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2. Chronik 19: Richter vor dem Richter

Der König Joschafat reformiert das Rechtswesen in seinem Land. Aus diesem Grunde ordnet er die Verfahrenswege durch die Instanzen, die Zuständigkeiten und die Zusammensetzung der Entscheidungsgremien.

Vor allem aber betont er die Prinzipien, nach denen Recht gesprochen werden soll, z. B. die Ablehnung von Korruption und Bestechlichkeit. Um das wirklich zu erreichen, ist die innere persönliche Haltung der Verantwortungsträger ausschlaggebend (2. Chronik 19, 6-7).

Eine wirklich unabhängige und unparteiische Rechtssprechung kann nur gelingen, wenn sie nicht nur „im Namen des Volkes“, sondern „im Namen des Herrn“, d. h. in der Ehrfurcht und Verantwortung vor Gott geschieht. Ein Richter sollte sich immer dem höchsten Richter gegenüber verantwortlich wissen.

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Hosea 3-4: Unwissenheit kann tödlich sein!

Das ist die Gefahr, die Gott für sein Volk sieht. Obwohl er sich intensiv und hingebungsvoll um sein Volk bemüht (Hosea 3), gehen die Menschen andere Wege, weil ihnen die Erkenntnis fehlt (Hosea 4, 6), weil niemand sie aufklärt und belehrt, weil die Priester und Propheten ihre Aufgabe als geistliche Leiter und Lehrer vernachlässigen. Ich weiß nicht, ob Wissen immer Macht bedeutet. Aber Unwissenheit macht was.

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Hebräer 10: Gott kämpft um unser Herz!

„Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ Hebr. 10,35

Auf die deutliche Erläuterung des Opfers Jesu, das alle anderen alttestamentlichen Opfer ablöst, kommen in Kap. 10 starke Herausforderungen an die Hebräer. All das werden sie klar verstanden haben, aber verstehen, ist eine Sache, dem willentlich zustimmen, eine andere. Dreimal ruft er sie deshalb eindringlich auf: „Lasst uns hinzutreten…“ (V. 22), „lasst uns halten an dem Bekenntnis…“ (V. 23), „lasst uns aufeinander achthaben…“ (V. 24).
Ja er warnt sie nochmals scharf, nicht mutwillig abzufallen von der Gnade in Jesus (V. 26ff). Dann erinnert er sie an die Verfolgungen, die sie um des Glaubens willen erduldet hatten – sollte das alles umsonst sein (V. 32ff)?
Letztlich nimmt er sie mit: „Wir aber sind nicht von denen, die da weichen… (V. 39).

Ein dramatischer Apell, ein leidenschaftliches Ringen um angefochtene, schwankende Hebräer! So redet Gott mit uns. Er kämpft um unser Herz!

 

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2. Chronik 18: Wasche mich…

…aber mache mich nicht nass! Nach dieser Devise sollten die Berater am Hof des Königs Ahab ihrer Aufgabe nachkommen.

Ahab möchte einerseits unbedingt einen zuverlässigen Propheten, der ihm auch wirklich das Wort Gottes sagt (2. Chronik 18, 15). Andererseits beklagt er sich über ehrliche Aussagen (2. Chronik 18, 7) dieses Propheten und lässt ihn dafür bestrafen (2. Chronik 18, 25-26).

Doch unabhängig davon, ob es Gefallen findet, wird das – was Gott durch sein prophetisches Wort ankündigt – Erfüllung finden und im wahrsten Sinne des Wortes „eintreffen“ (2. Chronik 18, 33).

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Hosea 1-2: Nicht nur eine Affäre, sondern Liebe!

Das Buch Hosea beinhaltet eine skandalträchtige Liebesgeschichte. Es schildert eine Beziehung voller Leidenschaft und Liebe, aber auch mit Verrat, Ehebruch und Trennung und dem Angebot der Versöhnung. Eine richtig dramatische Beziehungskiste.

Es handelt sich um die Beziehung zwischer Hosea und seiner ihm untreuen Frau Gomer (Hosea 1). Aber diese schwierige Ehe ist gleichzusetzen mit der Liebesbeziehung Gottes zu seinem Volk und zu seiner Gemeinde. Denn wie Hosea eine untreue Frau heiratete und sich damit an sie band, genauso bleibt Gott seinen Leuten trotz ihrer immer wieder erschreckenden Untreue ein beständiger Liebespartner (Hosea 2).

Allein Gottes Treue sorgt dafür, dass unsere Beziehung zu ihm nicht nur eine kurzfristige Affäre ist, sondern eine bleibende Liebesbeziehung.

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Hebräer 9: Ein für allemal!

„Wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst als ein fehlerloses Opfer durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!“ Hebr. 9,14

In Kapitel 9 zeigt der Schreiber, wie gut er sich im AT auskennt – er kann den Tempel und den Opferdienst der Priester präzise beschreiben. Damit kommt er den hebräischen Lesern sehr nahe. Das alles unternimmt er aber vor allem, weil er den Unterschied zu dem Opfer Christi herausstellen will, das die Opfer des AT überbietet (V. 14: „viel mehr…“). Diese Opfer mussten täglich und jährlich wiederholt werden, weil sie nur ein Abbild auf das vollkommene Opfer Jesu waren. Sein Lebensopfer gilt „ein für allemal“. Das erwähnt der Schreiber in diesen Kapiteln wörtlich und sinngemäß 5 Mal! (K. 9,12; V. 28; K. 10,10; V.12; V.14). Die Reformatoren haben diesen Unterschied stark betont – Zwingli sprach von der Erinnerung an Jesu Opfer im Abendmahl – im Gegensatz zur Katholischen Kirche, die in der Messe ein wiederholtes Opfer Christi lehrt.

Das Opfer Jesu – Grundlage der Versöhnung der Christen mit Gott! Steht uns das vor Augen?

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2. Chronik 17: Steigerungsfähiger Glaube

Joschafat, der neue König von Juda, hat nicht etwa nur stark angefangen und dann aber nachgelassen. Sondern von ihm und seinem Gehorsam Gott gegenüber wird gesagt, dass er immer mutiger geworden ist (2. Chronik 17, 6) und sich darum in seinem Verhalten eine Dynamik entfalten kann, die für ihn und das ganze Volk zum Segen wird.

Das ist das, was ich mir wünsche. Einen Glauben, der wächst und Gott immer mehr zutraut und darum auch immer mehr Erfahrungen mit ihm macht.

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Daniel 12: Göttliche Buchführung

Daniel soll alle Botschaften, die ihm anvertraut worden waren und zu einem großen Teil für ihn unverständlich geblieben sind, in einem Buch festhalten, das dann zu einem späteren Zeitpunkt für die kommenden Generationen zu einer wichtigen Informationsquelle werden würde (Daniel 12, 4).

Gleichzeitig ist in diesem Kapitel von einem anderen Buch die Rede, dessen Inhalt ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt von entscheidender Bedeutung sein wird (Daniel 12, 1; Offenbarung 20, 12).

Gottes Buchführung ist genau. Da geht nichts verloren.  Er hält alles Wichtige für uns fest. Und er hält alles Wichtige von uns fest. Und vor allem: Wer persönlich in seinem Buch des Lebens steht, hat bei Gott einen festen Platz gebucht.

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Hebräer 8: Der Augenöffner!

„Es kommen die Tage… dass ich mit Israel einen neuen Bund machen will…“ Hebr. 8,8

Christus ist der Hohepriester Gottes, der den alten Bund ablöst: Er ist „besser“ (V. 6). Hier darf natürlich auch der Text der Verheißung des neuen Bundes aus Jeremia 31 (V. 8-12) nicht fehlen.

Der Schreiber geht konsequent die alttestamentlichen Stellen durch und interpretiert sie im Licht des neuen Bundes. Damit schafft er für die Leser (neu) Klarheit über das, was sie eigentlich schon wussten, aber wahrscheinlich durch massive judaistische Mission aus den Augen verloren hatten. In Vers 13 schreibt er, der alte Bund sei „nahe bei seinem Ende.“ Damit spielt er wahrscheinlich auf den noch stattfindenden Gottesdienst im Jerusalemer Tempel an.

Manchmal brauchen wir einen Augenöffner, um neu klar zu sehen!

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2. Chronik 14-16: Du sollst den Christ nicht vor dem Abend loben!

Diese drei Kapitel beschreiben das Leben von König Asa. Es ist ein letztlich erschütternder Bericht. Asas war so ein gottesfürchtiger und treuer Mann, der mit großer Schärfe und letzter Konsequenz gegen den Götzendienst vorging und auch in großen Nöten und Herausforderungen im gläubigen Vertrauen Gott gegenüber verharrte. Asa hat einen guten und eindeutigen Anfang in seinem Leben mit Gott gemacht. Es ist geradezu packend und mitreißend, zu lesen, wie entschieden sich Asa zu Gott hält und ihm vertraut (2. Chronik 14 und 2. Chronik 15).

Umso trauriger sind die letzten Erwähnungen aus seinem Leben (2. Chronik 16). Wir stellen eine totale Änderung der Lebensausrichtung und -führung fest. Und zwar, ohne dass bemerkenswerte Dinge im Leben des Asa vorgekommen wären, die ihn im Glauben hätten irre machen müssen. Zumindest erkennen wir keine Ursachen. Oder doch?

Wie konnte es dazu kommen, dass ein so glaubensfester Mann wie Asa von Gott abfiel? Worin machte sich die zeitliche Erosion seines Glaubens bemerkbar? Was war die Ursache? Ließ sich das nicht verhindern?

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