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Amos 8: Glücklich zu schätzen sind die Hungrigen!

Das behauptet Jesus! Allerdings bezieht sich diese „Seligpreisung“ auf einen ganz bestimmten Hunger, den Hunger nach Gerechtigkeit (Matthäus 5, 6).

Außerdem ist dieser Hunger nur dann ein Anlass zur Beglückwünschung, wenn er rechtzeitig eintritt, d. h. solange er gestillt werden kann.

Amos spricht in seiner Prophetie (Amos 8, 11-12) von einem Hunger nach Gott und seinem Wort, der zu spät entsteht und dann leider keine Aussicht auf Befriedigung mehr hat.

Ein solcher Hunger ist eine Qual. Darum sollte unser Gebet sein: „Herr, sättige uns frühe mit deiner Gnade!“ (Psalm 90,14).

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2Petrus 1: Das letzte Vermächtnis des Petrus

„… diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren.“ 2Petr. 1,18

Petrus schreibt am Ende seines Lebens (V. 13-15) (67 unter Nero getötet) an die gleichen Gemeinden wie in seinem ersten Brief, auf den er auch Bezug nimmt (Kap. 3,1). Ihn treibt die Sorge um, dass Irrlehrer die Gemeinden verwirren: Sie missbrauchen die christliche Freiheit zu einem sündhaften Leben und verleugnen den Glauben an die Wiederkunft Christi. Schon im 1. Jahrhundert war Gemeinde Jesu durch Verfolgung und Verführung angefochten. Daran hat sich all die Jahrhunderte nichts geändert.
Wichtige Akzente dieses ersten Kapitels sind:

  • Christen haben alle Erkenntnis geschenkt bekommen, die sie zu einem Leben mit Gott benötigen (V. 3-4)
  • Der Glaube entfaltet sich im praktischen Leben (V. 5-8)
  • Petrus verkündet nicht kluge Fabeln, sondern hat die Herrlichkeit Jesu (auf dem Berg der Verklärung) selber gesehen und gehört (V. 16-18).
  • Das prophetische Wort des AT, das auf Christus hinweist, ist sicher und gewiss. Prophetische Rede kommt nicht ausschließlich aus Menschen, sondern der Geist Gottes hat Menschen getrieben, zu reden und zu schreiben (V. 19-21).
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2. Chronik 33: Gegen die Gegenreformation

Manasse, Sohn und Nachfolger von Hiskia, dem großen Reformator des Volkes Juda, entwickelt ganz bewusst und aggressiv eine gottlose Gegenkultur. Er provoziert Gottes Zorn (2. Chronik 33, 7) und begeht ganz viele Tabu-Brüche. Sein negativer Einfluss erreicht nicht nur das ganze Volk, sondern führt auch in eine besonders intensive Entfremdung von Gott (2. Chronik 33, 9).

Gott kann diese Gegenreformation nicht nur stoppen, sondern er dreht zuerst den König Manasse und dann diese antigöttliche Bewegung um ins Gegenteil (2. Chronik 33, 11-13). Für Gott gibt es keine Situation, die er nicht umdrehen und reformieren könnte.

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Amos 7: Priester kämpft gegen Prophet

Dieser Konflikt ist in der Kirchengeschichte immer wieder aufgetreten.

Amazja ist dabei der klassische Vertreter einer vom Staat gestützten und leider liberal und sittenlos gewordenen religiösen Institution. Er denunziert den Propheten bei der Obrigkeit, will ihn aus dem Land treiben und erteilt ihm zuletzt einen Maulkorb (Amos 7, 10-13).

Gegen diese Angriffe verteidigt sich Amos als Vertreter der Erweckungsbewegung. Er weist darauf hin, dass er kein Religionsbeamter unter der Gewalt des Oberpriesters Amazja ist, sondern seine Legitimation allein aus der Berufung Gottes bezieht, sich aber darum auch diesem Auftrag verpflichtet weiß (Amos 7, 14-17).

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1Petrus 5: Der alte, reife Petrus…

„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch!“ 1Petr. 5,7

In seinem Abschlusskapitel (Kap. 5) spricht er die Wichtigkeit und Autorität von Leitung in der Gemeinde an. Selbstlos Hirten sein, als Vorbilder ziehen und nicht als Herrscher drücken, das sind gute Hinweise für geistliche Leitung. Diese soll auch anerkannt werden!

Und Petrus weiß: Demut vor Gott macht stark! Gottes Gegenspieler hasst Demut. Die Beugung vor Gott gibt Widerstandskraft. Auch ist es gut zu wissen, dass die Christen in Kleinasien nicht allein sind in ihren Verfolgungen (V. 9). Petrus abschließender Segen gibt Mut und Kraft! (V. 10).

Wir lernen den Petrus der Evangelien hier als reifen Christen kennen! Was ist aus den Jüngern von damals doch geworden!

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2. Chronik 32: Nicht der Erfolg gibt uns recht…

„Worauf wollt ihr euch verlassen?“ (2. Chronik 32, 10) – Das ist die verständliche Frage des bisher unbesiegten und total erfolgreichen Kriegsherrn Saherib an die Bewohner in der belagerten Stadt Jerusalem. Denn Sanherib hatte bis zu diesem Zeitpunkt jedes Volk besiegt und jeden Widerstand niedergeschlagen. Was machte also die Israeliten so wahnwitzig, dass sie sich von dieser Erfolgsgeschichte so unbeeindruckt zeigten?

Es war der Zuspruch des Königs Hiskia an sein angegriffenes und verängstigtes Volk: „Mit uns ist ein Größerer als mit ihm!“ (2. Chronik 32, 7).

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Amos 5-6: Den Realitätsverlust genießen!

Die Israeliten widersetzen sich dem Recht Gottes (Amos 5, 10) und unterdrücken den Armen und Wehrlosen (Amos 5, 12). Gleichzeitig zelebrieren sie fröhlich und feierlich die großartigsten Gottesdienste (Amos 5, 21-23). Sie leiden nicht etwa an Realitätsverlust, sie genießen ihn geradezu.

Aber diese Sorglosigkeit (Amos 6, 1) und der unbegründete Optimismus im Hinblick auf die Zukunft wird enttäuscht werden. Denn Gottes Strafgericht lässt sich weder positiv überrollen noch kann man ihm ausweichen (Amos 5, 18-20). Dann stößt der unbeirrbare Optimist auf das unentrinnbare Gericht.

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1Petrus 4: Nicht passiv leiden, sondern aktiv lieben!

„Dient einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat…“ 1Petr. 4,10

Petrus macht den Christen Mut um Christi willen zu leiden, das Befremden der Nichtchristen auf sich zu nehmen (V. 4) und vielleicht sogar für Christus zu sterben. Vers 6 spricht nicht von einer nachträglichen Entscheidungsmöglichkeit der Toten, sondern von den verstorbenen Christen, die vielleicht um des Glaubens willen getötet wurden (V. 6 nach NGÜ) aber jetzt „ein Leben im Geist führen können“.

Christen sollen sich nicht unter Druck ducken, sondern aktiv antworten: Mit Gebet, mit Liebe untereinander, mit Gastfreundschaft, mit Ausübung der Gaben, die jeder empfangen hat. Die Hitze, die ihnen widerfährt, ist nicht etwas Ungewöhnliches, sondern normal – siehe Christus! Das können sie ertragen, weil der Geist Gottes auf ihnen „ruht“.

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2. Chronik 31: Reform mit Nachhaltigkeit

Um einer guten Sache Kontinuität zu ermöglichen, müssen nicht nur bleibende „Ordnungsprinzipien“ definiert und eingeführt werden (2. Chronik 31, 2), sondern es geht auch immer um die Frage, wie diese Strukturen dauerhaft am Leben erhalten bleiben können. Hierfür sind in der Regel Finanzen erforderlich.

Hiskia beantwortet dieses Frage, indem er:

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Amos 3-4: Treibende Kräfte

Unter allen Völkern ist Gottes Gericht in besonderer Weise auf Israel bezogen, weil es durch Gottes Erwählung auch eine besondere Stellung und Würde erhalten hat und deswegen in besonderer Verantwortung steht (Amos 3, 2).

Was hat dieses große Vorrecht, Gottes Volk zu sein, ins Gegenteil verändert und zu einer besonderen Last gemacht?

Eine treibende Kraft waren die „fetten Kühe“ (Amos 4, 1). So werden die habgierigen und verwöhnten Ehefrauen von Gott angeredet, die mit ihren Forderungen und maßlosen Erwartungen die Rechte anderer übergehen und ihre Männer zu Handlungen und Ungerechtigkeiten nötigen, die alle ins Unglück stürzen. Könnte es sein, dass Du selbst zwar vielleicht kein Täter bist, aber ein Mensch, der so viel Druck aufbaut, dass dadurch Böses veranlasst wird?

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