Permalink

5Mose 32: Honig saugen!

Von Claus Harms soll die Feststellung stammen: „Die herrschende Kirchenleere kommt von der herrschenden Kirchenlehre.“ – Das Lied Moses in 5Mose 32 war „kein leeres Wort“ (5Mose 32, 47). Es verfolgt eine ganz bestimmte und bereits in 5Mose 31, 21 angekündigte Zielsetzung. Trotz der Beratungsresistenz seines Volkes (5Mose 32, 28) und trotz des sich daraus ergebenden Auf und Ab, bringt Gott seine Leute zum Ziel und wird am Ende als der Einzige und der Entscheidende da stehen (5Mose 32, 39). Dieser Überblick über die Geschichte Gottes mit Israel ist ein „Fels, aus dem man Honig saugen kann“ (5Mose 32, 13). Guten Appetit!

Permalink

Sprüche 29: Unbestechlich oder unbelehrbar?

Wir sprechen anerkennend von Menschen, die eine feste Meinung haben und diese auch gegen Widerstand vertreten und festhalten. Dieses Stehvermögen ist allerdings etwas anderes als die im Buch der Sprüche erwähnte „Halsstarrigkeit“ (Sprüche 29, 1).

Wenn „gegen alle Warnungen“, die möglicherweise begründet und berechtigt sind, an einer Sache festgehalten wird, dann kann das auch eine sturköpfige Beratungsresistenz, die sich sehr schädlich auswirken wird.

In vielen Punkten des Lebens sind wir vielleicht gefährdet, uns sehr leichtfüßig und leichtfertig anzupassen und „mit den Wölfen zu heulen“. Deswegen ist eine feste Überzeugung gut. Andererseits ist nicht jeder, der „bis zu letzten Patrone kämpft“, ein Anwalt der gerechten und guten Sache.

Wir können irren und benötigen darum die Beratung durch andere. Weil es Gott im Buch der Sprüche für uns um den Zugewinn von Weisheit geht, wird uns darin immer wieder empfohlen, nicht isoliert von anderen einen Standpunkt zu entwickeln, sondern sich durch möglichst viele gute Ratgeber ergänzen zu lassen: Sprüche 11, 14; Sprüche 15, 22; Sprüche 24, 6.

Permalink

Lukas 24, 1-35: Erinnere Dich!

„Da erinnerten sie sich an seine Worte.“ Lk. 24,8

Lukas betont in seinen Auferstehungsberichten, wie sich die Jünger erinnern sollten – Jesus hatte alles angekündigt und sie eigentlich vorbereitet – auf das Unfassbare. Die Engel erinnern die Frauen an Jesu Worte (V. 6). Die Erinnerung an Jesu Ankündigungen macht sie zu Botschaftern (V. 8). Die Emmausjünger erinnern sich an Jesu Lehre, als er unvermittelt zu ihnen auf den Weg tritt und ihnen das AT auslegt (V. 27).

Erinnere Dich an Gottesstunden in Deinem Leben, an Begegnungen mit Jesus in seinem Wort. Der Auferstandene ist mitten unter uns und macht uns mutig und sprachfähig.

Permalink

5Mose 31: Riskanter Leitungswechsel?

Mose kann und darf nicht mehr Leiter sein (5Mose 31, 2). Josua muss diese Aufgabe übernehmen (5Mose 31, 3). So etwas ist in jeder Nation, in jedem Unternehmen und in jeder Gemeinde ein sehr sensibler Vorgang. Vor allem dann, wenn – wie in 5Mose 31 – vorhersehbar ist, dass das Volk sich in Zukunft gegen Gottes Willen und Herrschaft auflehnen wird.

Gerade in dieser Situation wird das Risiko eines Leiterwechsels relativiert durch die im Textverlauf öfters hervorgehobene Zusage, dass „Gott selbst“ vor Israel herzieht (5Mose 31, 8). Bei Moses Abschied geht nicht der Lotse von Bord, sondern es gibt nur einen von vielen Wachwechseln auf der Kommandobrücke. Menschen kommen und gehen, aber Gott bleibt immer auf seinem Posten.

Permalink

Sprüche 28: Karussellfahrt auf dem sinkenden Schiff

Häufige Abwechslungen bei den Mahlzeiten mögen angenehm sein. Aber bei der Besetzung von Leitungspositionen ist ein ständiges „Bäumchen-wechsel-dich-Spiel“ sehr schädlich. Ein häufiger und in kurzfristigen Abständen erfolgender Wechsel in der Regierung eines Landes, in der Leitung einer Organisation oder einer Gemeinde, muss nicht unbedingt Indiz für die fehlende Kompetenz der Leiter sein. Ein solches „Leitungskarussell“ und unfreiwilliges Rotationsprinzip kann auch ein Ausdruck davon sein, dass diese soziale Gruppe sich eigentlich nicht leiten lassen will (Sprüche 28, 2).

Wenn sich eine Gemeinschaft von ihren Leitern nichts mehr sagen und vorgeben lässt, ist sie nicht mehr steuerbar. Und ein nicht steuerbares Schiff wird der Meuterei ausgeliefert sein oder von feindlichen Schiffen geentert oder es wird den Schiffbruch erleiden. Es ist auf jedem Fall dem Untergang geweiht (Sprüche 11, 14).

Diese Gefahr besteht in vielen Nationen, Unternehmen und auch Gemeinden. Darum können wir beten für „verständige und vernünftige“ Menschen in unseren Regierungen und Institutionen, denen es gelingt dafür einzutreten, dass „das Rechte Bestand gewinnt“.

Permalink

Johannes 21: Eine letzte Lektion

„Es ist der Herr!“ Joh. 21,7

Zwischen „Ostern“ und der „Himmelfahrt“ Jesu zeigte sich Jesus den Jüngern verschiedene Male. Johannes greift die für ihn Wichtigsten heraus – vieles andere lässt er aus (Kap. 20,30 und Kap. 21,25). Die Begegnung mit den Jüngern am See nach einem erfolglosen Fischfang war für sie sehr wichtig. Sie zeigt Jesu Fürsorge und wie er sie nach Versagen in der Vergangenheit wieder einsetzt und in ihrer Berufung bestätigt. Es lag ja nun ein großer Auftrag vor ihnen: Die Geschichte Jesu zu erzählen und besonders seine Kreuzigung und Auferstehung. Jesus macht ihre Berufung fest. Dazu gehört vor allen Dingen: Liebe zu Jesus (V. 16).

Permalink

5Mose 29-30: Beginne mit dem, was Du verstehst!

Gott ringt um das Verständnis der Menschen (5Mose 29), um ihnen Leben zu ermöglichen (5Mose 30). Dabei kommt es manchmal zu deprimierenden Ergebnissen: Die Menschen haben auf ihrem Weg mit Gott viel gesehen, gewaltige Erlebnisse und Erfahrungen von Wundern gemacht (5Mose 29, 1-2). Trotzdem fehlt ihnen das Verständnis für Gottes Absichten, seine Möglichkeiten und seine Vorgehensweise (5Mose 29, 3).

Unser Unverständnis kann seine Ursache darin haben, dass wir uns zu stark bei den Dingen aufhalten, die verborgen und für uns Menschen nicht nachvollziehbar sind (5Mose 29, 28). Wir sollen uns aber in erster Linie an dem orientieren, was eindeutig und verständlich ist. Die Vorwärtsbewegung in unserem Erkenntnisprozess vollzieht sich darum vom Hellen zum Dunkeln, vom Klaren zum Unklaren. Die eindeutigen und unmissverständlichen Aussagen der Bibel sind aussagekräftig genug, um uns Gewissheiten zu vermitteln und den Glauben zu stärken. Den uneinsehbaren und verborgenen Rest können wir getrost Gott überlassen.

Permalink

Sprüche 27: Wir brauchen Scharfmacher!

Kiesel haben weiche Formen, sind handlich und glatt. Messer sind scharf, spitz und gefährlich.

Kiesel erhalten ihre Form dadurch, dass sie in einem großen Kieselbett bewegt werden. Von einer Welle oder einem Gletscher getrieben. Dabei reiben sie sich aneinander ab, werden abgeschliffen und „rund gemacht“, sie verlieren ihre Spitzen und Ecken und Kanten, stumpfen ab und werden weich und bequem im Umgang…

Zwei Messer, die sich gegenseitig wetzen, sind zwei unterschiedliche Werkzeuge, die sich bearbeiten. Dabei werden sie aber so aneinander eingesetzt, dass sie sich nicht gleichmachen und vollkommen anpassen. Sie bleiben in ihrer Andersartigkeit erhalten und fördern sich gegenseitig: „Ein Messer wetzt das andere und ein Mann den andern.“ (Sprüche 27, 17)

Wie wirken sich Deine zwischenmenschlichen Beziehungen auf Deine Persönlichkeit aus? Wirst Du „rund gemacht“ und angepasst? Oder wirst Du in Deiner speziellen Eigenschaft und Begabung so „scharf gemacht“, so dass Du „spitze“ bist?

Permalink

Johannes 20, 19-31: Begegnung mit dem Auferstandenen führt zur Anbetung

„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ Joh. 20,29

Im Auferstehungskapitel legt Johannes klar die Absicht seines Evangeliums offen: „…damit ihr glaubt…“ (V. 31). Erst die Begegnung mit dem Auferstandenen überwindet den so sehr menschlichen Unglauben der Jünger. Jesu Gegenwart macht die Jünger froh (V. 20). Das Zeugnis der Maria ist ganz wichtig, reicht aber nicht aus. Alle Angst und Verzweiflung fällt von ihnen erst ab, als sie Jesus sehen, hören, erleben. Thomas muss ihn fühlen (V. 27). Begegnung mit dem Auferstandenen führt zur Anbetung (V. 28).

Millionen Christen durch die Geschichte haben Jesus nicht gesehen und betastet, aber den Berichten der Jünger geglaubt und sind Jesus im Glauben begegnet. Auch im Blick auf diese sagt Jesus: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

Permalink

5Mose 28: Das macht Dich wahnsinnig!

Der Gesundheitsminister weist auf jeder Zigarettenpackung darauf hin, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet und tödlich sein kann. Aber diese „dicken Geschütze“ im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Nikotinkonsum verhindern nicht, dass Menschen rauchen.

Sehr umfassend, drastisch und mit kräftigen Akzenten werden die Folgen des Ungehorsams in 5Mose 28 vor Augen gestellt. Es ist auch vom Segen die Rede, aber vor allem in der Beschreibung des Fluchs wird nichts ausgelassen.

Diese dramatische Darstellung ist veranlasst von dem großen Ernst und von Gottes Sorge um das Schicksal der Menschen. Gott möchte nicht in die Angst und in den Wahnsinn (5Mose 28, 34) treiben, sondern er möchte davor bewahren.

Aber trotz des eindringlichen Bemühens um Vermeidung dieser möglichen Konsequenzen der Loslösung von Gott, trägt dieses lange Kapitel bereits den Charakter einer Ankündigung und nicht mehr den einer Warnung. Es lässt sich nicht verhindern. Unser Überleben ist nur möglich durch Vergebung.

Seite 1 von 5212345...102030...Letzte »