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Richter 6: Wachsendes Vertrauen

Zuerst ist das Vertrauen des neuen Richters Gideon noch etwas sehr Wankendes. Denn auf die Zusage Gottes (Richter 6, 12) reagiert er mit viel Skepsis (Richter 6, 13).

Gideon kennt zwar die früheren Machttaten Gottes. Aber trotzdem stellt er das ihm gegebene göttliche Versprechen in Frage angesichts der Umstände, in denen sich sein Volk befand. Was wissen wir alles? Und trotzdem gibt es für uns Anlass, die Zusagen Gottes an uns in Frage zu stellen? Welche Bedenken hast Du? Was wäre für uns eine Bestätigung der Zusagen Gottes?

Hier sehen wir, wie aus dem wankenden Vertrauen ein wachsendes Vertrauen wird. Denn nun kommt es zu vielen vertrauensbildenden Maßnahmen, mit denen Gott in großer Geduld auf die Zweifel seines neuen Mitarbeiters reagiert. Die Bedenken (Richter 6, 15) werden durch eindeutige Bestätigungen zerstreut und damit bei Gideon ein starkes Bewusstsein für seine göttliche Berufung gepflanzt.

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Jesaja 20-21: Harte Botschaft – Weiches Herz!

Unter den „Lasten“, die Jesaja anderen ankündigen muss, leidet er selbst: Jesaja 21, 3-4. Er ist nicht der distanzierte und emotional unbeteiligte Überbringer der göttlichen Botschaft. Jesaja ist im Gegenteil ein sehr warmherziger, mitfühlender und barmherziger Mensch. Er leidet unter der „harten Offenbarung“ (Jesaja 21, 2). Aber das hält ihn nicht davon ab, sie trotzdem gewissenhaft weiterzugeben, weil ein Verschweigen dieser Nachrichten für die Betroffenen noch viel tragischer wäre.

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Apostelgeschichte 13, 1-12: Ein starker Auftakt!

“Der heilige Geist sprach: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe.” Apg. 13,2

Jetzt beginnt eine systematische Missionsarbeit durch gezielte Missionsreisen in die Heidenwelt von der Gemeinde Antiochien aus. Initiator ist der Heilige Geist. Er beruft Barnabas und Saulus, mit Markus als Gehilfen (V. 5). Ab hier nennt sich Saulus “Paulus” (V. 9). Der neue Name begleitet das neue Kapitel, das mit den Missionsreisen aufgeschlagen wird.

Sie fahren nach Zypern und sofort werden sie heftig mit dem Heidentum konfrontiert: Zauberei! Durch Paulus entschiedene Haltung kommt gleich der Landvogt zum Glauben. Ein starker Auftakt!

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Richter 5: Die Bewegten und die Bequemen.

Deborahs Siegeslied (Richter 5) besingt in erster Linie Gott selbst, der seinem Volk den Sieg gegeben hat. Aber darüber hinaus ist es den Menschen gewidmet, „die willig dazu gewesen sind“, sich von Gott gebrauchen zu lassen (Richter 5, 2; Richter 5, 9) und ihr Leben dafür wagten (Richter 5, 18).

Menschen, die „lange überlegen“ und dann doch „zurück bleiben“ oder „was anderes zu tun haben“ oder sich einfach nur „ruhig verhalten“ hat es bereits zu dieser Zeit gegeben: Richter 5, 16-17.

Gehörst Du zu dem, „was übrig geblieben ist von Herrlichen im Volk“ (Richter 5, 13) oder zu den Zauderern und Drückebergern?

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Jesaja 19: Hiebe und Liebe

Ein ganzes Kapitel voller Gericht über das Land Ägypten wird uns in Jesaja 19 präsentiert. Aber mittendrin finden wir – wie immer wieder bei Jesaja – das Angebot der Gnade.

Denn „wenn sie zum Herrn schreien vor den Bedrängern, so wird er ihnen einen Retter senden, der wird ihre Sache führen und sie erretten“ (Jesaja 19, 20).

Wir nehmen den Doppelklang wahr, den wir auch im persönlichen Leben mit Gott erfahren: Gott muss uns manchmal „schlagen“, aber er wird uns auch wieder „heilen“ (Jesaja 19, 22).

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Apostelgeschichte 12, 18-25: Der Zug fährt auf einem neuen Gleis ab

“Und das Wort des Herrn wuchs und mehrte sich.” Apg. 12,24

Dieser Abschnitt berichtet von dem Untergang Herodes Agrippa I. Er war durch die Ermordung des Jakobus und durch die Verfolgung des Petrus eine Schreckensgestalt für die Urgemeinde in Jerusalem. Agrippa reiste nach der Peinlichkeit durch das Verschwinden des Petrus nach Cäsarea ab, wo er Vertreter von Tyrus und Sidon traf, die einen Handelskrieg gegen ihn nicht durchstehen konnten. Sie wollten Agrippa durch Schmeicheleien günstig stimmen. Josephus bestätigt den Auftritt Agrippas in Cäsarea. Er schildert ihn mit einem silbernen Gewand, das ihn durch Sonneneinstrahlung wie göttlich erscheinen ließ. Die Juden waren über solche Gotteslästerung entsetzt. Man kann man verstehen, dass die Christen seinen plötzlichen Tod als Gericht Gottes ansahen (V. 23).

Trotz der Verfolgung wuchs und mehrte sich die Gemeinde. Sie war durch Märtyerblut nicht zu stoppen. Eine Erfahrung, die sich durch die Kirchengeschichte immer wieder bestätigte.

Mit der Abreise von Barnabas und Saulus in Jerusalem verlagert sich der endgültige Schwerpunkt der Gemeinde Jesu auf die Heidenwelt…

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Richter 4: Frauenpower

Nicht nur in der weltlichen Politik, sondern auch im Geschehen seines Volkes und der Gemeinde, hat Gott in oft besonders bemerkenswerten Phasen der Geschichte durch Frauen seine Absichten verfolgt. Das wird in Richter 4 ebenfalls unter Beweis gestellt, wenn dort von zwei Frauen die Rede ist: Die Prophetin und Richterin Deborah, die an anderer Stelle als „Mutter Israels“ (Richter 5, 7) bezeichnet wird. Und Jaél, die den Staatsfeind Nr. 1 zur Strecke bringt. Diese beiden Damen treten nicht zuletzt deswegen besonders auffallend in Erscheinung, weil sich die männlichen Vertreter in dieser Situation nur zögernd aus der Deckung wagen. Gott sei Dank für die gottesfürchtigen und mutigen Frauen in der Weltgeschichte.

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Jesaja 17-18: Gehe zurück auf Start!

Völker und Menschen, die durch viel Leid und Krisen gehen – wie sie in Jesaja 17 und 18 beschrieben werden – können unter diesen Umständen eine neue Blickrichtung entwickeln: Jesaja 17, 7.

Der Fokus ist dann nicht mehr auf das Selbstgemachte und angeblich so Selbstverständliche gerichtet, sondern sie „blicken auf den, der sie gemacht hat“! Dieser Blick geht eindeutig tiefer! Denn darin steckt die Frage, ob das Leben (noch) „im Sinne des Erfinders“ verläuft? Und darin steckt auch die Frage, welche Absicht der Erfinder und Lenker meines Lebens mit den schmerzhaften Erfahrungen verfolgt.

Wenn Du Schweres erlebst, dann gehe zurück zum Ausgangspunkt und blicke auf den, der Dich gemacht hat!

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Apostelgeschichte 12, 1-17: Heilsgeschichte in Zeit und Raum

“… er erzählte ihnen, wie ihn der Herr aus dem Gefängnis geführt hatte…” Apg. 12,17

Bevor die Geschichte, von Antiochien ausgehend, die Gründung weiterer heidenchristlicher Gemeinden beschreibt – die Missionsreisen des Paulus, schwenkt der Focus noch einmal zurück nach Jerusalem. Lukas verknüpft Heilsgeschichte mit Weltgeschichte – alles hat sich tatsächlich in Zeit und Raum abgespielt und nicht nur in den Köpfen der Jünger! Er erwähnt König Herodes Agrippa I. (V. 1), einen Enkel von Herodes dem Großen, unter dem Jesus geboren wurde. Agrippa war ein kluger Taktiker, ein Freund Kaiser Caligulas, der ihm den jüdischen Thron ermöglichte. Um sich bei den Juden beliebt zu machen, tötete er einen der herausragenden Leiter der christlichen Gemeinde in Jerusalem, Jakobus, den Bruder des Jünger Johannes (zu unterscheiden von Jakobus, dem Bruder Jesu [V. 17], der nach Petrus Flucht dann der Leiter der Jerusalemer Gemeinde wurde).

Als diese Ermordung des Jakobus die Beliebtheit Agrippas sichtlich steigerte, wollte er noch eins draufsetzen und Petrus nach dem Passafest ebenfalls töten. Gott aber bewahrte diesen. Nach seiner Flucht tritt Petrus nur noch einmal ca. 4 Jahre später auf dem Jerusalemer Apostelkonzil (Kap. 15,7) auf. Ab da lesen wir nichts mehr über Petrus in der Apostelgeschichte. Als die Jerusalemer Gemeinde sich im jüdischen Krieg 66 n.Chr. weigerte, mit den Juden gegen die Römer zu kämpfen, flohen die Christen nach Pella (Ostjordanland) und verschwanden nach der Zerstörung Jerusalems 70 n. Chr. von der Bildfläche.

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Richter 3: Kernkompetenz

Bereits die ersten drei erwähnten Richter Israels mussten das verhältnismäßig kleine Volk gegen eine erdrückende Übermacht verteidigen. Dafür war viel Mut und militärische Strategie und List erforderlich, wie in Richter 3 erkennbar wird. Aber um ein von Gott „erweckter Retter“ wie Otniel zu sein (Richter 3, 9), gehörte zu dieser großen Aufgabe auch noch eine ganz bestimmte innere Ausrüstung: „Und der Geist des Herrn kam auf ihn und er wurde Richter in Israel und zog aus zum Kampf!“ (Richter 3, 10).

Gott gebe uns neben den äußeren Fähigkeiten für unsere Alltagsherausforderungen vor allem die „Kompetenz im Kern“, nämlich die innere Ausrüstung mit dem Heiligen Geist. Auf diese Weise können wir „Erweckte“ sein, die auch als Einzelne viel Gutes bewirken können für die Allgemeinheit.

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