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Hesekiel 23: Zwei von derselben Sorte

Die Entwicklung des Nordreichs Israel und des Südreichs Juda wird illustriert an einem untreuen, schamlosen und betrügerischen Schwesternpaar (Hesekiel 23). Die Dynamik des Abfalls von Gott verläuft in den beiden Teilen des Volkes Gottes unterschiedlich. Aber die Art, die Intensität und das Ergebnis der Unzucht ist bei beiden dasselbe. Denn dieser lüsterne und gierige Hang zur Untreue liegt ihnen im Blut (Hesekiel 23, 43). Und mit Menschen von dieser Sorte macht Gott Geschichte und nimmt sich unserer an.

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Kolosser 3: Christus bei Dir zuhause

„..sucht, was droben ist, da Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.“ Kol. 3,1

Paulus schreibt manche Gedanken den einen, wie den anderen, ähnlich, fast gleich. So kennen wir ihn! In Kol. 3 taucht das Motiv des Ablegens und Anziehens von Kleidung als Bild für Untugenden und Tugenden auch hier auf – wie schon im Epheserbrief (Kap. 4, 22-24).

Und auch: Das Wort Christi sollte reichlich unter ihnen wohnen – die Evangelien, die wir heute haben, waren noch nicht verbreitet (Mt. und Mk. ca. 64 n.Chr.). Das „Wort Christi“ waren für die Kolosser die Predigten des Epaphras, die Briefe des Paulus (er hatte auch einen an die Gemeinde in Laodicäa geschrieben Kap. 4,16 und andere Gemeindebriefe von Paulus, die fleissig abgeschrieben und verteilt wurden) und wahrscheinlich das AT, das sie auf Christus hin auslegten. Jedenfalls nicht die „Philosophien“ der Irrlehrer, die Engel groß machten.

Was für einen Reichtum haben wir doch – AT und NT im Goldschnitt, in 5 verschiedenen Übersetzungen, mit jeder Menge Literatur zu Hintergrundinformationen und Kommentaren…
Lass es wohnen!

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1. Chronik 9: Torhüter oder Torhüter?

Im Fußballsport sind die „Torhüter“ die großen Verhinderer. Ihre Aufgabe besteht darin, dass Tor freizuhalten und niemanden durchzulassen.

Die priesterlichen „Torhüter“ in Jerusalem, deren Aufgabenfeld in 1. Chronik 9 beschrieben wird, waren keine Verhinderer, sondern Wegweiser, Ordner und Helfer beim Eintritt in den Tempel Gottes. Sicher sollten sie auch einem Missbrauch dieser Möglichkeiten entgegentreten. Aber ihre Hauptaufgabe bestand darin, Menschen den Eingang und Zutritt in die Gegenwart Gottes zu erleichtern.

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Hesekiel 22: Hauptstadt des Verbrechens

So beschreibt Gott durch den Propheten Hesekiel (Kapitel 22) die Stadt Jerusalem. In ihr findet jedes Verbrechen Verwirklichung (Hesekiel 22, 6-12). Und zwar in allen Schichten und Ständen der Gesellschaft (Hesekiel 22, 23-29). Aber so skrupellos und kaltschnäuzig die Menschen auch beim Austeilen von Bosheiten sein mögen, werden sie nicht mit derselben Coolness den Konsequenzen des eigenen Verhaltens gewachsen sein: „Meinst Du aber, dein Herz kann standhalten oder deine Hände werden festbleiben zu der Zeit, wenn Gott handelt?“ (Hesekiel 22, 14). Die Häuptlinge im Verbrechen sind nicht unbedingt auch die Meister im Verkraften der Folgen.

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Kolosser 2: Neu begeistert von Jesus

„Lasst euch von niemand das Ziel verrücken..“ Kol. 2,18

Paulus macht keinen Hehl daraus, dass er sich um die Kolosser und die Christen in Laodicäa Sorgen macht. Er „kämpft“ um sie (V. 1), dass sie das Geheimnis Christi neu bestaunen: „Christus in euch“ (Kap. 1,27)! Christus hat „die Reiche und Gewalten ihrer Macht entkleidet“ (V. 15). Er rückt den Kolossern das Ziel neu zurecht (V. 18).

Manchmal brauchen wir einen, der uns das Ziel neu vor Augen setzt. Gottes Wort und Geist, Jesus selbst, schafft das! Vielleicht auch durch ein gutes Gespräch mit einem, der Jesus lieb hat und uns kennt.

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1. Chronik 7-8: Originalität erhöht die Komplexität

In diesen beiden Kapiteln von 1. Chronik (Kapitel 7 und 8) werden einige Details und Personen nicht erwähnt, die aufgrund der sonstigen biblischen Berichterstattung an dieser Stelle erwartet werden könnten. Andererseits werden Einzelheiten und Personen genannt, die darüber hinaus unbekannt bleiben und sich nicht so ganz einfach mit den anderen historischen Informationen der Bibel harmonisieren lassen.

Aufgrund dieser Eigenschaften und der Tatsache, dass es sich außerdem um einen eher trockenen und schwer zugänglichen Lesestoff handelt, sind solche Textabschnitte ein Beweis für die Ursprünglichkeit und Originalität der biblischen Geschichtsdarstellung. Denn jeder Verfasser, dem es nur um Wirkung und nicht um Wahrheit gegangen wäre, hätte sich in wohlmeinender Absicht als Fälscher betätigt und das Material geglättet und von solchen Stolpersteinen befreit. Die Bibel ist in dieser Hinsicht „unbearbeitet“ geblieben. Das erhöht aber die Komplexität ihrer Botschaft.

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Hesekiel 21: Was heute noch ein Rätsel ist…

Was heute noch ein Rätsel ist, ist Morgen die verständliche und klare Antwort auf die dann entscheidenden Fragen.

So erfolgt in Hesekiel 21 die Ankündigung von Entwicklungen, bei denen „nichts bleiben wird, wie es ist“ (Hesekiel 21, 31). Es soll zu umwälzenden Veränderungen kommen. Die vier Gleichniserzählungen, die davon berichten, wirken bei der ersten Betrachtung wie „Rätsel“ (Hesekiel 21, 5). Aber zu einem späteren Zeitpunkt dienen sie als Bestätigung und Orientierungshilfe.

Der Wert der Prophetie wird einem oft erst dann bewusst, wenn die angekündigt Situation bereits eingetreten ist und man sich an die vorhergehende, vorausschauende und vorbereitende Prophetie erinnert und dadurch Wegweisung geben lässt.

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Kolosser 1: Dicht vorbei ist auch daneben

„Er ist vor allem und es besteht alles in ihm.“ Kol. 1,17

Die Stadt Kolossä war eine der wichtigsten Städte in Phrygien und bildete zusammen mit Laodicäa und Hierapolis eine Dreierschaft. Paulus Brief an die Kolosser – wahrscheinlich zu Beginn seiner Gefangenschaft in Rom – schließt die Gemeinden in diesen Nachbarstädten ein, die hauptsächlich aus Heidenchristen bestanden mit einer Minderheit von Juden. Paulus war nie in Kolossä, wahrscheinlich wurden diesen Gemeinden von Epaphras gegründet.

Angesichts der Herausforderungen, von denen Paulus in Kolossä gehört hat, dankt er nicht nur für die Gemeinde und betet für sie, sondern er stellt ihnen Christus als den überragenden, vorrangigen Sohn Gottes dar (2x „vor„, 2x „erste„, 5x „alles„). (V. 15-18).

Während im Galaterbrief (und auch Philipper) das Problem der Judaisten bestand, Gesetzlichkeit als Heilsweg einzuführen, traten in Kolossä Irrlehrer auf, die das Gesetz als asketische Zusatzreligion empfahlen, verbunden mit der Verehrung mystischer Gestalten einer höheren Welt (Engelwesen). Dagegen ist Christus allein der Erhabene und in ihm die ganze Fülle der Gottheit (Kap. 2,9)!

Das Evangelium behauptet sich unter einer Vielzahl sehr ähnlich klingender Botschaften, die aber im Kern von der guten Nachricht, Jesus, abziehen.

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1. Chronik 6: Ordentliche Gottesdienstmusik

Musik spielte im Rahmen des jüdischen und christlichen Glaubenslebens immer eine Rolle. Ob in der Stiftshütte oder im Tempel – der Gesang bildete einen selbstverständlichen Teil des Gottesdienstes. Dieser Aspekt der Frömmigkeit und Anbetung wurde nicht nur dem künstlerisch-chaotischen Spiel von Zufall, Spontanität, Lust und Laune überlassen. In 1. Chronik 6, 16-32 finden wir einen von vielen Hinweis darauf, dass für Musik und Gesang im Gottesdienst ganze Familien aus dem Volk berufen und für diesen Zweck frei gestellt wurden. Das erforderte einen gewissen finanziellen und organisatorischen Aufwand, der aber sicherstellte, dass auch dieser Dienst in der von Gott gewollten „Ordnung“ (1. Chronik 6, 17) erfolgte.

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Hesekiel 20: Gottes Treueschwur

Gott hat sich mit einem öffentlichen Schwur erklärt, Israel zu seinem Volk zu machen und in eine von ihm gesegnete gute Zukunft zu führen. Ein 3facher Hinweis auf diese Grundlage der Beziehung wird am Anfang des Kapitels in Hesekiel 20, 5-6 gegeben. Denn damit ist Gott eine Verpflichtung eingegangen, die durch den wiederholten Ungehorsam Israels sehr strapaziert wurde.

Weil mit dem Treueschwur gegenüber Israel auch Gottes Ehre gegenüber den Heiden verbunden war, hat Gott das zerstörende Gericht an dem ungehorsamen Israel unterlassen. Weil Israels Auflehnung gegen Gott jedoch ebenfalls Gottes Ehre in Frage stellte, hat Gott sein Volk bestraft. Dieser Überblick über das Verhalten Gottes gegenüber Israel „um seines Namens willen“ endet mit dem Hinweis darauf, dass Gott sein Volk begnadigen wird: „Ich werdet erfahren, dass ich der Herr bin, wenn ich so an euch handle zur Ehre meines Namens und nicht nach euren bösen Wegen.“ (Hesekiel 20, 44).

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