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Esra 1-2: Gesellschaftliche Bewegung

Eine große Bevölkerungsgruppe im persischen Reich kommt in Bewegung und veranstaltet eine Art Völkerwanderung in eine gute und von Gott gewollte, aber herausfordernde Zukunft. Das ist verbunden mit einem Verlust der bisherigen Lebensgewohnheiten, mit einem Umzug und vielen finanziellen und persönlichen Opfern und Strapazen.

Wie konnte die Trägheit der Masse überwunden werden? Was brachte diese Menschen in Bewegung?

Der Anfang des Buches Esra gibt die Antwort: Gott „erweckte“ den damaligen persischen Machthaber und gebrauchte ihn als Druckmittel und Initiator (Esra 1, 1). Gott „erweckte“ die Menschen (Esra 1, 5). Und Gott „erweckte“ mit Serubabel einen Mann, der diese Aktion leitete (Esra 2, 2).

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Jona 1-2: Rauf und runter

In Jona 1 ist die Rede von Menschen, die raus kommen. Es sind Heiden, die den frommen Propheten zum Beten auffordern (Jona 1, 6), die über Gott erschrecken (Jona 1, 10), die versuchen Unrecht zu vermeiden (Jona 1, 13), die dann selbst zu Gott beten (Jona 1, 14) und ihn erkennen (Jona 1, 16).

Gleichzeitig wird der Abstieg des Propheten beschrieben. Er verweigert seinen Dienst und steigt immer tiefer. Jona flieht „hinab nach Jafo“ (Jona 1, 3), dann „hinunter ins Schiff“ und dann in den „Schlaf“ (Jona 1, 5) und zuletzt ins „Meer“ (Jona 1, 12).

Erst als Jona „ganz unten“ angekommen ist (Jona 2, 7), wendet sich seine Seele wieder „nach oben“ (Jona 2, 8).

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1Johannes 1: Leben im Licht

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend.“ 1Joh. 1,9

Der alte Jünger Johannes hat das Johannesevangelium geschrieben, wahrscheinlich gegen Ende des 1. Jahrhundert, danach seine drei Johannesbriefe. Er war Leiter der Gemeinde in Ephesus und kannte die kleinasiatischen Gemeinden im Umkreis. Er war sehr vertraut mit seinen Brüdern und Schwestern: „Kinder“, nennt er sie (Kap. 2,1) und sie sind stolz auf ihren alten Apostel. Da der 1. Johannesbrief nicht die übliche Anrede, Unterschrift und Grüße enthält, war er wahrscheinlich eine Art Rundschreiben für diese Gemeinden an der Westküste der heutigen Türkei.

Johannes beginnt wie in seinem Evangelium und betont seine historische Verbindung zu Christus: gesehen, beschaut, betastet, gehört (V. 1-3). Das war für die Christen ca. 60 Jahre nach Kreuzigung und Auferstehung Jesu wichtig. Johannes war Augen- und Ohrenzeuge.

Johannes nennt die Wesenseigenschaften Gottes: „Gott ist Licht“ (V. 5) und „Gott ist Liebe“ (Kap. 4,8). Aus dem Wesen Gottes: Licht – leitet er zu Beginn ab, dass Christen im Licht leben sollen. Das bedeutet, in der Wahrheit zu leben, Sünde zu bekennen und Vergebung zu erfahren. Das schließt zusammen – mit Brüdern und Schwestern und mit Jesus.

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2. Chronik 36: Jetzt ist Sabbat!

Mit einem solchen Satz bringen wir zum Ausdruck, dass etwas zu Ende ist. Manchmal kann das drohend gemeint sein und manchmal ist es Ausdruck eines befriedigenden Abschlusses und gleichzeitigem Neuanfangs.

Das letzte Kapitel im 2. Chronikbuch schildert die gesteigerte und immer schneller fortschreitende Dekadenz im Volk Israel trotz der intensiven Bemühungen Gottes um Einsicht. Die Konsequenz dieser kontinuierlichen Ablehnung ist das Gericht (2. Chronik 36, 15-17).

Dieses Gericht ist aber gleichzeitig auch in positiver Weise ein „Sabbat“ (2. Chronik 36, 21), der den Neuanfang Gottes einleitet (2. Chronik 36, 22).

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Obadja: Feuer oder Stroh?

Mit dem Song „El condor pasa“ hat das Popduo Simon & Garfunkel die Sanftmuts-Philosophie von Jesus kritisch kommentiert. Verständlicherweise wollten sie lieber Vogel statt Schnecke sein, lieber der Hammer als der Nagel…

Die Frage ist allerdings, ob sich die gegenwärtige Machtstellung nicht zu einem späteren Zeitpunkt als Verlust und Nachteil herausstellen könnte?

In seiner kurzen Prophetie über das mächtige Volk der Edomiter macht Obadja deutlich: Die Edomiter fühlten sich allen überlegen und unterdrückten unter anderem auch das Volk Israel (Obadja 3). Aber dieses Verhältnis wird sich zu einer bestimmten Zeit ins Gegenteil verkehren, wenn das Volk Israel wie „Feuer“ und die Edomiter wie „Stroh“ sein werden (Obadja 18).

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2Petrus 3: Gemeinde Jesu glaubt dem Wort Gottes mehr, als dem Augenschein: Jesus kommt wieder

„Wir warten auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde nach seinem Versprechen, auf welchen Gerechtigkeit wohnt.“ 2Petr. 3,13

In seinem letzten Kapitel 3 nimmt Petrus die Argumente der Irrlehrer auf, die eine zukünftige Wiederkunft Jesu verspotten: Die Welt folge einem „ewigen Kreislauf„, es gäbe kein Anfang und kein Ende (V. 4). Petrus aber betont die christliche Lehre, die nicht von kreisenden Abläufen ausgeht, sondern linear von Anfang und Ende spricht, Schöpfung und Weltvollendung in einem neuen Himmel und einer neuen Erde. Und wie es schon einmal ein weltweites Gericht Gottes durch Wasser (Sintflut) gegeben hat, so wird es ein solches Gericht in Zukunft durch Feuer geben. Dass sich die Wiederkunft Jesu scheinbar „verzögert“, soll als Geduld Gottes gewertet werden (V. 9 und 15), als Zeit für Umkehr.

Interessant ist auch, dass Petrus einen „innerbiblischen Kommentar“ zu den Briefen des Paulus abgibt, die die Irrlehrer ebenfalls kritisieren (V. 15-16).

Auch heute ist die Argumentation des Petrus zur Wiederkunft Jesu hoch aktuell. Gegen 2000 Jahre und den Spott der Spötter glaubt die Gemeinde Jesu: Jesus kommt wieder!

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2. Chronik 35: Richtige Töne aus falscher Richtung

Josia war ein Mann, der mit Gott lebte und ihm gehorchen wollte.

Allerdings rechnete er nicht damit, dass Gott auf eine „außerordentliche“ Weise zu ihm reden könnte. Und zwar durch einen heidnischen Machthaber, den Gott für eine bestimmte Sache beauftragt hatte (2. Chronik 35, 20-23).

Jesus sagt: „Der Wind weht, wo er will!“ (Johannes 3, 6). Wir können die Frage, was göttliche Wahrheit ist, nicht davon abhängig machen, ob es fromme Leute sind, die uns etwas sagen. Sondern was göttliche Wahrheit ist, ergibt sich daraus, ob das, was uns mitgeteilt wird, dem Maßstab der Bibel entspricht.

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Amos 9: Unnachgiebigkeit Gottes

Im ersten Teil dieses letzten Kapitels beschreibt der Prophet Amos erneut, dass der Mensch dem Gericht Gottes nicht entrinnen kann (Amos 9, 1-6).

Und im zweiten Teil des Kapitels geht es um den unnachgiebigen Gnadenwillen, mit dem Gott sein Volk sucht und wieder errettet (Amos 9, 11). Diese gnädige Unnachgiebigkeit ist der Motor der christlichen Mission (Apostelgeschichte 15, 13-21).

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2Petrus 2: Die Gefährdungen der Gemeinden…

„Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten..“ 2Petr. 2,9

Petrus charakterisiert die falschen Propheten, die die Gemeinden verwirren und verführen, lehrmäßig und ethisch. Die Kirchengeschichte hat zwar gezeigt, dass Irrlehrer nicht immer böse Menschen sein müssen (das macht es doppelt schwer), aber Petrus versucht den Gemeinden mit drastischen Worten die Augen zu öffnen, wo Lehre und Leben nicht mit der Botschaft der Apostel zusammenpassen.

Die Irrlehrer stehen unter dem Urteil Gottes – er richtet, wie auch schon bei Noah und Sodom und Bileam. Die Gerechten müssen oft leiden (wie Lot in Sodom), werden aber vor dem Gericht gerettet.

Auch wenn es nicht unsere erste Aufgabe ist, dauernd auf die Bosheit und Gottlosigkeit dieser Welt hinzuweisen (manche sehen in Abgrenzung ihre Hauptaufgabe), sondern das Evangelium zu verkündigen, so ist es doch wichtig, Irrlehre zu benennen und die Gemeinde zu schützen.

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2. Chronik 34: Entwicklungspunkte

Josia wird bereits im Alter von 8 Jahren König. Wie gefährdet ist ein Mensch, der schon in so jungen Jahren in eine dermaßen exponierte Stellung gelangt!

Aber im weiteren Verlauf der Berichterstattung aus dem Leben Josias werden drei sehr gesunde und wichtige Entwicklungsschritte genannte:

  1. Im Alter von 16 Jahren beginnt Josia, Gott zu suchen (2. Chronik 34, 3).
  2. Im Alter von 20 Jahren befreit er sich und das Land von jedem Götzendienst.
  3. Im Alter von 26 Jahren veranlasst er, dass der Tempel wieder hergestellt wird (2. Chronik 34, 8) und macht dabei erschütternde und errettende Entdeckungen.
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