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1Korinther 12: Welch ein herrliches Zusammenspiel!

„Ihr seid der Leib Christi und Glieder, ein jeder nach seinem Teil.“ 1Kor. 12,27

Nach der Gottesdienstordnung kommt die inhaltliche Betonung des Gottesdienstes dran: Die Korinther liebten ekstatische Feiern (wie bei der Götzenfesten!). Zungenrede und tumultartige Versammlungen waren üblich. In den Kapiteln 12, 13 und 14 ordnet Paulus auch die Ausgestaltung der Gottesdienste.

In Kap. 12 ermutigt er sie, ihre von Gott erhaltenen Gaben (natürliche und Wundergaben) in der Gemeinde und im Gottesdienst zum gemeinsamen Nutzen einzubringen. In dem Bild des einen Leibes, der viele unterschiedliche Glieder zu einem harmonischen Bewegungsablauf führt, bringt er es wunderschön auf den Punkt.

Im Gefälle dieser erwähnten 3 Kapitel stellt Paulus die von den Korinthern überbewertete Zungenrede in Kap. 12 jeweils an die letzte Stelle (V. 10; V. 28) und er betont, dass es etwas noch größeres gibt: Die Liebe!

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1. Könige 15: Segen und Fluch der Väter

Bei 1. Könige 15 handelt es sich um den ersten Teil einer Chronologie der Königsabfolge in dem geteilten Reich. Aufgezählt werden die Könige im Südreich Juda und die Könige im Nordreich Israel.

Die genannten Personen sind zum großen Teil Männer und Frauen, „deren Herzen nicht ungeteilt bei dem Herrn waren“ und die „taten, was dem Herrn missfiel“, indem sie teilweise „in den Sünden ihrer Väter lebten“. Leider übernehmen sie die Tradition ihrer Vorfahren in negativer Hinsicht.

Aber „um Davids willen“, der „getan hatte, was dem Herrn gefiel“ und weil Gott dem David etwas versprochen hatte, werden dessen Nachkommen, auch die schwierigen Vertreter unter ihnen, gesegnet und für eine bestimmte Zeit sogar geschont.

So erreicht die nachkommende Generation immer beides, der Fluch und der Segen der Väter. Was ernten wir? Was säen wir?

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Jeremia 34: Freisetzung von Kräften

Das judäische Volk hatte sich feierlich und verbindlich dazu bereit erklärt, die Ordnung Gottes umzusetzen und die Sklaven freizulassen. Vielleicht als Antwort auf diesen Gehorsamsschritt hatte Gott dafür gesorgt, dass die Belagerung Jerusalems durch das babylonische Heer abgebrochen wurde.

Weil die versprochene Amnestie für die Sklaven jedoch wieder rückgängig gemacht wurde, macht auch Gott einen Rückzieher und erteilt dem Heer Babylons den Befehl zur Umkehr nach Jerusalem (Jeremia 34, 21-22).

Weil Israel seine „Freilassung“ nicht verwirklicht, beschließt Gott eine andere „Freilassung“ für Israel: nämlich einen freien Lauf für Schwert, Pest und Hungersnot (Jeremia 34, 17). Es hängt von uns ab, welche Kräfte in unserem Leben freigesetzt werden.

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1Korinther 11: Ordnung in der Gemeinde

„Das andere will ich ordnen, wenn ich komme.“ 1Kor. 11,34

Nachdem er das Abendmahl in Abgrenzung zu den Götzenfesten mit Mahlfeier erwähnt hat, will er nun das Abendmahl der Gemeinde ordnen – die korinthische Abordnung hatte auch darüber Schlimmes berichtet: Die üblichen Liebesmahle, in die das Abendmahl integriert war, gerieten zu Saufgelagen (wie bei den Götzenfesten!) und ungerechter Verteilung zwischen Armen und Reichen.

Paulus stellt dem gegenüber, was er von Jesus, und sicher auch von den Aposteln Jesu empfangen hat. Würdig zu essen und zu trinken heißt, das Opfer Jesu zu bedenken und einander zu dienen.

In diese „Überlieferung“ (V. 2) des richtigen Gottesdienstes und der Abendmahlsfeier flicht er die Autoritätsordnung zwischen Männern und Frauen in der Gemeinde ein. Wie Männer sich Christus unterordnen sollen, so Frauen ihren Männern (das schließt Unterdrückung aus!). Das war damals (im kulturellen Umfeld Griechenlands – anders, als im Judentum) ausgedrückt durch unbedecktes Haupt der Männer und bedecktes Haupt der Frauen.

Selbstverständlich zu sein schien, dass Frauen in der Haltung der Unterordnung beten und weissagen konnten im Gottesdienst (V. 5)!

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1. Könige 14: Treffsichere Botschaft

Der Prophet Ahija konnte viele Jahre zuvor den Aufstieg Jerobeams ankündigen und muss nun in Gottes Auftrag den Niedergang Jerobeams voraussagen (1. Könige 14).

Jerobeams Familie sucht auf der einen Seite den Rat dieses Propheten. Andererseits will man sich durch Tarnung und Täuschung einem Erkennen durch den Propheten entziehen und damit einer Aufforderung zur Buße oder einer Drohbotschaft entgehen. Das schien gut möglich zu sein, denn der Prophet Ahija war erblindet und konnte nicht mehr sehen (1. Könige 14, 4)!

Aber wenn Ahija auch blind war, so konnte er immer noch gut hören (1. Könige 14, 5). Vor allem hatte er ein offenes Ohr für Gottes Mitteilung an ihn und war darum in der Lage, seiner „Kundschaft“ eine „zutreffende Nachricht“ zu geben. Wer Gott gegenüber hörfähig bleibt, wird immer eine „treffsichere“ Botschaft für die (evtl. in Deckung gegangenen) Zeitgenossen haben.

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Jeremia 33: Politischer Gottesbeweis

Der „Alte Fritz“ (Friedrich II. von Preußen) soll einen seiner frommen Generäle mal herausgefordert haben: „Gebe er mir einen Gottesbeweis!“. Die prompte Antwort des Generals lautete: „Israel, Majestät!“. Und der „Alte Fritz“ schwieg.

In Jeremia 33 wird uns die leidenschaftliche Zusicherung Gottes mitgeteilt, dass Gott an Israel nicht nur Gericht üben, sondern auch seine „gnädigen Worte erfüllen will“ (Jeremia 33, 14).

Wenn sich die Gegner Israels bisher durch Gottes Strafgericht über sein Volk ermutigt sahen, dieses Land abzuschreiben und es nicht mehr als Nation zu betrachten, dann will Gott das widerlegen und auf eine Weise an seinem Volk handeln, dass sich die ganze internationale Völkergemeinschaft „verwundern und entsetzen wird über all das Gute und über all das Heil, das er geben will“ (Jeremia 33, 23-24). Genauso ist es eingetreten.

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1Korinther 10: Um Menschen ringen…

„Gott ist treu, der euch nicht über euer Vermögen versuchen lässt..“ 1Kor. 10,13

In Kapitel 10 warnt Paulus nochmals vor dem Götzendienst und dem Abfall von Gott – für Judenchristen besonders eindrücklich an dem warnenden Beispiel Israels: Sie wurden „Götzendiener“ (V. 7), trieben „Unzucht“ (V. 8), „versuchten Gott“ (V. 9) und „murrten“ (V. 10). Sie empfingen Gottes Strafe.

Den Heidenchristen in Korinth sagt er eindringlich, dass sie nicht einerseits an heidnischen Götzenfesten (mit Festgelage) teilnehmen können und anschließend am Abendmahl der Gemeinde (V. 21).

Das Opferfleisch zu kaufen und zu essen ist jedoch nicht verboten (mit dem entsprechenden guten Gewissen, mit Dank vor Gott und mit Rücksicht auf die schwachen Gewissen). Diese wichtigen Unterscheidungen hatten sie damals vor 7 Jahren (1 1/2 Jahre lang) bei Paulus gesehen und von ihm erlebt. Daran sollten sie sich jetzt erinnern. Gute Vorbilder prägen uns mehr, als wir denken…

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1. Könige 13: Kollegiale Verführung

Ein Prophet wird auf eine sehr dramatische Weise von Gott eingesetzt (1. Könige 13). Seine Botschaft wird durch eindrückliche Zeichen beglaubigt.

Es gab allerdings auch Anweisungen Gottes für das Verhalten seines eigenen Mitarbeiters. Diesen Anweisungen blieb der Prophet zuerst treu, obwohl der König höchst persönlich ihm ein verführerisches Angebot machte.

Gegenüber der kollegialen Verführung durch einen anderen Propheten erweist er sich jedoch als schwach und erlebt darum am eigenen Leib und Leben, dass Gottes Anweisungen ernst zu nehmen sind und dass Gottes Ankündigungen in Erfüllung gehen. Für den Propheten war das von Nachteil. Aber für alle Beobachter wurde und wird durch die Tatsache, dass Gott seinen eigenen Mitarbeiter nicht verschont, die Ernsthaftigkeit und das unausbleibliche Eintreten der göttlichen Ankündigungen bestätigt (1. Könige 13, 32).

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Jeremia 32: Eine mutige, aber berechtigte Investition!

Würden Sie in einem langjährigen Krisengebiet der Erde Grundbesitz erwerben? Jeremia tut es! Denn Gott beauftragt ihn, einen Acker zu erwerben (Jeremia 32, 6-10). Und zwar in einem Teil des Landes, das entsprechend der Verkündigung des Jeremias der Eroberung durch Feinde und der Zerstörung ausgeliefert sein wird.

Dieser Geschäftsabschluss verunsichert Jeremia selbst. Auf seine Nachfrage hin, teilt ihm Gott in einer ergreifenden Weise mit, dass er sich trotz der ständigen und intensiven Widerspenstigkeit Israels nicht davon abhalten lassen wird, nach dem Gericht über sein Volk eine neue Belebung und Segenszeit für Israel zu schenken. Darum wird sich zu diesem später eintretenden Zeitpunkt die Investition auszahlen, die Jeremia jetzt getätigt hat.

Wer sich auf Gottes Zukunftsaussagen, dass er seinen Leuten Gutes tun will, verlässt, geht damit eine mutige, aber langfristig berechtigte Investition ein. Dazu kann ich nur gratulieren!

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1Korinther 9: Allen alles werden…

„Bin ich nicht frei?“ 1Kor. 9,1

Bei allen Fragen, auf die Paulus im 1Korintherbrief eingeht, hat er immer seine Feinde im Hinterkopf, die in Korinth gegen ihn argumentieren (V. 3). Er zeigt den Korinthern auf, dass er als Apostel (Gesandter Christi) „Rechte“ hat (5 mal: V. 4; 5; 6; 12) – sich vom Evangelium auch zu ernähren. Auf dieses Recht aber verzichtet er, um sich von seinen Feinden nichts nachsagen lassen zu müssen.

Statt dessen stellt er sich auf die unterschiedlichsten Menschen ein, um sie zu gewinnen. Er kann „allen alles“ werden (V. 22), weil er ganz frei ist von Menschen (V. 19). Das ist auch ein Grundsatz seines Missionskonzeptes: Allen alles zu werden, um auf alle Weise etliche zu gewinnen! Das klingt stark!

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