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Apostelgeschichte 6, 8-15: Wie ein Engel…

„Sie vermochten nicht der Weisheit und dem Geist zu widerstehen, in dem er redete.“ Apg. 6,10

Der Hohe Rat hatte immer mehr zu tun. Die Sitzungen wegen der Christen häuften sich. Diesmal ging es um Stephanus, einen der Diakone. Der konnte nicht nur Essen austeilen, sondern auch predigen. Gott beglaubigte ihn durch Wunder. Auslandsjuden in Jerusalem, die sich in landsmannschaftlichen Synagogen versammelten und besonders stramme Verfechter des Gesetzes waren, stritten gegen ihn. Wieder bedurfte es falscher Zeugen vor dem Rat (V. 11).

Eine Feinheit überliefert Lukas von diesem Prozess. Stephanus wird vorgeworfen, er solle gesagt haben, dass Jesus die Ordnungen ändern würde, die Mose gegeben hatte (V. 14). Stephanus hatte durch die Apostellehre über Jesus gelernt, dass Jesus Herr des Sabbats ist und dass er die Ordnungen Moses gegen pharisäische Verdrehung neu definierte. So etwas konnte der Rat nicht gut hören… Gleichzeitig staunten sie über seine Ausstrahlung! (V. 15).

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Josua 11-12: Fanatisches Finale!

Das „letzte Aufgebot“ von dem in Josua 11 und 12 berichtet wird, das gegen die Landeinnahme Israels zum Einsatz kam, war kein billiger Rest, sondern eine riesengroße, voll ausgerüstete Armee. Mit dieser konzentrierten Truppenansammlung wollten die Könige  verhindern, dass sie einer nach dem andern vom Volk Gottes besiegt würden. Darum wurden alle Kräfte zusammen gezogen und in eine Entscheidungsschlacht geschickt. Ohne jeden Versuch, mit Israel Frieden zu machen (Josua 11, 19), ist es mit verbissener Hartnäckigkeit ein Kampf bis zum letzten Mann. Solche Gegner sind besonders gefährlich. Aber auch dieser massiven und verzweifelten Gegenwehr kann Josua mit Gottes Hilfe eine Niederlage beifügen und das ganze Land einnehmen.

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Jesaja 1: Was hat Jesaja mit uns zu tun?

Das erste Kapitel im Buch des Propheten Jesaja, der im 8. Und 7. Jahrhundert vor Christus lebte und wirkte, ist eine Zusammenfassung seiner Botschaft. Denn es beinhaltet Gottes Nein (Gericht) und Gottes Ja (Gnade) zu seinem Volk.

Die Erwählung und der Umgang Gottes mit dem Volk Israel hat die ganze Welt zum Ziel. Darum werden auch „Himmel und Erde“ (Jesaja 1, 2) als Zeugen der Anklage angerufen. Es geht hier also nicht nur um eine längst vergangene Privatfehde zwischen dem lebendigen Gott und einem kleinen Völkchen in Palästina. Sondern es geht um Gott und uns. Es geht um die Frage, wie wir, die wir uns ähnlich wie das von Jesaja angesprochene israelitische Südreich (Juda mit der Hauptstadt Jerusalem) von Gott abgewandt haben (Jesaja 1, 21-23), nun wieder in eine versöhnte Beziehung mit Gott gelangen.

Die Antwort lautet: Sowohl die offene Ablehnung (Jesaja 1, 2-3) als auch der geheuchelte Gottesdienst (Jesaja 1, 10-15) wird gerichtet. Aber ein Überrest erlebt Verschonung (Jesaja 1, 8-9) und Vergebung (Jesaja 1, 18) und zuletzt Versöhnung (Jesaja 1, 27).

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Apostelgeschichte 6, 1-7: Den Flaschenhals vermeiden

„Diese Rede gefiel der ganzen Menge wohl.“ Apg. 6,5

Eine wachsende Gemeinde von weit über 5.000 Mitgliedern muss organisiert werden. Eine erste interne Bewährungsprobe für die jungen Christen. Wie löst der Heilige Geist das? Durch Delegation! Die Gemeinde sieht sich nach „Diakonen“ um, die von den Aposteln eingesetzt werden (V. 3). Der „Flaschenhals“ wird vermieden! Gemeindewachstum wird nicht auf die Kapazität der Leiter begrenzt! Friede und Wachstum werden gefördert. Wir können einiges von der Urgemeinde lernen!

Es gab in der Geschichte der Gemeinde Jesu nicht nur Wachstumszeiten, auch Stagnation und Rückgang. Der Geist Gottes findet immer eine Lösung, der örtlichen Situation gerecht zu werden. Das Reich Gottes ist eine dynamische, flexible, erstaunliche Größe. Jesus steckt dahinter!

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Josua 10: Widerstand ist zwecklos

Gegen eine große Allianz von Feinden gelingt Israel ein entscheidender Sieg. Ausdrücklich wird in Josua 10 darauf hingewiesen, dass Gott das möglich macht und sogar noch eine extra Portion Zeit einräumt (Josua 10, 12), damit der letzte Widerstand gebrochen werden kann.

Damit bestätigt Gott seine bereits in Josua 1 dem Josua gegenüber ausgesprochenen Verheißungen: „Ich habe sie in deine Hände gegeben. Niemand unter ihnen wird vor dir bestehen können.“ (Josua 10, 8).

Wenn ein Mensch dem nachgeht, was Gott ihm aufgetragen hat und was Gott umsetzen will, dann ist – auch wenn es viel Geduld erfordern mag – jeder Widerstand dagegen zwecklos. In diesem Sinne trifft das zu, was John Knox, der Reformator Schottlands, einmal sagte: „Ein Mann mit Gott ist immer in der Majorität.“

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Hohelied 7-8: Liebe ist Gabe und Aufgabe

Liebe kommt erst dann zu ihrem Ziel, wenn der persönliche Wunsch nach Gemeinschaft und Vereinigung vom anderen nicht nur irgendwie geduldet oder zugelassen wird, sondern wenn dieses Verlangen vom anderen erwidert und mit hingebender Liebe beantwortet wird: Hohelied 7, 11-13.

Hohelied 8, 6-7 macht beide Seiten deutlich, dass es sich bei der Erfahrung des Geliebtwerdens um etwas handelt, was man sich niemand kaufen kann. Denn es ist ein Wunder, „eine Flamme des Herrn“, ein Geschenk Gottes.

Gleichzeitig ist dieses unverfügbare Geschenk aber auch Aufgabe. Die Liebenden ermahnen sich gegenseitig, dieses Vorrecht der Liebesbeziehung zu schützen und mit Treue zu pflegen, indem sie sowohl im Innersten als auch nach außen das „Siegel“ der Liebe tragen.

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Apostelgeschichte 5, 17-42: Auferstehung ist nicht zu bremsen!

„… die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.“ Apg. 5,25

Die Auferstehung Jesu ist nicht zu bremsen! Die Apostel predigten täglich in der Halle Salomos im Tempel und „hin und her in den Häusern“ (V. 42). Eine solche Botschaft sprengt jeden Rahmen! Die Zahl der Christen wuchs ständig. Ab 5.000 hörten sie auf zu zählen (Kap. 6,7 „sehr groß“). Sogar Priester kamen zum Glauben. Was sollte man dagegen tun? – Eine zweite Gefangennahme und nach einer wundersamen Befreiung ein weiteres Verhör vor dem Hohen Rat. Und wieder: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ (V. 29). Es war zum Verzweifeln – aus Sicht der Volksführer. Der weise Rat des Gamaliel: Gott wird entscheiden – es wird auslaufen, wie alle Volksaufläufe bisher – oder sie können Gott nicht hindern – gibt beiden Seiten Zeit.

Gott hat entschieden: Trotz aller menschlicher Schwachheit und Fehler, trotz Schuld und Versagen auch in der Gemeinde Jesu – Auferstehung Jesu ist nicht zu bremsen! Bis heute – und bis zur Wiederkunft Jesu nicht!

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Josua 9: Überlebensstrategie des Bösen

Mit direktem und konfrontativem Widerstand war das Volk Israel vertraut. In dieser Form der Auseinandersetzung schenkte Gott seinen Leuten auch immer den Sieg über ihre Feinde.

Aber Israel war nicht darauf vorbereitet, dass sich der eigentliche Gegner als Freund tarnt und sich durch ein geschicktes Täuschungsmanöver ein Existenzrecht in ihrer Mitte erschleicht: Josua 9.

Weil nicht nach Gottes Willen gefragt wird (Josua 9, 14), entstehen im Leben von Gottes Volk und Gemeinde auf schleichende Weise Zustände, die sich nicht einfach wieder ausräumen lassen, sondern eine dauerhafte Duldung erhalten.

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Hohelied 5-6: Liebe kann weh tun

Liebe ist nicht nur Freude und Leidenschaft, sondern beinhaltet auch die Erfahrung von ungestillter Sehnsucht und Schmerz.

Bei aller Begeisterung für die Schönheit des Partners, die aus den beiden Kapiteln Hohelied 5 und 6 spricht, geht diesen zärtlichen Beschreibungen ein Text voraus, der auch die schmerzhafte Seite der Liebe zum Ausdruck bringt.

In Hohelied 5, 2-7 erkennen wir etwas von der Verunsicherung und der Angst, die Teil eines Annäherungsprozesses sein können. In poetischen Bildern wird die Spannung von Sehnsucht, natürlicher Scham und zärtlicher Erregung beschrieben. Das ist eine sehr sensible und verletzliche Beziehungsebene. Darum beinhaltet jede aufrichtige Liebesbeziehung neben intensiver Leidenschaft auch die Erfahrung von Enttäuschung, aber dann hoffentlich auch diese liebevolle Suche nach Nähe und Übereinstimmung mit dem Partner.

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Apostelgeschichte 5, 1-16: Gottesfurcht…!

„Desto mehr wuchs die Zahl derer, die an den Herrn glaubten, eine Menge Männer und Frauen..“ Apg. 5,14

Der auferstandene Jesus regiert durch den Heiligen Geist die Gemeinde und verschafft seinen Aposteln Autorität! Das Stichwort „Furcht“ (Ehrfurcht) aus dem Summarium Kap. 2,43 erfährt hier sein Beispiel. Wer Gott wissentlich und sogar im Komplott belügt – bekommt einen Herzschlag und fällt tot um?? Dann müssten doch schon viele, wie vom Blitz getroffen, tot umgefallen sein… Gott hat einen langen Atem, aber er ist kein harmloser Gott… Jesus zeigt hier, dass mit der Gemeinde etwas Großes, Neues, Gewichtiges entstanden ist und dass die Apostel die autorisierten Leiter sind. Das schreckt nicht ab, sondern zieht Menschen an. „Das Volk hielt viel von ihnen… die Zahl derer, die an den Herrn glaubten, wuchs!“ (V. 13-14).

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