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Hesekiel 14-15: Kein menschliches Schutzschild

Verantwortliche Leiter Israels fragen Gott um Rat. Aber gleichzeitig sind sie innerlich gebunden an Götzen und verschreiben sich mit Freude dem, was sie schuldig werden lässt (Hesekiel 14).

Diese Menschen müssen mit dem Gericht rechnen. Selbst wenn unter ihnen ganz prominente Heilige aus der Geschichte Gottes anwesend wären, könnte sie das nicht davor bewahren, von Gott gestraft zu werden. Die verwandtschaftliche oder freundschaftliche Nähe zu Kindern Gottes hilft vor Gott nicht weiter. Hier steht und fällt jeder für sich allein.

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Epheser 6: Gut ausgerüstet

„Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, … sondern mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Eph. 6,12

In Kap. 6 führt Paulus das Thema „christlicher Alltag“ weiter in Bezug auf Kindererziehung (Kinder – Väter) und Arbeitsleben (Knechte – Herren).

Dann schließt er seinen Brief mit einem Bild ab, mit dem er die Epheser zum geistlichen Kampf ermutigt (V. 10-17): In Rom stand durch leichteren Haftvollzug ständig ein Soldat neben ihm, der Paulus im Haus und bei seinen Besuchen in Rom begleitete. Den schaute er sich gründlich an und illustriete an ihm die geistliche Waffenrüstung der Christen. Sie kämpfen nicht gegen Menschen, sondern um Menschen und sind von Gott dazu ausgerüstet.

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1. Chronik 1: Ganz vorne beginnen

Die Geschichtsschreibung der Chronikbücher beginnt im wahrsten Sinne des Wortes ganz vorne: bei Adam (1. Chronik 1).

Wer einer Angelegenheit auf den Grund gehen will, kommt nicht daran vorbei, dieser Sache von Anfang an nachzugehen (vgl. Lukas 1, 3).

Wer die Gegenwart verstehen will, kann die Geschichte nicht ignorieren und sollte sie darum so gründlich und umfassend wie möglich nachvollziehen.

Der Unglaube hat etwas damit zu tun, dass der Mensch nicht nach dem Anfang von allem fragt und die Dinge nicht bis zu Ende denkt.

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Hesekiel 13: Lass Dir nichts „weiß“ machen!

Hesekiel wendet sich gegen Propheten ohne göttliche  Legitimation, die aus „eigenem“ Antrieb auftreten und die „eigene“ Botschaften mit einem sehr „eigenwilligen“ Charakter weitergeben (Hesekiel 13).

Weil diese Propheten dem zahlenden Publikum verpflichtet sind, werden sie das, was die Menschen tun, schön reden. Im Bild gesprochen: Von ihnen wird eine baufällige Mauer weiß getüncht und bekommt damit den Anschein, dass alles in Ordnung ist. Sie stellen Persilscheine aus für Sachen, die als unsauber bezeichnet werden müssten. Auf diese Weise disqualifizieren sich solche Propheten nicht nur selbst, sondern gefährden auch das Volk, dem sie als Seher und Boten Gottes dienen sollen.

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Epheser 5: Den Unterschied leben

„… lebt in der Liebe, wie Christus euch geliebt hat…“ Eph. 5,2

Christen unterscheiden sich von Nichtchristen durch die Liebe Gottes, die sie erlebt haben. Deshalb sollen sie diesen Unterschied auch deutlich machen und in der Liebe leben – damit andere den Unterschied erkennen und neugierig werden.

In Kap. 5 illustriert Paulus diesen Unterschied durch die Begriffe „Licht“ (5x) und „Finsternis“ (2x) (V. 8). Der Begriff „Kinder“ deutet auf die Eigenschaften der Eltern. Gott ist Licht und „Kinder des Lichts“ sollen auf Gottes Eigenschaft „Licht“ hinweisen: Güte, Gerechtigkeit, Wahrheit (V. 9).

Dies alles geschieht nicht in eigener moralischer Kraft, sondern durch ständige Erfüllung mit dem Heiligen Geist (V. 18).

Und auch ganz praktisch soll sich der Unterschied im Umgang zwischen Ehepaaren darstellen: Männer sollen (nicht zuletzt um Gottes Willen) ihre Frauen lieben (V. 25. 28. 33) und Frauen sollen (nicht zuletzt um Gottes Willen) ihre Männer respektieren (V. 22. 24. 33).

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2. Könige 25: Das Ende eines Protestsongs

Der König Zedekia widersetzt sich der göttlichen Regie und lehnt sich gegen den babylonischen Machthaber auf. Das gelingt ihm unter unerträglichen Umständen für die Stadt Jerusalem nur ganze zwei Jahre (2. Könige 25).

Aber was ist das Ende vom Lied? Jerusalem wird nicht nur erobert und nicht nur aller seiner noch verbliebenen restlichen Reichtümer beraubt, sondern auch vollkommen zerstört! Und dieses Ende eines sinnlosen Aufstandes war nicht nur für einen geistlichen einsichtigen Menschen vorhersehbar, sondern eigentlich auch für jeden Beobachter der politischen Machtverhältnisse der damaligen Zeit.

Wenn wir das Lied unseres Lebens komponieren, sollten wir im Auge behalten, was das Ende vom Lied ist.

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Hesekiel 12: Jalousien und lange Bänke

Der Prophet Gottes soll sein Volk, das immer wieder als „Haus des Widerspruchs“ charakterisiert wird, mit Gottes Botschaft erreichen. Dabei hat er es mit zwei Hindernissen zu tun, die er überwinden muss:

Die Jalousien: Um überhaupt Aufmerksamkeit und Verständnis zu wecken, soll er im Auftrag Gottes zu zeichenhaften Handlungen greifen und daran sehr eindrücklich die Nachrichten Gottes an sein Volk illustrieren (Hesekiel 12, 3).

Die lange Bank: Wenn die Botschaft wirklich mal angebracht werden konnte, setzt die Verzögerungsstrategie ein. Die Empfänger der Nachricht lassen sich durch Gottes Reden nicht in ihrer Gegenwart herausfordern, sondern beziehen alles auf eine zukünftige Zeit (Hesekiel 12, 27).

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Epheser 4: Tolle Performance, schönes Outfit!

„Seid miteinander freundlich, herzlich, und vergebt einer dem anderen, gleichwie Gott euch vergeben hat in Christus.“ Eph. 4,32

Einheit von Juden und Heiden in einer Gemeinde ist durch die Versöhnung mit Gott durch Christus gegeben – muss aber aktuell gelebt und angestrebt werden. Einheit ist Gabe und Aufgabe. Diese Aufgabe ist stark mit dem Dienst von „Aposteln“, „Propheten“, „Evangelisten“, „Hirten“ und „Lehrern“ verbunden (V. 11). Die Gemeinde, im Bild als „Leib“ beschrieben, soll wachsen und – wie beim menschlichen Leib – einander dienen (V. 15-16).

Diesen lebendigen Prozess beschreibt Paulus mit einem weiteren alltäglichen Bild: Kleidung wird täglich abgelegt und neu angezogen. Alte Gewohnheiten müssen – wie schmutzige Wäsche – abgelegt werden, neue – wie frische Wäsche – angezogen werden (V. 22-32).

Ein harmonisch daherschreitender Mensch, eine lieblich gekleidete Frau – ein schönes Bild für die Gemeinde!

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2. Könige 24: Sich ergeben und leben

Wie von Gott durch verschiedene Propheten angekündigt, wird die Stadt Jerusalem vom babylonischen Herrscher angegriffen (2. Könige 24). Der judäische König Jojachin unternimmt in dieser Situation das einzig Richtige. Er ergibt sich.

Dadurch wird die Stadt zwar der wertvollsten Schätze beraubt und mit der königlichen Familie werden auch viele andere bedeutenden Personen in die Gefangenschaft geführt. Aber die beteiligten Menschen bleiben am Leben. „Leben ist die erste aller Eigenschaften“ (Matthias Claudius), d. h. es ist die Voraussetzung für alles andere, was Gott mir im Zuge des Lebens noch sagen und schenken will.

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Hesekiel 11: Ein nur vorübergehender Vorteil

Die Menschen, die bisher vom korrigierenden Handeln Gottes verschont blieben, fühlen sich sicher und in ihrer von Gott losgelösten Art des Denkens und Lebens bestätigt (Hesekiel 11, 2-3). Sie ziehen aus der Tatsache, dass sie bisher verschont geblieben sind, eine falsche Schlussfolgerung. Ihnen ist dieses Vorrecht zu Kopf gestiegen.

Dabei handelt es sich nur um einen vorübergehenden Vorteil. Denn Gott verspricht den Menschen, die vorübergehende im Nachteil sind (Hesekiel 11, 15), dass er sich ihrer nicht nur wieder annehmen will (Hesekiel 11, 17), sondern dass die zukünftige Beziehung besser sein wird als die vorherige (Hesekiel 11, 19-20).

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