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2Mose 35: Frei und willig!

Bei der erneuten Beschreibung der Errichtung der Stiftshütte wird in 2Mose 35 noch mal darauf hingewiesen, dass Gott dafür um die materielle Unterstützung aus dem Volk bittet. Aber es wird in diesem Zusammenhang immer wieder gesagt, dass diese Opfer nicht durch Druck erzwungen, sondern „gern und freiwillig“ (2Mose 35, 21) geleistet werden sollen. Entscheidend ist nicht der Umfang der erbrachten Leistung, sondern ob das, was ich für Gott tue und gebe, aus einem echten Antrieb des Herzens erfolgt (2Mose 35, 29).

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Psalm 40: Verinnerlicht, aber nicht versteckt.

Psalm 40 ist ein Jubelsong, weil ein Mensch aus dem Dreck gezogen wurde und nun festen Boden unter den Füßen hat (Psalm 40, 3).

Die Umschreibung der Mengenverhältnisse in diesem Gebet ist interessant: Der unüberblickbaren Zahl menschlicher Sünden (Psalm 40, 13) hat Gott die unfassbare Zahl seiner Wunder und Gedanken gegenübergestellt (Psalm 40, 6).

Diese Gedanken hat David in sein Herz aufgenommen (Psalm 40, 9). Aber sie bleiben nicht in ihm verborgen (Psalm 40, 11), sondern alles muss raus und unter die Leute (Psalm 40, 10).

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2Mose 34: Wer ist denn da eifersüchtig?

Gott schließt einen Bund mit Israel und gibt Verheißungen (2Mose 34, 10-11). Aber er beansprucht auch eine exklusive Beziehung (2Mose 34, 12-16). Damit Gott in unserem Leben seinen Segen entfalten kann, ist es erforderlich, dass wir ihm Ausschließlichkeit einräumen und nur ihn als Gott behandeln. Gott könnte es gleichgültig sein, ob wir seinen Absolutheitsanspruch anerkennen oder nicht, denn er genügt sich selbst. Aber Gottes Eifersucht (2Mose 34, 14) zeigt seine Leidenschaft für uns: „Wir sind Gott seinen Zorn wert!“ (Martin Kähler).

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Psalm 39: Kurz, aber von ewiger Bedeutung.

Unser Leben ist kurz und angefüllt mit viel vergeblicher Unruhe und der Ertrag unserer Anstrengungen ist vollkommen ungewiss. Das ist die eine Wirklichkeit des Menschen als „Gast und Fremdling“ in der Welt, die der Psalm 39 herausstellt.

Aber unser Leben hat nicht nur ein zeitliches Ende, sondern auch ein ewiges Ziel. Angesichts der begrenzten und zerbrechlichen Existenz des Menschen will David mit Gottes Hilfe diese bleibende Lebenswirklichkeit ins Auge fassen: „Herr lehre mich doch, dass es ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat.“ (Psalm 39, 5).

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Matthäus 14, 1-21: Nicht zu stoppen!

„Als Jesus das hörte, entwich er in eine einsame Gegend allein.“ Mt. 14,13

In der Geschichte von der Enthauptung Johannes des Täufers und der Speisung der 5000 berichtet Matthäus noch zwei kleine Besonderheiten:

  • Er erwähnt, dass Jesus allein in eine einsame Gegend entwich, als er vom Tod Johannes des Täufers hörte. Er trauerte um seinen Freund. Er hatte ihn angekündigt, bei ihm hatte er sich taufen lassen, mit ihm hatte sein Dienst begonnen, er hatte die gleiche Botschaft wie er: Das Reich Gottes kommt! Er hatte ihm den Mut im Gefängnis gestärkt und sich als Messias bestätigt. Jesus wusste, es wird ihm ähnlich ergehen…
  • Aber er hatte keine Zeit zu trauern, die Menschen liefen ihm in Scharen nach. 5.000 werden bei ihm gespeist. Matthäus erwähnt, dass das nur die Zahl der Männer war, ohne Frauen und Kinder. Alle zusammen waren es vielleicht 8.000 oder 10.000!

Das Reich Gottes wächst. Zwar geht es auch immer durch Ablehnung und Verfolgung, aber es ist letztlich nicht zu stoppen.

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2Mose 33: Zunehmender Hunger nach Gott

Das Volk Israel ist nach seinem Aufstand in eine größere Distanz zu Gott geraten. Moses Gemeinschaft mit Gott dagegen wird immer enger und intensiver. An kaum einer Stelle der Bibel wird die Beziehung zwischen Mose und Gott so innig beschrieben wie in 2Mose 33. Aber obwohl Mose bereits in einem Ausnahmeverhältnis mit Gott lebt (2Mose 33, 11), sehnt er sich nach einer immer tieferen und umfassenderen Einbeziehung in die Gegenwart und Gedankenwelt Gottes (2Mose 33, 13). Echte Liebe steigert sich und wächst immer weiter.

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Psalm 38: Der schwere, aber gute Weg zurück.

David leidet unter der Last seiner Schuld und zählt in Psalm 38 die noch bestehenden Begleiterscheinungen der Sünde auf. Gleichzeitig weiß er sich in diesem Zustand des selbst verschuldeten Schmerzes von Gott zutiefst verstanden: „Herr, du kennst all mein Begehren und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.“ (Psalm 38, 10). Die Rückkehr von einem Irrweg fällt schwer, aber es ist trotzdem ein sehr befriedigendes Nachhausekommen.

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Matthäus 13, 31-58: Voller Hörsaal!

„Habt ihr das alles verstanden?“ Mt. 13,51

„Ohne Gleichnisse redete er nichts zu ihnen“ (V. 34): Weizen, Senfkorn, Sauerteig, Perlen, Fische – Jesus gewann das Interesse und Verständnis der Menschen durch Bilder aus ihrem Alltag. Er erzählte ständig vom Reich Gottes, von der Herrschaft Gottes unter uns Menschen. Gott gewinnt seine Menschen zurück! Selbst die ablehnenden Schriftgelehrten können Jünger des Himmelreichs werden, wenn sie sich zu Jesus wenden und dann aus den Prinzipien des alten und neuen Bundes lernen und lehren (V. 52). Dabei erklärte Jesus nicht alles aus. Die Zuhörer waren herausgefordert selber nachzudenken und Fragen zu stellen. Jesus war ein guter Lehrer – was nicht bedeutete, dass ihn alle anerkannten! (V. 53-58).

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2Mose 32: Ein schlechter und ein guter Leiter

Zwei sehr verschiedene Leitungspersönlichkeiten werden uns in 2Mose 32 vor Augen gestellt.

Als sich das Volk Israel gegen Aaron stellt (2Mose 32, 1), gibt dieser dem öffentlichen Druck nach und bedient die Vorstellungen des Volkes (2Mose 32, 5). Obwohl er ganz genau weiß, dass das Aufbegehren des Volkes Israel falsch ist (2Mose 32, 22). Für Aaron stehen ganz klar seine eigenen Interessen im Vordergrund.

Mose erhält von Gott das Angebot, sich auf Kosten des Volkes Israel zum Stammvater und Ausgangspunkt einer neuen Heilsgeschichte machen zu lassen (2Mose 32, 10). Aber Mose verzichtet auf diesen interessanten Karrieresprung und identifiziert sich ganz mit dem Schicksal des Volkes Israel (2Mose 32, 32). Indem er im Gebet für die Interessen des Volkes eintritt, erinnert er Gott daran, dass es ihm dabei gleichzeitig auch um die Aufrechterhaltung der göttlichen Interessen geht (2Mose 32, 12-13). Das ist geistliche Leitung.

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Psalm 37: Frech oder Fromm?

Es gibt so viele verständliche und nachvollziehbare Anlässe, um sich über Ungerechtigkeiten aufzuregen. Aber mindestens 6mal entdecken wir in Psalm 37 die Aufforderung zur Zurückhaltung, wenn uns der Zorn darüber packt. Die Ungerechtigkeit scheint zwar zu triumphieren und der brutale Gottlose macht sich breit. Aber „zuletzt“ (Psalm 37, 37) wird nicht die Frechheit siegen, sondern die Frömmigkeit (= Verbundenheit mit Gott), weil Gott es für seine Leute gut machen wird (Psalm 37, 5).

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