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Josua 8: Rückkehr zum Punkt des Scheiterns

Besonders ausführlich beschreibt Josua 8, wie das Volk Israel erneut gegen den Feind in den Krieg zieht, der ihnen bereits eine empfindliche Niederlage zugefügt hat. Dieser Punkt des Scheiterns muss überwunden werden, wenn es weitergehen soll.

Und mit Hilfe einer bestimmten militärischen Strategie kommt es zum Sieg. Allerdings ist danach keine Rede von einer Siegesfeier, sondern mit großem Ernst wird im Buch Josua die Landeinnahme als eine schreckliche und mit konsequenter Härte durchgeführte Militäraktion dargestellt.

Im Mittelpunkt steht nicht der menschliche Erfolg und Triumph über andere, sondern die von Gott verfolgte Zielsetzung, die Aufrichtung seiner Lebensordnung für sein Volk: Josua 8, 30-35.

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Hohelied 3-4: Liebe muss wachsen

Eine zentrale Aussage zum Thema Liebe wird im Hohelied der Liebe dreimal gemacht und findet sich ebenfalls in diesem Abschnitt des Buches: Hohelied 3 und 4.

Es ist der eindringliche Ratschlag der Braut an ihre Freundinnen: „Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, dass ihr die Liebe nicht aufweckt und nicht stört, bis es ihr selbst gefällt.“ (Hohelied 3, 5; vgl. auch 2, 7 und 8,4)

Dieser Warnung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Gefühle auch auf eine unnatürliche Weise „erregt und geweckt“ werden können. Wer aber zu schnell und zu viel auf einmal will, begeht Knospenfrevel und „stört“ den gesunden Entwicklungsverlauf einer gerade aufblühenden Liebesbeziehung. Liebe muss wachsen und reifen.

Wer sich in dieser Weise genug Zeit nimmt, wird erleben, wie ihm der exklusive Zugang in einen eigentlich „verschlossenen Garten“ gewährt wird: Hohelied 4,12.

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Apostelgeschichte 4, 23-37: Donnernde Resonanz!

„Als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte.“ Apg. 4,31

Die Antwort der Gemeinde auf die Drohungen der Jerusalemer Obrigkeit: Gebet (V. 24 ff). Gemeinsames Gebet erfüllt die Gemeinde erneut mit dem Heiligen Geist. Sie überwinden Angst und gewinnen noch größeren Mut (V. 31). „Große Kraft“ und „große Gnade“ charaklterisierte die Gemeinde (V. 33). Einmütigkeit und gegenseitige Fürsorge prägten sie. Welch ein Zeugnis nach außen!

Das ist das, was wir heute brauchen: Gemeinsames Gebet, Erfüllung mit dem Geist Gottes, neuen Zeugenmut, gegenseitiges Kümmern!

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Josua 7: Niemand ist eine Insel

Es war ein unbeobachteter Augenblick. Eine Heimlichkeit, von der niemand etwas ahnt. Ein gutes Versteck, auf das niemand kommt. Eigentlich besteht also keine Gefahr, dass das Geheimnis von Achan (Josua 7) weder für ihn noch für sonst jemanden zur Belastung oder zum Verhängnis werden könnte.

Aber die heimlichen und bösen Dinge meines Lebens treten plötzlich zu Tage und werden nicht nur für mich persönlich, sondern durchaus für viele andere Menschen zu eine Belastung. Denn „Niemand ist eine Insel“ (John Donne). Selbst mein verborgenes Leben steht in einem Zusammenhang mit den Menschen, die mir anvertraut sind und denen ich eigentlich zum Segen werden will. Gott bewahre uns vor der Last der heimlichen Laster.

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Hohelied 1-2: Liebe achtet auf die Kleinigkeiten!

Das Hohelied Salomos ist eine Sammlung von Liebesliedern. Der inhaltliche Zusammenhang der verschiedenen Abschnitte ist – wie wir es auch bei der anderen Weisheitsliteratur im Alten Testamen gesehen haben – für uns nicht immer erkennbar.

Die Beschreibung der Beziehung zwischen Sulamith und Salomo, zwischen Braut und Bräutigam, zwischen Mann und Frau erfolgt auf eine poetische Weise und gebraucht sehr viele Bilder aus der Natur, die den einzigartigen Annäherungsprozess und die intime Vereinigung von zwei Liebenden auf eine sehr einfühlsame Weise wiedergibt. Wir können etwas lernen über die Psychologie der Liebe und das komplexe Wesen der Zärtlichkeit und sexuellen Lust.

Aus dem Wechselgesang der beiden Liebenden, den wir in Hohelied 1 und Hohelied 2 wiedergegeben bekommen, möchte ich neben den vielen Hinweisen auf die Schönheit und Freude der Liebe einen warnenden Aspekt herausgreifen. Jede Liebe ist gefährdet. Nicht nur durch Frontalangriffe, sondern manchmal durch die vielen „Kleinigkeiten“: Hohelied 2, 15.

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Apostelgeschichte 4, 1-22: Clausula Petri

„Sie sahen aber den Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wussten nichts dagegen zu sagen.“ Apg. 4,14

Die Pharisäer und Schriftgelehrten dachten, mit der Kreuzigung Jesu wäre der Fall erledigt gewesen. Aber die Sache mit Jesus geht ungebremst weiter. Petrus und Johannes werden im Tempel während der Predigt verhaftet. Sie bezeugen vor dem Hohen Rat, der am nächsten Morgen einberufen wurde, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. Der Hohe Rat ist ratlos. Sie versuchen ihnen das Wort zu verbieten. Hier gibt der Heilige Geist dem Petrus ein wichtiges Wort ein, das Christen aller Zeiten unter staatlicher Verfolgung legitimiert und ermutigt hat (die Clausula Petri): Gott mehr zu gehorchen, als den Menschen! (V. 19).

Christen respektieren Obrigkeit – im Konfliktfall aber gehorchen sie ihrem Gewissen, gebunden an Gottes Wort, noch mehr!

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Josua 6: Wie man Mauern überwindet!

Jericho war eine „Hochburg“ der Gottlosigkeit. Vor allem eine „Burg“, d. h. für zeitgenössische Verhältnisse war diese Stadt uneinnehmbar. Auf Israels Weg in das von Gott verheißene Land musste allerdings zu allererst diese Bastion genommen werden. Zu diesem Zweck bekam Josua von Gott seltsame Anweisungen, die weit entfernt waren von der fachmännischen Kunst der Kriegsführung in der damaligen Zeit: Josua 6.

Vielleicht könnte diese Vorgehensweise aus rein menschlicher Perspektive noch als psychologische Verunsicherungsstrategie eingeordnet werden. Doch was helfen alle psychologischen Tricks, wenn die Stadtmauer nicht zu überwinden ist?

Aber diese Mauer fällt. Nicht aufgrund der Musik, obwohl ein Posaunenchor spielt. Nicht aufgrund der Stadtumwanderungen, obwohl die Anzahl und Anordnung dieser Märsche eine symbolische Bedeutung in sich tragen. Jericho fiel, weil Josua sich an die Anweisungen Gottes gehalten hat und das im Glauben tat: Hebräer 11, 30.

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Prediger 11-12: Reduziere Dich auf das Wesentliche!

Zum krönenden Abschluss (nämlich „Und über dem allen…“) seiner grundsätzlichen Weisheitsbelehrung kritisiert Salomo die ausufernde Produktion von Literatur: Prediger 12, 12. Weil sie den Menschen entweder ermüdet oder ihn mit einem Vielerlei verwirrt und von der „Hauptsummer aller Lehren“ ablenkt: Prediger 12, 13-14.

In Anlehnung daran möchte ich unsere Lektüre dieses wunderbaren biblischen Buches mit drei kleinen Ratschlägen abschließen im Blick auf:

  1. Dein Literatur-Spektrum: Nicht Masse, sondern Klasse!
  2. Dein Lese-Pensum: Nicht Quantität, sondern Qualität!
  3. Deine Literatur-Priorität: Nicht die Bücher, sondern das Buch: die Bibel!
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Apostelgeschichte 3, 12-26: Unwissenheit schützt vor Umkehr nicht

„Nun, liebe Brüder, ich weiß, dass ihr’s aus Unwissenheit getan habt wie auch eure Oberen.“ Apg. 3,17

Die Heilung des Gelähmten im Tempel führt zu einem Volksauflauf im Tempel. Petrus und Johannes waren in einer der Nebenhallen des Tempels – wahrscheinlich ein erster Versammlungsort der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem (V. 11). Als immer mehr Menschen hinzuströmten, beginnt Petrus eine Predigt (ähnlich wie zu Pfingsten). Die Heilung hatte nicht nur eine persönliche Auswirkung, sondern auch eine missionarische. Er sagt:

  • Der Gott Abrahams hat Jesus verherrlicht (V. 13)
  • Israel hat Gottes Sohn Jesus getötet (V. 15)
  • Jesus ist auferweckt und lebt (V. 15)
  • Der Glaube an ihn und durch ihn wirkt Wunder (V. 16)
  • Umkehr zu Jesus führt zur Sündenvergebung (V. 19)
  • Die Propheten des AT haben Jesus verkündigt (V. 24)
  • Jesus kommt wieder und segnet alle, die an ihn glauben – aus Israel und allen Völkern (V. 25)

Das schlägt bei den Jerusalemern ein. Die Zahl der Christen erhöht sich von 3.000 auf 5.000. Der Heilige Geist wirkt!

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Josua 5: Natur und Gnade

Bei der Landeinnahme beendet Gott die übernatürliche Verpflegung mit Manna, weil dem Volk jetzt eine natürlich Versorgungsmöglichkeit zur Verfügung steht: Josua 5, 10-12. Dafür erhält Josua auf einem anderen Gebiet eine übernatürliche Unterstützung: Josua 5, 13-15.

Unser Leben beinhaltet beide Mitteilungsarten Gottes: Segnungen durch ganz natürliche Tatbestände, die von unserer Vernunft nachvollzogen werden können. Und ein Eingreifen Gottes in unseren Alltag, das von übernatürlicher Art ist und nicht erklärt werden kann.

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