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Nehemia 10: Kontinuität erreichen

Alle Erweckungen und Reformbewegungen fallen nach dem Erreichen eines Höhepunktes in die Durchschnittlichkeit und manchmal sogar in die Gleichgültigkeit zurück.

Damit es nicht nur bei einem Strohfeuer bleibt, sondern um eine anhaltende Veränderung auf hohem Niveau zu sichern, ist es für jeden Leiter wichtig, eine Verstetigung des Erreichten anzustreben.

Indem er mit dem Volk einen schriftlichen Vertrag aufsetzt (Nehemia 10, 1) und diesen per Eid feierlich bestätigen lässt (Nehemia 10, 30), möchte Nehemia das Volk in die Verbindlichkeit führen und auf diese Weise einen Rückfall in die alten Verhältnisse so lange wie möglich vermeiden.

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Haggai 1: Du kommst zu kurz!

Gottes Volk hatte den Auftrag, den Tempel wieder aufzubauen, vernachlässigt und andere Prioritäten gesetzt. Statt Gottes Interessen zu verfolgen, wurden die eigenen Wünsche und Bedürfnisse in den Vordergrund gestellt.

Und nun werden die Menschen 2mal aufgefordert, ganz nüchtern zu analysieren, was ihnen diese Verschiebung der Prioritäten gebracht hat: „Achtet doch darauf, wie es euch geht.“ (Haggai 1, 5 und Haggai 1, 7).

Wie glücklich und zufrieden können wir Menschen denn werden, wenn wir Gott und seine Ansprüche an uns zurückstellen, um selbst für unser Glück zu sorgen? Die Antwort ist sehr eindeutig: Haggai 1, 6 und Haggai 1, 9.

Wenn Du ohne Gott lebst, kommst Du zu kurz!

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Offenbarung 11: Die Metaebene einnehmen

„Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden…“ Offb. 11,15

In Kap. 11 beginnt die bildhafte Schilderung der spezifischen, antichristlichen Zeit – bevor Jesus wiederkommt. Diese Zeit wird in der Offenbarung mehrfach in unterschiedlichen Zählungen mit 3 1/2 Jahren benannt („zweiundvierzig Monate“, „zwölfhundertsechzig Tage“, „eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit“). Der Prophet Daniel spricht ebenfalls von solchen Zeitzählungen (Dan. 7,25,  Dan. 12,7 und von der „großen Trübsalszeit“ Dan. 12,1, der Zeit des Antichristen). Der „alttestamentliche Antichrist“ Antiochus IV. aus Syrien hatte seinen Eingriff in den Tempeldienst in Jerusalem  3 1/2 Jahre geltend machen können (167-164 v.Chr.). Mit dieser „Geheimzahl“ wurde den Christen zur Zeit des Johannes die antichristliche Zeit symbolisiert.

In dieser antichristlichen Zeit werden von Gott zwei Propheten gesandt, die auftreten wie Mose und Elia, die beiden größten Propheten des AT (Feuer, Trockenheit, Zeichen der 10 Plagen in Ägypten). Der Antichrist (hier zum ersten Mal genannt als „Tier aus dem Abgrund„, V.7) wird sie überwinden, so wie Jesus überwunden wurde. Die Offenbarung gebraucht eine Geheimsprache, die kein Römer verstand: Die „große Stadt“ – „Sodom“ und „Ägypten“ – war wahrscheinlich damals Rom, in Zukunft das Zentrum der antichristlichen Macht – wo auch immer! Die Auferweckung der beiden Zeugen zeigt, dass Gott regiert und nicht der Antichrist. Das ist die Botschaft der 7. Posaune (V. 15) – ein wichtiger „Zwischenblick“ in den Himmel.

Die Offenbarung erhob die verfolgte Gemeinde damals immer wieder auf eine „Metaebene“, von der sie sich selbst und das Geschehen um sie her, besser überschauen und verstehen konnte. Es ist gut, in der Bibel auch für unser Leben solch eine „Metaebene“ einzunehmen…

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Nehemia 9: Betende Leiter

Zur Leitungsaufgabe innerhalb der christlichen Bewegung gehört unverzichtbar das Gebet als Ausdruck der Abhängigkeit von Gott.

In dem Gebet, das in Nehemia 9 wiedergegeben wird, sehe ich eine Inhaltsangabe dessen, was unter dem Einfluss von Nehemia und Esra an geistlichem Geschichtsbewusstsein und Gotteserkenntnis im Volk gewachsen ist.

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Zephanja 3: Hausratsversicherung

Angesichts der angekündigten Gerichtsereignisse und problematischen Entwicklungen, die sich als Folge der fortschreitenden Loslösung von Gott einstellen werden, macht Gott durch den Propheten Zephanja ein Versicherungsangebot: „Ich sprach: Mich sollst du fürchten und dich zurechtweisen lassen. So würde ihre Wohnung nicht ausgerottet und nichts von allem kommen, womit ich sie heimsuchen wollte.“ (Zephanja 3, 7).

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Offenbarung 10: Süß und bitter…

„… es wird vollendet das Geheimnis Gottes…“ Offb. 10,7

Die Bildsprache der Offenbarung wird in Kap. 10 immer offensichtlicher. Ein riesiger Engel verkündet, dass es keine Zeit (des Aufschubs) (V. 6) mehr geben wird: Das „Geheimnis“ (V. 7) des Gerichtes Gottes durch das „Tier aus dem Abgrund“ und den „Antichrist“ (Kap. 11 bis 13) steht kurz bevor. Von diesem Gericht spricht der Großteil der Offenbarung des Johannes – hier symbolisiert durch ein „Büchlein“ (V. 9). Das soll Johannes essen – ein Bild für die Aufnahme des Wortes Gottes. Schon im AT sprachen die Propheten von Gottes Wort als „Speise“ (Jer. 15,16). Gottes Wort ist einerseits Trost, Ermutigung, „süß wie Honig“ (V. 9), andererseits durch die Gerichtsankündigungen schwere Kost, die Bauchschmerzen verursacht. So ist es!

Mit beidem wollen wir leben: Mit Honig und Bauchschmerzen! Gottes Wort überfordert uns, aber vor allem gibt es Kraft, Trost, Orientierung, Ausblick, Gewißheit!

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Nehemia 8: Überzeugungsarbeit

Eine Reformation kann nur dann gelingen, wenn es nicht nur bei der Veränderung der äußeren Verhältnisse bleibt. Ganz besonders ein christlicher Leiter kann sich nicht mit der Einführung einer äußeren Ordnung zufrieden geben, sondern wird innere Überzeugungsarbeit leisten müssen.

Für Nehemia bedeutete das, dass er sich nach der Stabilisierung der politischen Verhältnisse dafür einsetzt, dass die eigentlichen Inhalte vermittelt werden. Aus diesem Grunde kommt es dazu, dass dem ganzen Volk das ganze Wort Gottes zugänglich (Nehemia 8, 2-3) und verständlich (Nehemia 8, 8) gemacht wird.

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Zephanja 2: „Volk ohne Scham“

Mit dieser Anrede – als „Volk ohne Scham“ – charakterisiert der Prophet Zephanja die Menschen, an die er sich wendet (Zephanja 2, 1), und verwendet damit eine Zustandsbeschreibung, die auch auf unsere heutige Gesellschaft zutrifft.

Selbst Sigmund Freud, der nicht als Vertreter christlicher Moralvorstellungen bekannt ist, musste feststellen, dass der Verlust des Schamgefühls die Vorstufe des Wahnsinns ist. Darum ist es nicht übertrieben, wenn in diesem Kapitel die Folgen einer solchen Haltung auf eine sehr kräftige und aufrüttelnde Weise beschrieben werden.

Aber es wird auch deutlich gemacht, wie man die Notbremse ziehen kann, um diesen Folgen zu entgehen (Zephanja 2, 3).

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Offenbarung 9: Gemeinde Jesu ist vorbereitet!

„… und taten doch nicht Buße für die Werke ihrer Hände…“ Offb. 9,20

Die Offenbarung des Johannes drückt vieles in Bildern aus – das macht die Auslegung z.T. so schwer: Manche Ausleger sehen in diesen Aussagen einen buchstäblichen, wörtlichen Sinn. Was ist bildlich, symbolisch zu verstehen, was buchstäblich, wörtlich? Manchmal sagt es Johannes selbst: Es wird von „Heuschrecken“ gesprochen, die „wie“ Pferde sind (V. 7). Johannes sieht Dinge, die er nicht kennt und die er mit für ihn Bekanntem vergleicht. Das Wörtlein „wie“, das einen Vergleich aufzeigt, kommt sehr oft in der Offenbarung vor – so auch in Kap. 9.

Die Gerichte Gottes, die dem Teufel („Abgrund“ V. 2) erlauben, Schaden anzurichten und dazu führen sollten, dass Menschen zu Gott umkehren (V. 20-21), bringen oft nur noch stärkere Verstockung mit sich. Dieses Motiv wird besonders stark in Kap. 16, 9-11 beschrieben.

Schwere Zeiten – aber Gemeinde Jesu ist vorbereitet und weiß um Gottes Regie!

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Nehemia 7: Sorgfältige Mitarbeiterauswahl

Die Entwicklung eines Projektes oder einer Bewegung ist nicht unbedingt abhängig von einem „big man“, d. h. von einer dominanten Leiterpersönlichkeit. Sondern die Zukunft und Bedeutung einer Sache ergibt sich im Wesentlichen aus der Frage, welche Menschen der Leiter als Mitarbeiter gewinnen will und kann.

Auch in dieser Hinsicht bewährt sich Nehemia als herausragende Führungspersönlichkeit. Sowohl bei der militärischen Sicherung der Stadt (Nehemia 7, 2) als auch im Hinblick auf den Tempeldienst (Nehemia 7, 64) achtet er darauf, dass die dafür zuständigen Mitarbeiter ganz bestimmten Kriterien genügen.

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