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4Mose 31: Das Ende der Geduld

Mose wird in 4Mose 31 von Gott aufgefordert, mit dem Volk Israel in den Krieg gegen die Midianiter zu ziehen und sie vernichtend zu schlagen. Die Begründung dafür erfolgt in dem Hinweis auf die besondere Bedrohung, die die Midianiter für Israel heraufbeschworen haben (4Mose 31, 16) und worin ihre mit Hartnäckigkeit verfolgte Zielsetzung der Vernichtung von Gottes Volk erkennbar wird.

Ausdrücklich wird diese in neutestamentliche Verhältnisse nicht einfach übertragbare Strafaktion als „Rache des Herrn“ (4Mose 31, 3) bezeichnet und damit zum Ausdruck gebracht, dass es sich hier nicht um eine menschlich motivierte Maßnahme handelt, die etwa von materiellen Interessen veranlasst worden wäre (4Mose 31, 49-50).

Gott hat die Moabiter und Midianiter lange Zeit gewähren lassen. Aber nun war der Zeitpunkt gekommen, an dem von seiner Seite aus der Schlusspunkt gesetzt wurde.

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Psalm 137-138: Der Größenunterschied ist kein Problem

Gesellschaftliche Größenunterschiede, d. h. Klassenunterschiede oder Bildungsunterschiede, stellen im zwischenmenschlichen Bereich oft eine nicht überwindbare Trennlinie dar.

Die Größe Gottes ist für ihn kein Hindernis, um trotzdem eine Beziehung zu uns kleinen Menschen aufzubauen: „Denn der Herr ist hoch, aber er sieht auf den Niedrigen!“ (Psalm 138, 6).

Aus diesem Grunde ist Gott mir nahe, auch wenn meine Lebenssituation verzweifelt schlecht ist und „ich mitten in der Angst wandle“ (Psalm 138, 7).

Ein Anruf genügt und Gott hört mich aus jeder Distanz. Gerade weil er so groß ist, hat er Einblick und Eingriffsmöglichkeiten in jede Lage. Selbst meine schwache Seele kann er mit „großer Kraft“ füllen (Psalm 138, 3).

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Matthäus 24, 29-51: Gründliche Vorbereitung

„… alle Geschlechter auf Erden werden den Menschensohn kommen sehen in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ Mt. 24,30

In seiner Endzeitrede spricht Jesus auch vom Kommen des „Menschensohnes„, ein damals bekannter Ausdruck für den Messias, wie ihn der Prophet Daniel beschrieben hat (Dan. 7, 13-14). Die Zeichen der Zeit, die „Wehen des Messias“, wie es die Schriftgelehrten nannten, sollten von dem dann lebenden Geschlecht erkannt werden. Es wird, wie zu Zeiten Noahs, ein Gericht geben und eine Scheidung der Menschen nach ihrem Verhältnis zum Messias.

Daran schließt Jesus eine Reihe von Endzeitgleichnissen an, die die Erwartungshaltung der Gläubigen betonen. Jesus bereitet seine Jünger – und uns – gründlich vor!

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4Mose 30: Versprochen ist versprochen

Das Grundanliegen von 4Mose 30 besteht in dem Hinweis darauf, dass Gott uns beim Wort nimmt (4Mose 30, 3).

Auch wenn die israelitischen Frauen in der Regel im öffentlichen Leben keine so dominante Rolle spielten und ihre Wortmeldungen keinen besonderen Stellenwert in der Gesellschaft hatten, sollten ihre Gelübde deswegen nicht weniger relevant sein. Den männlichen Haushaltsvorständen (Vater der ledigen Frau, Ehemann der verheirateten Frau) wurde lediglich ein eng befristetes Einspruchsrecht eingeräumt, aber grundsätzlich konnte die Verbindlichkeit von Schwüren nicht unterlaufen werden. Auch die Gelübde einer ledigen oder verheirateten Frau aus dem damaligen Israel hatten vor Gott Geltung und wurden von ihm sehr ernst genommen.

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Psalm 136: Erkennungsmelodie der Hoffnung

Jedem Leser fällt sofort die literarische Gestalt des Psalms 136 auf. Der Satzteil „denn seine Gnade währet ewig“ wird ständig wiederholt und findet sich darum 26mal in diesem Text.

Die Wiederholung dieses Satzes ist nicht nur ein künstlerischer Ausdruck, sondern eine theologische Gewichtung. Die ewig währende Gnade ist das Ur-Motiv Gottes, das sich in allen unterschiedlichen Handlungen, die im Textverlauf aufgezählt werden, durchsetzt und ausdrückt: Gott ist gnädig. Und damit hört er nicht auf!

Dieser Grundgedanke aus Psalm 136 ist gleichzeitig die Grundlage unseres Lebens. Aus diesem Grunde wird das zu Recht so oft wiederholt. Er soll den Grundton, die Erkennungsmelodie unseres Lebens bilden. Wenn Gott selbst sich an dieser Stelle 26mal wiederholt, dann handelt es sich um eine Aussage, die wir unbedingt aufgreifen und zum hoffnungsvollen Motto unseres Lebens erklären können.

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Matthäus 24, 1-28: Eine riesige Perspektive

„… in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker…“ Mt. 24,14

Ähnlich wie Lukas berichtet Matthäus die Rede vom Kommen des Messias und dem Ende der Welt. Matthäus ist der Evangelist, der über Israel hinaus die Weltmission besonders im Blick hat – siehe den Missionsbefehl Jesu in Mt. 28, 18-20. Hier gibt er das Wort Jesu wieder: Das Evangelium wird der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker gepredigt – und dann wird das Ende kommen (V. 14).

Eine riesige Perspektive, die die Jünger noch kaum fassen konnten. Diese haben sie aber nach Pfingsten unter der Leitung des Geistes Gottes umgesetzt. Erstaunlich schnell breitete sich das Evangelium im ganzen römischen Reich aus – bis nach London (314), Indien (400) und China (781) – ohne Flugzeug und PC! Im Mittelalter wurde diese Reichweite vergessen, bis sie von William Carey (1843 +), dem „Vater der Weltmission“ der Neuzeit wieder in Angriff genommen wurde. Jesus kommt wieder, wenn alle Völker das Evangelium hören konnten.

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4Mose 29: Pflicht und Kür

Die Fortführung der Aufzählung der Opfer und Feierzeiten in 4Mose 29 endet mit dem Hinweis darauf, dass neben der Pflicht auch noch Raum für die Kür bleibt (4Mose 29, 39).

Gott geht es nicht um die erzwungene Ableistung eines Pflichtprogramms, sonder um eine „freiwillige“ Hingabe, die aus einer dankbaren und liebevollen Motivation heraus erfolgt und natürlicherweise über die vorgegebene Ordnung hinaus geht.

Gottesdienst ist nicht nur Pflicht, sondern auch Neigung und persönliches Bedürfnis.

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Psalm 132-135: Was wir für Gott tun wollen und was Gott für uns tut

David beschreibt in Psalm 132 seine Entschlossenheit, seine leidenschaftliche Hingabe und die von ihm unternommenen Anstrengungen, um die Bundeslade nach Jerusalem zu holen, d. h. um Gott auf sichtbare Weise wieder in den Mittelpunkt des Volkslebens zu stellen.

Auf diese Leistungsschau Davids im ersten Teil des Psalms (V. 1-10) folgt im zweiten Teil (V. 11-18) eine Rede Gottes, in der er beschreibt, was er für David tun will. Dabei wird deutlich, dass eine gute Beziehung zu Gott und der Erfolg unseres Einsatzes für ihn nicht gesichert wird durch unsere Entschiedenheit und durch unseren religiösen Arbeitsaufwand, sondern durch Gottes Zusage und durch Gottes Geschenke!

Das erinnert mich an ein Gebet von Jeremias Gotthelf: „Herr, unser Gott, du hast unzählige stille Wege, auf denen du möglich machst, was unmöglich scheint. Gestern war noch nichts sichtbar, heute nicht viel, aber morgen steht es vollendet dar. Und nun erst gewahren wir rückblickend, wie du unmerklich schufst, was wir unter großem Lärm nicht zustande gebracht haben.“

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Lukas 21: Informierter Ausblick

„Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht.“ Lk. 21,33

Lukas schildert die letzten öffentlichen Reden Jesu als Endzeitreden, wie auch Matthäus.

  • Er sieht die Eroberung der römischen Provinz Judäa und die Zerstörung des Tempels 70 n. Chr. voraus (V. 20-24).
  • In diese Gerichtszeit für Israel flicht er die Schilderung des Kommens des Messias ein, der erscheinen wird, wenn „die Zeit der Heiden erfüllt ist“ (V. 24-27).
  • Die Christen sollen vorbereitetsein:
    • Sie sollen nicht auf Verführer hereinfallen (V. 8).
    • Sie werden verfolgt werden (V. 12), aber auch Gottes Fürsorge erleben (V. 18).
    • Sie sollen die Zeichen der Zeit erkennen (V. 29-33).
    • Sie sollen sich nicht im irdischen Betrieb verlieren, sondern erwartungsvoll aufsehen (V. 28.34-36).
    • Sie sollen ausharren in Gottes Kraft (V. 19).

Jesu Jünger sind informiert – sie errechnen nicht die Wiederkunft Jesu, aber sie rechnen damit!

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4Mose 28: Feste Zeiten

In 4Mose 28 beginnt eine Wiederholung der Gesetzgebung für die Opfer, die auch nach der Einnahme des Landes vom Volk Israel Gott dargebracht werden sollten.

Neben einer genauen Auflistung der Opfergaben legt Gott auch Wert auf eine genaue Einhaltung von bestimmten Terminen (4Mose 28, 2). Israel sollte täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich zu festgelegten Zeiten Opfer bringen.

Eine gesunde und auf Dauer angelegte Beziehung braucht Fixpunkte, an denen eine Begegnung stattfindet und wodurch regelmäßig Gemeinschaft erfahren wird. Hast Du solche festen Termine mit Gott?

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