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Jesjaja 30-31: Mit viel PS in den Untergang!

Noch vor der Erfindung des Automobils verließ sich das Volk Israel auf „Pferdestärken“. Denn die Israeliten schlossen mit der Militärmacht Ägypten, die über eine großer Reiterei verfügte, ein Bündnis, um sich auf diese Weise gegen die Assyrer zu schützen: Jesaja 31, 1-3.

Gegen diese eigenwilligen politischen Rettungsschirme der damaligen Zeit spricht sich Gott ganz klar aus (Jesaja 30, 1-3) und erklärt, dass nicht die Kraft und Schnelligkeit der Pferde die Rettung bringt (Jesaja 30, 16-17), sondern dass Israels Kraft und Hilfe im stillen Vertrauen Gott gegenüber besteht (Jesaja 30, 15).

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Apostelgeschichte 15, 22-41: Missionsarbeit mit Hindernissen

„Als sie den Brief lasen, wurden sie froh über den Zuspruch.“ Apg. 15,31

Der Beschluss des Apostelkonzils führt in seiner Konsequenz zur 2. Missionsreise. Nicht nur die Heidenchristen in Antiochien waren froh über die Nachrichten aus Jerusalem, sondern auch die Christen in Kleinasien betraf das. Paulus ergreift die Initiative zur 2. Missionsreise. Da kommt es wegen Markus zum Streit und zur Trennung zwischen Paulus und seinem lieben Bruder Barnabas, der ihn in Jerusalem eingeführt hatte, der so viel mit ihm in Antiochien und Kleinasien erlebt hatte – ! Aber Paulus hatte anscheinend schon auf der 1. Missionsreise nach Zypern die Leitung des Missionsteams übernommen (Kap. 13,13 ab hier wird er immer als erster genannt!). Paulus wollte bei solch gefährlichem Einsatz kein Risiko eingehen. So wurden aus einem Missionsteam zwei: Barnabas und Markus – Paulus und Silas. Gut zu wissen, dass Paulus später noch zu einer anderen Meinung über Markus gekommen ist (2Tim. 4,11).

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Richter 13-14: Team-Entwicklung

Die Eltern von Simson, einem weiteren Richter des Volkes Israels, sind ein sehr bemerkenswertes Ehepaar. Als die Mutter über einen Engel Gottes die Information erhält, dass sie auserwählt worden sind, einem zukünftigen Retter Israels das Leben zu schenken und zu erziehen, legt sie gemeinsam mit ihrem Mann Wert darauf, dass sie diesen großen geistlichen Entwicklungsschritt gemeinsam vollziehen. Zu diesem Zweck erbitten sie von Gott eine Bestätigung und Erklärung seines Planes für beide Partner. Gott lässt sich auf diesen Wunsch ein und schafft somit ein zuverlässiges Team. Nachzulesen in Richter 13 und 14.

Wenn Du schnell gehen willst, dann gehe allein. Wenn Du weit kommen und lange durchhalten willst, dann gehe gemeinsam.

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Jesaja 29: Fromme Klappe – ohne Herz!

Bei Jesaja 29 handelt es sich um ein sehr bedeutungsvolles Kapitel, auf dessen Inhalt und Bildmaterial im Neuen Testament zurück gegriffen wird.

Eine kurze, aber erschütternde Passage stellt die Charakterisierung der Frömmigkeit Israels dar. Ihr wird eine hohe Sprachkompetenz bescheinigt: Jesaja 29, 13. Der Mund hat viel zu tun und die Lippen ehren Gott in den höchsten Tönen. Es handelt sich um eine Theologie, die sich zu artikulieren versteht und vortreffliche Worte findet. Die entscheidende Kritik besteht in der Feststellung, dass gleichzeitig – während die Sprache tief durchdacht und hoch differenziert Frömmigkeit präsentiert – das Herz unbeteiligt bleibt und fern von Gott ist.

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Apostelgeschichte 15, 1-21: Weise Beschlüsse!

„Da man sich lange gestritten hatte…“ Apg. 15,7

Die Gemeinde Antiochien muss einen ersten Konflikt bestehen. Judaistische Lehrer machen die Beschneidung für Heidenchristen zur absoluten Auflage (V. 1 und 5). Der Streit darüber kann in Antiochien nicht allein gelöst werden. Das Apostelkonziel in Jerusalem soll den Fall klären (V. 2). Petrus äußert sich mit seinen Erfahrungen aus Cäsarea, Paulus und Barnabas berichten von ihrer Reise, Jakobus als Leiter spricht das abschließende Wort nach Verweis auf das AT: Keine Beschneidung für Heidenchristen (V. 19), die allerdings um der Judenmission willen (V. 21) den Juden kein Ärgernis bieten sollen (V. 20). Nicht nur ein weiser Beschluss, sondern die Tür zur Heidenmission wird dadurch noch weiter aufgestoßen (die Beschneidung wäre für Heiden ein großes Hindernis gewesen!).

Also: Manche Gemeindekonflikte brauchen eine Lösung von außen! Gottes Geist leitet zu weisen Beschlüssen (V. 28). Mission, das Hauptanliegen Jesu, soll gefördert werden!

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Richter 10-12: Lassen wir einfach Gott entscheiden!

Am Bemerkenswertesten von der Regierungszeit des Richters Jeftah finde ich nicht die Frage nach seinem Gelübde und dessen Folgen (Richter 11, 30-31), sondern die Geschicklichkeit, mit der er den Anspruch des ammonitischen Königs auf das von Israel bewohnte Land widerlegt: Richter 11, 14-27.

Das ist eine großartige Verteidigung der politischen Besitzstände, die sich ja nicht ohne Mitschuld der ammonitischen Vorgänger-Könige in der Vergangenheit entwickelt haben, die aber vor allem in dem Handeln Gottes ihre Begründung finden. Wenn der ammonitische König mehr Raum benötigt, dann soll er diese Ansprüche unter Berufung auf seinen Gott durchsetzen. Nach dem Motto: Überlassen wir die uns betreffenden Fragen doch einfach dem Gott, an den wir jeweils glauben. In dieser Rede des Jeftah steckt einerseits eine vergleichende Gegenüberstellung und damit eine gewisse Herausforderung. Andererseits macht Jeftah ein Friedensangebot.

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Jesaja 28: Die Flut kommt – der Fels bleibt!

Diese angekündigte Flut (Jesaja 28, 2) wird alles umspülen, unterspülen und überspülen. Angesichts dieses Gerichts helfen keine Dämme (Jesaja 28, 15; Jesaja 28, 17-18).

Es gibt nur einen „Grundstein“, der „fest gegründet“ bleibt und darum jedem, der dort Zuflucht sucht, eine Überlebenschance bietet: Jesaja 28, 16.

Die neutestamentlichen Schriftsteller deuten diesen Vers als Hinweis auf die einzigartige und allein gültige Retterfunktion von Jesus: Römer 9, 33; Römer 10, 11; 1. Petrus 2, 6.

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Apostelgeschichte 14, 8-28: So ist Mission!

„… dass wir durch viel Trübsal müssen in das Reich Gottes gehen.“ Apg. 14,22

Das Abenteuer geht noch weiter und treibt auf die Spitze: Im nächsten Ort heilt Paulus einen Gelähmten (interessant: als Paulus „merkte, dass er glaubte“ (V. 9), heilte er ihn). Diese Heilung wird leider falsch gedeutet: Man will Paulus und Barnabas als Götter verehren – so entstand griechische Mythologie! Doch es kommen Menschen zum wahren Glauben.

Der wird aber sofort wieder gestört durch Juden, die aus den vorigen Städten nachreisen und Paulus verleumden. Es kommt zur Steinigung! Gott Lob überlebt Paulus das bewußtlos. Selbst diese Erfahrung hält ihn nicht ab, seinen Auftrag auszuführen. Auf dem Rückweg und der Rückreise ordnen sie Gemeindeleitung und berichten zuhause, was sie erlebt hatten. – Unglaublich! So ist Mission!

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Richter 9: Die typische Laufbahn eines Gernegroß!

Hinterhältig und brutale reißt Abimelech die Regierung an sich: Richter 9.

Wer mit Hilfe von korrupten und sehr fragwürdigen Methoden seine Machtansprüche durchsetzt, muss sich nicht wundern, wenn seine Freunde und Unterstützer diese beispielhafte Vorgehensweise und Freiheiten auch für sich selbst und ihre ganz eigenen Interessen in Anspruch nehmen.

Die Art und Weise, in der ich meine Karriere verfolge, vermittelt nicht nur Einblicke in meinen Charakter, sondern gibt auch Aufschluss über die Berechtigung für die von mir angestrebte Position. Und nicht selten ist der Stil, wie wir uns „nach oben bewegen“, auch die Vorlage dafür, wie wir wieder „nach unten verabschiedet“ werden können.

Wer sich eigenmächtig an die Spitze katapultiert, ist und bleibt auf seine eigene (Ohn)Macht angewiesen, wenn er in dieser Position in Frage gestellt wird.

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Jesaja 26-27: Schmerzhaft sehen – fröhlich blind?

Nachdem Jesaja in den vorausgehenden Kapiteln „Gericht“ und „Gnade“ beschrieben hat, widmet er sich in Jesaja 26 und Jesaja 27 einer Charakterisierung des „Glaubens“.

Der Glaube hält mit einem „festen Herzen“ und „in jeder Situation“ (Jesaja 26, 3-4) an Gott fest und erkennt Gott darum auch mitten im Gerichtsgeschehen (Jesaja 26, 8-9).

Der Unglaube erkennt Gott noch nicht einmal in dem gnädigen Handeln Gottes (Jesaja 26, 10).