53: Von wem ist die Rede? Für wen passiert das?

Als der äthiopische Finanzminister in Jesaja 53 das dort angekündigte Leiden des Gottesknechtes liest, stellt er die Frage: „Von wem sagt der Prophet dies?“. Ihm wurde dann erklärt, dass sich in Jesus Christus diese Aussagen erfüllt haben (Apostelgeschichte 8, 34-35).

Und genauso wichtig wie die Frage, „von wem“ hier die Rede ist, ist die in Jesaja 53 beantwortete Frage, „für wen“ dieses stellvertretende Leiden erfolgte: Nämlich „für uns“, für Dich und mich!

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Apostelgeschichte 23, 23-35: Welch ein Aufwand!

„Da fand ich, dass er beschuldigt ward wegen Fragen ihres Gesetzes, aber keine Anklage gegen sich hatte, des Todes oder des Gefängnisses wert.“ Apg. 23,29

Was für ein Aufwand: 200 Soldaten, 200 Bogenschützen, 70 Reiter führen Paulus heimlich bei Nacht aus Jerusalem nach Antipatris und am nächsten Tag mit den 70 Reitern weiter nach Cäsaräa. Abseits der aufgewühlten Menge kann der Prozess in Ruhe weitergehen.

Der Aufwand zeigt die Einschätzung der Römer über das damalige Jerusalem. Der Oberhauptmann Klaudius Lysias will kein Risiko eingehen. Die römische Provinz Judäa war die unsicherste im ganzen Reich. Und der Fall „Paulus“ wurde immer schwieriger – interessant, dass Lukas sogar den Brief des Klaudius an Felix kennt! Das Evangelium wird zum Politikum. Es muss aber das Evangelium bleiben…

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1. Samuel 14: Wie man eine Heldentat vollbringt

  1. Regel: Informiere über Deine Pläne nicht im Voraus die Öffentlichkeit (1. Samuel 14, 3), aber unternimm nichts, ohne ein klares Zeichen von Gott (1. Samuel 14, 10).
  2. Regel: Auch als kleine Menschen etwas wagen, weil immer die Möglichkeit besteht, dass Gott etwas für und durch uns tut (1. Samuel 14, 6).
  3. Regel: Tue es gemeinsam mit Menschen, die sich ganz und gar mit dir und dieser Sache identifizieren (1. Samuel 14, 7).
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Jesaja 52: Wach auf!

Das ist auch in Jesaja 52 die Aufforderung Gottes an seine Leute, denn Gott hat Großes vor und verbreitet eine dementsprechende Freudenbotschaft. Die wachen und wachenden (Jesaja 52, 8) Leute werden von diesen guten Nachrichten erreicht und können und sollen sich auf die rettende und alles klärende Veränderung einstellen.

Dieses Kapitel schließt mit dem Hinweis auf den Knecht Gottes, der diese große Veränderung erfolgreich herbeiführen wird (Jesaja 52, 13-15) und von dem im nächsten Kapitel noch ausführlicher die Rede sein wird.

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Apostelgeschichte 23, 12-22: Jetzt wird’s fanatisch

„Da aber Paulus Neffe von dem Anschlag hörte, ging er hin und kam in die Burg und berichtete es Paulus.“ Apg. 23,16

40 fanatische Juden wollen Paulus töten oder verhungern (V. 14). Religion und Fanatismus gehen oft zusammen. Im Christentum die Kreuzzüge und Hexenverbrennungen, im Islam brennen Flaggen und Autos wegen Mohammedkarrikaturen. Im Hinduismus und Buddhismus – überall gab es Fanatismus. Überall vergießen Menschen im Namen Gottes das Blut von Menschen. Jesus Christus, Gottes Sohn, gab statt dessen sein eigenens Leben für alle Menschen.

Gott bewahrt Paulus – sein Leben ist noch nicht erfüllt. Sein Neffe hört von dem geplanten Anschlag und so kann er vereitelt werden.

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1. Samuel 13: Die Massen gewonnen, Gott verloren.

Der König Saul befand sich in einer nicht beneidenswerten Lage (1. Samuel 13). Angesichts eines Angriffs durch die Philister geraten seine Männer in Angst und verstecken sich. Weil „das ganze Volk begann wegzulaufen“ (1. Samuel 13, 8) und Saul in der Gefahr stand, zuletzt ein König ohne Truppen und Volk zu sein, bemüht er sich mit allen Mitteln um die Gunst der Masse. Um die Menschen zu beruhigen und bei Laune zu halten, nahm er eine geistliche Handlungsweise für sich in Anspruch, die vielleicht den menschlichen Erwartungen an ihn entsprachen und ihm menschliche Zustimmung eingebrachten haben mögen. Aber Gottes Unterstützung und seine Zustimmung hat Saul ab diesem Zeitpunkt im gleichen Maße verloren.

In vielen Drucksituationen stehen Leiter in der Gefahr, die Menschen mit populären Maßnahmen zusammenhalten zu wollen, die den Zielvorstellungen Gottes und seinen Segensabsichten zuwider laufen.

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