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2Mose 39-40: Made in Israel

Die ausführliche Beschreibung der Errichtung der Stiftshütte kommt in 2Mose 39 und 2Mose 40 zu ihrem Abschluss. Interessant ist, dass nicht nur festgestellt wird, dass alle Arbeiten ausgeführt worden sind (2Mose 39, 32). Sondern es wird mehrfach betont, dass alles „ganz so, wie der Herr es Mose geboten hatte“ geschah (2Mose 39, 42-43). Die Israeliten hatten es nicht nur irgendwie „fertig gemacht“, sondern sie hatten es „richtig gemacht“.

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Psalm 45-47: Wenn es laut wird, werde leise.

Mitten „in großen Nöten, die uns betroffen haben“ entfalten die Dichter von Psalm 46 eine Zuversicht und Stärke, die von Gott kommt und selbst dann furchtlos sein lässt, wenn alles drunter und drüber geht. Also wenn die Welt aus den Fugen gerät (Psalm 46,3-4).

Der Psalm beschreibt auch, wie wir vor und in den Stürmen, Nöten und Katastrophen unseres Lebens zu dieser Gewissheit und Gelassenheit gelangen. Gott fordert uns auf: „Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin!“ (Psalm 46, 11). Wenn es laut wird, werde leise!

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2Mose 38: Eine wertvolle Angelegenheit!

Bei der Auflistung einiger Baukosten für das Heiligtum in 2Mose 38 finden wir zum einen eine summarische Erfassung der verarbeiteten Edelmetalle (2Mose 38, 21-31). Das ist, um in unserem heutigen Sinne zu sprechen, ein sehr beeindruckendes Spendenaufkommen.

Noch eindrücklicher erscheint mir jedoch der Hinweis darauf, dass einige Frauen ihre Spiegel aus Kupfer hergaben (2Mose 38, 8). Diese Gegenstände stellten nicht nur einen gewissen materiellen Wert da, sondern es handelte sich um eher seltene Kosmetikutensilien, die für diese Frauen auch einen hohen persönlichen Wert hatten. Das macht dieses Geschenk auch in Gottes Augen besonders wertvoll: Markus 12, 41-44.

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Psalm 44: Täglich gefordert und ewig geborgen

Aus der geschichtlichen Überlieferung ist bekannt, dass Israels Siege nicht auf menschliche Macht oder militärische Strategien zurückzuführen ist: Psalm 44, 1-4. Auf diesem Hintergrund will auch die nachwachsende Generation nicht in eigener Kraft, sondern mit Gottes Hilfe bestehen: Psalm 44, 5-9. An dieser Hoffnung in Gott will man durchgehend, nämlich „täglich“ festhalten (Ps. 44, 9). Auch wenn man „täglich“ mit seiner eigenen Schmach konfrontiert wird (Psalm 44, 16) und „täglich“ Tode erleiden muss (Psalm 44, 23). Paulus greift diese tägliche Erfahrung von Leid auf und bettet sie ein in die ewige Geborgenheit des Glaubens an Jesus: Römer 8, 35-39.

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Johannes 6, 22-71: Das ist eine harte Rede!

„Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Joh. 6,68

Wie im Matthäuasevangelium die Auseinandersetzung Jesu mit den Pharisäern und Schriftgelehrten mit steigendem Zulauf des Volkes auch zunimmt, so schildert Johannes, wie Jesus seine Wunder (Brotvermehrung) zum Lehrstück über ihn selbst macht („Ich bin das Brot des Lebens“ – 3x ausdrücklich  in V. 35. 48. 51 und weitere Male indirekt) und ebenfalls steigende Ablehnung erfährt. Sogar unter seinen Jüngern (im weiteren Jüngerkreis): „Das ist eine harte Rede“ V. 60.

Der Streit um ein buchstäbliches oder bildhaft übertragenes Verständnis („Wer mein Fleich isst und trinkt mein Blut…“ V. 54) beschäftigte auch die Reformatoren im Abendmahlsstreit.
Seine 12 Jünger (der engere Jüngerkrei) aber blieben bei ihm. Bei allem Unverständnis sicher auch bei ihnen, hielten sie fest: „Du hast Worte des ewigen Lebens“ V. 68.

Das verbindet die Christenheit bei allen Unterschieden und unterschiedlichen Schriftauslegungen: Jesus spricht „Worte ewigen Lebens“ und er ist der „Heilige Gottes“ (Gottes Sohn).

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2Mose 37: Vom Schatten zur Wirklichkeit

Das Kapitel 2Mose 37 nennt und beschreibt noch mal verschiedene Gegenstände, die mit ganz viel Aufwand und größtem künstlerischen Geschick für die Stiftshütte erstellt wurden und sich im Bereich des Allerheiligsten oder Heiligsten befanden. Der Hebräerbrief im Neuen Testament greift diese Dinge auf, stellt dann jedoch fest, dass darüber „jetzt im Einzelnen nicht zu reden ist“ (Hebräer 9, 5). Denn es handelt sich dabei „nur“ um eine Vorausdeutung auf „die größere und vollkommene Stiftshütte, die nicht mit Händen gemacht ist, die nicht von dieser Schöpfung ist“ (Hebräer 9, 11), die Jesus für uns betreten hat.

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Psalm 42-43: Vom Umgang mit sich selbst

In den beiden Psalmen 42 und 42 taucht eine Aussage 3mal auf: Psalm 42, 6. Das geschieht nicht nur aus stilistischen Gründen. Dieses wiederholte Selbstgespräch ist ein nachdrücklicher Hinweis darauf, wie sich ein gläubiger Mensch mit seinen inneren Zweifeln und Krisen auseinandersetzt:

  1. Diagnose: „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?“ – Hier geht es um eine nüchterne Bestandsaufnahme.
  2. Therapie: „Harre auf Gott!“ – Die christliche Form der Selbstreflexion bleibt nicht bei sich selbst stehen, sondern wendet sich an Gott: Psalm 42, 7.
  3. Prognose: „Denn ich werde ihm noch danken!“ – Wie auch immer die Situation jetzt noch sein mag, zuletzt wird der Dank Gott gegenüber da stehen.
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Johannes 6,1-21: Eine Lektion nach der anderen…

„Wo kaufen wir Brot?“ Joh. 6,5

Johannes erwähnt bei der Speisung der 5.000 eine weitere Feinheit: Jesus prüfte seine Jünger, hier besonders den Philippus (V. 5-6). Kann es sein, dass unsere Ratlosigkeit in manchen Situationen eine Prüfung Jesus für uns ist?

Und Johannes erwähnt, dass die Menschen Jesus falsch verstanden, als sie ihn zum Brotkönig erheben wollten (V. 15). Es war nicht leicht, Jünger zu schulen, sich Menschen richtig verständlich zu machen, sich bei allem nicht vereinnahmen zu lassen, sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren… Jesus war und ist ein wunderbarer Lehrer!

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2Mose 36: Nur genial oder mehr?

Bezalel und Oholiab sind zwei Künstler-Persönlichkeiten, die in besonderer Weise von Gott mit Weisheit und Verstand ausgerüstet worden sind (2Mose 36, 1-2; vgl. auch 2Mose 35, 30-34). Aber ihr ganzes Wissen und die überdurchschnittliche Kreativität war nicht das Ausschlaggebende, sondern die Art und Weise, wie sie das auslebten: Sie widmeten ihre Fähigkeiten dem „Dienst des Heiligtums“. Und bei der Art der Umsetzung handelten sie „ganz nach dem Gebot des Herrn“ (2Mose 36, 1). Diese beiden Männer hatten nicht nur geniale Fähigkeiten, sondern auch eine göttliche Ausrichtung. Das machte ihr Werk zu etwas wirklich Besonderem.

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Psalm 41: Wer sich des Schwachen annimmt…

…soll gesegnet sein! Das ist die zentrale Aussage von Psalm 41. Denn der Autor David macht gerade die Erfahrung, dass seine Schwäche von den Menschen um ihn herum mit Schadenfreude und Unbarmherzigkeit beantwortet wird. Seine instabile Lage wird grausam ausgenutzt. Auf den bereits am Boden liegenden wird weiter eingetreten. Seine Gegner kennen keine Barmherzigkeit, sondern wollen ihm den Rest geben. Mitten in dieser Niederlage rechnet David mit einer Bestätigung durch Gott: Psalm 41, 12.

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