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2. Chronik 36: Jetzt ist Sabbat!

Mit einem solchen Satz bringen wir zum Ausdruck, dass etwas zu Ende ist. Manchmal kann das drohend gemeint sein und manchmal ist es Ausdruck eines befriedigenden Abschlusses und gleichzeitigem Neuanfangs.

Das letzte Kapitel im 2. Chronikbuch schildert die gesteigerte und immer schneller fortschreitende Dekadenz im Volk Israel trotz der intensiven Bemühungen Gottes um Einsicht. Die Konsequenz dieser kontinuierlichen Ablehnung ist das Gericht (2. Chronik 36, 15-17).

Dieses Gericht ist aber gleichzeitig auch in positiver Weise ein „Sabbat“ (2. Chronik 36, 21), der den Neuanfang Gottes einleitet (2. Chronik 36, 22).

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Obadja: Feuer oder Stroh?

Mit dem Song „El condor pasa“ hat das Popduo Simon & Garfunkel die Sanftmuts-Philosophie von Jesus kritisch kommentiert. Verständlicherweise wollten sie lieber Vogel statt Schnecke sein, lieber der Hammer als der Nagel…

Die Frage ist allerdings, ob sich die gegenwärtige Machtstellung nicht zu einem späteren Zeitpunkt als Verlust und Nachteil herausstellen könnte?

In seiner kurzen Prophetie über das mächtige Volk der Edomiter macht Obadja deutlich: Die Edomiter fühlten sich allen überlegen und unterdrückten unter anderem auch das Volk Israel (Obadja 3). Aber dieses Verhältnis wird sich zu einer bestimmten Zeit ins Gegenteil verkehren, wenn das Volk Israel wie „Feuer“ und die Edomiter wie „Stroh“ sein werden (Obadja 18).

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2Petrus 3: Gemeinde Jesu glaubt dem Wort Gottes mehr, als dem Augenschein: Jesus kommt wieder

„Wir warten auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde nach seinem Versprechen, auf welchen Gerechtigkeit wohnt.“ 2Petr. 3,13

In seinem letzten Kapitel 3 nimmt Petrus die Argumente der Irrlehrer auf, die eine zukünftige Wiederkunft Jesu verspotten: Die Welt folge einem „ewigen Kreislauf„, es gäbe kein Anfang und kein Ende (V. 4). Petrus aber betont die christliche Lehre, die nicht von kreisenden Abläufen ausgeht, sondern linear von Anfang und Ende spricht, Schöpfung und Weltvollendung in einem neuen Himmel und einer neuen Erde. Und wie es schon einmal ein weltweites Gericht Gottes durch Wasser (Sintflut) gegeben hat, so wird es ein solches Gericht in Zukunft durch Feuer geben. Dass sich die Wiederkunft Jesu scheinbar „verzögert“, soll als Geduld Gottes gewertet werden (V. 9 und 15), als Zeit für Umkehr.

Interessant ist auch, dass Petrus einen „innerbiblischen Kommentar“ zu den Briefen des Paulus abgibt, die die Irrlehrer ebenfalls kritisieren (V. 15-16).

Auch heute ist die Argumentation des Petrus zur Wiederkunft Jesu hoch aktuell. Gegen 2000 Jahre und den Spott der Spötter glaubt die Gemeinde Jesu: Jesus kommt wieder!

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2. Chronik 35: Richtige Töne aus falscher Richtung

Josia war ein Mann, der mit Gott lebte und ihm gehorchen wollte.

Allerdings rechnete er nicht damit, dass Gott auf eine „außerordentliche“ Weise zu ihm reden könnte. Und zwar durch einen heidnischen Machthaber, den Gott für eine bestimmte Sache beauftragt hatte (2. Chronik 35, 20-23).

Jesus sagt: „Der Wind weht, wo er will!“ (Johannes 3, 6). Wir können die Frage, was göttliche Wahrheit ist, nicht davon abhängig machen, ob es fromme Leute sind, die uns etwas sagen. Sondern was göttliche Wahrheit ist, ergibt sich daraus, ob das, was uns mitgeteilt wird, dem Maßstab der Bibel entspricht.

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Amos 9: Unnachgiebigkeit Gottes

Im ersten Teil dieses letzten Kapitels beschreibt der Prophet Amos erneut, dass der Mensch dem Gericht Gottes nicht entrinnen kann (Amos 9, 1-6).

Und im zweiten Teil des Kapitels geht es um den unnachgiebigen Gnadenwillen, mit dem Gott sein Volk sucht und wieder errettet (Amos 9, 11). Diese gnädige Unnachgiebigkeit ist der Motor der christlichen Mission (Apostelgeschichte 15, 13-21).

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2Petrus 2: Die Gefährdungen der Gemeinden…

„Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten..“ 2Petr. 2,9

Petrus charakterisiert die falschen Propheten, die die Gemeinden verwirren und verführen, lehrmäßig und ethisch. Die Kirchengeschichte hat zwar gezeigt, dass Irrlehrer nicht immer böse Menschen sein müssen (das macht es doppelt schwer), aber Petrus versucht den Gemeinden mit drastischen Worten die Augen zu öffnen, wo Lehre und Leben nicht mit der Botschaft der Apostel zusammenpassen.

Die Irrlehrer stehen unter dem Urteil Gottes – er richtet, wie auch schon bei Noah und Sodom und Bileam. Die Gerechten müssen oft leiden (wie Lot in Sodom), werden aber vor dem Gericht gerettet.

Auch wenn es nicht unsere erste Aufgabe ist, dauernd auf die Bosheit und Gottlosigkeit dieser Welt hinzuweisen (manche sehen in Abgrenzung ihre Hauptaufgabe), sondern das Evangelium zu verkündigen, so ist es doch wichtig, Irrlehre zu benennen und die Gemeinde zu schützen.

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2. Chronik 34: Entwicklungspunkte

Josia wird bereits im Alter von 8 Jahren König. Wie gefährdet ist ein Mensch, der schon in so jungen Jahren in eine dermaßen exponierte Stellung gelangt!

Aber im weiteren Verlauf der Berichterstattung aus dem Leben Josias werden drei sehr gesunde und wichtige Entwicklungsschritte genannte:

  1. Im Alter von 16 Jahren beginnt Josia, Gott zu suchen (2. Chronik 34, 3).
  2. Im Alter von 20 Jahren befreit er sich und das Land von jedem Götzendienst.
  3. Im Alter von 26 Jahren veranlasst er, dass der Tempel wieder hergestellt wird (2. Chronik 34, 8) und macht dabei erschütternde und errettende Entdeckungen.
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Amos 8: Glücklich zu schätzen sind die Hungrigen!

Das behauptet Jesus! Allerdings bezieht sich diese „Seligpreisung“ auf einen ganz bestimmten Hunger, den Hunger nach Gerechtigkeit (Matthäus 5, 6).

Außerdem ist dieser Hunger nur dann ein Anlass zur Beglückwünschung, wenn er rechtzeitig eintritt, d. h. solange er gestillt werden kann.

Amos spricht in seiner Prophetie (Amos 8, 11-12) von einem Hunger nach Gott und seinem Wort, der zu spät entsteht und dann leider keine Aussicht auf Befriedigung mehr hat.

Ein solcher Hunger ist eine Qual. Darum sollte unser Gebet sein: „Herr, sättige uns frühe mit deiner Gnade!“ (Psalm 90,14).

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2Petrus 1: Das letzte Vermächtnis des Petrus

„… diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren.“ 2Petr. 1,18

Petrus schreibt am Ende seines Lebens (V. 13-15) (67 unter Nero getötet) an die gleichen Gemeinden wie in seinem ersten Brief, auf den er auch Bezug nimmt (Kap. 3,1). Ihn treibt die Sorge um, dass Irrlehrer die Gemeinden verwirren: Sie missbrauchen die christliche Freiheit zu einem sündhaften Leben und verleugnen den Glauben an die Wiederkunft Christi. Schon im 1. Jahrhundert war Gemeinde Jesu durch Verfolgung und Verführung angefochten. Daran hat sich all die Jahrhunderte nichts geändert.
Wichtige Akzente dieses ersten Kapitels sind:

  • Christen haben alle Erkenntnis geschenkt bekommen, die sie zu einem Leben mit Gott benötigen (V. 3-4)
  • Der Glaube entfaltet sich im praktischen Leben (V. 5-8)
  • Petrus verkündet nicht kluge Fabeln, sondern hat die Herrlichkeit Jesu (auf dem Berg der Verklärung) selber gesehen und gehört (V. 16-18).
  • Das prophetische Wort des AT, das auf Christus hinweist, ist sicher und gewiss. Prophetische Rede kommt nicht ausschließlich aus Menschen, sondern der Geist Gottes hat Menschen getrieben, zu reden und zu schreiben (V. 19-21).
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2. Chronik 33: Gegen die Gegenreformation

Manasse, Sohn und Nachfolger von Hiskia, dem großen Reformator des Volkes Juda, entwickelt ganz bewusst und aggressiv eine gottlose Gegenkultur. Er provoziert Gottes Zorn (2. Chronik 33, 7) und begeht ganz viele Tabu-Brüche. Sein negativer Einfluss erreicht nicht nur das ganze Volk, sondern führt auch in eine besonders intensive Entfremdung von Gott (2. Chronik 33, 9).

Gott kann diese Gegenreformation nicht nur stoppen, sondern er dreht zuerst den König Manasse und dann diese antigöttliche Bewegung um ins Gegenteil (2. Chronik 33, 11-13). Für Gott gibt es keine Situation, die er nicht umdrehen und reformieren könnte.