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1. Chronik 11: Grundlagen einer guten Regierung

Dem Bericht über das Leben Davids wird in 1. Chronik 11, 1-3 eine kurze und präzise Information vorausgeschickt, die deutlich macht, auf welcher Grundlage die segensreiche Königsherrschaft von David zustande kam:

  • Die Berufung durch Gott: „Der Herr, dein Gott, hat zu dir geredet, Du sollst mein Volk Israel weiden…“ (V. 2)
  • Die Bewährung von David: „Schon damals, als Saul König war, führtest du Israel aus und ein…“ (V. 2)
  • Der bestätigende Bund mit dem Volk: „David schloss einen Bund mit ihnen in Hebron vor dem Herrn. Und sie salbten David zum König…“ (V. 3)
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Hesekiel 24: Wie wird ein Topf frei von Rost?

Jerusalem ist eine mörderische Stadt, in der viel Blut vergossen wird, das sich nicht entfernen lässt. Wie ein Rostfleck an einem Kessel haften bleibt – so bleibt auch diese Unreinheit in Jerusalem hartnäckig bestehen.

Darum wird Gott den „rostigen Topf“ Jerusalem auf das Feuer stellen und seinen ganzen Inhalt zum Kochen bringen. Aber selbst wenn der Kessel vor Hitze glüht und der ganze Inhalt bereits verkocht ist, wird sich der Rostfleck immer noch am Topf befinden, weil eine Befreiung von Blutschuld nicht durch Gerichte (Hesekiel 24, 12), sondern nur durch die Inanspruchnahme von Gottes reinigender Gnade möglich ist (Hesekiel 24, 13).

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Kolosser 4: Willkommen im Team!

„Mein Gruß mit meiner, des Paulus, Hand.. Die Gnade sei mit euch!“ Kol. 4,18

Paulus bittet in seinen Briefen auch immer wieder um Fürbitte für sich selbst und seinen Dienst (V. 2-3). Er beteiligt die Christen an dem Missionsauftrag Jesu – selbst als Gefangener in Rom. Und er befiehlt ihnen einen weisen Umgang an mit ihren Zeitgenossen: Zeit nutzen, liebliche und gewürzte Rede, seinen Glauben verantworten! Die Kolosser fühlen sich als Mitarbeiter von Paulus – toll! Die Grüße aus seinem Team in Rom unterstreichen das nochmals.

Wir sind Mitarbeiter Gottes – er zieht uns mit hinein in seine Pläne. Er gibt uns Tipps und lässt uns grüssen. Es ist toll, in seinem Team zu sein!

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1. Chronik 10: Mach´s mit meinem Ende gut!

Die ausgesprochen kurz gehaltene Wiedergabe der geschichtlichen Entwicklung in 1. Chronik widmet nach einer kurzen Auflistung der Familie Sauls dem Tode dieses ersten Königs ein ganzes Kapitel (1. Chronik 10).

Das ist angesichts der Tatsache, dass Saul vorher nur eine sehr knappe Erwähnung findet, eine bemerkenswerte Proportion in der Berichterstattung. An dem traurigen Schicksal dieses Mannes wird die Notwendigkeit der Bitte zu Gott deutlich: „Mach´s mit meinem Ende gut!“.

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Hesekiel 23: Zwei von derselben Sorte

Die Entwicklung des Nordreichs Israel und des Südreichs Juda wird illustriert an einem untreuen, schamlosen und betrügerischen Schwesternpaar (Hesekiel 23). Die Dynamik des Abfalls von Gott verläuft in den beiden Teilen des Volkes Gottes unterschiedlich. Aber die Art, die Intensität und das Ergebnis der Unzucht ist bei beiden dasselbe. Denn dieser lüsterne und gierige Hang zur Untreue liegt ihnen im Blut (Hesekiel 23, 43). Und mit Menschen von dieser Sorte macht Gott Geschichte und nimmt sich unserer an.

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Kolosser 3: Christus bei Dir zuhause

„..sucht, was droben ist, da Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.“ Kol. 3,1

Paulus schreibt manche Gedanken den einen, wie den anderen, ähnlich, fast gleich. So kennen wir ihn! In Kol. 3 taucht das Motiv des Ablegens und Anziehens von Kleidung als Bild für Untugenden und Tugenden auch hier auf – wie schon im Epheserbrief (Kap. 4, 22-24).

Und auch: Das Wort Christi sollte reichlich unter ihnen wohnen – die Evangelien, die wir heute haben, waren noch nicht verbreitet (Mt. und Mk. ca. 64 n.Chr.). Das „Wort Christi“ waren für die Kolosser die Predigten des Epaphras, die Briefe des Paulus (er hatte auch einen an die Gemeinde in Laodicäa geschrieben Kap. 4,16 und andere Gemeindebriefe von Paulus, die fleissig abgeschrieben und verteilt wurden) und wahrscheinlich das AT, das sie auf Christus hin auslegten. Jedenfalls nicht die „Philosophien“ der Irrlehrer, die Engel groß machten.

Was für einen Reichtum haben wir doch – AT und NT im Goldschnitt, in 5 verschiedenen Übersetzungen, mit jeder Menge Literatur zu Hintergrundinformationen und Kommentaren…
Lass es wohnen!

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1. Chronik 9: Torhüter oder Torhüter?

Im Fußballsport sind die „Torhüter“ die großen Verhinderer. Ihre Aufgabe besteht darin, dass Tor freizuhalten und niemanden durchzulassen.

Die priesterlichen „Torhüter“ in Jerusalem, deren Aufgabenfeld in 1. Chronik 9 beschrieben wird, waren keine Verhinderer, sondern Wegweiser, Ordner und Helfer beim Eintritt in den Tempel Gottes. Sicher sollten sie auch einem Missbrauch dieser Möglichkeiten entgegentreten. Aber ihre Hauptaufgabe bestand darin, Menschen den Eingang und Zutritt in die Gegenwart Gottes zu erleichtern.

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Hesekiel 22: Hauptstadt des Verbrechens

So beschreibt Gott durch den Propheten Hesekiel (Kapitel 22) die Stadt Jerusalem. In ihr findet jedes Verbrechen Verwirklichung (Hesekiel 22, 6-12). Und zwar in allen Schichten und Ständen der Gesellschaft (Hesekiel 22, 23-29). Aber so skrupellos und kaltschnäuzig die Menschen auch beim Austeilen von Bosheiten sein mögen, werden sie nicht mit derselben Coolness den Konsequenzen des eigenen Verhaltens gewachsen sein: „Meinst Du aber, dein Herz kann standhalten oder deine Hände werden festbleiben zu der Zeit, wenn Gott handelt?“ (Hesekiel 22, 14). Die Häuptlinge im Verbrechen sind nicht unbedingt auch die Meister im Verkraften der Folgen.

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Kolosser 2: Neu begeistert von Jesus

„Lasst euch von niemand das Ziel verrücken..“ Kol. 2,18

Paulus macht keinen Hehl daraus, dass er sich um die Kolosser und die Christen in Laodicäa Sorgen macht. Er „kämpft“ um sie (V. 1), dass sie das Geheimnis Christi neu bestaunen: „Christus in euch“ (Kap. 1,27)! Christus hat „die Reiche und Gewalten ihrer Macht entkleidet“ (V. 15). Er rückt den Kolossern das Ziel neu zurecht (V. 18).

Manchmal brauchen wir einen, der uns das Ziel neu vor Augen setzt. Gottes Wort und Geist, Jesus selbst, schafft das! Vielleicht auch durch ein gutes Gespräch mit einem, der Jesus lieb hat und uns kennt.

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1. Chronik 7-8: Originalität erhöht die Komplexität

In diesen beiden Kapiteln von 1. Chronik (Kapitel 7 und 8) werden einige Details und Personen nicht erwähnt, die aufgrund der sonstigen biblischen Berichterstattung an dieser Stelle erwartet werden könnten. Andererseits werden Einzelheiten und Personen genannt, die darüber hinaus unbekannt bleiben und sich nicht so ganz einfach mit den anderen historischen Informationen der Bibel harmonisieren lassen.

Aufgrund dieser Eigenschaften und der Tatsache, dass es sich außerdem um einen eher trockenen und schwer zugänglichen Lesestoff handelt, sind solche Textabschnitte ein Beweis für die Ursprünglichkeit und Originalität der biblischen Geschichtsdarstellung. Denn jeder Verfasser, dem es nur um Wirkung und nicht um Wahrheit gegangen wäre, hätte sich in wohlmeinender Absicht als Fälscher betätigt und das Material geglättet und von solchen Stolpersteinen befreit. Die Bibel ist in dieser Hinsicht „unbearbeitet“ geblieben. Das erhöht aber die Komplexität ihrer Botschaft.

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