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Jeremia 18: Kein Hassprediger

Jeremia muss sich gegen den ständigen Vorwurf zur Wehr setzen, ein Hassprediger zu sein (Jeremia 17, 15-16). Verkündiger der biblischen Botschaft müssen unangenehme Wahrheiten weitergeben, die sie nicht aussuchen oder selbständig in den Vordergrund stellen. Dazu gehört auch die Botschaft von „Töpfer und Ton“ als Wiedergabe des Verhältnisses zwischen Schöpfer und Geschöpf, bzw. Gott und Mensch (Jeremia 18, 6). Das wendet sich ganz klar gegen das menschliche Autonomiebewusstsein (Jeremia 18, 12) und führt zu einer gesteigerten Ablehnung des Propheten bis hin zu Redeverbot und Angriff auf seine Existenz (Jeremia 18, 18). Jeremia ist kein Hassprediger, aber ein gehasster Prediger.

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Römer 12: Meine Antwort auf Jesu Opfer…

„… stellt euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung… „ Röm. 12,1

Im 12. Kapitel beginnt Paulus mit einem ethischen Teil: praktische Lebenskonsequenzen aus guter Theologie. Über allem christlichen Leben steht der Satz: Unser Leben – ein Opfer für Gott! Unser Leben – ein Gottesdienst! Mein Leben – ein Dank für das Opfer Jesu für mich! Das ist die größte Motivation für gute Taten (V. 1-2).

Der Einsatz des christlichen Lebens erfolgt durch „Gnadengaben“, Begabungen, die Christen einsetzen sollen, um Gott und dem Nächsten zu dienen. Hier 7 Gaben Gottes in einem von mehreren Gabenkatalogen des NT  (V. 3-8).

In den Versen 9-13 geht es um den Umgang mit Geschwistern in der Gemeinde, V. 14-18 mit Menschen allgemein und V. 19-21 mit Feinden im Besonderen.

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2. Samuel 21: Verträge helfen

Die Sünden der Vergangenheit holen uns ein. Söhne in der Familie Sauls müssen sterben, weil ihre Väter Schuld auf sich geladen haben (2. Samuel 21). Mefi-Boschet wäre im Normalfall einer der Ersten gewesen, die aufgrund dieser Blutschuld in der Herkunftsfamilie ihr Leben verloren hätten.

Aber Mefi-Boschet bleibt verschont. Nicht, weil er unschuldiger gewesen wäre als die anderen. Nicht weil er aufgrund seiner körperlichen Behinderung verschont wurde. Nicht, weil er besonders sympathisch gewesen wäre.

Sein Vater Jonathan hat mit dem zukünftigen König David einen Bund geschlossen, der zwischen ihnen und ihren Nachkommen Gnade und Barmherzigkeit versprach. Allein dieser Vertrag rettete Mefi-Boschet das Leben.

Irgendwann werden wir alle von unserer eigenen Vergangenheit eingeholt. Dann hilft uns nicht eigene Redlichkeit oder irgendwelche mildernde Umstände, sondern nur der heutige Bundesschluss mit dem zukünftigen Richter der Welt (Apostelgeschichte 17, 30-31).

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Jeremia 17: Der Sache auf den Grund gehen

Auch in Jeremia 17 geht es um den schweren Herzfehler, auf den Jeremia bereits öfter zu sprechen gekommen ist. Das „überaus trügerische und bösartige Herz“ kann von niemandem „ergründet“ werden. Nur Gott kann unser Innerstes erforschen und der Sache „auf den Grund gehen“. Das geschieht sehr individuell, nämlich bei „jedem einzelnen“, und ganz angemessen, nämlich bei jedem „entsprechend seiner Wege und Taten“ (Jeremia 17, 9-10).

Diese gründliche Diagnose ist die Voraussetzung für echte Heilung, die Gott auch möglich machen kann (Jeremia 17, 14).

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Römer 11: Gott kommt zu seinem Ziel

„Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen.“ Röm. 11,29

Nachdem die Leser in den Schmerz des Paulus mit hineingenommen sind, stellt er die alles entscheidende Frage: Ist Israel von Gott verworfen – wie es scheinbar aussieht? Das aber weist Paulus weit von sich. Gott steht zu seiner Erwählung! Als Beweis führt er sich selber an („Ich bin auch ein Jude“) und Elia, der auch nicht glauben konnte, dass noch 7.000 Weitere Baal widerstanden haben. Die Lösung für Paulus ist die Erwählung Gottes (V. 7).

Er zeigt sogar auf, dass Erwählung einen für uns (nicht immer) erkennbaren Sinn macht. Israels Verstockung war die Zeit der Heiden (ihre Verwerfung der Welt Versöhnung, V. 15), in Gottes Heilsgeschichte einzusteigen.

Deshalb sollen die Heiden nicht hochmütig auf Israel herabschauen, sondern Erfurcht vor Gott haben (V. 20).

Gottes Heilsgeschichte zielt auf die „Fülle der Heiden“ hin und auf „ganz Israel“ (V. 25-26). Beides sind Teilmengen, weil sich nicht alle Menschen retten lassen. „Ganz Israel“ ist die ganze Schar derer, die bei der Wiederkunft Christi Jesus als Messias endlich annehmen wird. Gott wird sich „aller“ = Menschen aus beiden Gruppen, Juden und Heiden, erbarmen (V. 32).

Den Abschluss bildet eine Doxologie (Verherrlichung) Gottes (V. 33-36), der durch eine jahrtausende lange Geschichte mit seinen Menschen zum Ziel kommt. Das bleibt ein großes Geheimnis, das man nicht bis ins Letzte erklären kann. Anbetung Gottes ist die angemessene Weise, darauf zu antworten!

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2. Samuel 20: Falsche Brüder

Joab hatte einen neuen Konkurrenten. Nach Abner, den er bereits ermordet hatte (2. Samuel 3), bestand für ihn nun die Gefahr, dass Amasa ihn eventuell ersetzen könnte. Auf eine sehr heimtückische Art und Weise beseitigt er nun auch diesen Mann, obwohl es sein Kampfgenosse war (2. Samuel 20).

Der Apostel Paulus erwähnt als eine besondere Herausforderung für seinen Dienst die „Gefahr unter falschen Brüdern“ (2. Korinther 11, 26). Das sind Menschen, die mit Dir im gemeinsamen Einsatz für die Sache Gottes stehen, dabei aber in Wirklichkeit vor allen Dingen ihre eigenen Ziele verfolgen. Und wenn andere Personen ihren privaten Absichten im Wege stehen, dann werden diese Leute ausgeschaltet. Und zwar nicht in einer offenen Auseinandersetzung, sondern sie geben vor, jemanden zu umarmen, und erdolchen ihn bei dieser Gelegenheit. Das sind solche „falschen Brüder“ wie der grausame Joab. Gott bewahre uns vor ihnen. Und Gott bewahre uns davor, solche „falschen Brüder“ zu werden.

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Jeremia 16: Wer bietet mehr?

Israel ist in negativer Hinsicht steigerungsfähig. Ihre Sünde übertrifft die frühere Schuld ihrer Väter (Jeremia 16, 12).

Aber Gott sei Dank ist er auch steigerungsfähig. Sein nachträgliches Erbarmen übertrifft sogar noch das Gnadenhandeln, das bisher als Grundlage der Beziehung zwischen Gott und seinem Volk gegolten hatte (Jeremia 16, 14-15).

Gottes Liebe überbietet alles: „Ist die Sünde mächtig geworden. Dann ist seine Gnade noch mächtiger geworden!“ (Römer 5, 20).

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Römer 10: Welch ein langer Atem!

„Herr, wer glaubt unserm Predigen?“ Röm. 10,16

Mit persönlichen Schmerzen schreibt Paulus davon, dass Israel seine eigene Gerechtigkeit aufrichtet. Moses Maßstab wollte nie eigene Werkgerechtigkeit erzeugen, sondern Menschen zum Glauben erziehen, weil Gottes Maßstab unerreichbar war und ist. „Christus“ vom Himmel herab-, oder aus den Toten herauf „zu holen“ (V. 6-7) – ist ein Bild für menschliche Überheblichkeit und eigene Leistung. Glaubensgerechtigkeit empfängt Christus. Wer von Herzen glaubt und bekennt, wird gerettet.

Die logischen Kettenglieder (V. 14-15) zeigen auf, dass sich Menschen auf den Weg machen müssen, Menschen zu Gott zu rufen, auch Juden. Das aber ist zur Zeit ein mühseliges Unterfangen, weil Israel ein Volk ist, „das sich nichts sagen lässt und widerspricht“ (V. 21).

Das aber trifft nicht nur auf das Volk Israel zu, sondern auch auf Nichtjuden hier und heute. Welch einen langen Atem hat Gott in seiner Heilsgeschichte!!!

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2. Samuel 19: Ungerechtfertigte Trauer

Joab ist eine schillernde Persönlichkeit, die auch sehr viele erschreckende und grausame Züge trägt. Doch im Hinblick auf sein in 2. Samuel 19 berichtetes Auftreten gegenüber David hat er meine volle Sympathie.

David beweint lautstark und sehr öffentlichkeitswirksam seinen Sohn Absalom, der ihn verraten und bekämpft hat und der ihn bei einem Sieg, wie David ganz genau weiß, nicht geschont hätte.

Bei der Trauer um seinen intriganten und verlorenen Sohn übersieht und vernachlässigt David auf eine unverschämte und tief verletzende Weise die Männer, die ihm treu geblieben sind, ihr Leben für ihn eingesetzt haben und sowohl ihm als auch dem ganzen Volk Israel den Frieden erwirkt haben.

Wo beweinen wir Beziehungen, die in unserem Leben nicht (mehr) möglich sind und halten uns ungebührlich damit auf, während wir gleichzeitig undankbar und gleichgültig gegenüber den Menschen und Beziehungen sind, die Gott jetzt als Geschenk und Angebot in unser Leben stellt?

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Jeremia 15: Wer wird sich um dich kümmern?

Gott kündigt im Buch Jeremia immer wieder das Gericht für sein Volk an. In diesem Zusammenhang stellt er in Jeremia 15 aufrüttelnde Fragen, die es zu beantworten gilt: „Wer will sich denn deiner erbarmen, Jerusalem? Wer wird denn Mitleid mit dir haben? Wer wird denn kommen und fragen, ob es dir gut geht?“ (Jeremia 15, 5).

Die Antwort auf diese Frage nach den Freunden und Helfern in den Notlagen unseres Lebens, macht erkennbar, wo in unserem Leben der letzte Halt, der einzig uns verbleibende Trost im Leben und im Sterben ist! Wie lautet Deine Antwort auf diese Frage?

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