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1. Chronik 13: Übermotiviert!?

„Übermotiviert“ ist ein Sportler dann, wenn er sich sehr engagiert einsetzt, aber in diesem Übereifer die Regeln verletzt und deswegen disqualifiziert werden muss.

So ist es David beim ersten Versuch ergangen, die Bundeslade nach Jerusalem zu holen. Seine Absicht ist gut und lobenswert. Aber der beste Zweck heiligt nicht automatisch die Mittel und Methoden, die wir benutzen, um diesen Zweck zu erfüllen.

So muss David feststellen, dass seine pragmatische Vorgehensweise zwar dem Rat der Menschen entspricht (1. Chronik 13, 1), aber nicht den Vorstellungen Gottes gerecht wird. Deswegen ist dieses gute Anliegen leider zum Scheitern verurteilt.

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Hesekiel 27-28: Sturz einer Großmacht

Ausführlich wird das bereits in Hesekiel 26 angekündigte Gericht über Tyrus in Hesekiel 27 und Hesekiel 28 erläutert. Das geschieht zu recht, denn es handelt sich um etwas ganz Besonderes:

Das historische Tyrus war in seiner Schönheit, mit seinem Reichtum, in seiner politischen Bedeutung und in seiner bevorzugten geographischen Position ein Sinnbild der Größe, Überlegenheit und unbesiegbaren Macht. In diesen Texten wird es auch als Sinnbild für das Böse an und für sich, d. h. für den Teufel, den Widersacher Gottes verstanden.

Diese Macht und Dominanz von Tyrus, die vorher episch dargelegt wurde, wird von Gott gerichtet und vernichtend geschlagen. Der majestätische Inhalt dieser Prophetie besteht im übertragenen Sinne in der Botschaft: Gott wird das Böse endgültig besiegen.

Als Bestätigung für den endgültigen Triumph Gottes kann uns die Tatsache dienen, dass bereits die Prophetie für die Stadt Tyrus in den folgenden Jahren wortwörtlich in Erfüllung gegangen ist, obwohl das zum Zeitpunkt dieser Vorhersage durch den Prophet Hesekiel unvorstellbar war. Aus diesem Grunde wird diese Prophetie über Tyrus in vielen Büchern angeführt, die sich für die Authentizität der biblischen Prophetie einsetzen.

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1Thessalonicher 2: Gotteswort in Menschenwort

„..wie es war, als wir zu euch kamen. Es geschah nicht ohne Kraft.“ 1Thess. 2,1

Voller Dank erinnert sich Paulus an die Aufnahme des Evangeliums in Thessalonich (V. 13). Die Christen dort haben Paulus Predigt als Gotteswort aufgenommen – nicht nur als Menschenwort. Paulus bestätigt nicht nur diesen Vorgang bei den Thessalonichern, sondern er bestätigt auch, dass seine Predigt Gottes Wort ist. Er ist sich bewusst, Gottes Wort zu verkündigen. So sind auch seine Briefe in den frühen Gemeinden als Gotteswort im Menschenwort aufgenommen worden. Die Bibel hat ein innewohnendes Zeugnis der göttlichen Inspiration ihrer Texte. Das ist bemerkeswert!

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1. Chronik 12: Frühzeitig ist rechtzeitig

Cäsar soll nach einer gewonnenen Schlacht gesagt haben: „Ich kam, sah und siegte!“. Bei anderen Menschen beobachten wir, dass sie erst kommen, wenn sie sehen, dass man siegt. Die Identifizierung mit einer Angelegenheit erfolgt nur dann, wenn der Erfolg bereits gesichert ist.

In 1. Chronik 12 werden die Männer aufgezählt, die von Anfang an Davids Weggefährten waren. Sehr frühzeitig, nämlich bevor David König von Israel wurde, haben sie sich bereits eindeutig auf seine Seite gestellt. Diese frühzeitige Entscheidung für David machte sie zu Teilhabern an seiner späteren Größe.

Jesus Christus wird einmal unübersehbar und widerspruchslos als Herr über alles bestätigt werden. An dieser Zukunft haben die Menschen teil, die sich rechtzeitig, nämlich vor Erreichen dieses Finales, zu ihm bekennen und mit ihm leben (Matthäus 10, 32).

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Hesekiel 25-26: Schädliche Freude

Freude ist ja normalerweise etwas sehr gutes. Freude motiviert und belebt uns, sie stimmt uns positiv und gibt uns vielleicht sogar Mut.

Aber es gibt auch Dinge, die uns eine gewisse Art von Freude bereiten, obwohl das Endergebnis dieser Freude für uns keineswegs von Vorteil ist. So ist das mit der „Schadenfreude“, die sich beglückt zeigt über die Niederlagen und das Pech, das andere Menschen und Länder und Firmen oder was auch immer, durchleiden müssen. Schadenfreude entsteht dort, wo man aus dem Leid und den Problemen anderer eine Bestätigung oder einen Nutzen für sich selbst erhofft.

Diese pervertierte Art von Freude, der Hohn und Jubel angesichts der Krisen anderer, wird in Hesekiel 25 und 26 angesprochen und Gottes Antwort darauf angekündigt. Daraus geht hervor: Die Freude über den Schaden im Leben anderer Menschen ist sehr schädlich für den, der einer solchen Schadenfreude freien Lauf lässt.

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1Thessalonicher 1: Es spricht sich herum

„..wie ihr euch bekehrt habt zu Gott von den Götzen, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott.“ 1Thess. 1,9

Den 1. Thessalonicherbrief  schrieb Paulus auf seiner 2. Missionsreise von Korinth aus (ca. 53 n.Chr.). Kurz nach seiner Ankunft in Korinth kam Timotheus auch dorthin, der vorher von Paulus von Athen aus nach Thessalonich geschickt worden war. Er brachte gute (Kap. 3,6) und schlechte Nachrichten von den Thessalonichern. Paulus war ja erst vor einigen Monaten dort gewesen und hatte die Gemeinde gegründet (siehe Apg. 17,1-9). Nun musste er reagieren. Paulus hatte zwei Mal vergeblich versucht, die Thessalonicher nochmals zu besuchen (Kap. 2,18) – so musste er ihnen nun schreiben.

Zunächst aber freut er sich über das vorbildliche Gemeindeleben. Die Bekehrung und der Glaube der Thessalonicher hatte sich in ganz Mazedonien herumgesprochen (V. 7-9)!

Es spricht sich mehr herum, als wir ahnen und denken. Gutes und Schlechtes. Wie wärs mit Gutem?

 

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1. Chronik 11: Grundlagen einer guten Regierung

Dem Bericht über das Leben Davids wird in 1. Chronik 11, 1-3 eine kurze und präzise Information vorausgeschickt, die deutlich macht, auf welcher Grundlage die segensreiche Königsherrschaft von David zustande kam:

  • Die Berufung durch Gott: „Der Herr, dein Gott, hat zu dir geredet, Du sollst mein Volk Israel weiden…“ (V. 2)
  • Die Bewährung von David: „Schon damals, als Saul König war, führtest du Israel aus und ein…“ (V. 2)
  • Der bestätigende Bund mit dem Volk: „David schloss einen Bund mit ihnen in Hebron vor dem Herrn. Und sie salbten David zum König…“ (V. 3)
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Hesekiel 24: Wie wird ein Topf frei von Rost?

Jerusalem ist eine mörderische Stadt, in der viel Blut vergossen wird, das sich nicht entfernen lässt. Wie ein Rostfleck an einem Kessel haften bleibt – so bleibt auch diese Unreinheit in Jerusalem hartnäckig bestehen.

Darum wird Gott den „rostigen Topf“ Jerusalem auf das Feuer stellen und seinen ganzen Inhalt zum Kochen bringen. Aber selbst wenn der Kessel vor Hitze glüht und der ganze Inhalt bereits verkocht ist, wird sich der Rostfleck immer noch am Topf befinden, weil eine Befreiung von Blutschuld nicht durch Gerichte (Hesekiel 24, 12), sondern nur durch die Inanspruchnahme von Gottes reinigender Gnade möglich ist (Hesekiel 24, 13).

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Kolosser 4: Willkommen im Team!

„Mein Gruß mit meiner, des Paulus, Hand.. Die Gnade sei mit euch!“ Kol. 4,18

Paulus bittet in seinen Briefen auch immer wieder um Fürbitte für sich selbst und seinen Dienst (V. 2-3). Er beteiligt die Christen an dem Missionsauftrag Jesu – selbst als Gefangener in Rom. Und er befiehlt ihnen einen weisen Umgang an mit ihren Zeitgenossen: Zeit nutzen, liebliche und gewürzte Rede, seinen Glauben verantworten! Die Kolosser fühlen sich als Mitarbeiter von Paulus – toll! Die Grüße aus seinem Team in Rom unterstreichen das nochmals.

Wir sind Mitarbeiter Gottes – er zieht uns mit hinein in seine Pläne. Er gibt uns Tipps und lässt uns grüssen. Es ist toll, in seinem Team zu sein!

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1. Chronik 10: Mach´s mit meinem Ende gut!

Die ausgesprochen kurz gehaltene Wiedergabe der geschichtlichen Entwicklung in 1. Chronik widmet nach einer kurzen Auflistung der Familie Sauls dem Tode dieses ersten Königs ein ganzes Kapitel (1. Chronik 10).

Das ist angesichts der Tatsache, dass Saul vorher nur eine sehr knappe Erwähnung findet, eine bemerkenswerte Proportion in der Berichterstattung. An dem traurigen Schicksal dieses Mannes wird die Notwendigkeit der Bitte zu Gott deutlich: „Mach´s mit meinem Ende gut!“.

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