Permalink

Johannes 20, 19-31: Begegnung mit dem Auferstandenen führt zur Anbetung

„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ Joh. 20,29

Im Auferstehungskapitel legt Johannes klar die Absicht seines Evangeliums offen: „…damit ihr glaubt…“ (V. 31). Erst die Begegnung mit dem Auferstandenen überwindet den so sehr menschlichen Unglauben der Jünger. Jesu Gegenwart macht die Jünger froh (V. 20). Das Zeugnis der Maria ist ganz wichtig, reicht aber nicht aus. Alle Angst und Verzweiflung fällt von ihnen erst ab, als sie Jesus sehen, hören, erleben. Thomas muss ihn fühlen (V. 27). Begegnung mit dem Auferstandenen führt zur Anbetung (V. 28).

Millionen Christen durch die Geschichte haben Jesus nicht gesehen und betastet, aber den Berichten der Jünger geglaubt und sind Jesus im Glauben begegnet. Auch im Blick auf diese sagt Jesus: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

Permalink

5Mose 28: Das macht Dich wahnsinnig!

Der Gesundheitsminister weist auf jeder Zigarettenpackung darauf hin, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet und tödlich sein kann. Aber diese „dicken Geschütze“ im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Nikotinkonsum verhindern nicht, dass Menschen rauchen.

Sehr umfassend, drastisch und mit kräftigen Akzenten werden die Folgen des Ungehorsams in 5Mose 28 vor Augen gestellt. Es ist auch vom Segen die Rede, aber vor allem in der Beschreibung des Fluchs wird nichts ausgelassen.

Diese dramatische Darstellung ist veranlasst von dem großen Ernst und von Gottes Sorge um das Schicksal der Menschen. Gott möchte nicht in die Angst und in den Wahnsinn (5Mose 28, 34) treiben, sondern er möchte davor bewahren.

Aber trotz des eindringlichen Bemühens um Vermeidung dieser möglichen Konsequenzen der Loslösung von Gott, trägt dieses lange Kapitel bereits den Charakter einer Ankündigung und nicht mehr den einer Warnung. Es lässt sich nicht verhindern. Unser Überleben ist nur möglich durch Vergebung.

Permalink

Sprüche 26: Verrücktes Wetter!

Das passt gar nicht, sagen wir, wenn es im Winter nicht friert, aber dafür im Sommer Schnee fällt. Dieses „verrückte Wetter“ ist in Sprüche 26 eine Illustration dafür, wenn ein törichter Mensch für seine unvernünftige Denk- und Lebensweise Lob einheimst (Sprüche 26, 1). Denn dann bekommt der Verkehrte die positive Aufmerksamkeit, findet Nachahmer und das Falsche wird bestätigt (Sprüche 26, 8).

Eigentlich passt das nicht zusammen. Genauso wenig wie Schnee zum Sommer passt, was eine vernichtende Wirkung hätte. Aber aufgrund des sogenannten „Klimawandels“ erleben wir manchmal „verrücktes Wetter“. Und aufgrund eines gesellschaftlichen „Wertewandels“ erleben wir immer öfter die widersprüchliche Kombination, dass krasse und unverschämte menschliche Dummheit den öffentlichen Applaus erhält. Wir sollten uns ein gesundes Empfinden für unpassende und ungesunde Wetterverhältnisse bewahren.

Permalink

Johannes 20, 1-18: Echte, menschliche Zeugen…

„.. und sah und glaubte.“ Joh. 20,8

Die Berichte der Evangelisten von der Auferstehung Jesu ergänzen sich. Jeder berichtet aus einer anderen Perspektive – so ergibt sich für den Leser, der diese Texte thematisch nacheinander liest (wie wir hier), ein abgerundetes Gesamtbild.

Johannes gibt sehr persönliche Einblicke: Petrus, Johannes, Maria. Er erwähnt Details: Leinentücher (V. 7), Marias Verwechslung mit dem Gärtner (V. 15) – man ist mitten drin in der Geschichte. Ein sehr persönliches, glaubwürdiges Zeugnis. Das ist entweder wunderbar wahr, oder die dreisteste, boshafteste Lüge der Weltgeschichte.

Das ist Johannes Anliegen: Der Leser soll dem Auferstandenen Jesus Christus begegnen und an ihn glauben.

Permalink

5Mose 26-27: Hier kommt die Zusage für Dich!

Dieser Redenkomplex (5Mose 26 und 5Mose 27) beinhaltet den mehrfachen Hinweis auf Gottes Zusagen an sein Volk Israel und damit an uns: „Du hast Dir heute von Gott sagen lassen, dass er dein Gott sein will!“ (5Mose 26, 17).

Uns begegnen viele vollmundige Ansagen von Menschen. Oft folgt darauf zu einem späteren Zeitpunkt eine Absage. Aber auf diese Aussage von Gott können wir uns verlassen. Lass Dir von ihm etwas sagen. Und antworte ihm! Denn unsere Verantwortung besteht darin, auf Gottes Zusage zu antworten. Am besten auf dieselbe Weise wie das Volk Israel damals: 5Mose 26, 18.

Permalink

Sprüche 25: Überzeugungskraft

Reden ist eine Macht! Zumindest dann, wenn die Regeln beherzigt werden, die Sprüche 25 erwähnt:

  1. „Ein Wort geredet zur rechten Zeit“ (Sprüche 25, 11). Timing ist nicht alles, aber sehr viel. Der Zeitpunkt, d. h. die passende Gelegenheit entscheidet darüber, ob das gute Wort auch eine gute Wirkung erzielt.
  2. „Durch Geduld wird ein Fürst überredet“ (Sprüche 25, 15). Um Menschen von etwas zu überzeugen, sind Ausdauer und wiederholte, aber abwechslungsreiche Argumentationen erforderlich.
  3. „Eine linde Zunge zerbricht Knochen“ (Sprüche 25, 15). Der Ton macht die Musik und der Stil meines Redens wirkt sich aus auf das Ergebnis. Nicht der laute, schroffe und kalte Agitator wird das Herz der Menschen erreichen, sondern der „sanfte“, aber auch „mutige“, nämlich „sanftmütige“ Gesprächspartner.
Permalink

Markus 16: Gegen allen Unglauben

„… er schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härte…“ Mk. 16,14

Der letzte Satz des Markusevangeliums ist Vers 8: „… sie fürchteten sich.“ Die Folge der Auferstehung war eben nicht: „Ach, wie schön, jetzt ist er wieder da!“. Sondern: „… sie flohen von dem Grab, denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas…“. Das ist eine glaubwürdige Reaktion, die die anderen Evangelisten ähnlich schildern. Die weiteren Verse im Markusevangelium (9 – 20) sind später hinzugefügt. Ob das letzte Blatt des Markusevangeliums in den unruhigen Zeiten Roms verloren gegangen ist, Markus vielleicht fliehen musste oder sogar getötet wurde, wissen wir nicht. Der Schluss des Markusevangeliums entspricht jedenfalls ganz den übrigen Berichten – er ist ein Unglaubensbericht. Die Jünger konnten es nicht fassen. Jesus musste sich geradezu gegen ihren Unglauben durchsetzen. Das macht er bis heute – Auferstehung ist durch nichts zu stoppen!

Permalink

5Mose 25: Gott liebt (nicht nur) Ochsen

In 5Mose 25 finden wir mehrere Schutzbestimmungen, die sich in der vorgestellten Form auf einen bestimmten Sachverhalt beziehen. So wird in den ersten Versen darauf geachtet, dass ein schuldiger Täter im Rahmen des berechtigten Strafvollzugs nicht so behandelt wird, dass er „entehrt“ wird. Auch ein schuldig gesprochener Mensch behält seine Würde.

Diese Anweisung und andere Beispiele lassen sich jedoch auch über diese exemplarische Zuspitzung hinaus als Prinzipien auf andere Situationen übertragen.

So wendet Paulus die Tierschutzbestimmung aus 5Mose 25, 4 auf Menschen an. Denn wenn dem dreschenden Ochsen nicht verboten werden darf, beim Arbeiten zu fressen, dann bedeutet das darüber hinaus, dass auch der arbeitende Mensch für seinen Dienst einen Lohn erwarten darf, der ihn ernährt. Denn Gott liebt nicht nur Ochsen: 1. Korinther 9, 9; 1. Timotheus 5, 18.

Permalink

Sprüche 24: Wie man sein Leben ruiniert!

Faulheit besteht bei den wenigsten Menschen in einer bewusst eingenommenen und totalen Verweigerungshaltung gegenüber den Herausforderungen des Alltags. Sondern ein fauler Lebensstil ergibt sich eher aus einer Aneinanderreihung von vielen kleinen Aussetzern, die ich mir spontan und natürlich nur „ausnahmsweise“ gönne. Diese sich selbst schonende und damit sich selbst betrügende Psychologie beschreibt Sprüche 24, 30-34.

Man will nicht faul und verantwortungslos sein, aber man gesteht sich zwischendurch immer wieder einen kurzzeitigen Ausfall zu, duldet hier ein bisschen Nachlässigkeit und bleibt auch dann noch mal „ein wenig“ länger in der Komfortzone…

Aus den vielen kleinen Pausen und Bequemlichkeiten, die ich mir gönne, entsteht auf Dauer und in der Summe ein Zustand der Verwahrlosung und des Mangels. Viel „wenig“ gibt „viel“!

Permalink

Matthäus 28: Welch ein Schluss!

„Sagt, seine Jünger sind in der Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.“ Mt. 28,13

Der Bericht von der Auferstehung Jesu in Matthäus 28 zeigt großen Realismus und ein noch größeres Wunder.

  • Die Frauen wollen den Leichnam Jesus einbalsamieren, ein Erdbeben löst den Rollstein vor dem Grab, Soldatenwachen berichten von dem Unglaublichen, Bestechungsgelder wechseln die Besitzer, die Entstehung von Gerüchten wird erklärt – alles sehr klar und verständlich.
  • Gleichzeitig: Engel überbringen die Botschaft von der Auferstehung, Jesus begegnet den Frauen, Jesus sendet seine Jünger aus. Die Botschaft Jesu und sein Sieg über den Tod müssen hinaus in die ganze Welt.

Weltgeschichte und Heilsgeschichte verbinden sich, geschichtliche Fakten und Wunder gehen ineinander. Das ist einzigartig, großartig, diese Botschaft verändert die Welt. Jeder Leser des Matthäusevangeliums wird in die Entscheidung gestellt, sich im Glauben diesem Jesus zu öffnen und sich in seine Sendung mit einzureihen…

Seite 74 von 115« Erste...102030...7273747576...8090100...Letzte »