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Jeremia 5: Erschreckende Zwischendiagnose

Die schmerzhafte Operation am Herzen (Jeremia 4, 18) brachte noch keine Heilung, weil sich der Patient von den damit verbundenen Schmerzen unbeeindruckt zeigte (Jeremia 5, 3).

Diese Gefühllosigkeit und Uneinsichtigkeit kann Jeremia nur mit einem Mangel an ausreichender Unterweisung erklären (Jeremia 5, 4).

Doch sein Versuch, Aufklärungsarbeit zu leisten und damit eine Verbesserung herbeizuführen, macht erkennbar, dass die hartnäckige Ablehnung Gottes eine sehr bewusst vollzogene und bleibende Loslösung darstellt (Jeremia 5, 5-6). Es bleibt die erschreckende Diagnose, dass der Mensch ein krankes Herz hat und behalten will (Jeremia 5, 23). Aber Gottes Kampf um unser Herz geht weiter!

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Römer 2, 12-29: Doppelte Moral

„Eines solchen Lob ist nicht von Menschen, sondern von Gott.“ Röm. 2,29

Das ist eine harte Lektion für die Juden: Wenn sie die Gebote Gottes nicht halten (und niemand hält sie wirklich ganz!) sind sie genauso gerichtet wie die Heiden, die nach ihrem Gewissen gerichtet werden (das sie auch nicht immer halten konnten).

Sehr eindrücklich schildert Paulus die doppelte Moral der Juden (wahrscheinlich deshalb, weil sie durch ihre Tradition so blind dafür geworden sind) (V. 17-24).

In den Versen 25-29 zertrümmert er auch ihre größtes Bollwerk: Ihre Berufung auf ihre Beschneidung. Beschneidung nützt nur, wenn man das Gesetz hält… fatal (V. 25)!

Wie schwer ist Selbstgerechtigkeit für den Betreffenden aufzudecken?!

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2. Samuel 4-5: Nicht mit allen Mitteln!

David lebte in dem Bewusstsein, der von Gott berufene König über Israel zu sein. Trotz dieser Stellung und obwohl sich in der Vergangenheit sein Kontrahent Saul ihm gegenüber nicht zimperlich, sondern gehässig und mordlüstern verhalten hat, war es David nie gleichgültig, auf welche Weise er in die von Gott verheißene Stellung gelangen würde. Aus diesem Grund rächte er jede Ungebührlichkeit, die von seinen Unterstützern an Saul verübt worden sind, auch wenn sie angeblich erfolgten, um ihm zu der berechtigen Machtstellung zu verhelfen: 2. Samuel 4.

David wollte kein von Menschen ermöglichter, sondern ein von Gott eingesetzter König sein. Diese Abhängig von Gott beweist David damit, dass er in vielen Situationen den Willen Gottes erfragt (2. Samuel 5, 19.23).

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Jeremia 4: Operation am offenen Herzen

Der Prophet Jeremia beschreibt im Verlauf seines Buches den Kampf Gottes um das Herz des Menschen. Solange das menschliche Herz von der „Bosheit“ und von „heillosen Gedanken“ besetzt ist, ist keine Hilfe möglich (Jeremia 4, 14). Um diese tief liegende Ursache zu beheben, muss Gott dem Menschen darum auch „bis ans Herz dringen“ (Jeremia 4, 18). Wenn unser Leben im Wesentlichen verändert werden soll, dann müssen wir im Innersten erreicht werden (Römer 12, 1-2). Veränderungen an unserer Persönlichkeit sind nur möglich, wenn wir Gott den Zugriff auf unser Herz gestatten. Auch dann, wenn uns diese Operation am offenen Herzen weh tut.

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Römer 2, 1-11: Du bist nicht besser!

„… es ist kein Ansehn der Person vor Gott.“ Röm. 2,11

Im letzten Abschnitt von Kapitel 1 schrieb Paulus von der Gottlosigkeit der Heiden, die die Schöpfung mit dem Schöpfer vertauschen und die an den Konsequenzen daraus lernen sollen, dass es so nicht geht. In Kapitel 2 wendet Paulus sich an die Juden (in Rom gabe es in der Gemeinde außer den Heidenchristen und Heiden [ als Besucher]  auch viele Judenchristen und Juden [als Besucher]). Die Juden hielten sich für moralisch besser als die Heiden und verurteilten leicht überheblich die Heiden. Paulus schockiert die Juden mit der Feststellung: Du bist nicht besser (V. 1). Juden verkennen die Güte Gottes und verstocken sich auf religiöse Weise gegenüber Gott. Vor Gott ist aber nicht der fromm redet gerecht, sondern der seine Gebote hält – sei er Heide oder Jude! Die Verse 7-8 und 9-10 veraufen nach dem sprachlichen Muster xy yx.

Diese angesprochene Gerechtigkeit, auf die die Juden pochen – kann kein Mensch vor Gott leisten. Das müssen die Juden besonders lernen – manchmal auch etliche Christen….

 

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2. Samuel 3: Der Verrat frisst die Verräter

Der ArmeeführerAbner wird von seinem bisherigen königlichen Herrn bloßgestellt. Das führt dazu, dass er ihm seine Loyalität aufkündigt und nicht nur selbst zu König David überläuft, sondern diesem auch die restlichen Stämme Israels zuführen will und kann: 2.  Samuel 3.

Doch der große politische Einfluss von Abner kann nicht verhindern, dass er selbst Opfer einer Intrige des Joab und von ihm ermordet wird. Abner hatte zwar die Macht, das Schicksal eines ganzen Volkes zu gestalten. Aber bei aller politischen List und militärischen Macht war er ohnmächtig darin, sein eigenes Leben vor Hass und Verrat zu schützen.

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Jeremia 3: Treue eines betrogenen Partners

Eigentlich galt in Israel das Gesetz, dass eine verstoßene Frau, die danach mit einem anderen Mann gelebt hat, nicht mehr zu ihrem ersten Mann zurück kommen kann (Jeremia 3, 1). Aber Gott hoffte trotzdem und sehnte sich danach, dass sein Volk Israel, das sich ihm gegenüber wie eine Hure verhalten hat, die vielen anderen Männern gehörte, zu ihm zurück kehrt (Jeremia 3, 7). In diesem Sinne ist das ganze Kapitel 3 durchzogen von Einladungen zu echter innerer Umkehr und dann auch äußerer Rückkehr nach Hause.

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Römer 1, 24-32: Das ganze Programm…

„… sie haben die Wahrheit Gottes in Lüge verwandelt und haben geehrt und gedient dem Geschöpf, statt dem Schöpfer…“ Röm. 1,25

Der Zorn Gottes zeigt sich am Ende der Zeiten im Gericht. Er zeigt sich aber auch schon in dieser Zeit: 3x gebraucht Paulus dafür das Wort „dahingegeben“ (V. 24, V. 26, V. 28). Menschen, die sich nicht durch Gottes Schöpfung rufen lassen, die sich nicht durch ihr Gewissen rufen lassen (V. 32), die Gottes Offenbarung unablässig widerstehen, die lässt er nicht vom Blitz erschlagen, sondern er lässt sie tun, was sie für richtig halten und lässt sie die Konsequenzen ihres eigenen Tuns erleben. So hatte er es auch in der Geschichte mit seinem Volk Israel verschiedentlich gemacht. Dieses Dahingeben ist immer noch ein Ruf zurück zu ihm.

Auf vielen Kanälen versucht Gott unablässig seine Menschen zu erreichen: Durch seine Schöpfung, durch unser Gewissen, durch Worte von Menschen, durch die Konsequenzen unseres eigenen Handelns.

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2. Samuel 2: Unsinnige Bruderkriege

Von allen Kriegen, sind die „Bruderkriege“ am schrecklichsten. Ein solcher wird in 2. Samuel 2 geschildert.

Es ist erkennbar, dass dieser Bruderkrieg weniger von den Königen oder vom Volk veranlasst wurde, sondern von den beiden Armeeführern Abner und Joab, die – das macht der weitere Verlauf der Ereignisse deutlich – um ihre eigene Karriere kämpfen und damit ihre Völker schrecklichen Nöten aussetzen.

Dieser Bruderkrieg kommt erst zu erliegen, als sich eine der beiden Parteien unterwirft und in diesen Angelegenheiten zurückzieht, ausweicht und der anderen Fraktion das Feld überlässt. Solange „frisst das Schwert“ viele Opfer, was bei einem früheren Einlenken ganz klar verhindert worden wäre.

Paulus ermahnt die Christen, sich in gemeindeinternen Streitigkeiten lieber übervorteilen zu lassen als einen verletzenden und beschämenden Bruderkrieg zu führen (1. Korinther 6).

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Jeremia 2: Sauber oder rein?

Keiner von uns hat gerne Dreck am Stecken, denn das ist schlecht für unser Image. Von daher unternehmen wir große Anstrengungen, um uns eine reine Weste zu verpassen. Wie Pilatus waschen wir unsere Hände in Unschuld, müssen aber feststellen, dass die „herkömmlichen Waschmittel“ nicht ausreichen. Jeremia 2 beschreibt den schmutzigen Zustand des Volkes Gottes: „Wenn du dich mit Lauge wüschest und auch viel Seife dazu nähmest, so würde doch deine Schuld vor meinem Angesicht schmutzig bleiben, spricht Gott, der Herr.“ (Jeremia 2, 22).

Demnach besteht der berühmte Unterschied zwischen „Sauber“ und „Rein“, den wir aus der Waschmittelwerbung kennen, tatsächlich. Auch wenn wir vor anderen und vor uns selbst als „saubere Leute“ bestehen können, hat Gott den Durchblick auf unser Innerstes, auf die versteckten Restbestände von Schmutz in unserem Leben. Diesen Dreck nennt die Bibel „unvergebene Schuld“. Wir sind vielleicht „sauber“, aber „vor Gottes Angesicht“ fehlt uns die „porentiefe Reinheit“. Mit einer mehr oder weniger sauberen Weste können wir vor Menschen bestehen, aber nicht vor Gott (Lukas 16, 15).

Um das zu ändern, benötigen wir nicht Persil oder Meister Propper, sondern Jesus Christus: „Wenn wir Jesus unsere Sünde bekennen, dann vergibt er uns und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit!“ (1. Johannes 1, 9).

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