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1Mose 20: Ein Prophet setzt seine Ehe auf´s Spiel

Abraham erwartet von seiner Frau Sarah als „Liebesbeweis“ (1Mose 20,13), dass sie für ihn lügt und mit ihm gemeinsam ihre Ehe leugnet.
Das geschieht aus der Vermutung heraus, dass in ihrem Umfeld keine Gottesfurcht vorhanden ist (1Mose 20,11). In Wirklichkeit lassen jedoch Abraham und Sarah Gottesfurcht vermissen, indem sie den göttlichen Stellenwert der Ehe relativieren.
Gott zeigt, welche hohe Bedeutung für ihn die Ehe hat und wie ernst er darum die Verletzung der Treue nimmt.
Trotzdem bleibt Abraham ein „Prophet“ Gottes (1Mose 20,7), dessen Gebete Gott gebraucht (1Mose 20,17).

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Hiob 18: Die Gefahr der Verallgemeinerung

Bildads Warnungen beschreiben das endgültige Ergebnis des Lebens eines Gottlosen. Aber sie bieten überhaupt keine Antwort oder Hilfestellung für die momentane Lebenssituation und Not von Hiob.

Die problematische Sichtweise von Bildad und seinen Freunden besteht darin, dass die gegenwärtige Situation verabsolutiert und als Gottes grundsätzliche Beurteilung der Person und des Lebens von Hiob verstanden wird.

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Johannes 1, 19-51: Wer bist du?

„Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt!“ Joh. 1,29. 36

Was bei Mt. schon deutlich herauskam: Während viele Menschen kamen, zuhörten und Sünden bereuten, wurden von den Leitern in Jerusalem kritische Abhörer zu dem Massenphänomen: „Täufer am Jordan“ geschickt  (Mt. 3,6-7). Die sollten prüfen: Ist er der Messias oder nicht? Johannes lässt sich nicht verleiten, er bleibt, wer er ist: der Wegbereiter des Messias! Und er hört auf Gottes Stimme und erkennt Jesus klar als Sohn Gottes (V. 29 u. 34).

Das sagt er auch seinen Jüngern (*). Zwei von ihnen wollen genauer wissen, ob Jesus der Messias ist. Andreas und ein Ungenannter (V. 40) – vielleicht Johannes, der Evangelist? Andreas führt auch seinen Bruder Petrus zu Jesus. Nach Mt. 4,18-19 beruft Jesus Andreas und Petrus und auch Johannes als Jünger am See Genezareth. Offensichtlich kannte er diese drei also schon vom Jordan her… Jesu Jünger sind betroffen und erkennen Jesus „als Sohn Gottes, als König von Israel“ (V. 49).

(*) Auch Johannes der Täufer hatte „Jünger“. Nicht alle davon wurden Jesu Jünger. Johannes Jünger betrieben sogar dessen Arbeit nach dem Tod ihres Meisters weiter und tauchen in der Kirchengeschichte als „Täufer“ auf.

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1Mose 19: Sodom und Gomorra

In diesem Bericht wird uns warnend Gottes Gericht über Sodom und Gomorra vor Augen gestellt genauso wie seine intensiven Bemühungen, Lot und seine Familie vor diesem Untergang zu verschonen: z. B. 1Mose 19, 16.

Im NT wird 2mal auf Lot und seine Frau Bezug genommen:
1.    um die Macht und Möglichkeit der göttlichen Bewahrung aufzuzeigen: 2. Pe. 2, 6-9,
2.    um die menschliche Verantwortung zu betonen: Lukas 17, 32.

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Hiob 16-17: Je länger je mehr!

Das Buch Hiob beinhaltet einen Prozess der Erkenntnisentwicklung, in dessen Verlauf die Diskussionsbeiträge der Beteiligten intensiver werden.
Die Freunde Hiobs werden heftiger und direkter in ihren Angriffen.
Hiob wird ebenfalls konkreter und steigert sich:
1.    In seiner Schärfe den Freunden gegenüber (16, 1-5):
2.    In seiner Beschreibung der Situation (16, 7-17; 18, 1-2.6-7.10-16)
3.    In seiner Gewissheit im Hinblick auf:

•    seine Unschuld: Hiob 16, 17
•    das Verständnis und die Fürsprache Gottes: Hiob 16, 19
•    die Hartnäckigkeit seines Gebetes: Hiob 16, 20
•    die Aufrechterhaltung seines Standpunktes: Hiob 17, 9

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Markus 1,1-20: Alsbald und gleich und sofort

„Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Mk. 1,15

Im Markusevangelium drängt alles vorwärts. Markus verzichtet auf eine Weihnachtsgeschichte. Die Versuchungsgeschichte Jesu umfasst 2 Verse (12-13). Sein Lieblingswort ist „alsbald“ („gleich“, „sofort“) (V. 10.12.18). 23 mal stürmt die Handlung mit diesem Wort in seinem Evangelium vorwärts. Es geht ihm um die Taten Jesu. Der erste richtige Handlungsabschnitt ist die Berufung der Jünger. Man hat ständig den Eindruck: Jetzt geht’s los!

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1Mose 17-18: Gott lässt sich (nicht) von uns aufhalten.

Das ungläubige und spöttische „Lachen“ von Abraham (17, 17) und Sarah (18, 12) halten Gott nicht davon ab, seinen „Bund“ (12mal in Kapitel 17) mit ihnen zu verwirklichen.

Aber die Fürbitte Abrahams (18, 23-25) hält Gott davon ab, „den Gerechten mit dem Gottlosen umzubringen“, denn er holt Lot später aus Sodom heraus und antwortet damit auf Abrahams Bitte: 1Mose 19, 29.

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Hiob 15: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.

Elifas unterstellt Hiob, dass seine Reden strategisch motiviert und manipulativ sind (V. 1-6).
Er kommentiert spöttisch die von ihm bei Hiob vermutete Selbstwahrnehmung (V. 7-10).
Hiobs Mangel an Verständnis für den „geistlichen Trost“ seiner Freunde (V. 11) wird als Zeichen der Unreife ausgelegt.
Die von Hiob in 14, 4 gemachte Erklärung zum Thema Unschuld wurde entweder gar nicht gehört oder nicht ernst genommen (vgl. 15, 14).
Und so wächst bei Elifas das Bedürfnis, seinem einsichtslosen Freund Hiob noch einmal warnend mitzuteilen, was einem Gottlosen blüht (V. 17ff).

Wie würdest Du so etwas verpacken? – Morgen lesen wir die Antwort von Hiob!

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Matthäus 3: Hören oder abhören?

„… der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“ Mt. 3,11

Johannes sagt, was sich sonst keiner traut zu sagen. Er ist frei und unabhängig, lebt von Heuschrecken und Honig und rügt sogar den König Herodes bezüglich seiner Intrigen. Während Lukas (siehe Lk. 3) mehr den Ruf zur Umkehr an das Volk betont, beleuchtet Matthäus die scharfe Rede an die Pharisäer und Sadduzäer (V. 7-10). Sie kamen nicht zu hören, sondern abzuhören und entzogen sich eigentlich Gottes Anspruch (Lk. 7,30).

Und Johannes weist Mißverständnisse zurück. Er ist nicht der Messias. Er bereitet den Weg für den Messias. Um das zu unterstreichen, setzt er sich selbst herab. Er ist weniger, als der geringste Diener, der dem Herrn die Schuhe abnimmt (*1).  Er tauft (nur) mit dem äußeren Zeichen des Wassers. Der Messias aber verleiht den heiligen Geist („Feuer“ ist ein Bild für den Heiligen Geist).

Johannes erkennt Jesus als Messias. Er will sich ihm in der Taufe unterstellen. Aber Jesus lässt sich von ihm taufen. Er unterstellt sich damit Gott und empfängt Gottes Zuspruch. Gott tauft ihn mit dem Heiligen Geist.

Gott tauft alle, die sich Jesus unterstellen, mit diesem Heiligen Geist!

(*1) als Johannes gefangen genommen wurde, sagt Jesus von ihm: Er war der größte Prophet (Lk. 7,26.28)

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1Mose 15-16: Schwierige Beziehungskiste

Mit allen Mitteln der Erlebnispädagogik verdeutlicht und bestätigt Gott, was er mit Abraham vorhat (vgl. Kapitel 15).
Aber weil sich die Erfüllung dieser Zusage hinaus zögert, greifen Abraham und Sarah zur Selbsthilfe (vgl. Kapitel 16). „Entwicklungshelferin“ soll die Magd Hagar sein, die Sarah ihrem Mann zur Frau gibt. Als es daraufhin zu Spannungen kommt, liefert Abraham seine Nebenfrau wieder an Sarah aus.
Hagar will aus dieser Beziehungskiste fliehen und erlebt, dass Gott zu ihr redet und ihr die Gewissheit gibt, dass sie von ihm gesehen wird. Sie gibt Gott den Namen: „Du bist der Gott, der mich sieht!“ (16, 13). Das befähigt sie zur Rückkehr in ihre schwierige Lebenssituation.

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