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Prediger 11-12: Reduziere Dich auf das Wesentliche!

Zum krönenden Abschluss (nämlich „Und über dem allen…“) seiner grundsätzlichen Weisheitsbelehrung kritisiert Salomo die ausufernde Produktion von Literatur: Prediger 12, 12. Weil sie den Menschen entweder ermüdet oder ihn mit einem Vielerlei verwirrt und von der „Hauptsummer aller Lehren“ ablenkt: Prediger 12, 13-14.

In Anlehnung daran möchte ich unsere Lektüre dieses wunderbaren biblischen Buches mit drei kleinen Ratschlägen abschließen im Blick auf:

  1. Dein Literatur-Spektrum: Nicht Masse, sondern Klasse!
  2. Dein Lese-Pensum: Nicht Quantität, sondern Qualität!
  3. Deine Literatur-Priorität: Nicht die Bücher, sondern das Buch: die Bibel!
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Apostelgeschichte 3, 12-26: Unwissenheit schützt vor Umkehr nicht

„Nun, liebe Brüder, ich weiß, dass ihr’s aus Unwissenheit getan habt wie auch eure Oberen.“ Apg. 3,17

Die Heilung des Gelähmten im Tempel führt zu einem Volksauflauf im Tempel. Petrus und Johannes waren in einer der Nebenhallen des Tempels – wahrscheinlich ein erster Versammlungsort der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem (V. 11). Als immer mehr Menschen hinzuströmten, beginnt Petrus eine Predigt (ähnlich wie zu Pfingsten). Die Heilung hatte nicht nur eine persönliche Auswirkung, sondern auch eine missionarische. Er sagt:

  • Der Gott Abrahams hat Jesus verherrlicht (V. 13)
  • Israel hat Gottes Sohn Jesus getötet (V. 15)
  • Jesus ist auferweckt und lebt (V. 15)
  • Der Glaube an ihn und durch ihn wirkt Wunder (V. 16)
  • Umkehr zu Jesus führt zur Sündenvergebung (V. 19)
  • Die Propheten des AT haben Jesus verkündigt (V. 24)
  • Jesus kommt wieder und segnet alle, die an ihn glauben – aus Israel und allen Völkern (V. 25)

Das schlägt bei den Jerusalemern ein. Die Zahl der Christen erhöht sich von 3.000 auf 5.000. Der Heilige Geist wirkt!

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Josua 5: Natur und Gnade

Bei der Landeinnahme beendet Gott die übernatürliche Verpflegung mit Manna, weil dem Volk jetzt eine natürlich Versorgungsmöglichkeit zur Verfügung steht: Josua 5, 10-12. Dafür erhält Josua auf einem anderen Gebiet eine übernatürliche Unterstützung: Josua 5, 13-15.

Unser Leben beinhaltet beide Mitteilungsarten Gottes: Segnungen durch ganz natürliche Tatbestände, die von unserer Vernunft nachvollzogen werden können. Und ein Eingreifen Gottes in unseren Alltag, das von übernatürlicher Art ist und nicht erklärt werden kann.

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Prediger 9-10: Bis zuletzt mit aller Kraft leben!

Unser Leben ist in Gottes Hand (Prediger 9, 1). Wir können es nicht prognostizieren. Wir wissen nur, dass es durch Gottes Verfügungsgewalt inhaltlich und zeitlich bestimmt wird. Dieses Wissen um die von uns nicht beeinflussbare Begrenzung des Lebens ist einerseits bedrückend und kann fatalistisch aufgegriffen werden. Ein weiser und positiver Umgang mit dieser Tatsache besteht darin, dass uns durch dieses Bewusstsein eine besondere Sensibilität für die vorhandenen Möglichkeiten zum Genießen und zum Handeln vermittelt wird: Prediger 9, 9-10.

Der amerikanische Erweckungstheologe Jonathan Edwards (1703 -1758) hat diese Lebenshaltung in einer seiner 70 Entschlüsse folgendermaßen ausgedrückt: „Ich bin entschlossen, mit aller meiner Kraft zu leben, solange ich am leben bin.“

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Apostelgeschichte 3, 1-11: Sie taten es!

„Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an!“ Apg. 3,4

Was geschah nach Pfingsten? Apg 2,43 ist ein Summarium, das in den nächsten Kapiteln entfaltet wird. Hier kommt das erste Beispiel. Petrus und Johannes heilen den Gelähmten am Tempeleingang. Welchen Vers sollte man sich aus dieser Geschichte in seiner Bibel markieren? Bei mir V. 4. Petrus und Johannes gehen nicht umher und überlegen, wen könnten wir denn jetzt mal heilen? Sie sind nicht die Machthaber Gottes, die den Zauberstab ausstrecken. Sondern sie erkennen in der Situation: Was will Jesus durch den Heiligen Geist jetzt tun?! (V. 6). Und sie tun es!

Was will Jesus heute durch Dich tun – über das hinaus, was Du für möglich hältst?

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Josua 4: Das versenkte Denkmal

Zur Erinnerung an den Durchzug durch den Jordan und damit auch gleichzeitig zum Gedenken an den Durchzug durch das Schilfmeer (Josua 4, 22-23) wird ein Denkmal aufgerichtet. Mit diesem Monument sollen Fragen bei der nachfolgenden Generation veranlasst (Josua 4, 21) und im Volk eine sich wiederholende Besinnung auf das Handeln Gottes sicher gestellt werden.

Gleichzeitig errichtet Josua ein zweites Monument mitten im Jordan, das unmittelbar nach Fertigstellung geflutet wurde und damit dem Blick der Öffentlichkeit entzogen ist und darum auch keinen erzieherischen Wert, keine pädagogische Bedeutung mehr haben kann für die Menschen. Was bringt es aber, ein Denkmal zu bauen, das kurz danach in der Versenkung verschwindet?

Die Anbetung und Verherrlichung Gottes geschieht nicht nur dann, wenn eine mehr oder weniger interessierte Öffentlichkeit das zur Kenntnis nimmt, wenn der Dom weit und unübersehbar in den Himmel ragt oder wenn der Raum laut und unüberhörbar von Musik und Gesang erfüllt ist. Anbetung geschieht auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit, im Verborgenen und unbemerkt von der Umwelt. Jesus Christus rät uns, dass dieser verborgene Umgang mit Gott unserem öffentlichen Wirken vorausgehen sollte (Matthäus 6, 6).

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Prediger 7-8: Was bleibt unterm Strich?

Die Kapitel 7 und Kapitel 8 im Buch des Predigers sind davon geprägt, dass Salomo nach dem „Endergebnis“ sucht: u. a. Prediger 7, 27.

Bei allen zurückliegenden Expeditionen in die unterschiedlichen Lebensbereiche, die er in dieser Sache durchgeführt hat, konnte er nicht finden, was seine Seele sucht: Prediger 7, 28.

Stattdessen nimmt er um sich herum wahr, dass Menschen dieser in sie hinein gelegten Veranlassung, nach dem „Ausgang einer Sache“ (Prediger 7, 8) zu fragen, ausweichen: Prediger 7, 29.

Eine solche nur auf die Gegenwart bezogene Betrachtungsweise ist jedoch sehr gefährlich. „Weil Gott auch die kleinen Sünden nicht sofort bestraft“, das Gericht über Sünde also nicht zeitnah eintritt, fühlen sich einige zum Sündigen ermutigt (Prediger 8, 11). Der Weise denkt langfristig und orientiert sich an dem „Endergebnis“ eines Lebensstils (Prediger 8, 12-13).

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Apostelgeschichte 2, 14-47: Ein dramatischer Auftakt!

„Sie waren täglich einmütig beieinander … und hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen…“ Apg. 2,46

Nachdem viele dieses außergewöhnliche Geschehen zu Pfingsten unter den Jüngern in Jerusalem mitbekommen hatten – Gott hatte einen guten Zeitpunkt dafür gewählt – waren die Juden „bestürzt“, „entsetzt“, „verwundert“ und „spöttisch“. Sie konnten das nicht einordnen. Das tat nun Petrus. Er erklärte unter der Leitung des Geistes Gottes in seiner Pfingstpredigt, dass sie

  • nicht betrunken sind (V. 15)
  • die Erfüllung alttestamentlicher Prophetie der Ausgießung des Heiligen Geistes erleben (V. 17)
  • Zeugen der Auferstehung Jesus sind (V. 24 und 32)
  • Dass Jesus als Herr und Messias regiert (V. 36)
  • Alle Zuhörer sollen diesen Jesus als Herrn annehmen und zum Zeichen ihrer Umkehr sich taufen lassen (V. 38).

Aus diesem dramatischen Geschehen entstand die erste christliche Gemeinde – 3.000 Menschen wurden Christen. Die erste Gemeinde war gekennzeichnet durch die Lehre der Apostel, die Gemeinschaft untereinander (mit gemeinsamen Mahlzeiten und der Herrenmahlfeier), Gebet, Wunder und gegenseitiger Hilfeleistung.

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Josua 3: Wunder mit Ankündigung

Damit dieses angekündigte Wunder (Josua 3, 5) erlebt werden konnte, musste das Volk Israel losgehen und seine Bereitschaft zeigen, den von Gott bestimmten Weg zu gehen, der noch nie gegangen worden ist, weil er bisher nicht gegangen werden konnte (Josua 3, 4).

Erst als ihre Füße ins Wasser tauchten, wurde erkennbar, dass es sich wirklich um einen Weg handelt, den der „Herrscher über alle Welt“ (Josua 3, 11.13) für sie passierbar macht.

Wenn Du Gewissheit hast, dass Gott Dich beauftragt hat, einen bestimmten Weg zu gehen, dann gehe los und setze Fuß vor Fuß. Wenn wir die notwendigen Schritte gehen, werden wir die angekündigten Wunder erleben.

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Prediger 5-6: Verlorene Siege

Es gibt in der Geschichte der Menschheit und in unserem persönlichen Leben viele „Verlorene Siege“ (Generalfeldmarschall E. von Manstein). Davon sprechen auch die Kapitel 5, 9-16 und 6, 1-2 im Buch des Predigers, wenn anhand von verschiedenen realistischen Begleiterscheinungen des Reichtums ausgeführt wird, dass sich „viel“ als ganz „wenig“ erweisen kann.

Das Resultat eines genussorientierten Lebensstils, der von allem Besitz ergreift, ist oft, dass der Mensch trotz dieser Anstrengungen im Innersten unbefriedigt bleibt (Prediger 6, 7). Die ständige Gier nach mehr behindert meine Fähigkeiten, das Vorhandene in Anspruch zu nehmen (Prediger 6, 9) und die mir von Gott geschenkten Gaben und Möglichkeiten zu genießen: Prediger 5, 17-19.

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