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4Mose 19: Umständliche Reinigung

Durch bestimmte Situationen und Berührung mit gewissen Sachverhalten wurden Israeliten in zeremonieller Hinsicht unrein. 4Mose 19 erwähnt nicht nur einige dieser Ursachen für Unreinheit, sondern beschreibt den sonderbaren und komplizierten Vorgang, mit dem die Voraussetzung für die Möglichkeit einer Reinigung geschaffen wurde.

Dieser umständliche und für uns nicht ganz verständliche Weg deutet an, wie groß und geheimnisvoll der Aufwand dafür ist, damit der Mensch einen reinen Zustand vor Gott erlangt.

Nicht nur solche Kapitel im AT, sondern auch die Kernbotschaft des Evangeliums können wir nur bis zu einem gewissen Punkt erklären. Wichtiger als eine bis ins Detail nachvollziehbare Erklärung ist, dass wir die befreiende Wirklichkeit echter Reinigung (1. Johannes 1, 7) verkündigen.

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Psalm 112-113: Geht Dir ein Licht auf?

Christen sind keineswegs immer Lichtgestalten. Manchmal stehen sie im Dunklen, auch im selbst verschuldeten Dunklen.

Aber „den Aufrichtigen geht ein Licht auf in der Finsternis: der Gnädig, Barmherzige und Gerechte!“ (Psalm 112, 4).

Wer ehrlich mit den dunklen Punkten in seinem Leben umgeht, macht den ersten Schritt auf das Licht zu. Denn wer aufrichtig ist in Bezug auf seine Fehler, Sünden, Misserfolge und Niederlagen darf erleben, wie Gott als „der Gnädige, Barmherzige und Gerechte“ es hell werden lässt (1. Johannes 1, 9).

Wenn wir Schwächen, Zweifel und Lücken zugeben, dann können wir sie auch abgeben und müssen deswegen nicht aufgeben.

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Matthäus 21, 1-22: Prophetie erfüllt sich!

„Hosianna dem Sohn Davids!“ Mt. 21,9

Matthäus betont – wie auch in der Weihnachtsgeschichte: Durch Jesus erfüllen sich die alttestamentlichen Prophetien (hier Sacharia 9,9). Die Freundenrufe mit denen das Volk Jesus bei seinem Einritt in Jerualem begrüßt, klingen an Psalm 118,24-26 an. „Hosianna“ heißt: „Herr, hilf doch!“. Später wurde dieser Ausruf zu einem Lobpreis: „Gelobt sei…!“ Sie rufen Gott um Hilfe an und sie preisen gleichzeitig Jesus als „Sohn Davids“ (V. 9). Und auch die Kinder im Tempel rufen „Hosianna dem Sohn Davids“ – Jesus ist der Messias! (V. 15).

Über Nacht bleibt er in Bethanien (V. 17), wahrscheinlich bei seinen Freunden Lazarus, Maria und Martha (Joh. 12). Am nächsten Morgen lässt er einen Feigenbau verdorren, auf dem er keine Frucht zum Frühstück findet. Feigenbäume trugen 2x jährlich Frucht, also eigentlich fand man immer daran etwas zu essen. Ein Feigenbaum ohne Frucht war etwas ungewöhnlich – ein Bild auf das Volk Israel und das Gericht, das sie treffen würde. Jesus macht an dem Spruch über den Baum den Jüngern Mut, Gott in Zukunft für noch größere Wunder zu vertrauen.

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4Mose 18: Verantwortung und Versorgung

Dieses Kapitel (4Mose 18) erläutert die von einander abweichende Aufgabenstellung der Leviten und Priester. Ihr jeweiliger Dienst und Verantwortungsgrad war unterschiedlich: Leviten nahmen in allgemeiner Weise Arbeiten in der Stiftshütte wahr. Die Priester dienten speziell am Altar und hinter dem Vorhang.

Genauso konkret wie ihre Aufgaben und die damit verbundene Verantwortung beschrieben werden, erfolgen auch die Anweisungen für ihre existentielle Versorgung.

Gott stellt nicht nur Ansprüche, sondern übernimmt auch die Fürsorge für seine Leute.

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Psalm 110-111: Abstammung des Messias

Der Psalm 110 spielt in der innerbiblischen Argumentation eine wichtige Rolle. Jesus zitiert Psalm 110, 1 in Matthäus 22, 44 (auch in Markus 12, 36; Lukas 20, 42), um zu belegen, dass der Messias nicht nur ein irdischer Nachkomme des Königs David (ein „Sohn Davids“) ist, sondern dass er der „Herr“ von David ist (Psalm 110, 1). Er bringt die Schriftgelehrten in Verlegenheit, indem er mit diesem Schriftbeweis die himmlische Herkunft des Messias belegt. Im ähnlichen Sinne wird mit diesem Zitat auch an anderen Stellen im NT (Apg. 2, 34-35; Hebräer 1, 13) veranschaulicht, dass Jesus von göttlicher Autorität ist.

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Lukas 20, 27-47: Das Maul gestopft!

„Sie wagten ihn hinfort nichts mehr zu fragen.“ Lk. 20,40

Nachdem die Hohenpriester und Schrirftgelehrten und Ältesten vor Jesus sprachlos wurden (V. 7)  und auch die von ihnen gesandten Spitzel schweigen mussten (V. 26), starteten jetzt die Sadduzäer, die sich sonst mit den Pharisäern nicht einig waren (V. 27), einen neuen Angriff gegen Jesus: Zu welchem Mann gehört eine Frau aus einer Mehrfachehe nach der Auferstehung? Die zwei Antworten Jesu ließen auch sie hinfort schweigen: Nach der Auferstehung gibt es keine ehelichen Verhältnisse mehr und es gibt eine Auferstehung, da Gott ein Gott der Lebendigen ist und die Erzväter bei Gott leben.

Stattdessen stellt Jesus eine Gegenfrage an sie nach der Anrede Davids an den Messias (Ps. 110,1) – Schweigen! Nachdem er daraufhin die Geldgier und den Machthunger der geistlichen Führer des Volkes aufdeckt (V. 45-47), fragt ihn aus dieser Richtung hinfort niemand mehr. Das Volk erkennt: Jesus ist niemand gewachsen!

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Ich habe von Jugend auf gern die Bibel gelesen; am liebsten aber lese ich im Sankt Johannes. In ihm ist so etwas ganz Wunderbares… so etwas Schwermütiges und Ahnungsvolles, dass man nicht satt werden kann. So ist mir immer beim Lesen im Johannes, als ob ich ihn beim letzten Abendmahl an der Brust meines Meisters sehe.

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Ich habe das Neue Testament nach meinem besten Vermögen und Gewissen übersetzt. Ich habe auch niemanden gezwungen, dass er’s lese, sondern es jedem freigelassen. Ich habe allein denen damit dienen wollen, die es nicht besser machen können. Es ist niemandem verboten, es besser zu machen. Wer es nicht lesen will, der lasse es liegen.