Permalink

Jesaja 26-27: Schmerzhaft sehen – fröhlich blind?

Nachdem Jesaja in den vorausgehenden Kapiteln „Gericht“ und „Gnade“ beschrieben hat, widmet er sich in Jesaja 26 und Jesaja 27 einer Charakterisierung des „Glaubens“.

Der Glaube hält mit einem „festen Herzen“ und „in jeder Situation“ (Jesaja 26, 3-4) an Gott fest und erkennt Gott darum auch mitten im Gerichtsgeschehen (Jesaja 26, 8-9).

Der Unglaube erkennt Gott noch nicht einmal in dem gnädigen Handeln Gottes (Jesaja 26, 10).

Permalink

Apostelgeschichte 14, 1-7: Turbulente Gemeindegründung

„…sie lehrten frei und öffentlich im Herrn, welcher das Wort seiner Gnade bezeugte und ließ Zeichen und Wunder geschehen…“ Apg. 14,3

In der nächsten Stadt – Ikonion – wiederholte sich das Muster von Antiochien: Aufmerksamkeit in der Synagoge, Juden und Griechen werden Christen, Spaltung der Menschen durch die Juden, Aufruhr, drohende Steinigung, Flucht in die nächsten Städte.

Überall, wo Paulus und Barnabas auftauchen, entsteht Gemeinde Jesu – und Hass der Ungläubigen. Warum entsteht bei uns heute oft weder das eine, noch das andere?

Permalink

Richter 8: Gute Leiter sind demütige Leiter

Der erfolgreiche politische Führer Gideon bekommt ein großes Angebot gemacht. Ihm und seiner Familie wird das Königtum in Israel angetragen (Richter 8, 22). Er braucht nur zuzugreifen und hätte dann eine Position für sich und seine Nachkommen erreicht, die unüberbietbar ist.

Aber Gideon verzichtet auf diesen Karrieresprung, weil er dadurch die Stellung Gottes in seinem Volk gefährdet sieht (Richter 8, 23). Er möchte auch als Ausnahmepersönlichkeit und berühmter Leiter des Volkes nicht Gott im Weg stehen, sondern will die göttliche Autorität und Anerkennung fördern. Gute Leiter achten darauf, dass sie mit ihrer eigenen Popularität und Wirksamkeit nicht Gottes Stellung beeinträchtigen.

Permalink

Jesaja 24-25: 2mal nicht veränderbar!

Das Gericht, das in Jesaja 24 beschrieben wird, findet seine Begründung darin, dass die Menschen die Gebote Gottes nicht nur übertreten, sondern sie verändern (Jesaja 24, 5), d. h. die bleibende Ordnung von Gut und Böse umgestalten wollen.

Die Gnade, die in Jesaja 25 beschrieben wird, findet ihre Begründung darin, dass die alten Ratschlüsse Gottes nicht nur zutreffend sind, sondern von Gott auch unverändert eingehalten werden (Jesaja 25, 1).

Zwei Dinge sind nicht veränderbar: Gottes Vorstellungen von Gut und Böse. Und Gottes Verheißung, uns Menschen gnädig zu sein.

Permalink

Apostelgschichte 13, 42-51: Es kann eigentlich nichts bleiben, wie es ist…

„Da das die Heiden hörten, wurden sie froh…“ Apg. 13,48

Die Verkündigung des Paulus ist die Sensation in der Stadt. Nicht nur die Juden kommen am nächsten Sabbat, sondern „fast die ganze Stadt“ – also auch viele Heiden (V. 44). Das ruft den Neid der Juden hervor und sie spalten die Menschen. Viele Heiden kommen zum Glauben und die „ganze Gegend“ wird erreicht (V. 49). Die Juden aber zetteln eine Verfolgung an, auf Grund deren Paulus und Barnabas in die nächste Stadt flüchten müssen. Diese Auswirkungen führen bei Paulus zu der Strategie: Den Juden zuerst – dann aber zu den Heiden! (V. 46).

Das Evangelium ruft Reaktionen hervor, positive, wie negative. Es kann eigentlich nichts bleiben, wie es ist…

Permalink

Richter 7: Wagendes Vertrauen

Aus Gideons wankendem Vertrauen wurde ein wagendes Vertrauen, das unabhängig war von den Umständen. Selbst als Gott das Heer Gideons drastisch reduzierte (Richter 7, 1-8), ließ dieser sich nicht von seinem Auftrag abhalten. Eine erneute und zusätzliche göttliche Beglaubigung (Richter 7, 9-14) war dafür bestimmt auch ausschlaggebend. Dieser wagende Glaube machte eine großartige Erfahrung (Richter 7, 15-23).

Permalink

Jesaja 22-23: Fragwürdige Krisenbewältigung

Das in Jesaja 22 und 23 beschriebene Gericht kann auf unterschiedliche Weisen verarbeitet werden:

  • Die einen richten ihre ganze Aufmerksamkeit darauf, sich gegen die negativen Begleiterscheinungen abzusichern und zu schützen (Jesaja 22, 8-10). Man bekämpft die Wirkung des Gerichts, aber erkundigt sich überhaupt nicht nach dem Verursacher desselben (Jesaja 22, 11) und danach, was er vielleicht mit dieser Zumutung in unserem Leben erreichen will.
  • Die anderen verdrängen die von Gott beabsichtigte Besinnung (Jesaja 22, 12) und widmen ihr Leben angesichts der im Raum stehen Bedrohung ganz bewusst dem Genuss und Rausch bis zum letzten Augenblick (Jesaja 12, 13).

Die einen stemmen sich gegen die Folgen des Gerichts an und versuchen das abzuwehren. Die anderen steigern im Bewusstsein der Unausweichlichkeit ihre Vergnügungssucht. Beide Haltungen ignorieren Gott und seine Zielsetzung.

Permalink

Apostelgschichte 13, 13-41: Offene Türen!

„… der ist gerechtfertigt, der an ihn glaubt.“ Apg. 13,39

Von Zypern aus fahren sie per Schiff nach Kleinasien – in die Heimat des Paulus!. Dort verlässt sie Johannes-Markus, weil ihm vielleicht der Weg durch die Gebirge zu gefährlich erschien, was nach Paulus Schilderung in 2Kor. 11,26 durchaus begründet war. Dieser Rückschritt von Markus wird später zu einem großen Streit und der Trennung von Paulus und Barnabas führen. Es sind eben keine Heldensagen in der Apostelgeschichte, sondern echte, menschliche Historie – und Gottesgeschichte zugleich!

In Antiochien/Pisidien finden sie in der Synagoge offene Türen! (V. 42). Sehr mutmachend für den jungen Missionseinsatz!

Permalink

Richter 6: Wachsendes Vertrauen

Zuerst ist das Vertrauen des neuen Richters Gideon noch etwas sehr Wankendes. Denn auf die Zusage Gottes (Richter 6, 12) reagiert er mit viel Skepsis (Richter 6, 13).

Gideon kennt zwar die früheren Machttaten Gottes. Aber trotzdem stellt er das ihm gegebene göttliche Versprechen in Frage angesichts der Umstände, in denen sich sein Volk befand. Was wissen wir alles? Und trotzdem gibt es für uns Anlass, die Zusagen Gottes an uns in Frage zu stellen? Welche Bedenken hast Du? Was wäre für uns eine Bestätigung der Zusagen Gottes?

Hier sehen wir, wie aus dem wankenden Vertrauen ein wachsendes Vertrauen wird. Denn nun kommt es zu vielen vertrauensbildenden Maßnahmen, mit denen Gott in großer Geduld auf die Zweifel seines neuen Mitarbeiters reagiert. Die Bedenken (Richter 6, 15) werden durch eindeutige Bestätigungen zerstreut und damit bei Gideon ein starkes Bewusstsein für seine göttliche Berufung gepflanzt.

Permalink

Jesaja 20-21: Harte Botschaft – Weiches Herz!

Unter den „Lasten“, die Jesaja anderen ankündigen muss, leidet er selbst: Jesaja 21, 3-4. Er ist nicht der distanzierte und emotional unbeteiligte Überbringer der göttlichen Botschaft. Jesaja ist im Gegenteil ein sehr warmherziger, mitfühlender und barmherziger Mensch. Er leidet unter der „harten Offenbarung“ (Jesaja 21, 2). Aber das hält ihn nicht davon ab, sie trotzdem gewissenhaft weiterzugeben, weil ein Verschweigen dieser Nachrichten für die Betroffenen noch viel tragischer wäre.