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Hebräer 12: Christen ermutigen und ermahnen…

„… richtet die müden Knie auf und tut gewisse Schritte…“ Hebr. 12,12-13

Die Hebräer haben eine riesige, alttestamentliche „Wolke von Zeugen“ (Kap. 11) für den wahren Glauben um sich (Kap. 12) – nicht als mystische Gegenwart der Verstorbenen, sondern als Erinnerung an ihre Heilsgeschichte! Vor allem aber sollten sie aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender ihres Glaubens (V. 2). Er ist nicht nur Anfänger und Vollender des Heils, sondern auch ein Vorbild im Leiden.

Leiden sind ein Erziehungsmittel Gottes und geradezu ein starker Erweis für die Gotteskindschaft der zweifelnden Hebräer. Deshalb sollten sie ihre zitternden Knie aufrichten und feste Schritte tun (V. 12). Der Schreiber erinnert sie, dass sie nicht, wie Israel in der Wüste am Sinai, erschraken, sondern dass sie zu dem himmlischen Jerusalem gehören, zur Gemeinde Gottes und zu Jesus, der sein Leben für sie gegeben hat.

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2. Chronik 20: Aus der Schwachheit zur Kraft!

Aus der Schwachheit zu Kräften kommt man nicht (Hebr. 11, 34), indem man seine Schwachheit verheimlicht. Joschafat, der Leiter des Volkes, vertuscht nicht seine Ohnmacht angesichts einer großen Krise (2. Chronik 20, 12), sondern nimmt das ganze Volk in die Pflicht (2. Chronik 20, 3-4) samt den Alten, Frauen und Kindern (2. Chronik 20, 13) und treibt sie in das Gebet.

Und der endgültige Anfang vom Ende der Feinde begann mit dem Moment, als die furchtsame und kraftlose Truppe um Joschafat anfing zu danken für das, was Gott tun wollte (2. Chronik 20, 22).

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Hosea 5-6: Frommer Morgennebel

Einerseits findet sich in Hosea 6, 1-3 einer der schönsten und zutraulichsten Entschlüsse zur Umkehr zu Gott, mit der alle Entfremdung von Gott und das drohende Gericht (Hosea 5) abgewendet werden könnte.

Andererseits ist diese vertrauensvolle Hinwendung zu Gott so flüchtig wie der Morgendunst (Hosea 6, 4), der am Anfang des Tages über der ganzen Landschaft hängt und alles dominiert, aber sich sehr schnell auflöst und verschwindet.

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Hebräer 11: Ermutigende Vorbilder

„Diese alle haben durch den Glauben das Zeugnis Gottes empfangen…“ Hebr. 11,39

Kapitel 11 ist das große Illustrationskapitel. In Vers 1 gibt der Schreiber eine sehr gute Definition von christlichem Glauben und in den folgenden Versen 2 bis 40 kommt ein Vorbild des Glaubens nach dem anderen aus Israels Heilsgeschichte. Von Abel über Abraham, Mose und David zeigt der Schreiber, wie alle Väter und Mütter Israels, die Gott treu blieben, geglaubt hatten. Und die Hebräer hatten noch mehr – Jesus.

Vorbilder sind etwas ungemein Ermutigendes. Wir haben sie in der Bibel – und hoffentlich auch in unserem Alltag!

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2. Chronik 19: Richter vor dem Richter

Der König Joschafat reformiert das Rechtswesen in seinem Land. Aus diesem Grunde ordnet er die Verfahrenswege durch die Instanzen, die Zuständigkeiten und die Zusammensetzung der Entscheidungsgremien.

Vor allem aber betont er die Prinzipien, nach denen Recht gesprochen werden soll, z. B. die Ablehnung von Korruption und Bestechlichkeit. Um das wirklich zu erreichen, ist die innere persönliche Haltung der Verantwortungsträger ausschlaggebend (2. Chronik 19, 6-7).

Eine wirklich unabhängige und unparteiische Rechtssprechung kann nur gelingen, wenn sie nicht nur „im Namen des Volkes“, sondern „im Namen des Herrn“, d. h. in der Ehrfurcht und Verantwortung vor Gott geschieht. Ein Richter sollte sich immer dem höchsten Richter gegenüber verantwortlich wissen.

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Hosea 3-4: Unwissenheit kann tödlich sein!

Das ist die Gefahr, die Gott für sein Volk sieht. Obwohl er sich intensiv und hingebungsvoll um sein Volk bemüht (Hosea 3), gehen die Menschen andere Wege, weil ihnen die Erkenntnis fehlt (Hosea 4, 6), weil niemand sie aufklärt und belehrt, weil die Priester und Propheten ihre Aufgabe als geistliche Leiter und Lehrer vernachlässigen. Ich weiß nicht, ob Wissen immer Macht bedeutet. Aber Unwissenheit macht was.

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Hebräer 10: Gott kämpft um unser Herz!

„Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ Hebr. 10,35

Auf die deutliche Erläuterung des Opfers Jesu, das alle anderen alttestamentlichen Opfer ablöst, kommen in Kap. 10 starke Herausforderungen an die Hebräer. All das werden sie klar verstanden haben, aber verstehen, ist eine Sache, dem willentlich zustimmen, eine andere. Dreimal ruft er sie deshalb eindringlich auf: „Lasst uns hinzutreten…“ (V. 22), „lasst uns halten an dem Bekenntnis…“ (V. 23), „lasst uns aufeinander achthaben…“ (V. 24).
Ja er warnt sie nochmals scharf, nicht mutwillig abzufallen von der Gnade in Jesus (V. 26ff). Dann erinnert er sie an die Verfolgungen, die sie um des Glaubens willen erduldet hatten – sollte das alles umsonst sein (V. 32ff)?
Letztlich nimmt er sie mit: „Wir aber sind nicht von denen, die da weichen… (V. 39).

Ein dramatischer Apell, ein leidenschaftliches Ringen um angefochtene, schwankende Hebräer! So redet Gott mit uns. Er kämpft um unser Herz!

 

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2. Chronik 18: Wasche mich…

…aber mache mich nicht nass! Nach dieser Devise sollten die Berater am Hof des Königs Ahab ihrer Aufgabe nachkommen.

Ahab möchte einerseits unbedingt einen zuverlässigen Propheten, der ihm auch wirklich das Wort Gottes sagt (2. Chronik 18, 15). Andererseits beklagt er sich über ehrliche Aussagen (2. Chronik 18, 7) dieses Propheten und lässt ihn dafür bestrafen (2. Chronik 18, 25-26).

Doch unabhängig davon, ob es Gefallen findet, wird das – was Gott durch sein prophetisches Wort ankündigt – Erfüllung finden und im wahrsten Sinne des Wortes „eintreffen“ (2. Chronik 18, 33).

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Hosea 1-2: Nicht nur eine Affäre, sondern Liebe!

Das Buch Hosea beinhaltet eine skandalträchtige Liebesgeschichte. Es schildert eine Beziehung voller Leidenschaft und Liebe, aber auch mit Verrat, Ehebruch und Trennung und dem Angebot der Versöhnung. Eine richtig dramatische Beziehungskiste.

Es handelt sich um die Beziehung zwischer Hosea und seiner ihm untreuen Frau Gomer (Hosea 1). Aber diese schwierige Ehe ist gleichzusetzen mit der Liebesbeziehung Gottes zu seinem Volk und zu seiner Gemeinde. Denn wie Hosea eine untreue Frau heiratete und sich damit an sie band, genauso bleibt Gott seinen Leuten trotz ihrer immer wieder erschreckenden Untreue ein beständiger Liebespartner (Hosea 2).

Allein Gottes Treue sorgt dafür, dass unsere Beziehung zu ihm nicht nur eine kurzfristige Affäre ist, sondern eine bleibende Liebesbeziehung.

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Hebräer 9: Ein für allemal!

„Wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst als ein fehlerloses Opfer durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!“ Hebr. 9,14

In Kapitel 9 zeigt der Schreiber, wie gut er sich im AT auskennt – er kann den Tempel und den Opferdienst der Priester präzise beschreiben. Damit kommt er den hebräischen Lesern sehr nahe. Das alles unternimmt er aber vor allem, weil er den Unterschied zu dem Opfer Christi herausstellen will, das die Opfer des AT überbietet (V. 14: „viel mehr…“). Diese Opfer mussten täglich und jährlich wiederholt werden, weil sie nur ein Abbild auf das vollkommene Opfer Jesu waren. Sein Lebensopfer gilt „ein für allemal“. Das erwähnt der Schreiber in diesen Kapiteln wörtlich und sinngemäß 5 Mal! (K. 9,12; V. 28; K. 10,10; V.12; V.14). Die Reformatoren haben diesen Unterschied stark betont – Zwingli sprach von der Erinnerung an Jesu Opfer im Abendmahl – im Gegensatz zur Katholischen Kirche, die in der Messe ein wiederholtes Opfer Christi lehrt.

Das Opfer Jesu – Grundlage der Versöhnung der Christen mit Gott! Steht uns das vor Augen?

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