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Richter 4: Frauenpower

Nicht nur in der weltlichen Politik, sondern auch im Geschehen seines Volkes und der Gemeinde, hat Gott in oft besonders bemerkenswerten Phasen der Geschichte durch Frauen seine Absichten verfolgt. Das wird in Richter 4 ebenfalls unter Beweis gestellt, wenn dort von zwei Frauen die Rede ist: Die Prophetin und Richterin Deborah, die an anderer Stelle als „Mutter Israels“ (Richter 5, 7) bezeichnet wird. Und Jaél, die den Staatsfeind Nr. 1 zur Strecke bringt. Diese beiden Damen treten nicht zuletzt deswegen besonders auffallend in Erscheinung, weil sich die männlichen Vertreter in dieser Situation nur zögernd aus der Deckung wagen. Gott sei Dank für die gottesfürchtigen und mutigen Frauen in der Weltgeschichte.

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Jesaja 17-18: Gehe zurück auf Start!

Völker und Menschen, die durch viel Leid und Krisen gehen – wie sie in Jesaja 17 und 18 beschrieben werden – können unter diesen Umständen eine neue Blickrichtung entwickeln: Jesaja 17, 7.

Der Fokus ist dann nicht mehr auf das Selbstgemachte und angeblich so Selbstverständliche gerichtet, sondern sie „blicken auf den, der sie gemacht hat“! Dieser Blick geht eindeutig tiefer! Denn darin steckt die Frage, ob das Leben (noch) „im Sinne des Erfinders“ verläuft? Und darin steckt auch die Frage, welche Absicht der Erfinder und Lenker meines Lebens mit den schmerzhaften Erfahrungen verfolgt.

Wenn Du Schweres erlebst, dann gehe zurück zum Ausgangspunkt und blicke auf den, der Dich gemacht hat!

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Apostelgeschichte 12, 1-17: Heilsgeschichte in Zeit und Raum

„… er erzählte ihnen, wie ihn der Herr aus dem Gefängnis geführt hatte…“ Apg. 12,17

Bevor die Geschichte, von Antiochien ausgehend, die Gründung weiterer heidenchristlicher Gemeinden beschreibt – die Missionsreisen des Paulus, schwenkt der Focus noch einmal zurück nach Jerusalem. Lukas verknüpft Heilsgeschichte mit Weltgeschichte – alles hat sich tatsächlich in Zeit und Raum abgespielt und nicht nur in den Köpfen der Jünger! Er erwähnt König Herodes Agrippa I. (V. 1), einen Enkel von Herodes dem Großen, unter dem Jesus geboren wurde. Agrippa war ein kluger Taktiker, ein Freund Kaiser Caligulas, der ihm den jüdischen Thron ermöglichte. Um sich bei den Juden beliebt zu machen, tötete er einen der herausragenden Leiter der christlichen Gemeinde in Jerusalem, Jakobus, den Bruder des Jünger Johannes (zu unterscheiden von Jakobus, dem Bruder Jesu [V. 17], der nach Petrus Flucht dann der Leiter der Jerusalemer Gemeinde wurde).

Als diese Ermordung des Jakobus die Beliebtheit Agrippas sichtlich steigerte, wollte er noch eins draufsetzen und Petrus nach dem Passafest ebenfalls töten. Gott aber bewahrte diesen. Nach seiner Flucht tritt Petrus nur noch einmal ca. 4 Jahre später auf dem Jerusalemer Apostelkonzil (Kap. 15,7) auf. Ab da lesen wir nichts mehr über Petrus in der Apostelgeschichte. Als die Jerusalemer Gemeinde sich im jüdischen Krieg 66 n.Chr. weigerte, mit den Juden gegen die Römer zu kämpfen, flohen die Christen nach Pella (Ostjordanland) und verschwanden nach der Zerstörung Jerusalems 70 n. Chr. von der Bildfläche.

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Richter 3: Kernkompetenz

Bereits die ersten drei erwähnten Richter Israels mussten das verhältnismäßig kleine Volk gegen eine erdrückende Übermacht verteidigen. Dafür war viel Mut und militärische Strategie und List erforderlich, wie in Richter 3 erkennbar wird. Aber um ein von Gott „erweckter Retter“ wie Otniel zu sein (Richter 3, 9), gehörte zu dieser großen Aufgabe auch noch eine ganz bestimmte innere Ausrüstung: „Und der Geist des Herrn kam auf ihn und er wurde Richter in Israel und zog aus zum Kampf!“ (Richter 3, 10).

Gott gebe uns neben den äußeren Fähigkeiten für unsere Alltagsherausforderungen vor allem die „Kompetenz im Kern“, nämlich die innere Ausrüstung mit dem Heiligen Geist. Auf diese Weise können wir „Erweckte“ sein, die auch als Einzelne viel Gutes bewirken können für die Allgemeinheit.

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Jesaja 15-16: Vom Heulen zum Hoffen

Den Moabitern stehen schwere Zeiten bevor. Es wird zum Heulen sein: Jesaja 15.

Ein Trost besteht bereits darin, dass sie in dieser Lage Zuflucht beim Volk Gottes suchen und finden (16, 3-4).

Die eigentliche Hoffnung ergibt sich jedoch aus der Ankündigung (Jesaja 16, 4-5), dass zu einem zukünftigen Zeitpunkt der Bedränger das Land verlassen muss. Dann wird ein „Gnadenthron“ aufgerichtet werden, auf dem ein „Treuer“ sitzt, der mit „Gerechtigkeit“ regiert.

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Apostelgeschichte 11, 19-30: Die ersten „Christen“!

„… als er die Gnade Gottes sah, wurde er froh…“ Apg. 11,23

Joppe, Cäsarea, Antiochia in Syrien – noch einen Schlag weiter. Immer predigten die „Missionare“ zuerst in den jüdischen Synagogen. Dann aber mehr und mehr unter den Griechen. Eine große heidenchristliche Gemeinde entstand in Antiochia. Dort wurden die Jünger Jesu zuerst „Christen“ genannt (V. 26). Die neuen Gemeinden brauchten einen Namen. Den gaben sie sich nicht selbst, sondern Menschen um sie her nahmen sie als solche wahr, die zu Christus gehörten: Christen!

Und ein weiterer strategischer Schritt wurde getan: Barnabas sollte von Jerusalem aus die neue Gemeinde besehen – und er merkte schnell: Hier brauchen wir eine fachkundige Hilfe – den studierten Theologen Saulus, der Christ geworden war. Diesen holte Barnabas aus Tarsus – eine neue Ära begann!

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Richter 2: Die Bedeutung des Einzelnen!

Richter 2 bildet in komprimierter Weise die sich wiederholenden Abläufe der Richterzeit ab: Die Israeliten fallen immer wieder von Gott ab und erleben als Folge davon die Unterdrückung durch andere Völker. Diese Erfahrung treibt sie in die Rückbesinnung auf Gott, der ihnen als Antwort auf ihre Umkehr Richter schenkt: Richter 2, 18. Das waren Leiterpersönlichkeiten, die von Gott erweckt und bestimmt wurden. Unter ihrer Regie wurde die Bedrohung durch Feinde beseitigt und eine oft Jahrzehnte dauernde Ruhe für das Land sicher gestellt. Aber leider fand diese Friedenszeit oft ihr Ende, wenn die von Gott geschenkte Leiterpersönlichkeit starb. Das bedeutet: In einer Zeit allgemeiner Schwäche wurde die Entwicklung des Volkes oft durch die Präsenz und den Einfluss einzelner maßgeblicher Personen bestimmt.

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Jesaja 14: Richten, aber nicht vernichten!

Das Spottlied über die zum Untergang verurteilte Weltmacht Babylon (Jesaja 14, 4-23) und andere feindliche Völker (Jesaja 14, 24-31) ist eingebetet in zwei Zusagen für das Volk Israel, die die ewige Erwählung Gottes zum Ausdruck bringen.

Gott wird sein Volk zwar richten, aber er wird es nicht vernichten, sondern danach wieder aufrichten: Jesaja 14, 1-3 und Jesaja 14, 32.

Was Jesaja hier andeutet, wird von ihm im letzten Drittel des Buches breit ausgeführt. Auch wenn Jesaja in den gegenwärtigen Kapiteln besonders viel und betont vom Gericht spricht, steckt immer wieder die Gnade darin.

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Apostelgeschichte 11, 1-18: Ein neues Denken macht sich breit

„Als sie das hörten, schwiegen sie still…“ Apg. 11,18

Jetzt mussten die Judenchristen in Jerusalem überzeugt werden, dass Gott auch die Heiden gleichberechtigt der Gemeinde Jesu hinzufügt. Diese Überzeugungsarbeit geschieht hier, wie auch an etlichen anderen Stellen in der Apostelgeschichte, durch schlichtes Berichten, was Gott getan hat. Dabei fällt Petrus ein Wort Jesu ein, dass er ihnen vor seiner Himmelfahrt gesagt hat (Kap. 1,5). Jesus hat es vorausgesagt, der Heilige Geist erinnert daran, das Aha-Erlebnis findet statt! Für Judenchristen der damaligen Zeit eine echte Überraschung (V. 18)!

Tatsächlich hat in den weiteren Jahrzehnten eine große Verlagerung stattgefunden – von den judenchristlichen Gemeinden Judäas und Samariens hin zum Verbund der heidenchristlichen Gemeinden des römischen Reiches, in denen auch immer Judenchristen waren.

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Richter 1: Schwach angefangen, stark nachgelassen!

In dieser Überschrift kommt die inhaltliche Bedeutung von Richter 1 zum Ausdruck. Denn in diesem Kapitel wird die entscheidende Ursache genannt, die zu dem wechselhaften und tragischen Auf und Ab im Volk Israel führte, was sich durch das ganze Buch Richter zieht. Keinem der Stämme ist es gelungen, die Existenzberechtigung und damit den Einfluss der heidnischen Völker in ihrer Mitte zu verhindern. Weil bereits von Anfang an die notwendige Klarheit fehlte, verlor das Volk Israel immer mehr die Eindeutigkeit in seiner Stellung zu Gott. Ein inkonsequenter Start ist eine schlechte Voraussetzung für eine zielbewusste Entwicklung.

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