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Jesaja 7: Zu ängstlich, um zu glauben!

Das Reich Juda befindet sich im syrisch-ephraemitischen Krieg. Die zwei Nachbarländer wollen es mit Gewalt in ein Bündnis gegen die Assyrer zwingen und treiben den judäischen König Ahas und das ganze Volk in große Angst: Jesaja 7, 2.

Der Prophet Jesaja, der unmittelbar vorher noch das Gericht androhen musste, wendet sich nun mit seiner Botschaft gegen diese Angst (Jesaja 7, 4) und bietet in Gottes Namen Hilfe an. Aber Ahas geht auf das Angebot einer göttlichen Bestätigung nicht ein und begründet diese Verweigerung damit, dass er Gott nicht versuchen will (Jesaja 7, 10-12). In Wirklichkeit zeigt er damit seine Verstockung.

Ich versuche Gott, indem ich als Mensch eigenwillige Forderungen stelle als Beweis für seine Existenz und Verlässlichkeit. Ich bin verstockt, wenn ich mich gegenüber Gottes Angeboten der Bestätigung und Offenbarung verweigere. Ich vertraue Gott, indem ich auf das eingehe, was er mich verspricht (Jesaja 7, 9). Untergehen oder Bleiben, Glaube oder Unglaube – das ist hier die Frage.

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Apostelgeschichte 8, 1-13: Unfreiwillige Ausbreitung

„… und es entstand große Freude in dieser Stadt.“ Apg. 8,8

Lukas griff das prägnante Beispiel des Stephanus heraus – was ihm galt, galt aber der ganzen Gemeinde in Jerusalem: Verfolgung. Und jetzt beginnt auf eigenartige Weise Missionsarbeit – bis nach Samarien. So hatte Jesus den Jüngern befohlen (Kap. 1,8). Der Diakon Philippus floh nach Samarien und predigte dort das Evangelium. Und sofort zeigt sich der Kontrast: Zauberei, im Heidentum weit verbreitet, und das Evangelium, mit Zeichen und Wundern, treffen aufeinander. Menschen glauben und lassen sich taufen.

Wo immer das Evangelium von dem auferstandenen Jesus vollmächtig verkündigt wird, werden Menschen in die Entscheidung gestellt und etliche kommen früher oder später Menschen zum Glauben an Jesus.

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Josua 16-17: Überraschend anders, aber nach Plan!

Obwohl Manasse eigentlich der Erstgeborene war (Josua 17, 1), wird er erst nach seinem jüngeren Bruder Ephraim (Josua 16, 5) mit seinem Erbteil versehen.

Diese Reihenfolge widersprach vollkommen der gesellschaftlichen Sitte in der damaligen Zeit, aber sie entsprach ganz und gar den von Gott im Voraus genannten Absichten (1Mose 48).

Gottes Vorgehensweise bewegt sich nicht immer in den Bahnen menschlicher Erwartung und in den Kategorien der zeitgebundenen Kultur. Das Leben mit Gott mag uns oft überraschen, aber es entspricht immer seinen Plänen.

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Jesaja 6: Heiliger Schock!

Jesaja macht eine erschütternde Erfahrung, denn „er sieht Gott“ und wird als Sünder mit der Heiligkeit Gottes konfrontiert (Jesaja 6, 1-7).

Jesaja erlebt eine Berufung, die sein ganzes Leben prägt, denn „er hört Gott“ und lässt sich beauftragen (Jesaja 6, 8-13).

Das waren keine angenehmen Momente. Das war ein heiliger und heftiger Schock, der Jesaja aufwühlte und ihn in jeder Hinsicht herausforderte. Es sind oft diese erschütternden Erfahrungen, die sich als tiefgreifende und segensreiche Schlüsselerlebnisse in unserem Leben erweisen.

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Apostelgeschichte 7, 51-60: Der erste Märtyrer Jesu

„Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ Apg. 7,59

Die Wendung in der Rede des Stephanus ist stark: Den Ungehorsam Israels in seiner Geschichte gegen Gott sieht er in den jetzigen Führern in Jerusalem ebenso präsent. Er sieht ihre Gedanken gegen ihn, den Zeugen Jesu und er weiß, dass er keine Chance hat. Sie sind die Verräter und Mörder des Gerechten (Jesus), sie stehen in Wahrheit gegen Gott und sein Gesetz, dessen sie sich rühmen.

Das war zuviel. Ihr „Zähneknirschen“ beschreibt den misslingenden Versuch, sich zu beherrschen (V. 54). Als er ihnen Jesus zur Rechten Gottes bezeugt, können sie nicht mehr an sich halten. Seine Steinigung ist eine gesetzeswidrige Lynchjustiz – an der sich der junge Phärisäer Saulus von Tarsus passiv beteiligt.

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Josua 15: Besitzer, aber nicht Herr im Haus?

Sehr konkret und genau werden in Josua 15 die Grenzen der Gebiete beschrieben, die jedem einzelnen Stamm zustanden und für die jetzt auch Verantwortung übernommen werden musste. Kaleb gelingt es in Ausübung dieser göttlichen Beauftragung, das ihm zugewiesene Land für sich in Anspruch zu nehmen, indem er die früheren Besitzer vertrieb (Josua 15, 13-15). Die heidnischen Jebusiter dagegen konnten sich in Jerusalem halten, weil es dem Stamm Juda nicht gelang, klare Verhältnisse zu schaffen (Josua 15, 63). Einerseits waren sie die von Gott bestimmten Eigentümer des Landes, aber leider nicht Herr der Lage. Eigentlich sind wir von Gott zu einem christlichen Leben bevollmächtigt, aber leider nicht immer im Vollbesitz dieser Kräfte (Galater 5, 25).

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Jesaja 5: Verlagerung der Zielgruppe?

Gott vergleicht seinen Einsatz für das Volk Israel in Jesaja 5 mit dem Arbeitsaufwand eines Landwirtes für seinen Weinberg. Da sich alle diese Bemühungen jedoch überhaupt nicht auszahlen, sondern statt guter Trauben nur schlechte Früchte das Ergebnis sind, wird dieser Weinberg Gottes vorerst aufgegeben. Auf diese Weise übt Gott sein Gericht an dem Volk Israel und ermöglicht den Nationen den Zugang zur Gnade. In dieser Weise hat Jesus dieses Bild vom Weinberg aufgegriffen und heilsgeschichtlich gedeutet (Matthäus 21, 33-46)

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Apostelgeschichte 7, 30-50: Die Hüter Israels und ihre Vergangenheit…

„Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.“ Apg. 7,32

Im weiteren Verlauf der Verteidigungsrede des Stephanus betont dieser mehr und mehr den Ungehorsam des Volkes Israels in seiner Geschichte gegen Gott und Mose (V. 35-48) . Er erwähnt die Kritik des Propheten Amos (V. 42)  und auch Jesajas (V. 49-50). Er macht deutlich – das Volk und seine Anführer standen oft gegen Gottes Plan und Führung.

Ein langer Anlauf aus der Geschichte in die Gegenwart. Und der Rat musste ihm zustimmen – ja, so war es! Dann kommt die dramatische Wendung…

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Josua 14: Folgen einer großen Erbschaft

Das von Gott geschenkte Land ist zwar eingenommen, aber noch nicht unter Kontrolle (vgl. Josua 13, 1-6). Die Übertragungen eines eigenen Anteils z. B. an Kaleb (Josua 14, 9) beinhaltete darum gleichzeitig eine noch zu bewältigende Aufgabe (Josua 14, 12), um das Geschenk auch wirklich für sich nutzbar machen zu können.

So ist alles, was uns von Gott an geistlicher, körperlicher, geistiger oder materieller Gabe (eventuell auch über andere Menschen) anvertraut wird, gleichzeitig immer eine Aufgabe. Ohne diese Bereitschaft zur Übernahme der mit den Geschenken verbundenen Verantwortung geht das Erbe für uns und andere verloren: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“ (J. W. v. Goethe).

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Jesaja 3-4: Gerichtsreife Gesellschaft

Auch dieser Textabschnitt im Buch Jesaja (Kapitel 3 und 4) spricht von Gericht und Gnade.

Die Gerichtsreife des Volkes wird in zwei Bereichen aufgezeigt: (1) Es gibt eine Führungskrise in Israel, weil die politischen und religiösen Leiter durch Inkompetenz und Egoismus eine Situation herbei geführt haben, in der entweder von allen anderen die Übernahme von Verantwortung abgelehnt wird oder nur unreife und unfähige Personen für die Leitungsaufgaben zur Verfügung stehen. (2) Das zweite angeführte Indiz bezieht sich darauf, dass die Stellung der Frau in ihrer Beziehung zum anderen Geschlecht von einer perversen Überbetonung der Äußerlichkeiten bestimmt und dadurch gefährdet wird.

Gott übt Gericht indem er das Gute „wegnimmt“ (Jesaja 3, 1-3 und 3, 18-23) und dafür etwas Schlechtes „gibt“ (Jesaja 3, 4-7 und 3, 24). Und Gottes Gnade wird in einer ähnlichen Weise beschrieben, nämlich dass Gott die Sünde „wegnimmt“ (Jesaja 4, 4) und etwas Neues und Gutes „schafft“ (Jesaja 4, 5-6).

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