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Hesekiel 38: Der abschließende Kampf

Der Abschnitt Hesekiel 38 bis 39 hat ein Alleinstellungsmerkmal im Alten Testament, weil hier eine Phase in Gottes Heilsgeschichte beschrieben wird, die erst zum Abschluss des messianischen Friedensreiches „am Ende der Zeiten“ (Hesekiel 38, 8) stattfinden wird und darum auch im letzten Buch der Bibel Erwähnung findet (Offenbarung 20, 7-9).

Bei dem, was hier berichtet wird, handelt es sich um eine letzte Auflehnung gegen Gott und sein Volk, gegen das Reich Gottes in dieser Welt.

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1Timotheus 1: Es geht um das Evangelium

„Diese Botschaft befehle ich dir an..“ 1Tim. 1,18

Die beiden Timotheusbriefe schrieb Paulus seinen Mitarbeiter Timotheus als Gemeindeleiter in Ephesus. Vielleicht kam er nach der Gefangenschaft in Rom noch einmal frei und schrieb den 1. Timotheusbrief und Titusbrief aus Mazedonien. Manche meinen, dass er in einer 2. Gefangenschaft in Rom ca. 67 hingerichtet wurde. Vorher schrieb er seinen letzten Brief, den 2. Timotheusbrief an seinen vertrautesten Mitarbeiter Timotheus. Die Timotheusbriefe gehören mit dem Titusbrief zu der Gruppe der sogenannten Pastoralbriefe – Schreiben an Mitarbeiter, die ihnen in ihrem Gemeindedienst helfen sollten. Diese wurden dann natürlich auch von den Gemeinden gelesen.

Paulus stellt dem Timotheus nochmals das Evangelium in der Hauptsumme vor Augen (V. 5 und V. 18). Nachdem „etliche“ (V. 3 und 6 und 20) von diesem Evangelium abgewichen sind, will Paulus seinem Schüler das ganze Gewicht nochmals ans Herz legen.

Zum Evangelium gehört einerseits die Verkündigung des Gesetzes Gottes. Er erwähnt die Gebote 4 bis 8 als Beispiele (V. 9-10): 4= Eltern ehren, 5= nicht morden, 6= nicht Ehe brechen, 7= nicht stehlen, 8= nicht lügen. Anderseits spricht er von der Gnade (V. 13-16), die er selber überwältigend erlebt hat: der Lästerer und Verfolger und größte Sünder erfährt „Barmherzigkeit“, „Rettung“ und „Geduld“ Gottes durch Jesus. Diese Botschaft muss unverfälscht – über sein Leben hinaus – weitergegeben werden.

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1. Chronik 19: Niedrige Motive in der hohen Politik

In dieser gerafften Zusammenfassung von kriegerischen Auseinandersetzungen wird exemplarisch deutlich (1. Chronik 19, 1-5), wie leicht Missverständnisse entstehen und Anlass zu Kriegen geben.

Erschreckend daran ist die Leichtfertigkeit und die Ichbezogenheit der Verantwortungsträger, die eine ganze Region der Welt ins Verderben bringen kann. Es geht in der hohen Politik oft um sehr niedrige Motive, die den Streit und Kampf herausfordern (Jakobus 4, 1). Weil auch die großen Machthaben von kleinlichen Anlässen getrieben werden können, ist die Fürbitte für sie um so wichtiger (1. Timotheus 2, 1-2).

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Hesekiel 37: Vom Gruseln zum Glauben!

Dieses Kapitel (Hesekiel 37) wirkt zuerst wie ein Ausschnitt aus einem Horrorfilm. Der Prophet begegnet der Welt des Todes, die sich in einem weit fortgeschrittenen Verwesungsstadium befindet.

Dieser Zustand verändert sich, als Hesekiel in diese Sphäre des Todes die Lebenszusage Gottes verkündigt. Auf einmal kommt Bewegung in die Menge der Skelette und Gerippe. Es fängt nicht nur an zu klappern. Sondern es beginnt etwas zu leben, weil Gott neues Leben schenkt.

Manches menschliche Dasein ist wie tot. Es gibt leider auch manche innerlich abgestorbenen Gemeinden, die zum Gruseln sind. Was kann passieren, wenn in diese Situationen hinein die Botschaft verkündigt wird, wie Gott es will? Es kommt vom Gruseln zum Glauben!

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2Thessalonicher 3: Mit den Füßen auf dem Boden, mit dem Herzen im Himmel

„… der Glaube ist nicht jedermanns Ding. Aber der Herr ist treu…“ 2Thess. 3, 2-3

Hier wird Paulus noch deutlicher: Einige Thessalonicher wollten vor lauter Endzeiterwartung nicht mehr arbeiten. Diese gaben ein schädliches Bild der Gemeinde auf die Umwelt ab. Deshalb sollten sich die Christen – natürlich nach vorheriger Ermahnung – im Negativfall von solchen Leuten distanzieren.

Wenn morgen die Welt unterginge – heute noch einen Apfelbaum pflanzen, und seine Schulden bezahlen (so Luther), das ist christliche Endzeiterwartung. Ganz erdverhaftet hier sein und ganz auf den kommenden Christus blicken, mit den Füßen auf dem Boden, mit dem Herzen im Himmel, das ist die Kunst christlicher Zukunftserwartung.

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1. Chronik 18: Gott lässt sich nicht abschütteln!

Ein Satz, der in 1. Chronik 18 zwei Mal Erwähnung findet, besteht in der Feststellung: „Denn der Herr half David, wo er auch hinzog.“ (1. Chronik 18, 6.13).

Ich bin mir nicht sicher, ob alle Wege Davids die Zustimmung Gottes gefunden haben. Aber auf allen Wegen hat Gott ihn geholfen in dem Sinne, das er gute Wege bestätigte und schlechte Wege korrigierte oder verhinderte oder in manchem Schlimmen vor noch Schlimmeren bewahrte…

Gott ließ sich von David nicht abschütteln. Wo er auch hinzog, war Gott in Reichweite.

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2Thessalonicher 2: Fixpunkt in turbulenten Zeiten

„So steht nun fest, liebe Brüder, und haltet euch an die Lehre, in der ihr durch uns unterwiesen seid..“ 2Thess. 2,15

Paulus muss den Thessalonichern in Sachen Eschatologie nachlegen. Manche dachten – unter dem Druck der Verfolgung – der Tag des Herrn, die Wiederkunft Jesu sei schon da. Paulus belehrt sie, dass erst der Antichrist in Person erscheinen muss (V. 8). Sie sollten fest bleiben und sich nicht beirren lassen (V. 15).

Die Heilsgeschichte spitzt sich antichristlich zu. Den Hauptblick aber sollen Christen auf den wiederkommenden Christus richten, nicht auf Endzeitszenarien (V. 16-17).

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1. Chronik 17: Ein Theologe korrigiert sich

Der Prophet Nathan war eine hoch stehende geistliche Autorität in Israel. Als David ihn um ein theologisches Gutachten bittet, legt sich Nathan ziemlich voreilig fest und gibt eine zustimmende Beurteilung ab (1. Chronik 17, 2). Es war peinlich und demütigend für ihn, dass Gott ihn in der Nacht darauf eines Besseren belehrt und in beauftragt, sein vorschnelles Urteil zu widerrufen (1. Chronik 17, 3). Aber diese Bereitschaft eines Theologen, seinen Irrtum einzugestehen, sorgt dafür, dass der religiös motivierte Leistungsanbieter David zum Entdecker der freien Gnade Gottes wird. Theologische Irrtümer sind fatal. Aber was für eine befreiende Kraft liegt darin, wenn sich Theologen ihrer Irrtümer und Schnellschüsse bewusst werden und sie zum Segen für sie selbst und für andere Menschen widerrufen.

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Hesekiel 34: Gott kümmert sich selbst darum!

Hesekiel 34 ist ein ernstes Kapitel, nämlich eine „Weissagung wider die Hirten Israels“ (V. 1). Es ist aber auch ein sehr tröstendes Kapitel, weil Gott erklärt, dass er das Versagen seiner Hirten nicht nur an diesen straft, sondern dass er „sich selbst“ um die vernachlässigte Herde kümmern wird. Dieses Versprechen hat Gott bereits erfüllt, indem er Jesus als den „guten Hirten“ (Johannes 10) zu seinen Menschen schickte. Wir müssen nicht an dem Versagen von Menschen in unserem Leben scheitern, sondern dürfen von Gott erwarten, dass „er sich selbst seiner Herde annimmt“ (Hesekiel 34, 11).

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