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3Mose 26: Entweder oder!?

Gott stellt sein Volk in 3Mose 26 vor zwei Möglichkeiten. Vor die Wahl zwischen Segen und Fluch. Seinen Segen und seine Hilfe sagt er dann zu, wenn Israel ihm gegenüber gehorsam ist. Den Fluch muss Israel fürchten, wenn es Gott untreu wird.

Diese beiden unterschiedlichen Schicksale werden in vielen Bildern ausgedrückt. Eine von vielen unmittelbaren Auswirkungen des Segens besteht darin, dass Gottes Leute mutig sind, d. h. auch gegenüber einer Übermacht von Gegnern bestehen (3Mose 26, 8) und „aufrecht einhergehen“ kann (3Mose 26, 13). Im Gegensatz dazu werden wir in der Abwendung von Gott eine grundlose Angst kennenlernen (3Mose 26, 17), die unser ganzes Leben prägen kann (3Mose 26, 36-37). Entweder Gottesfurcht oder Heidenangst!

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Psalm 87-88: Schmutzig, leer und ausgestreckt!

Seit vielen Jahren hängt neben meinem Bett ein Foto, auf dem zwei dreckige und leere Hände abgebildet sind, die sich dem Betrachter entgegenstrecken. In diesem Bild finde ich eine für mich öfter eintretende Lebenssituation ausgedrückt: Nach einem langen Tag sind meine Hände dreckig, weil ich schuldig geworden bin und an vielen Stellen versagt habe. Außerdem sind meine Hände leer, denn ich kann trotz aller aufrichtigen Anstrengungen und trotz mancher Tricksereien keine Ergebnisse vorweisen. Ich bin einfach nur „ein Mensch der keine Kraft mehr hat“ (Psalm 88, 5), der aber genau in dieser Situation zu Gott geht. Beten bedeutet, dass ich meine leeren und schmutzigen Hände nach Gott ausstrecke (Psalm 88, 10)

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Lukas 14, 15-35: Profilscharf!

„Ich habe einen Acker gekauft – bitte entschuldige mich.“ Lk. 14,18

Jesus war bei einem reichen Pharisäer zum Essen eingeladen (V. 1). Die Pharisäer waren nicht nur aus Glaubensgründen exklusiv für sich, sondern setzten sich auch durch Vermögen von den Armen im Volk ab. Auf diese Spannung wies Jesus schon im vorgen Abschnitt hin (V. 12-14). Bei einem erhabenen Pharisäergastmahl ließ es sich in solch einer Runde gut Reden vom Festmahl im zukünftigen Reich Gottes…

Hier legt Jesus nochmals nach durch ein Gleichnis vom großen Gastmahl (V. 16-24) – als Bild für das Reich Gottes. Dort hinein kommen Menschen, die sich einladen lassen, obwohl sie nichts vergelten können. Das gab den Pharisäern zu denken.

Im nächsten Abschnitt wendet sich Jesus gegen viele Mitläufer aus dem Volk und erklärt 3 Mal, wer nicht sein Jünger sein kann… (V. 26.27.33). Das war profilscharf…

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3Mose 25: Gesellschaftsreform

Mit der Anordnung des alle 7 Jahre eintretenden Sabbatjahres und des alle 50 Jahre eintretenden Erlassjahres in 3Mose 25 überträgt Gott den Grundsatz einer regelmäßig wiederkehrenden Ruheperiode auf das ganze Land und die gesamte Gesellschaft in Israel. Das Land soll im Sabbatjahr unbestellt bleiben und sich regenerieren können. Das Erlassjahr diente darüber hinaus dazu, dass verpfändetes Land und Gut wieder in den Besitz des ursprünglichen Eigentümers zurück ging, dass Schuldsklaven ihre Freiheit erlangten und dass auf eine bestimmte Art und Weise die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in der israelitischen Gesellschaft alle 50 Jahre auf einen normativen Ausgangspunkt zurückgestuft wurden. Es ist unsicher, ob Israel diese Anweisung jemals vollständig umgesetzt hat. Aber es ist klar, dass dieses Muster eine großartige Vorlage für eine periodische Gesellschaftsreform darstellt.

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Psalm 85-86: Gebet eines Wissensdurstigen

Von John Hyatt (1660) stammt der Satz: „Über nichts sind wir so unwissend wie über unsere Unwissenheit!“. Ganz anders David in Psalm 86. Er wusste um seine Ahnungslosigkeit und um seine eingeschränkte Sichtweise. Darum betet er: „Weise mir deinen Weg, Herr! Ich möchte in Treue zu dir mein Leben führen. Richte mein Herz auf eines aus: deinem Namen in Ehrfurcht zu begegnen.“ (V. 11)

Wer so betet, der drückt damit die Überzeugung aus, dass Gott einen Plan für unser Leben hat. Und darüber hinaus setzt der Beter voraus, das wir mit Gottes direkter Führung rechnen können, weil Gott sowohl in der Lage als auch selbst interessiert daran ist, uns diesen Plan mitzuteilen. Unser Glaube ist nicht nur ein philosophisches System, sondern die Beziehung zu dem lebendigen Gott, der sich uns zu verstehen geben will. Darum lohnen sich wissensdurstige Gebete!

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Lukas 14, 1-14: Hochnotpeinlich…

„Wer ist unter euch, dem sein Sohn oder sein Ochse in den Brunnen fällt, und der ihn nicht alsbald herauszieht, auch am Sabbat?“ Lk. 14,5

Jesus war häufig zu Gast eingeladen. Als Gast belehrt man nicht den Gastgeber oder die Gäste. Jesus aber wurde „belauert“, er war nicht gastfreundlich eingeladen. So nahm er die Herausforderung an und versuchte, das Herz des Gastgebers und der Gäste zu gewinnen. Sie aber wollten ihm nicht Recht geben, obwohl seine Beispiele überhaupt keinen anderen menschlichen und logischen Schluss zuliessen. Sie schwiegen lieber hochnotpeinlich (V. 6). Jesus deckt ihre Motive auf – nicht, um sie zu beschämen, sondern um sie zur Umkehr zu bewegen.

Jesus deckt auch unsere Motive auf, wenn wir ihn durch sein Wort in unser Herz schauen lassen. Das ist sehr hilfreich

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3Mose 24: Entlastet!

In einer bestimmten Situation (3Mose 24) wird Gott von dem Volk Israel um eine klare Beurteilung einer Straftat gebeten (3Mose 24, 12). Gottes Mitteilung ist eindeutig: „Wer seinem Gott flucht, der soll seine Schuld tragen!“ (V. 15). Das Erschreckende an dieser Beurteilung ist nicht nur die irdische Strafe, sondern die ewige Konsequenz. Aus diesem Grunde sind David seine Schulden zu schwer geworden (Psalm 38, 5). Kein Mensch kann die Last seiner Schuld tragen. Deswegen bin ich dankbar für die positive Schlussfolgerung aus dieser Wahrheit: „Wer seinem Gott vertraut, der muss seine Schuld nicht tragen!“, weil sie ein anderer getragen hat (Jesaja 53, 4-5).

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Psalm 83-84: Mit Haut und Haaren glauben

Da ist jemand endlich nach Hause gekommen, weiß sich gut aufgehoben und fühlt sich darum rundum wohl. In Psalm 84 geht es um die Ganzheitlichkeit des Glaubens. Christliche Frömmigkeit ist nicht nur eine innere und lediglich intellektuelle Einstellung, sondern sie erfasst den ganzen Menschen nach Leib und Geist. Es geht um leidenschaftliche Spiritualität, die alle Bereiche unseres Menschseins berührt und sich auf allen Ebenen unseres vielfältigen irdischen Lebens ausdrückt: „Ich sehne mich von ganzem Herzen, ja, ich verzehre mich vor Verlangen nach den Vorhöfen am Heiligtum des Herrn. Mit Leib und Seele juble ich dem lebendigen Gott zu.“ (V. 3)

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Lukas 13, 22-35: Welch ein Schmerz!

„… wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen…“ Lk. 13,34

Wer kommt ins Reich Gottes? In diesen Versen zeigt Jesus (für ihn selbst sicher sehr schmerzlich) auf, dass viele, die Gottes Offenbarungen seit Abraham hatten – es verpassen, oder zuletzt kommen – Erste, die Letzte sein werden. (V. 29-30). Hingegen viele Nichtjuden (aus allen Himmelsrichtungen) dabei sein werden – Letzte, die Erste sein werden.

Mit leichter Ironie weist er darauf hin, dass alle Propheten ja in Jerusalem sterben (umkommen) müssen (V. 33) und er noch nicht in Jerusalem angekommen sei. Aber er ist auf dem Wege dorthin… Jesus klagt über die Verstocktheit Israels und Jerusalems – er kennt seinen Weg und das Ende der Heilsgeschichte (V. 35)!

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3Mose 23: Feiern auf Befehl?

3Mose 23 beinhaltet eine ziemlich umfassende Darstellung des israelitischen Festkalenders. Neben den ganz persönlichen Anlässen für Opfer und Anbetung gab es auch nationale und allgemein verbindlich festgesetzte Feste.

Die Anbetung Gottes blieb also nicht der eigenen Lust und Laune überlassen, sondern es gab klare Vorgaben, dass zu bestimmten Zeiten bestimmte Feste stattfinden sollten, bei denen die Menschen „fröhlich sind vor dem Herrn, ihrem Gott“ (V. 40)!

Diese Anordnung zum Feiern diente einmal zur Erholung, denn alle Feste waren verbunden mit einer Befreiung von der Arbeit. Zum anderen verfolgten die Feiern den Zweck, in regelmäßigen Abständen an Gottes Taten zu erinnern und damit die Gottesbeziehung zu beleben und das Vertrauen in diesen gleichbleibenden Gott zu stärken.

In ähnlicher Weise kann uns heute die festgelegte Ordnung des Kirchenjahres die wesentlichen Fakten des Glaubens (z. B. Tod und Auferstehung von Jesus Christus) wieder neu in Erinnerung rufen und damit Orientierung und Impulse für unser Glaubensleben geben.

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