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Psalm 94: Versöhnung oder Vergeltung

Gott ist ein „Gott der Vergeltung“ (Psalm 94, 1-2). Auch wenn es lange dauert, bis seine Konsequenzen spürbar werden (Psalm 94, 3-7) und dadurch leicht der Eindruck entsteht, dass Gott nichts mitkriegen würde. Aber dass ist eine Täuschung. Denn Gott „merkt nicht nur noch etwas“, sondern ihm entgeht nichts (Psalm 94, 8-11). Gottes Rechtsempfinden wird sich nicht ändern (Psalm 94, 15). Angesichts des eigenen Versagens ist es darum wichtig, dass wir Gott als Versöhner in Anspruch nehmen (Psalm 94, 18), bevor wir ihn als Vergelter erleben müssen (Psalm 94, 23).

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Lukas 18, 1-17: Gott sucht leidenschaftliche Herzen

„Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Lk. 18,13

An die Ansage des Kommens des Messias (Kap. 17) knüpft Jesus die nachdenklich stimmende Frage, ob er dann Glauben finden werde bei den Menschen (V. 8b). In diesem Zusammenhang erzählt er die starke Ermutigung von der bittenden Witwe: Gott erhört Gebet, aber er will gebeten werden, als wäre er schwerhörig! Gott sucht unser leidenschaftliches Herz!

Und er sieht in ein gebrochenes Herz – wie bei dem Zöllner im Tempel (V. 13-14). Und er hasst unerträgliche Selbstgerechtigkeit – wie bei dem Pharisäer im Tempel (V. 11-12). Und er liebt Kinder, nicht als sympathische Ausschmückung seiner Popularität, sondern um ihrer selbst willen und des gewaltigen Zeichens willen, das Kinder setzen: So vertrauensvoll sollen sich Menschen an Gott wenden (V. 17).

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4Mose 2: Platzanweisung Gottes

Mit den Angaben in 4Mose 2 wurde jedem Stamm im Volk Israel sein Platz zugewiesen. Auch für unterwegs war eine Reihenfolge festgelegt und damit die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die große Volksmenge überhaupt mobil sein konnte. Diese Ordnungsstruktur gab jedem einzelnem Beteiligtem Orientierung und war gleichzeitig notwendig für die Gesamtheit.

Auch in der neutestamentlichen Gemeinde sollte jedes Glied wissen, welchen Platz und welche Aufgabe Gott ihm zugewiesen hat (1. Kor. 12, 18). Auf diese Weise wird auch der Gesamtheit geholfen (1. Kor. 12, 25).

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Lukas 17: Sichtbar, unsichtbar…

„Seht, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ Lk. 17,21

Die Pharisäer stellen eine wichtige Frage: „Wann kommt das Reich Gottes?“ (V. 20) – angesichts der Botschaft Jesu, dass das „Reich Gottes nahe herbei gekommen ist“ und alle ahnen, dass er meint: mit ihm! Es ist sichtbar: „Blinde sehen, Lahme gehen, Tote stehen auf…“ (Lk. 7,22), aber der Löwe frisst noch kein Stroh (Jes. 11,7) und Zion ist noch nicht das Zentrum der Weltherrschaft Gottes. Denn: Das Reich Gottes ist zuerst eine Beziehung zu Jesus „mitten unter euch“ oder „inwendig in euch“ mit Jesus. Dann aber auch ein zukünftig kommendes, wenn der Messias wie ein Blitz am Himmel erscheint, Gericht hält (V. 26-29) und die Menschen scheidet (V. 34-36).

Gemeinde Jesu ist heute Reich Gottes – Beziehung zu Jesus – mit Ausblick auf Jesu Kommen in Kraft und Herrlichkeit!

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4Mose 1: Logistik

Die ersten Kapitel in 4Mose beschreiben die Lager- und Wanderordnung des Volkes Israel. Am Anfang steht in 4Mose 1 eine Erfassung aller wehrfähigen Männer. Aus der großen Menge von über 600.000 Männern ist eine Hochrechnung auf den Umfang des Volkes Israel möglich. Demnach muss es sich um eine Menge von mehreren Millionen Menschen gehandelt haben. Angesichts dieser großen Masse wird klar, wie notwendig eine Ordnung für den Lagerplatz und die Wanderbewegung war. Auch diese organisatorischen Dinge gehören zur göttlichen Vorsorge und Fürsorge für sein Volk.

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Psalm 90-91: Nicht hungrig Einkaufen gehen!

Mose erschrickt darüber, dass unser Leben so schnell „verfliegt“ (Psalm 90, 10). Angesichts der Gefahr, dass wir uns in der kurzen uns zur Verfügung stehenden Zeit aus lauter Lebenshunger auf vergängliche Dinge stürzen, bittet er Gott: „Sättige uns frühe mit deiner Gnade!“ (Psalm 90, 14).

Wer mit leerem Magen auf Einkaufstour geht, wird sich von seinem ungestillten Appetit leicht zu wahllosen und unnötigen Einkäufen verleiten lassen. Mit Gnade gesättigt zu sein, macht uns unempfänglicher gegenüber Versuchungen. Trotz aller attraktiver Angebote in der Gegenwart bleiben wir dann eher ausgerichtet auf die Ewigkeitsperspektive unseres Lebens (Psalm 90, 12).

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Lukas 16: Jesus und das liebe Geld

„Kein Knecht kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den anderen lieben, oder wird dem einen anhangen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Lk. 16,13

Die Pharisäer waren nach außen fromm, tatsächlich waren sie aber stolz und geldgierig (V. 14-15). Die zwei Gleichnisse dieses Kapitels sprechen diese Seite an. Der untreue Haushalter – eine Wirklichkeit, die die Leute kannten – weckt ihr Interesse. Erstaunlich die Wendung: Jesus lobt diesen, nicht wegen seines Betrugs, sondern wegen seiner klugen Vorsorge. So sollen die Jünger mit irdischem Gut Menschen für den Himmel gewinnen! (V. 9)

Und die Geschichte von Lazarus und dem Reichen zeigt den Menschen: Es gibt eine ausgleichende Gerechtigkeit (V. 25) und die Entscheidung für den Himmel fällt bei jedem Menschen in seiner Lebenszeit – mit der Annahme oder Ablehnung des Wortes Gottes (V. 31).

Jesus beantwortet die real existierenden Fragen der Menschen – führt diese aber weiter, bis dahin, wonach sie nicht zuerst fragen – nach dem Himmel.

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3Mose 27: Stornierungsgebühren

Gott nimmt die Gelübde der Menschen ernst. Gleichzeitig räumt er in diesem Kapitel (3Mose 27) auch die Möglichkeit ein, Entscheidungen zu revidieren. Allerdings erhebt Gott bei der Rücknahme eines Gelübdes auch eine gewisse „Stornierungsgebühr“ und tritt auf diese Weise der Gefahr entgegen, dass wir leichtfertig Versprechungen machen: „Wenn du vor Gott ein Gelübde abgelegt hast, dann zögere nicht, es zu erfüllen! Menschen, die leichtfertige Versprechungen machen, gefallen Gott nicht – darum tu, was du ihm geschworen hast! Besser du versprichst gar nichts, als dass du ein Versprechen nicht hältst!“ (Prediger 5, 3-4)

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Psalm 89: Unten oder oben befestigt?

Eine menschliche Zusage ist in unseren Augen vertrauenswürdig, wenn diese Person „mit beiden Beinen auf der Erde steht“ und nicht in einem „Wolkenkuckucksheim“ lebt.

Gottes „Gnade“ und „Treue“ uns Menschen gegenüber (das ist das große Thema von Psalm 89) ist deswegen „fest“ und „ewig“, weil Gott seine Beziehung zu uns im Himmel verankert hat (Psalm 89, 3). Der berühmte „Boden der Tatsachen“ befindet sich im Himmel. Was nicht dort befestigt ist, ist haltlos.

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