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Josua 9: Überlebensstrategie des Bösen

Mit direktem und konfrontativem Widerstand war das Volk Israel vertraut. In dieser Form der Auseinandersetzung schenkte Gott seinen Leuten auch immer den Sieg über ihre Feinde.

Aber Israel war nicht darauf vorbereitet, dass sich der eigentliche Gegner als Freund tarnt und sich durch ein geschicktes Täuschungsmanöver ein Existenzrecht in ihrer Mitte erschleicht: Josua 9.

Weil nicht nach Gottes Willen gefragt wird (Josua 9, 14), entstehen im Leben von Gottes Volk und Gemeinde auf schleichende Weise Zustände, die sich nicht einfach wieder ausräumen lassen, sondern eine dauerhafte Duldung erhalten.

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Hohelied 5-6: Liebe kann weh tun

Liebe ist nicht nur Freude und Leidenschaft, sondern beinhaltet auch die Erfahrung von ungestillter Sehnsucht und Schmerz.

Bei aller Begeisterung für die Schönheit des Partners, die aus den beiden Kapiteln Hohelied 5 und 6 spricht, geht diesen zärtlichen Beschreibungen ein Text voraus, der auch die schmerzhafte Seite der Liebe zum Ausdruck bringt.

In Hohelied 5, 2-7 erkennen wir etwas von der Verunsicherung und der Angst, die Teil eines Annäherungsprozesses sein können. In poetischen Bildern wird die Spannung von Sehnsucht, natürlicher Scham und zärtlicher Erregung beschrieben. Das ist eine sehr sensible und verletzliche Beziehungsebene. Darum beinhaltet jede aufrichtige Liebesbeziehung neben intensiver Leidenschaft auch die Erfahrung von Enttäuschung, aber dann hoffentlich auch diese liebevolle Suche nach Nähe und Übereinstimmung mit dem Partner.

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Apostelgeschichte 5, 1-16: Gottesfurcht…!

„Desto mehr wuchs die Zahl derer, die an den Herrn glaubten, eine Menge Männer und Frauen..“ Apg. 5,14

Der auferstandene Jesus regiert durch den Heiligen Geist die Gemeinde und verschafft seinen Aposteln Autorität! Das Stichwort „Furcht“ (Ehrfurcht) aus dem Summarium Kap. 2,43 erfährt hier sein Beispiel. Wer Gott wissentlich und sogar im Komplott belügt – bekommt einen Herzschlag und fällt tot um?? Dann müssten doch schon viele, wie vom Blitz getroffen, tot umgefallen sein… Gott hat einen langen Atem, aber er ist kein harmloser Gott… Jesus zeigt hier, dass mit der Gemeinde etwas Großes, Neues, Gewichtiges entstanden ist und dass die Apostel die autorisierten Leiter sind. Das schreckt nicht ab, sondern zieht Menschen an. „Das Volk hielt viel von ihnen… die Zahl derer, die an den Herrn glaubten, wuchs!“ (V. 13-14).

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Josua 8: Rückkehr zum Punkt des Scheiterns

Besonders ausführlich beschreibt Josua 8, wie das Volk Israel erneut gegen den Feind in den Krieg zieht, der ihnen bereits eine empfindliche Niederlage zugefügt hat. Dieser Punkt des Scheiterns muss überwunden werden, wenn es weitergehen soll.

Und mit Hilfe einer bestimmten militärischen Strategie kommt es zum Sieg. Allerdings ist danach keine Rede von einer Siegesfeier, sondern mit großem Ernst wird im Buch Josua die Landeinnahme als eine schreckliche und mit konsequenter Härte durchgeführte Militäraktion dargestellt.

Im Mittelpunkt steht nicht der menschliche Erfolg und Triumph über andere, sondern die von Gott verfolgte Zielsetzung, die Aufrichtung seiner Lebensordnung für sein Volk: Josua 8, 30-35.

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Hohelied 3-4: Liebe muss wachsen

Eine zentrale Aussage zum Thema Liebe wird im Hohelied der Liebe dreimal gemacht und findet sich ebenfalls in diesem Abschnitt des Buches: Hohelied 3 und 4.

Es ist der eindringliche Ratschlag der Braut an ihre Freundinnen: „Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, dass ihr die Liebe nicht aufweckt und nicht stört, bis es ihr selbst gefällt.“ (Hohelied 3, 5; vgl. auch 2, 7 und 8,4)

Dieser Warnung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Gefühle auch auf eine unnatürliche Weise „erregt und geweckt“ werden können. Wer aber zu schnell und zu viel auf einmal will, begeht Knospenfrevel und „stört“ den gesunden Entwicklungsverlauf einer gerade aufblühenden Liebesbeziehung. Liebe muss wachsen und reifen.

Wer sich in dieser Weise genug Zeit nimmt, wird erleben, wie ihm der exklusive Zugang in einen eigentlich „verschlossenen Garten“ gewährt wird: Hohelied 4,12.

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Apostelgeschichte 4, 23-37: Donnernde Resonanz!

„Als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte.“ Apg. 4,31

Die Antwort der Gemeinde auf die Drohungen der Jerusalemer Obrigkeit: Gebet (V. 24 ff). Gemeinsames Gebet erfüllt die Gemeinde erneut mit dem Heiligen Geist. Sie überwinden Angst und gewinnen noch größeren Mut (V. 31). „Große Kraft“ und „große Gnade“ charaklterisierte die Gemeinde (V. 33). Einmütigkeit und gegenseitige Fürsorge prägten sie. Welch ein Zeugnis nach außen!

Das ist das, was wir heute brauchen: Gemeinsames Gebet, Erfüllung mit dem Geist Gottes, neuen Zeugenmut, gegenseitiges Kümmern!

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Josua 7: Niemand ist eine Insel

Es war ein unbeobachteter Augenblick. Eine Heimlichkeit, von der niemand etwas ahnt. Ein gutes Versteck, auf das niemand kommt. Eigentlich besteht also keine Gefahr, dass das Geheimnis von Achan (Josua 7) weder für ihn noch für sonst jemanden zur Belastung oder zum Verhängnis werden könnte.

Aber die heimlichen und bösen Dinge meines Lebens treten plötzlich zu Tage und werden nicht nur für mich persönlich, sondern durchaus für viele andere Menschen zu eine Belastung. Denn „Niemand ist eine Insel“ (John Donne). Selbst mein verborgenes Leben steht in einem Zusammenhang mit den Menschen, die mir anvertraut sind und denen ich eigentlich zum Segen werden will. Gott bewahre uns vor der Last der heimlichen Laster.

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Hohelied 1-2: Liebe achtet auf die Kleinigkeiten!

Das Hohelied Salomos ist eine Sammlung von Liebesliedern. Der inhaltliche Zusammenhang der verschiedenen Abschnitte ist – wie wir es auch bei der anderen Weisheitsliteratur im Alten Testamen gesehen haben – für uns nicht immer erkennbar.

Die Beschreibung der Beziehung zwischen Sulamith und Salomo, zwischen Braut und Bräutigam, zwischen Mann und Frau erfolgt auf eine poetische Weise und gebraucht sehr viele Bilder aus der Natur, die den einzigartigen Annäherungsprozess und die intime Vereinigung von zwei Liebenden auf eine sehr einfühlsame Weise wiedergibt. Wir können etwas lernen über die Psychologie der Liebe und das komplexe Wesen der Zärtlichkeit und sexuellen Lust.

Aus dem Wechselgesang der beiden Liebenden, den wir in Hohelied 1 und Hohelied 2 wiedergegeben bekommen, möchte ich neben den vielen Hinweisen auf die Schönheit und Freude der Liebe einen warnenden Aspekt herausgreifen. Jede Liebe ist gefährdet. Nicht nur durch Frontalangriffe, sondern manchmal durch die vielen „Kleinigkeiten“: Hohelied 2, 15.

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Apostelgeschichte 4, 1-22: Clausula Petri

„Sie sahen aber den Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wussten nichts dagegen zu sagen.“ Apg. 4,14

Die Pharisäer und Schriftgelehrten dachten, mit der Kreuzigung Jesu wäre der Fall erledigt gewesen. Aber die Sache mit Jesus geht ungebremst weiter. Petrus und Johannes werden im Tempel während der Predigt verhaftet. Sie bezeugen vor dem Hohen Rat, der am nächsten Morgen einberufen wurde, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. Der Hohe Rat ist ratlos. Sie versuchen ihnen das Wort zu verbieten. Hier gibt der Heilige Geist dem Petrus ein wichtiges Wort ein, das Christen aller Zeiten unter staatlicher Verfolgung legitimiert und ermutigt hat (die Clausula Petri): Gott mehr zu gehorchen, als den Menschen! (V. 19).

Christen respektieren Obrigkeit – im Konfliktfall aber gehorchen sie ihrem Gewissen, gebunden an Gottes Wort, noch mehr!

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Josua 6: Wie man Mauern überwindet!

Jericho war eine „Hochburg“ der Gottlosigkeit. Vor allem eine „Burg“, d. h. für zeitgenössische Verhältnisse war diese Stadt uneinnehmbar. Auf Israels Weg in das von Gott verheißene Land musste allerdings zu allererst diese Bastion genommen werden. Zu diesem Zweck bekam Josua von Gott seltsame Anweisungen, die weit entfernt waren von der fachmännischen Kunst der Kriegsführung in der damaligen Zeit: Josua 6.

Vielleicht könnte diese Vorgehensweise aus rein menschlicher Perspektive noch als psychologische Verunsicherungsstrategie eingeordnet werden. Doch was helfen alle psychologischen Tricks, wenn die Stadtmauer nicht zu überwinden ist?

Aber diese Mauer fällt. Nicht aufgrund der Musik, obwohl ein Posaunenchor spielt. Nicht aufgrund der Stadtumwanderungen, obwohl die Anzahl und Anordnung dieser Märsche eine symbolische Bedeutung in sich tragen. Jericho fiel, weil Josua sich an die Anweisungen Gottes gehalten hat und das im Glauben tat: Hebräer 11, 30.

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