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3Mose 16: Gut, wenn man einen Sündenbock hat!

Neben anderen Opfertieren ist in 3Mose 16 die Rede von zwei Ziegenböcken (3Mose 16, 5-10).

Der eine Ziegenbock wird geschlachtet und als Sündopfer dargebracht (3Mose 16, 15-19). Er symbolisiert die Ursache der Versöhnung zwischen Gott und Mensch: das stellvertretende Opfer ermöglicht dem Menschen den Zugang ins Heiligtum.

Der andere Ziegenbock bleibt am Leben und bekommt alle Schuld auferlegt (3Mose 16, 21) und wird mit dieser Last in die Wüste hinaus getrieben. Diese Handlung symbolisiert das Ergebnis der Versöhnung: die ganze Schuld wird aus der Gegenwart Gottes und aus dem Leben der Menschen „entfernt“ (Psalm 103, 12).

Jesus ist unser Sündenbock, der unsere Schuld auf sich nahm (Johannes 1, 29) ans Kreuz getragen hat (1. Petrus 2, 24), womit sie in eine unerreichbare Distanz gebracht und jedem weiteren Zugriff entzogen worden ist.

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Psalm 73: Vom Ziel her denken!

Asaph schildert in Psalm 73 sehr authentisch wie sein Glauben ins Stolpern gekommen ist (Psalm 73, 2). Der Ausweg aus dieser Vertrauenskrise Gott gegenüber begann mit ganz logischen Überlegungen, bei denen die unterschiedlichen Lebensentwürfe vom „Ende“ her betrachtet wurden (Psalm 73, 17). Während Menschen ohne Gott ein „Ende mit Schrecken“ vor sich haben (Psalm 73, 19), weiß Asaph, dass Gott ihn „am Ende annehmen“ wird (Psalm 73, 24). Auf dieses Finale kommt es an! Was helfen uns Erfolge, die nur vorläufig und nicht end-gültig sind?

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Lukas 10, 1-24: Learning by doing!

„Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht.“ Lk. 10,23

Jesus bereitete seine Jünger zielgerichtet vor. Sie sollten seine Sendung von Gott als Ausbreitung des Reiches Gottes in diese Welt tragen. Dazu gibt es hier vorab eine Übung: Die Aussendung der 72. Arm, klug, segnend, unabhängig, heilend, das Reich Gottes vollmächtig verkündigend, so sendet er sie in die Dörfer Israels. Er identifiziert sich ganz mit ihnen: „Wer euch hört, hört mich!“ (V. 16). Und er reflektiert diesen Einsatz mit ihnen. Die größte Freude sei nicht der Erfolg „im Dienst“, sondern die Freude über ihren Platz im Himmel.

Auch mit uns macht Jesus verschiedene „Einsätze“ – im Rahmen unserer Gemeinden, unseres persönlichen Erlebnisumfeldes… Und er reflektiert mit uns, wenn wir unsere Bibel lesen. Bist Du in der Schule Jesu?

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3Mose 15: Sexualität, Hygiene und Reinheit

Mit sachlicher Offenheit spricht 3Mose 15 von Vorgängen des menschlichen Körpers im Zusammenhang mit dem geschlechtlichen Leben. Sowohl chronische als auch periodische Ausflüsse bei Mann und Frau werden genannt und mit bestimmten Handlungsanweisungen versehen. Auch an dieser Stelle fallen kultische Reinheitsvorschriften zusammen mit dem Gesundheitsschutz.

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Psalm 72: Bitte um einen guten Präsidenten

Aus Psalm 72 spricht die Sehnsucht danach, dass Gott einem charaktervollen und von ihm bevollmächtigen Mann die Herrschaft über das Volk überträgt.

Die geographische (Psalm 72, 8.16) und zeitliche (Psalm 72, 5.7.17) Ausdehnung seiner Regierungsgewalt ist nur ein äußerer Aspekt. Wesentlicher ist, was von einem von Gott berufenen Leiter erwartet wird. Seine gerechte Regierung wird sich vor allem für die Elenden, Armen, Geringen und Bedrängten (Psalm 72, 4 und Psalm 72, 12-14) positiv auswirken.

Hier drückt sich die Messiaserwartung aus, der wir uns als neutestamentliche Christen anschließen: „Dein Reich komme!“ (Mt. 6, 10). Aber noch bevor Jesus Christus dieses ewige Reich aufrichten wird, können wir jetzt schon für die politischen Mandatsträger und menschlichen Machthaber beten, dass sie dem himmlischen Vorbild so nahe wie möglich kommen: „Man soll immerdar für ihn beten und ihn täglich segnen.“ (Psalm 72, 15).

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Johannes 10: Der gute Hirte

„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir…“ Joh. 10,27

Wie wir gestern gelesen haben, spitzte sich die Lage Jesu in Jerusalem dramatisch zu. Zwischen den letzten beiden entscheidenden Heilungen, bzw. der Totenauferweckung des Lazarus stellt Jesus den Menschen (Kap. 10) in klassischer Weise heraus, dass er der gute Hirte ist, der im AT angekündigt ist (Jes. 40,11). Die Hörer erinnerten sich zwischen den Zeilen auch an die alttestamentliche Kritik an den schlechten Hirten (Hes. 34,1-12) und erkannten ihre Führer als solche!

Millionen Christen, durch alle Jahrhunderte hindurch, seit Jesu Auftreten, haben von diesen Versen gelebt, sie geliebt, bewahrt und verkündigt. Dieser Text gehört mit zu den größten der ganzen Bibel. Hier gehört ein Lesezeichen rein!

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3Mose 14: Vorsichtige Vorsichtsmaßnahmen

Zum Schutz vor der Ausbreitung von ansteckenden Erkrankungen wird in 3Mose 13 und in 3Mose 14 eine Reihe von Maßnahmen angeführt.

Auffallend ist dabei die Genauigkeit und Umsicht, mit der sowohl Menschen als auch Gegenstände einer Untersuchung unterzogen werden sollen, bevor sie als „rein“ und damit unbedenklich erklärt werden, bzw. bevor sie als „unrein“ und damit für das Umfeld als gefährlich eingestuft werden.

Auch wenn es sich um eine lebensbedrohliche Gefährdung für die Allgemeinheit handeln könnte, geht man nicht beim kleinsten Verdacht einer Erkrankung in grober Manier auf Nummer Sicher. Gerade angesichts der im Ernstfall erforderlichen harten Konsequenzen wird eine vorschnelle und dadurch leicht fehlerhafte Beurteilung vermieden, weil sie für die Betroffenen von weitreichender und tragischer Bedeutung sein kann.

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Psalm 70-71: Was ist, wenn ich alt werde?

Der Verfasser von Psalm 71, dem Gott von Kindheit an vertraut ist (Psalm 71, 5-6) und der Gottes Treue in seiner Jugendzeit erfahren hat (Psalm 71, 17),  erbittet Gottes Hilfe und Gegenwart für sein Alter, wenn er schwach (Psalm 71, 9) und grau (Psalm 71, 18) geworden ist.

Nicht nur die Jugend ist eine gefährdete Zeit (2. Tim. 2, 22), sondern auch das Alter hat seine speziellen Herausforderungen (Titus 2, 2-3). Trotz der prägenden und bestätigenden Erfahrungen in der zurückgelegten Lebenszeit schützt das Alter nicht vor Torheit. Die Lebensgeschichte Salomos ist dafür ein dramatisches Beispiel (1. Könige 11, 4).

Der Psalmbeter möchte dagegen auch noch im fortgeschrittenen Alter den nachwachsenden Generationen ein zum Glauben ermutigendes Vorbild sein (Psalm 71, 18).

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Johannes 9: Wer ist hier eigentlich blind?

„Das ist doch wirklich sonderbar,“ meinte der Mann. „Er hat mich von meiner Blindheit geheilt, und ihr wisst nicht, woher er kommt…“ Joh. 9,30

Das Johannesevangelium erzählt in kreisender Bewegung. Jesus sagt von sich: Ich bin das Licht der Welt! (Kap. 8,12).  Dann heilt er zum Beweis seiner Worte einen Blindgeborenen (Kap. 9,6-7). Diese Heilung, die man damals nur dem Messias selbst zutraute (V. 32), war in Verbindung mit der Auferweckung des Lazarus (Kap. 11) der letzte Tropfen, der das Fass des Hasses der Pharisäer zum überlaufen brachte. Sie beschlossen Jesu Tod (Kap. 11,53). Die Diskussion über die Heilung des Blindgeborenen macht den Lesern des Johannesevangeliums die ganze Schizophrenie der Pharisäer deutlich.

Es ist mit Händen zu greifen und mit sehenden Augen zu erkennen: Jesus ist der Retter, der Sohn Gottes, der Heiland. Man kann das nicht lesen, ohne persönlich Stellung zu beziehen!

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3Mose 13: Göttliche Rezepte gegen Seuchen

Gott erteilte auch an dieser Stelle (3Mose 13) dem Mose gesundheitshygienische Anweisungen, die grundverschiedenen waren von den Erkenntnissen und Praktiken der medizinischen Fachleute in der damaligen Zeit. Es lag nun an Mose, der in der ganzen Wissenschaft Ägyptens gelehrt war (Apg. 7, 22), die göttlichen Vorschriften nicht mit der ihm bekannten menschlicher Weisheit zu vertauschen.

Nicht nur das Überleben der israelitischen Volksgemeinschaft stand in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Beachtung dieser Vorgaben. Sondern bei einem Rückblick in die Geschichte des Gesundheitswesens stellen wir fest, dass sich eine Gesellschaft immer wieder gegen alle möglichen Formen von Massenerkrankungen zur Wehr setzen konnte, wenn sie sich zurück besonnen hat auf die göttlichen Verhaltensvorgaben im Umgang mit der Aussatz-Erkrankung, wie sie im 3. Buch Mose zu finden sind.

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