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Apostelgeschichte 20, 1-16: Im Kreis der Freunde

„… er brach das Brot und aß und redete viel mit ihnen, bis der Tag anbrach…“ Apg. 20,11

Der außerordentliche Tumult in Ephesus führt Paulus dazu, weiterzureisen. Er will die Massen nicht noch weiter reizen und so Mission unmöglich machen.  Außerdem will er an die letzte Reise anknüpfen. Er zieht über Mazedonien nach Griechenland. Aber mehr und mehr zeigt sich: Der Widerstand durch die Juden, die ihn mittlerweile kennen und deren Feind Nr. 1 er scheinbar geworden ist, verdichtet sich (V. 3). Auf der Rückreise durch Troas bekommen wir einen Einblick in Paulus Gemeinschaft mit örtlichen Brüdern und Schwestern:

  • Sie feiern Abendmahl
  • Paulus predigt lange
  • Er kümmert sich um die Menschen (hier um einen jungen Mann, der abgestürzt, scheinbar tot lag, aber dennoch zum Leben erwachte) (V. 10)
  • Er isst mit den Freunden und redet mit ihnen bis zum nächsten Morgen

Intensive Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern!

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1. Samuel 2: Ein Vater zerstört seine Familie!

Das geschieht in 1. Samuel 2 dadurch, dass der Hohepriester Eli seine Söhne, die offensichtlich korrupt und gottlos lebten, entgegen seiner eigenen besseren Einsicht nur vorsichtig und sehr schonend tadelte, aber ihnen nicht wehrte.

Als Vater und als geistliches Oberhaupt des ganzen Landes hatte er die Verantwortung und auch die Macht, den eigenen Kindern entgegenzutreten und ihrem Verhalten ein Ende zu setzen.

Aber Eli befand sich in einem Interessenkonflikt und entschied sich dafür, die öffentliche Stellung seiner leiblichen Kinder nicht anzugreifen. Mit dieser Zurückhaltung gab er seinen Söhnen den Vorzug vor Gott (1. Samuel 2, 29), er gefährdete das Wohl Israels und zerstörte auf diese Weise letztlich seine Familie.

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Jesaja 43: Der tut was!

Das Volk Israel saß zu diesem Zeitpunkt in der Gefangenschaft an den „Rivers of Babylon“ und fühlte sich vollkommen hoffnungslos ausgeliefert unter die Gewaltherrschaft einer Großmacht. Mitten in diese verzweifelte Situation erfolgen die einzigartigen Zusagen Gottes aus dem bekannten 43. Kapitel des Buches Jesaja. Das verschafft eine veränderte Perspektive (Jesaja 43, 18-19):

1. Gott tut was: „Ich will etwas tun!“

2. Was Gott tun will: „Ich will etwas Neues tun!“

3. Was wir tun sollen:

  • Wir sollen etwas von Gott erwarten!
  • Wir sollen Gottes Handeln erkennen: „Siehe…! Erkennt Ihr es denn nicht?“
  • ir sollen das Alte vergessen: „Gedenkt nicht mehr an das Vergangene!“
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Apostelgeschichte 19, 23-40: Masse plus Lautstärke

„… und sogar ihre göttliche Majestät wird untergehn..“ Apg. 19,27

Zwei Stunden skandierten die Menschen im Theater von Ephesus (ca. 20.000 Plätze) in einem gewaltigen Sprachchor wie mit einer Stimme: „Groß ist die Diana der Epheser!“. Das muss sich gewaltig angehört haben – stärker als die Fanchöre in einem Fußballstadion 2x 45 min. lang. Die Silberschmiede mit ihrem Diana-Devotionalienhandel fürchteten um ihre Einnahmen, als Paulus zwei Jahre lang in Ephesus predigte und viele Menschen zum Glauben an Jesus Christus kamen.

Diana in Ephesus war eine Statue der kleinasiatischen Göttin Artemis (oft verwechselt mit der griech. Jagdgöttin Artemis, deren römischer Name „Diana“ war). Die Artemis der Epheser hingegen war eine Personifikation der kleinasiatischen Göttin Kybele, ein uralter Kult, bei den Römern „Magna Mater“ (Große Mutter) genannt. Der Tempel der Artemis in Ephesus gehörte zu den 7 Weltwundern und war „weltbekannt“ (117 Säulen, ca. 18 m hoch, die Artemis-Statue ca. 2 m hoch!).

Der kluge Stadtschreiber kann diese fanatisierte Menge schließlich beruhigen und nach Hause schicken mit den Argumenten: – alle wissen, wie groß Diana ist – falls ein Rechtsanspruch besteht, wendet Euch an die Gerichte – ansonsten gibt es die ordentliche Volksversammlung der Stadt – unser Ruf wird in Rom geschädigt durch solchen Aufruhr.

Dummheit wurde oft in der Geschichte durch Masse und Lautstärke kompensiert…

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1. Samuel 1: Hannas Gebet

An dem Gebet dieser Frau in 1. Samuel 1 fällt zuerst der Stil auf. Die aus tiefstem und traurigem Herzen kommende emotionale Beteiligung führt dazu, dass ihre Andacht verwechselt wird mit einem Rauschzustand (1. Samuel 1, 15).

Bemerkenswert ist jedoch auch der Inhalt ihres Gebetes: Hanna hat bereits beim Beten das, worum sie bittet, sofort wieder an Gott ausgeliefert und ihm ganz und gar zur Verfügung gestellt (1. Samuel 1, 11).

Und nicht unwichtig ist natürlich die Wirkung: Gott hat ihr Gebet erhört.

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Jesaja 42: Ein Knecht!

In der Jugendszene ist die Bezeichnung „Knecht“ ein negativer Titel. Bei Jesaja hat das eine ganz hohe Bedeutung.

In Jesaja 42 finden wir das erste „Gottesknecht-Lied“.

Einerseits ist „Gottes Knecht“ die Bezeichnung für das ganze Volk Israel als Kollektiv. Andererseits ist es die Bezeichnung für eine vom Gesamtvolk unterschiedene geschichtliche Persönlichkeit mit einer besonders bedeutungsvollen Beauftragung und Lebensführung. In der zugespitzten und eigentlichen Bestimmung ist damit die Person des Messias gemeint. Aus diesem Grunde sieht Matthäus in dem Auftreten und Wirken von Jesus die Erfüllung dieser Weissagung (12, 15-21).

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Apostelgeschichte 19, 1-22: Step by step

„… er lehrte und überzeugte sie vom Reich Gottes.“ Apg. 19,8

Der Evangelist Apollos hatte in Ephesus gepredigt und war von Aquila und Priscilla näher im Glauben an Christus unterwiesen worden. Er war ein Anhänger der Bewegung von Johannes dem Täufer, der nach seinem Tode eine Schar von reisenden Jüngern hatte. 12 Männer in Ephesus, die durch Apollos „Jünger“ Jesu geworden waren, hatten sich auf Johannes Taufe bekehrt, aber noch nicht den Heiligen Geist empfangen. Die Taufe auf Jesus und der Empfang des Heiligen Geistes macht sie zu richtigen Christen. Diese Begegbenheit zeigt den wachstümlichen Charakter der Entwicklung in der Apostelgeschichte – vom Judentum – über Johannes den Täufer – zum Christentum. Daraus kann man natürlich keine dogmatischen Festlegungen für die Christen heute machen (Empfang der Heiligen Geistes in zwei Schritten).

Zwei Jahre bleibt Paulus in Ephesus – das zeigt die Bedeutung für die Stadt und Region. Viele Menschen kamen zum Glauben an Jesus, Zauberei wurde öffentlich abgesagt (V. 18-19).

Lukas zeigt auch etwas von den Vorausplanungen des Paulus, der letztlich nach Rom und darüber hinaus will (V. 21).

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Ruth 3-4: Eine Bittere wird zur Beraterin

Die früher verbitterte Noomi lässt sich durch die Initiative von Ruth aufrütteln und wird zu ihrer Beraterin (Ruth 3, 1-6). Die Voraussetzungen dafür bestehen in ihren guten Kenntnissen von Boas, der die entscheidende und befreiende Bedeutung in dieser Beziehungskiste einnimmt.

Bei diesem Weg aus der Bitterkeit wird Noomi als Beraterin mit allen anderen zusammen auch zur Beschenkten (Ruth 4).

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Jesaja 41: Erfüllte Prophetie als Gottesbeweis

Gott ist derjenige, der Geschichte macht. Das wird daran deutlich, dass er den Eroberungsfeldzug des persischen Königs Kyros, mit dem zu diesem Zeitpunkt niemand rechnen konnte, als eine von ihm veranlasste Aktion ankündigt (Jesaja 41).

Während andere noch nicht einmal das bereits Geschehene deuten können, sagt Gott das Zukünftige voraus. Das ist der Unterschied zwischen Gott und den Götzen (Jesaja 41, 22-23). Und weil Gott Recht behält, darum sind auch seine Aussagen über die bleibende Stellung seines Volkes (Jesaja 41, 8-20) vollkommen zuverlässig.

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Apostelgeschichte 18, 18-28: Mission bedeutet reisen!

„… brach er wieder auf … und stärkte alle Jünger.“ Apg. 18,23

Zum Ende der 2. Missionsreise zieht Paulus mit Priscilla und Aquila (die Namensnennung der Frau zuerst deutet auf ihre starke Mitarbeit im Team hin) auf dem Rückweg nach Jerusalem noch an der nächsten großen Metropole der damaligen Zeit vorbei: Ephesus. Sie war die Hauptstadt der Provinz Asia, ein wichtiger religiöser und wirtschaftlicher Mittelpunkt. Aber Paulus wollte zurück nach Jerusalem. Ephesus war sein nächstes Ziel für eine 3. Missionsreise.

Der Bericht in Jerusalem war wichtig – die Heimatgemeinde (für Paulus besonders Antiochien) bleibt ein entscheidender Hintergrund für jegliche Missionsarbeit!

Der Bericht über Apollos in Ephesus (V. 24-28) ist eine Brücke für Paulus Tätigkeit in Ephesus (K. 19), wo er schon Jünger vorfindet.

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