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1. Samuel 18-19: Eine Familie – zwei Richtungen

Der noch amtierende König Saul war von einem großen Hass gegen David erfüllt (1. Samuel 19), aber sein Sohn, der Kronprinz Jonathan, liebte David wie seine eigene Seele (1. Samuel 18). Zwei Generationen einer Familie gelangen zu vollkommen unterschiedlichen Standpunkten im Hinblick auf David. Was für ein Widerspruch, was für eine Spannung!

Die Liebe zu David änderte nichts an der Loyalität des Jonathans gegenüber seinem Vater. Aber sobald sich sein Vater gegen David stellte, blieb Jonathan stets standhaft in seiner Liebe zu David. Der Widerstand seines Vaters, der ganze Hass und Neid des Saul, konnte Jonathan nicht irremachen in seiner Liebe zu David. Wenn er vor der Wahl stand, zwischen seinem Vater und seinem Freund David, dann entschied er sich stets für David.

Jesus Christus, der „Sohn Davids“, erwartet von uns dieselbe Entschiedenheit: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.“ (Matthäus 10, 37).

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Jesaja 56: Einladung an extreme Außenseiter

In diesem Kapitel (Jesaja 56) werden zwei Gruppen angesprochen: die „Einheimischen“ (Hiesigen, Insider) und die „Zugezogenen“ (Außenstehenden, Fernstehenden).

Gottes Einladung und Verheißung wird hier ausdrücklich auf die bisherigen Außenseiter bezogen: die „Fremden“ und die „Verschnittenen“ (Jesaja 56, 3). Diese Menschen befanden sich bisher auf Grund der unumkehrbaren Hintergründe und Spuren der Entfremdung in ihrem Leben am Rand der Gesellschaft und gehörten nicht in den Bereich des Volkes Gottes.

Nun werden diese Extreme extra angesprochen und ihre Vertreter in ihrer kritischen Selbsteinschätzung korrigiert und zu Gott eingeladen. Denn bei Gott ist nicht unsere Herkunft oder unser äußere Verfassung ausschlaggebend, jeder erhält die Stellung bei Gott, die seiner inneren Haltung gegenüber Gott entspricht.

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Apostelgeschichte 25, 1-12: Römisches Recht

„Ich berufe mich auf den Kaiser.“ Apg. 25,11

Der Nachfolger des Prokurator Felix versucht Ordnung in den Laden zu bringen. Zügig packt Festus (59 – 62 in Cäsaräa) (V. 1) die liegen gebliebenen Dinge an. Die Jerusalemer Feinde von Paulus sind nach zwei Jahren immer noch heiß darauf, ihn zu töten. In dem Verfahren, das Festus in Cäsaräa neu aufnimmt, merkt Paulus, dass es zu gefährlich wäre, den Prozess in Jerusalem zu beenden. So wagt er die Flucht nach vorne und beruft sich auf den Kaiser in Rom (das war Nero!). Er nutzt seine Rechte aktiv und geschickt aus. Jeder römische Bürger hatte das Recht vor ein Gericht in Rom gestellt zu werden, um nicht der Willkür ausländischer Gerichte der unterworfenen Völker ausgeliefert zu sein. Nach Rom wollte Paulus ja immer schon. Dass es unter diesen Umständen sein würde, hatte er nicht geahnt.

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1. Samuel 17: Wie man Riesen besiegt!

David erledigt Goliath und dokumentiert damit seine zukünftige Ausnahmestellung als von Gott berufener König über Israel. Ihm ist der Sieg über Goliath gelungen, weil er vier Dinge richtig gemacht hat:

  1. David konnte sich richtig aufregen: 1. Samuel 17, 26
  2. David erinnerte sich in dieser Situation an die richtigen Ereignisse in seinem Leben: 1. Samuel 17, 36-37
  3. David wählte die richtigen Waffen: 1. Samuel 17, 38-44
  4. David kämpfte mit der richtigen Einstellung: 1. Samuel 17, 45
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Jesaja 55: Kaufen ohne Geld!

Jesaja 55 beginnt mit der 3maligen Aufforderung: „Kommt!“. Wir werden eindringlich und herzlich eingeladen, uns mit den lebensnotwendigen Gaben beschenken zu lassen. Das ist eine Einladung an alle, die durstig oder hungrig sind. An alle, die leben wollen, auch wenn sie selbst keine Gegenleistung dafür liefern können, d. h. wenn sie kein Geld haben.

Das „Kaufen ohne Geld“ ist in der Bibel ein Bild für die Gnade (Offb. 22, 17; Joh. 7, 37). Beschenken will uns Gott, nicht ausnehmen oder einspannen oder ausnutzen. Er will keine Gegenleistung. Nicht weil das, was er uns schenkt, wertlos wäre, sondern weil es so kostbar ist, dass wir es niemals bezahlen könnten (Psalm 49, 8.9). Aber weil Gott unbedingt will, dass wir an seinem ewigen Leben teilhaben, bietet er uns an, dass wir es uns rechtskräftig aneignen (= kaufen), ohne etwas dafür zu bezahlen.

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Apostelgeschichte 24, 22-27: Zwei Jahre leichte Haft

„Felix kam mit seiner Frau Drusilla, die eine Jüdin war, und ließ Paulus kommen und hörte ihn über den Glauben an Christus Jesus.“ Apg. 24,24

Felix war Stadthalter in Cäsaräa, ein freigelassener Sklave der Kaiserinmutter Antonia. Als erster Freigelassener erhielt er das Amt eines Prokurators. Auch über seine drei Frauen machte er Karriere. Eine von ihnen war die Enkelin des Marc Antonius und Kleopatra. Seine jetzige, dritte Frau Drusilla, war die jüngste Tochter des König Agrippa.

Als Felix merkt, dass es sich um jüdisch-theologische Fragen handelt, zieht er den Prozess zwei Jahre lang hin – bis er versetzt wird (V. 27). Er wollte es sich nicht mit den Juden verderben.

Diese zwei Jahre in Cäsaräa sind eine wichtige Zeit für Lukas. Lukas konnte Paulus bei leichter Haft besuchen (V. 23) und viel von Paulus erfahren – was er in seinem Lukasevangelium aufschrieb. Er konnte sogar nach Jerusalem reisen und Augen und Ohrenzeugen befragen und die Örtlichkeiten besichtigen…

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1. Samuel 16: Den hatte niemand auf der Rechnung

Gott hatte den Richter Samuel aus dem Ruhestand gerufen und wieder reaktiviert, um durch ihn dem König Saul den Entzug der Verheissung Gottes anzukündigen, aber auch mit Hilfe von Samuel eine Ära der Heilsgeschichte anzukündigen. In dem Bericht aus 1. Samuel 16 wird gezeigt, wie selbst ein so erfahrener und gereifter Gottesmann wie Samuel einige Lektionen über die Führungsprinzipien Gottes erhält.

  1. Lektion: Gott fängt etwas Neues an, während wir dem Alten noch nachtrauern: „Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich doch verworfen habe, daß er nicht mehr König über Israel ist? Fülle dein Horn mit Öl und gehe hin, ich will dich zu Isai, dem Bethlehemiten, senden, denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ersehen.“ (1. Samuel 16, 1).
  2. Lektion: Gott prüft das Herz, während wir am Äusseren hängen bleiben: „Schaue nicht auf sein Aussehen, noch auf die Höhe seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen. Denn Gott sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht auf das Äußere, der Herr sieht auf das Herz!“ (1. Samuel 16, 7).
  3. Lektion: Gott erwählt einen Mann, mit dem niemand gerechnet hat: Gott erklärt die ersten sieben Söhne Isais für ungeeignet. Und als Samuel sich über die Vollständigkeit der Familie informiert, stellt sich heraus, dass noch ein Sohn fehlt, den niemand auf dem Plan hatte (1. Samuel 16, 10-11), aber es war der „Mann nach dem Herzen Gottes“ (1. Samuel 13, 14).
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Jesaja 54: Erwarte Großes von Gott!

Am 31. Mai 1792 hielt der Schuster William Carey eine Predigt über Jesaja 54, 2-4 die von großer kirchengeschichtlicher Bedeutung wurde, weil direkt am nächsten Tag unter dem Eindruck dieser Predigt die erste Missionsgesellschaft gegründet wurde.

William Carey bezog die Zusagen aus Jesaja 54 wie der Apostel Paulus auf die christliche Gemeinde (Gal. 4, 27) und erkannte darin die Verheißung der weltweiten Ausdehnung der Gemeinde. Dabei stellte er die Tatsache in den Vordergrund, dass Gott nicht nur den Befehl zur Mission erteilte, sondern auch einen Erfolg in einem großen Ausmaß ankündigte. Auf der Grundlage dieser Aussichten unterstrich er die Aufforderung: „Spare nicht, spanne deine Seile weit und schlage deine Pflöcke fest ein!“. William Carey fasste das in der Aussage zusammen: „Erwarte Großes von Gott; wage Großes für Gott!“.

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Apostelgeschichte 24, 1-21: Ein Mann mit gutem Gewissen

„Ich bemühe mich darum, mich in jeder Situation so zu verhalten, dass ich vor Gott und vor den Menschen ein reines Gewissen habe.“ Apg. 24,16

Paulus wird vor den Landpfleger Felix geführt, als die Vertreter der Anklage aus Jerusalem nach Cäsaräa angereist waren. Der Hohepriester und einige Älteste lassen den Anwalt Tertullus für sich sprechen, der versucht, Paulus als Aufrührer und Sektenführer darzustellen (V. 5). Das stellt Paulus klar, dass dem nicht so sei, sondern es im Kern um eine theologische Frage ging: „Auferstehung der Toten“ (V. 21). Paulus kann sich gut verteidigen – die Ankläger stehen ohne Beweise da (V. 13).

Aus diesen Texten erkennen wir, welch ein kluger Mann Paulus war!

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1. Samuel 15: Nur noch König auf Abruf

Rein quantitativ betrachtet, handelt es sich bei dem Ungehorsam des Sauls gegenüber den Anweisungen Gottes (1. Samuel 15) um eine geringfügige Abweichung. Das meiste dessen, was Gott ihm aufgetragen hat, hat er erledigt. Darüber hinaus versucht Saul, seinen Ungehorsam mit zwei Entschuldigungen zu verteidigen: Es sollte angeblich einem religiösen Zweck dienen, nämlich den Opfern für Gott. Und das ist nicht von ihm initiiert, sondern vom Volk gewollt und „durchgesetzt“ worden.

Aber Ungehorsam wird nicht erst ab einem bestimmten Prozentsatz zu einem Problem und lässt sich weder durch eine geistliche Zielsetzung noch durch eine demokratische Mehrheitsentscheidung rechtfertigen.

Auf diesem Hintergrund stützt Samuel zwar noch die politische Stellung Sauls als Regent des Volkes. Aber es steht gleichzeitig fest, dass Gott Saul verworfen hat und für sein Königtum keine langfristige Verheißung mehr besteht.

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