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2. Chronik 30: Reformation mit Reichweite

Eine erfolgreiche Reformation benötigt starke Leiter wie Hiskia. Seine Stärke bestand nicht darin, dass er in einer selbstherrlichen Dominanz seinen persönlichen Willen durchsetzte, sondern sie zeigte sich darin, dass er die „ganze Gemeinde“ (2. Chronik 30, 2.4.23.25) mitnahm auf diesen Prozess der Veränderung.

Das wurde zum einen dadurch erreicht, dass Hiskia keine einsamen Entscheidungen traf, sondern sich mit den Oberen und der ganzen Gemeinde beriet (V. 2) und auf diese Weise zu gemeinsamen Ergebnissen kam (2. Chronik 30, 4-5.12).

Und eine zweite wichtige Voraussetzung für die flächendeckende Wirkung der Reformation bestand darin, dass die Informationen von „Läufern“ in Form von „Briefen“ durch das ganze Land getragen wurden und auf diese Weise für eine umfassende Kommunikation gesorgt wurde (2. Chronik 30, 6.10).

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Amos 1-2: Wie man Gottes Reden ersticken kann!

Mitten in den verschiedenen Gerichtsbotschaften (Amos 1) beschreibt Gott verschiedene Gnadenbeweise (Amos 2), mit denen er den Menschen gesucht hat und für sich gewinnen wollte.

Eine besondere Zuwendung Gottes bestand darin, dass er immer wieder Menschen erweckte und als „Propheten“ oder „Gottgeweihte“ schickte, um durch sie zu reden (Amos 2, 11).

Und die besondere Sünde seiner Leute bestand darin, dass sie diese Gottgeweihten „verführten“ und die Propheten „verfolgten“ (Amos 2, 12) und auf diese Weise die Verbindung zu Gott unterbrachen. Ungehorsam ist schlimm, aber der Abbruch jeder Kommunikationsmöglichkeit ist schlimmer.

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1Petrus 2: Vision, Weisheit, Aufblick

„Liebe Brüder, ich ermahne euch als Fremdlinge und Gäste…“ 1Petr. 2,11

Das Leben der Heidenchristen unter ihren heidnischen und zunehmend feindlich gesinnten Heidengenossen war nicht leicht. Vision war nötig und Weisheit und der Blick auf Jesus. Das alles schreibt Petrus ihnen in diesem 2. Kapitel.

  • Vision: Sie sind das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums Gottes! Das war Israel im alten Bund. Das sagte Gott Israel, als er seinen Bund durch Mose mit ihnen am Sinai schloss (2Mo. 19,5-6). Jetzt ist die Gemeinde aus Juden und Heiden das neue Gottesvolk – welch eine Ehre, welch eine Vision!
  • Weisheit: Einen guten Lebenswandel führen unter Heiden, bei denen es moralisch „drunter und drüber“ ging. Der Obrigkeit untertan sein, keinen Skandal bieten, keinen Anlass geben, gegen sie vorzugehen, aktiv mit guten Taten den Gegnern „das Maul stopfen“ (V. 15).
  • Der Blick auf Jesus: Unter Umständen „das Unrecht erleiden“ (V. 19) – wie Jesus in seinem großen „Vorbild“: Er hat unsere Sünden auf das Kreuz hinaufgetragen… (V. 23-24).

Das ist es, was wir heute brauchen im Umgang mit unseren nichtchristlichen Mitmenschen.

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2. Chronik 29: Reformatorische Reihenfolge

Der König Hiskia führte eine umfassende Reformation durch, die ausgehend von 2. Chronik 29 in den folgenden Kapiteln beschrieben wird.

Hiskia, der selbst von Gott und für Gott geweckt worden war, gelingt es dann auch, die Leviten und Priester für eine Erneuerung des Gottesdienstes zu motivieren.

Wichtig ist dabei die reformatorische Reihenfolge: Eine echte geistliche Erneuerung beginnt bei den beteiligten Personen und nicht bei den äußeren Strukturen. Bevor die äußeren Verhältnisse gereinigt und neu geordnet werden, geht es darum, dass die Menschen die von Gott geschenkte Vergebung und eine durch ihn bewirkte Veränderung in ihrem persönlichen Leben erfahren (2. Chronik 29, 15).

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Joel 4: Zwei energische Kräfte

In diesem letzten Kapitel des Prophetenbuches Joel (Joel 4) stehen sich zwei sehr energische Kräfte gegenüber.

Auf der einen Seite gibt es den Eifer und die Solidargemeinschaft der Bösen, die geschlossen gegen Gottes Volk antreten und es zu vernichten versuchen (Joel 4, 9-11).

Auf der anderen Seite und am Ende als Sieger steht Gott, der seinen Leuten mit leidenschaftlicher Intensität die Treue hält und das zuletzt für jeden unter Beweis stellen wird (Joel 4, 16-21)

In welchem Kraftfeld lebst Du?

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1Petrus 1: Hoffnung für bedrängte Christen

„Gelobt sei Gott … der uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung…“ 1Petr. 1,3

Der 1. Petrusbrief ist von Petrus aus Rom („Babylon“ als Deckname, 5,13) geschrieben. Da Petrus nach der Überlieferung unter Nero 64 den Märtyrertod starb, kann man diesen Brief ca. um 62/63 ansetzen. Kein Kirchenvater erwähnt Petrus zu der Zeit als ersten Bischof von Rom. Das wurde erst im 3. Jahrhundert konstruiert. Petrus diktierte dem Silvanus (5,12), der ein ausgezeichnetes Griechisch schrieb. Er richtet sich an Heidenchristen in den Provinzen Kleinasiens (also ein Rundschreiben), die durch die Heiden ringsum unter wachsende Bedrängnis kamen. Dieser Brief ist ein echter Trostbrief!

Die unter Druck Geratenen sollten sich über ihre Wiedergeburt und das himmlische Erbe freuen, angesichts der gegenwärtigen Anfechtungen (Kapitel 1). Sie leben als Privilegierte in einer Ordnung Gottes, von der die Propheten im AT geschrieben haben – aber selbst nicht erreichten.

Als solche sollten sie unter den Heiden ein geheiligtes Leben führen, sich unterscheiden, angesichts des kostbaren Opfers Jesu für sie. Gottes Wort hat sie gezeugt und geboren. Mit ihm tragen sie die Ewigkeit in sich.

Wer so etwas liest, schöpft Kraft, Vision, Mut, seinen bedrängten Glauben zu leben. Ist das nicht auch eine gute Lektüre für uns…?!

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2. Chronik 28: Gottes Zorn und menschliche Wut

Ahas war ein sittenloser, grausamer und gemeingefährlicher Herrscher über Juda und sollte deswegen durch eine militärische Niederlage im Krieg gegen das Brudervolk bestraft und erzogen werden.

Allerdings schlägt das Nordreich Israel im Kampf gegen das Südreich Juda so heftig und brutal über die Stränge, dass es von Gott zur Rechenschaft gezogen wird (2. Chronik 28, 9-11).

Jede Machtstellung, die Gott verleiht, hat Grenzen, die von den Inhabern der Vormachtstellung einzuhalten sind. Selbst wenn ich von Gott als Gerichtswerkzeug eingesetzt werde, rechtfertigt das nicht das Ausleben meiner menschlichen Wut.

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Joel 3: Inspiration für Alle!

Nach der Zusage der äußeren Wiederherstellung seines Volkes bietet Gott in Joel 3,1 noch mehr an: „Ich will meinen Geist ausgießen über alles Fleisch!“.

Das bedeutet: Mit dieser inneren Vollmacht sollen alle, die zu ihm gehören, ausgestattet werden, unabhängig von Geschlecht, Alter oder sozialer Stellung.

Die Verwirklichung dieser Ankündigung hat mit dem Pfingstereignis (Apostelgeschichte 2, 16) begonnen und setzt sich bis in die Gegenwart fort.

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Jakobus 5: Glaube mit Kopf, Herz und Hand

„Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen.“ Jak. 5,13

Jakobus hat in seinem letzten Kapitel die Reichen vor Augen, die es unter den Judenchristen wahrscheinlich auch gab. Juden trieben weit gespannten Handel im römischen Reich (K. 4,13) und gehörten öfters zu den Wohlhabenden. Er spricht sehr hart und aufrüttelnd zu den Reichen – was auf deren verfestigten Zustand hinweist. Sie sollten Buße tun über der Ungerechtigkeit, mit der sie ihren Reichtum erworben haben (Lohn vorenthalten, Unschuldige, die sich nicht wehren konnten, verurteilen). Das erinnert stark an die alttestamentlichen Propheten, die soziales Unrecht im Volk Gottes angeprangert haben – z.B. Micha 2,1-2;  Amos 2,6-7;  8,4-6.

Die treue Gemeinde ruft er zu Geduld im Glauben auf. Der Bauer, der geduldig auf die Frucht wartet, die Geduld der Propheten in schwierigen Zeiten, die Geduld Hiobs sind für die Leser ansprechende Illustrationen.

Abschließend ruft er zum Gebet für die Kranken auf. Gebet und Salbung (vielleicht ein spürbares Symbol für Linderung und Heilung Gottes, oder sogar für damalige Medizin?) ist Aufgabe der Ältesten und nicht von durchreisenden Heilern! Elia ist ein starkes Beispiel für Gebetserhörung trotz Schwachheit.

Jakobus, der Judenchrist aus Jerusalem mit einem Anliegen für Judenchristen im römischen Reich – ein Bündel praktischer Ermahnungen und Ermutigungen für den Glaubensalltag. Auch unser Glaube muss Hände und Füße haben!

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2. Chronik 27: Ein kurzes, aber konsequentes Leben

In dem sehr kurzen Kapitel 2. Chronik 27 wird die kurze Existenz des Königs Jotam beschrieben. Er wurde nur 41 Jahre alt.

Aber in diesem kurzen Leben tat er das, was Gott gefiel. Und obwohl das Volk Israel böse war (2. Chronik 27, 2), wurde das Land aufgrund des Wirkens seines auf Gott ausgerichteten Königs bewahrt und gesegnet.

Wenn der Steuermann verantwortungsbewusst handelt, dann bleibt vorerst auch das ganze Schiff auf Kurs, selbst wenn der Mob schon auf dem Deck herum tobt.

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