Permalink

2. Chronik 22-23: Das kurze Leben eines Drachen

Wenn eine Frau den Titel „Drachen“ verdient, dann war es Atalja, deren Leben in 2. Chronik 22 und 23 im Zeitraffer beschrieben wird.

Sie stiftete ihren eigenen Sohn zur Gottlosigkeit an. Und als er starb, verfolgte und vernichtete sie alle königlichen Nachkommen, um sich die Macht anzueignen. Erst 6 Jahre danach gelang es einem mutigen Mann, das Volk zu einer entschlossen Auflehnung gegen diese unberechtigte Thronbesteigung zu veranlassen und wieder einen Nachkommen Davids zum König zu machen.

Permalink

Hosea 9-10: „Wie der Acker so das Rübchen…“

„…Wie der Bauer so das Bübchen. Wie die Mutter so die Schwester. Oder eher etwas schlechter.“

Wo Du pflügst und säst. Wie Du gießt und pflegst. Auf welche Weise Du die Frucht ernten willst… Alles das entscheidet über das Ergebnis der Gartenarbeit

Genau diese Kriterien gilt es auch zu beachten, wenn wir uns fragen, wie wir den Garten unseres eigenen Herzens und Lebens zu bearbeiten haben (Hosea 10, 12-13).

Permalink

Hebräer 13: Jemand, der dich rüttelt, weil er dich liebt!

„..es ist ein köstliches Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade..“ Hebr. 13,9

Ähnlich wie Paulus macht es der Hebräerbriefschreiber (- und vielleicht ist es Paulus?): Im Schlusskapitel (Kap. 13) reiht er noch einige praktische, ethische und abschließende Bemerkungen an – sehr hilfreich zu lesen!

  • Bruderliebe
  • Gastfreundschaft
  • Reinheit der Ehe
  • Genügsamkeit
  • Achtung der Lehrer
  • Festigung durch Gnade
  • Trennung vom Jerusalemer Tempeldienst
  • Opferbereitschaft
  • Fürbitte, Segen und Grüße

Interessant ist auch die Bemerkung, dass sie die ermahnenden Worte dem Schreiber zu Gute halten sollen (V. 22). Manchmal brauchen wir jemanden, der uns rüttelt – weil er uns liebt!

Permalink

2. Chronik 21: Machtmissbrauch

Es ist in der Geschichte immer vorgekommen, dass ein neuer Herrscher, dessen Regierung noch im Wanken war, durch eine Beseitigung jedes Konkurrenten klare und „sichere“ Verhältnisse herbeiführte. Das ist zwar schlimm und brutal, aber war und ist bedauerlicherweise oft das Kennzeichen von Übergangszeiten.

Doch was sollen wir von König Joram halten? Er hatte seine Position bereits gesichert und ist unangefochtener Herrscher über den Staat Juda. Nun könnte er sich ganz entspannt und gelassen um seine Regierungsgeschäfte kümmern. Stattdessen benutzt er die Machtstellung, die er hat, um alle seine Brüder umbringen zu lassen (2. Chronik 21, 4). Bei ihm war Brutalität nicht nur das Mittel, um die damit erlangte Machtstellung dann aber – wie viele Despoten behaupten – zum Wohl der Allgemeinheit zu gebrauchen. Sondern für Joram war das rücksichtslose Ausleben von Brutalität und Hass die Folge und konsequente Ausnutzung seiner Machtstellung. Das ist eine Haltung, die alles andere an Bosheit im Leben von Joram übertrumpft.

Permalink

Hosea 7-8: Brüter

Die beiden Kapitel Hosea 7 und 8 sind voller markanter Sätze und Bilder.

Besonders auffallend ist der Vergleich Israels mit einem Backofen, der glüht und brutzelt und lichterloh brennt, aber nichts Gutes hervorbringt (Hosea 7, 4-8).

Mit großer Intensität sind die Menschen am Leben beteiligt. Aber was ist es, was sie so erhitzt und zu glühender Leidenschaft veranlasst? Was wird in unserem Leben ausgebrütet?

Permalink

Hebräer 12: Christen ermutigen und ermahnen…

„… richtet die müden Knie auf und tut gewisse Schritte…“ Hebr. 12,12-13

Die Hebräer haben eine riesige, alttestamentliche „Wolke von Zeugen“ (Kap. 11) für den wahren Glauben um sich (Kap. 12) – nicht als mystische Gegenwart der Verstorbenen, sondern als Erinnerung an ihre Heilsgeschichte! Vor allem aber sollten sie aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender ihres Glaubens (V. 2). Er ist nicht nur Anfänger und Vollender des Heils, sondern auch ein Vorbild im Leiden.

Leiden sind ein Erziehungsmittel Gottes und geradezu ein starker Erweis für die Gotteskindschaft der zweifelnden Hebräer. Deshalb sollten sie ihre zitternden Knie aufrichten und feste Schritte tun (V. 12). Der Schreiber erinnert sie, dass sie nicht, wie Israel in der Wüste am Sinai, erschraken, sondern dass sie zu dem himmlischen Jerusalem gehören, zur Gemeinde Gottes und zu Jesus, der sein Leben für sie gegeben hat.

Permalink

2. Chronik 20: Aus der Schwachheit zur Kraft!

Aus der Schwachheit zu Kräften kommt man nicht (Hebr. 11, 34), indem man seine Schwachheit verheimlicht. Joschafat, der Leiter des Volkes, vertuscht nicht seine Ohnmacht angesichts einer großen Krise (2. Chronik 20, 12), sondern nimmt das ganze Volk in die Pflicht (2. Chronik 20, 3-4) samt den Alten, Frauen und Kindern (2. Chronik 20, 13) und treibt sie in das Gebet.

Und der endgültige Anfang vom Ende der Feinde begann mit dem Moment, als die furchtsame und kraftlose Truppe um Joschafat anfing zu danken für das, was Gott tun wollte (2. Chronik 20, 22).

Permalink

Hosea 5-6: Frommer Morgennebel

Einerseits findet sich in Hosea 6, 1-3 einer der schönsten und zutraulichsten Entschlüsse zur Umkehr zu Gott, mit der alle Entfremdung von Gott und das drohende Gericht (Hosea 5) abgewendet werden könnte.

Andererseits ist diese vertrauensvolle Hinwendung zu Gott so flüchtig wie der Morgendunst (Hosea 6, 4), der am Anfang des Tages über der ganzen Landschaft hängt und alles dominiert, aber sich sehr schnell auflöst und verschwindet.

Permalink

Hebräer 11: Ermutigende Vorbilder

„Diese alle haben durch den Glauben das Zeugnis Gottes empfangen…“ Hebr. 11,39

Kapitel 11 ist das große Illustrationskapitel. In Vers 1 gibt der Schreiber eine sehr gute Definition von christlichem Glauben und in den folgenden Versen 2 bis 40 kommt ein Vorbild des Glaubens nach dem anderen aus Israels Heilsgeschichte. Von Abel über Abraham, Mose und David zeigt der Schreiber, wie alle Väter und Mütter Israels, die Gott treu blieben, geglaubt hatten. Und die Hebräer hatten noch mehr – Jesus.

Vorbilder sind etwas ungemein Ermutigendes. Wir haben sie in der Bibel – und hoffentlich auch in unserem Alltag!

Permalink

2. Chronik 19: Richter vor dem Richter

Der König Joschafat reformiert das Rechtswesen in seinem Land. Aus diesem Grunde ordnet er die Verfahrenswege durch die Instanzen, die Zuständigkeiten und die Zusammensetzung der Entscheidungsgremien.

Vor allem aber betont er die Prinzipien, nach denen Recht gesprochen werden soll, z. B. die Ablehnung von Korruption und Bestechlichkeit. Um das wirklich zu erreichen, ist die innere persönliche Haltung der Verantwortungsträger ausschlaggebend (2. Chronik 19, 6-7).

Eine wirklich unabhängige und unparteiische Rechtssprechung kann nur gelingen, wenn sie nicht nur „im Namen des Volkes“, sondern „im Namen des Herrn“, d. h. in der Ehrfurcht und Verantwortung vor Gott geschieht. Ein Richter sollte sich immer dem höchsten Richter gegenüber verantwortlich wissen.

Seite 1 von 7512345...102030...Letzte »