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Josua 22: Kein Ersatz, sondern eine Erinnerung

Die Mehrheit des Volkes Israels sieht die Ehre Gottes und die Einheit des Glaubens in Gefahr, als eine Minorität jenseits des Jordans einen großen Altar aufrichtet (Josua 22).

Dann stellt sich jedoch heraus, dass dieser Altar nicht erbaut wurde, um in Ergänzung oder als Alternative zum eigentlichen Brandopferaltar im zentralen Heiligtum Opfer darzubringen. Dieser Altar war nicht für die praktische Nutzung bestimmt, sondern sollte lediglich zur Erinnerung an das Eigentliche und Wesentliche dienen.

Die „Altartische“ in manchen Kirchen und Gemeindehäusern sind nur Sinnbilder und Hinweise auf den eigentlichen Altar auf dem Berg Golgatha, wo Jesus Christus sich geopfert hat für uns. Die vielen Ausdrucksformen des Glaubens (Kreuze, Symbole, Rituale und zeugnishafte Zeichen) sollen nie wichtiger werden als die eigentlichen Inhalte und der eigentlichen Bezugspunkt unseres Glaubens: das ist Jesus Christus!

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Jesaja 10: Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt

Gott bedient sich bestimmter Menschen und Völker, um sein eigenes Volk oder andere Völker zu erziehen und manchmal auch hart zu bestrafen.

Wenn diese Gerichtswerkzeuge Gottes aus ihrer momentanen Bevorzugung eine grundsätzliche Überlegenheit ableiten, dann schätzen sie ihre eigene Stellung falsch ein und haben kein Verständnis für die eigentliche Zielsetzung Gottes.

In Jesaja 10 nimmt Gott dazu Stellung: Er wird den Stolz dieser Menschen und Völker auf jeden Fall korrigieren und die Ungnade im Hinblick auf sein Volk beenden.

Wenn Du in einer sicheren, einflussreichen, bevorzugten Position bist, dann führe diese Rahmenbedingungen nicht auf das eigene Können zurück, sondern mache Dir die mit dieser besonderen Voraussetzung verbundene Verantwortung bewusst.

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Apostelgeschichte 9, 26-43: Es läuft und läuft…

„Tabita, steh auf!“ … und viele kamen zum Glauben an den Herrn.“ Apg. 9,40.42

Nach der Bekehrung des Saulus schwenkt die Geschichtsschreibung des Lukas zur Person von Petrus um. Saulus flieht abenteuerlich über die Stadtmauer von Damaskus nach Jerusalem. Dort ist Barnabas der Eisbrecher für ihn. Er glaubt der Wandlung des Saulus und führt ihn in die Gemeinde in Jerusalem ein. Vers 31 ist wieder ein Summarium – Jahre vergingen – in denen Saulus, zurück in seiner Heimatstadt Tarsus, das Geschehene bedenkt und theologisch verarbeitet.

Jetzt rückt Petrus in den Fokus. Über die Heilung des Lahmen Äneas und die Totenauferweckung der Tabita kommen vele Menschen in Lydda und Joppe (beides in Judäa) zum Glauben an Jesus. Die Ausbreitung des Evangeliums ist nicht mehr aufzuhalten.

Auch wenn wir heute in Deutschland/Europa eher einen zähflüssigen Eindruck von der Ausbreitung des Evangeliums haben – weltweit entstehen heute und täglich ca. 100 neue christliche Gemeinden…!

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Josua 20-21: Punkt für Punkt umgesetzt

Mit dem Satz „Papier ist geduldig.“ geben wir zu verstehen, dass viele Vereinbarungen nicht umgesetzt werden.

In den beiden Kapiteln wird beschrieben, dass vom Volk Israel die von Gott durch Mose erteilten Anweisungen im Hinblick auf die Einrichtung von Freistädten (Josua 20) und im Hinblick auf die Städte und das Weideland für die Leviten (Josua 21) genau eingehalten wurden.

Interessanterweise endet dieser Abschnitt jedoch nicht mit einem Lob des menschlichen Gehorsams, sondern mit der Feststellung, dass vor allem Gott seine Versprechungen Punkt für Punkt konkret verwirklicht hat und damit die Voraussetzungen schaffte dafür, dass das Volk zur Ruhe kommen konnte (Josua 21, 43-45).

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Jesaja 9: Kleines Kind – großes Geschenk!

Jesaja 9 beschreibt die Befreiung und den Befreier. Dieser Text ist eine weitere Voraussage auf das, was Gott uns in der Menschwerdung seines Sohnes Jesus Christus geschenkt hat.

Wir kennen das Motto „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.“. Aber mit dem Geschenk seines Sohnes hat Gott erst die Freundschaft zwischen uns und ihm begründet und möglich gemacht. Die  Bedeutung wird erkennbar in den Namen, die dieser alttestamentliche Prophet Jesus im Voraus gibt und damit seine Bedeutung für uns beschreibt (Jesaja 9, 5-6; vgl. Römer 8, 32; 2. Pe. 1, 3-4).

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Apostelgeschichte 9, 1-25: Vom Saulus zum Paulus

„Ich bin Jesus, den du verfolgst.“ Apg. 9,5

Mittlerweile hatte sich das Evangelium weit über die Grenzen Samariens hinaus verbreitet – bis in die Synagogen von Damaskus. Dieser Flächenbrand musste eingedämmt werden. Diese Aufgabe übernahm Saulus, der junge Pharisäer und Schüler des Schriftgelehrten Gamaliel. Auf dem Ritt nach Damaskus kommt es zu seiner Bekehrung – durch eine übernatürliche Begegnung mit Jesus selbst (V. 3f). Der spätere Heidenapostel Paulus wird durch eine besondere Begegnung mit dem Auferstandenen berufen und beauftragt. Dieses einschneidende Erlebnis wird für Paulus später zu der Legitimation, als Apostel unter den Heiden auftreten zu dürfen (1Kor. 15, 8-10).

Jesus ist der Herr, der selbst seine mächtigsten und fanatischsten Feinde zu seinen Anhängern machen kann. Dafür gibt es bis heute beeindruckende Beispiele.

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Josua 19: Neuer Anlauf

Wer einmal einen Millionengewinn gemacht hat, hat deswegen noch nicht ausgesorgt. Es gibt genug Beispiele dafür, dass ein Lottogewinner zum Sozialfall wurde. Eine ähnliche Erfahrung macht der Stamm Dan: Das ihm anvertraute und bereits schon einmal in Besitz genommene Land ging wieder verloren. Sie mussten sich ihr Eigentum zurück erobern (Josua 19, 47).

Die Fortschritte in unserer Entwicklung als Christ stellen keine selbstverständliche Dauereinrichtung in unserem Leben dar. Denn wir machen leider auch Rückschritte im Glauben und müssen manchmal verlorenen Boden wieder zurück erobern. „Erweckung“ bedeutet, dass etwas Verlorenes wieder neu entdeckt und bewusst in Anspruch genommen wird. Wo hast Du Boden verloren und solltest wieder neu Anlauf nehmen?

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Jesaja 8: Stiller See oder reißender Fluss?

Jesaja zeichnet ein gegensätzliches Bild, indem er von dem „still fließenden Wasser“ und einem „reißenden Strom“ spricht (Jesaja 8, 6-7).

Das ruhig fließende Wasser ist eine Charakterisierung des sanften und leisen, leicht zu überhörenden Reden Gottes, das auch leicht als Schwäche ausgelegt werden kann.

Der reißende Fluss, der über die Ufer tritt und Überschwemmungen verursacht, ist eine Metapher für das Gericht, das die Menschen trifft, die das stille Wasser ignorieren.

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Apostelgeschichte 8, 14-40: Die ersten Heiden kommen zum Glauben

„… er zog aber seine Straße fröhlich.“ Apg. 8,39

Der Diakon Philippus war seiner Begabung nach zutiefst Evangelist. Zwei gegensätzliche Beispiele dazu bringt dieses Kapitel 8: Der Zauberer Simon und der Finanzminister aus Äthiopien. Beide Male wurde ein Heide „gläubig“ und ließ sich taufen. Bei dem Zauberer aber offenbaren sich geldgierige Motive, bei dem Finanzminister aufrichtige Freude.

Zwei Berichte, die zeigen,

  • dass das Evangelium bisherige Grenzen (Judentum in Jerusalem) durchbricht
  • in ganz andere Kulturen eindringt
  • sehr unterschiedlich aufgenommen wird
  • der Geist Gottes wunderbar Regie führt.

Auch heute durchbricht der Geist Gottes Grenzen und Strukturen und führt manchmal wundersam zu Menschen, die unterschiedlich reagieren…

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Josua 18: Lebst Du unter Deinen Verhältnissen?

Immer wieder ist in der Berichterstattung der Medien die Rede von Personen, die in großer Armut lebten und starben, obwohl nach ihrem Tode bei ihnen ein beträchtliches Vermögen sicher gestellt werden konnte, das ihnen ein komfortables Leben ermöglicht hätte. Die Gründe für diese sonderbare geizige Zurückhaltung lassen sich in der Regel nicht mehr herausfinden. Es ist nur klar, dass diese Menschen weit unter ihren Verhältnissen lebten und ihre Möglichkeiten nicht ausschöpften.

Josua fordert seine Volksgenossen in Josua 18 auf, dass sie nicht nachlässig umgehen sollen mit den Zusagen, die Gott seinem Volk gegeben hat: Josua 18, 3. Seiner Meinung nach verging viel zu viel kostbare Zeit, bis sich die Israeliten auf die Möglichkeiten einließen, die ihnen durch die Verheißungen Gottes zur Verfügung standen.

Nimmst Du die Verheißungen Gottes für Dich in Anspruch oder lässt Du seine Angebot ungenutzt?

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