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Hesekiel 11: Ein nur vorübergehender Vorteil

Die Menschen, die bisher vom korrigierenden Handeln Gottes verschont blieben, fühlen sich sicher und in ihrer von Gott losgelösten Art des Denkens und Lebens bestätigt (Hesekiel 11, 2-3). Sie ziehen aus der Tatsache, dass sie bisher verschont geblieben sind, eine falsche Schlussfolgerung. Ihnen ist dieses Vorrecht zu Kopf gestiegen.

Dabei handelt es sich nur um einen vorübergehenden Vorteil. Denn Gott verspricht den Menschen, die vorübergehende im Nachteil sind (Hesekiel 11, 15), dass er sich ihrer nicht nur wieder annehmen will (Hesekiel 11, 17), sondern dass die zukünftige Beziehung besser sein wird als die vorherige (Hesekiel 11, 19-20).

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Epheser 3: Unversöhnliche sitzen in Liebe vereint nebeneinander…

„…dass ihr erkennen mögt die Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis übertrifft..“ Eph. 3,19

Die Sensation in der damaligen spätantiken Welt – Juden und Heiden, Monotheisten und Polytheisten, unversöhnlich – sitzen als Christen in einer Gemeinde nebeneinander vereint und mögen sich! Dies, sagt Paulus, ist in der fortschreitenden heilsgeschichtlichen Entwicklung vorzeiten ein Geheimnis gewesen (V. 3.4), dass jetzt durch ihn, Paulus, offenbart ist. Eine Konsequenz aus dem Missionsbefehl Jesu: „Macht zu Jüngern alle Völker“ (Mt. 28,19), die damals in Jerusalem noch niemand der Jünger so geahnt hatte.

Dass die Gemeinden das begreifen und leben können, dafür betet Paulus für sie, beugt seine Knie und erbittet für sie Gottes Segen (V. 14-21).

Die Kraft, die damals unversöhnliche Gruppen versöhnte, kann auch heute noch Sensationelles bewirken – wenn wir sie erkennen und auf unsere Situation anwenden…!

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2. Könige 23: Pure Entschiedenheit

Die göttliche Zusage, dass zu seinen Lebzeiten das Gericht Gottes noch nicht eintreffen wird, veranlasst den König Josia nicht zur Nachlässigkeit.

2. Könige 23 beschreibt in einer langen und detaillierten Auflistung, wie umfassend und intensiv er gegen den Götzendienst in Israel vorgegangen ist. Obwohl ihm bewusst war, dass er mit diesem Engagement Gottes Gericht nicht abwenden konnte, ließ seine Entschiedenheit nichts zu wünschen übrig (2. Könige 23, 25-26).

Die Konsequenz und Entschlossenheit des Josia war nicht motiviert vom eigenen Nutzen oder von einer strategischen Überlegung, sondern ergab sich aus seiner tiefen Ergriffenheit von Gott selbst.

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Hesekiel 10: Nicht zu fassen!

In Hesekiel 10 begegnen dem Leser des Prophetenbuches Bilder und Gestalten, die bereits an anderer Stelle beschrieben wurden. Aber trotz dieses erneuten Auftauchens und trotz der im Text häufig vorkommenden Wiederholungen bleiben uns die dargestellten Wesen und die Metaphern von der Herrlichkeit Gottes fremd. Wir können uns an Gottes Wirklichkeit gewöhnen, aber nicht an sein Wesen. Gott ist uns vertraut und doch immer wieder überraschend anders.

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Epheser 2: Sensation!

„Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken..“ Eph. 2,10

Offene Augen zu haben für Gottes Heil, bedeutet nach Paulus im Epheserbrief besonders in Kapitel 2, den Unterschied zu sehen, zwischen einst und jetzt im Leben des Christen – vor seiner Bekehrung und nach seiner Bekehrung zu Christus.

  • Einst: V. 1.2.3.5.11.12.13.17
  • Jetzt: 6.13.19
  • Dieses Heil zeigt sich besondern in der damaligen Problematik zwischen Juden und Heiden, die sich in ihrem radikal unterschiedlichen Gottesglauben unversöhnlich gegenüber standen: In Christus sind aus diesen zwei Gruppen ein neuer Mensch geworden. Für Zuschauer der damaligen Zeit ein unglaublicher Vorgang!
  • Die Spannungen, die damals deshalb auch in der christlichen Gemeinde vorkamen, beantwortet Paulus mit seiner Theologie: Christus hat Frieden (V. 14.15.17) gemacht mit Gott und deshalb auch zwischen Menschen. Er hat aus den Heiden (Gästen, Fremdlingen) nun Mitbürger und Hausgenossen Gottes gemacht! Sensation! Diese geistliche Wahrheit will gelebt sein – was damals, wie heute, manchmal sehr schwer war und ist – aber im Glauben doch möglich! Sensation!
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2. Könige 22: Die Gnade eines frühen Todes

Wir kennen die Redewendung von der „Gnade einer späten Geburt“. In diesem Kapitel ist die Rede von der „Gnade eines frühen Todes“.

Der König Josia macht die Entdeckung von Gottes Gesetz (2. Könige 22, 10).

Als ihm diese Texte vorgelesen werden, erlebt er sowohl Erschrecken als auch Erweckung (2. Könige 22, 11-13).

Josia erkundigt sich nach Gottes Absichten und gewinnt Einblick in Gottes Pläne im Hinblick auf das bevorstehende Gericht Gottes über Juda. Aber ihm wird auch mitgeteilt, dass Gott ihm diese schrecklichen Erfahrungen ersparen will, indem er ihm einen frühen Tod ankündigt (2. Könige 22, 20).

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Hesekiel 9: Die Selbstkritik hat viel für sich

Der Humorist Wilhelm Busch hat es so ausgedrückt: „Die Selbstkritik hat viel für sich.“. Und er begründet das damit, dass durch eine zur Schau getragene Bescheidenheit das Lob anderer Menschen erst recht herausgefordert wird.

In einer Schreckensvision bringt der Prophet Hesekiel zum Ausdruck, dass vom bevorstehenden Leid des Gerichts nur die verschont bleiben, die vorher schon Leid getragen haben über die Gottlosigkeit (Hesekiel 9, 4 und Hesekiel 9, 6).

Auch an anderer Stelle spricht die Bibel davon, dass ein selbstkritischer und die Versöhnung mit Gott suchender Umgang mit uns selbst uns davor bewahrt, dem Gericht Gottes ausgeliefert zu sein (1. Korinther 11, 31).

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Epheser 1: Der Augenöffner

„Er erleuchte die Augen eures Herzens, dass ihr erkennen mögt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid…“ Eph. 1,18

Der Epheserbrief gehört mit dem Kolosser-, Philipper- und Philemonbrief zu den Gefangenschaftsbriefen des Paulus – ca. 62 n.Chr. aus Rom geschrieben. Ein Rundschreiben an die Gemeinden in Kleinasien, überbracht von Tychikus. Wegen des überörtlichen Zwecks, fehlen auch persönliche Grüße – es ist ein Grundsatzbrief zur Festigung im Glauben, ein Lehrbrief an die Gemeinden in der Gegend, in der Paulus 3 Jahre lang gewohnt und gearbeitet hat.

Der riesige Gedankenbogen (V. 3-14) kann fast nur überblickt werden, wenn man in seiner eigenen Bibel die Verben unterstreicht, die 4maligen Ansätze „in ihm“ (Christus) (V. 4.7.11.13) und das 3malige Ziel „zum Lob seiner Herrlichkeit“ (V. 6.12.14). Paulus ist begeistert vom geistlichen Segen für die Gemeinde!

Seine Sorge ist, dass die Geschwister diesen Segen und Reichtum richtig erkennen (V. 18). Darin liegt der Hauptmangel der Christen, dass sie einen riesigen Schatz Gottes im Himmel und aus dem Himmel haben, den aber nicht sehen – vor lauter Problemen und Sorgen und aktuellen Nöten.

Der Epheserbrief ist ein Augenöffner – für Christen, die sich nicht vor langen Satzkonstruktionen fürchten… 🙂

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2. Könige 21: ProGötz statt ProChrist

Manasse war nicht nur ein Atheist, der schlicht und einfach Gott verneint. Sondern Manasse, das wird in 2. Könige 21 beschreiben, war ein Antitheist, der sich gegen Gott auflehnt, ihn herausfordert und bekämpft.

Es handelt sich nicht nur um eine gleichgültige Ignoranz, sondern um einen hasserfüllten und provozierenden Feldzug gegen Gott und alles, was diesem heilig ist.

A-Theisten werden früher oder später zum Theisten oder zum Anti-Theisten.

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Hesekiel 8: Wo liegt das Herz der Finsternis?

Der Erzähler Joseph Conrad beschreibt in dem Buch „Herz der Finsternis“, wie Kapitän Marlow bei einer Reise in den Kongo in sich selbst das Böse entdeckt, obwohl er davon ausgegangen war, dass er eine Person von gesundem Menschenverstand ist.

Der Prophet Hesekiel bekommt von Gott das Herz der Finsternis bei den Ältesten des Volkes Israels gezeigt (Hesekiel 8, 12), die eigentlich Vorbilder des Glaubens sein sollten, bei denen sich jedoch im Verborgenen die Wurzel des Götzendienstes findet.

Die Finsternis können wir besiegen, indem wir ihre Existenz in uns nicht leugnen, sondern durch Jesus vertreiben lassen (1. Johannes 1, 6-9).

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