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Lies die Bibel mal in einer anderen Sprache

Manchmal hindert uns der vertraute Klang einer Bibelübersetzung daran, Gottes Stimme neu zu hören oder neue Entdeckungen in Gottes Wort zu machen. Einen ganz neuen Zugang zum Bibeltext kannst du finden, wenn du die Bibel mal in einer anderen Sprache liest. Je nachdem, welche Fremdsprache du in der Schule oder durch Auslandsaufenthalte gelernt hast: Englisch, Spanisch, Französisch, Norwegisch … Besorg dir eine Bibel in der entsprechenden Sprache und lies sie – evtl. parallel zur deutschen Übersetzung. Du wirst merken: Es spricht dich anders an. Du hörst neu hin.

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Konzentrationsprobleme?

Hier einige Tipps, was du machen kannst, wenn du dich nicht so recht auf den Bibeltext konzentrieren kannst und Gottes Wort bei dir nicht ankommt:

  • Abschalten: Ein stilles Plätzchen suchen.
  • Umschalten: Vor dem Lesen ein Lied singen oder anhören.
  • Ausschalten: Die „Störsender“ ablenkender Gedanken wie Sorgen, Tagesplanung usw. notieren und / oder im Gebet an Gott „abgeben“.
  • Einschalten: Gott um Aufnahmebereitschaft bitten und den Bibelabschnitt (mehrmals) laut lesen.
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Nach dem Lesen kommt das …?

Esra hatte sich mit ganzem Herzen der Aufgabe gewidmet, das Gesetz des HERRN zu erforschen und zu befolgen und die Israeliten seine Vorschriften zu lehren, damit sie sich in ihrer Lebensführung … daran hielten. Esra 7,10

Esras Drei-Schritte-Programm

Bibellesen ist eine Sache des Herzens und des Willens, kann sich dann zu einer echten Leidenschaft entwickeln, wie wir vom AT-Bibelleser Esra lernen können.
Zu einem Bibellesen mit Gewinn fürs Leben brauchen wir wie er:

  1. Forschermentalität: Erwartungshaltung und zielgerichtetes Suchen, Konzentration und Ausdauer, Wissbegier, Liebe, Frustrationstoleranz, Schätze einsammeln und sich drüber freuen …
  2. Dienermentalität: Das Entdeckte in die Tat umsetzen, mit ins Leben nehmen, damit Erfahrungen machen.
  3. Lehrermentalität: Andern weitergeben und erklären, was wir entdeckt und erfahren haben.
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Vor dem Lesen kommt das Beten

“Sprich, Herr, dein Diener hört.“  betet der junge Samuel. (1. Sam. 3,9)

Das ist ein gutes Gebet auch für uns vor und beim Bibellesen. Denn

  • es ist nicht selbstverständlich, dass ich wirklich Gott zu mir persönlich reden höre. Es braucht Übung und ich bin abhängig von Gottes Geist, der mir das alte Wort heute neu aktuell und lebendig macht.
  • es ist nicht selbstverständlich, dass ich tue, was Gott mir sagt. Deshalb mach ich mir durch das Gebet bewusst, dass ich Diener Gottes bin. Ein Diener hört anders hin. Mit der Absicht zum entsprechenden Handeln.

Gott schenkt dir beides: Sein Reden und ein gehorsames Herz.

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Wenn mal nichts hängen bleibt …

… von dem, was du in der Bibel gelesen hast, du mittags nicht mehr weißt, was du am Morgen gelesen hast, du den Eindruck hast: Mein Gedächtnis ist wie ein Sieb.

Dann kann dir folgender Gedanke ein Trost sein: Wer mit einem oft benutzten, verunreinigten Sieb versucht Wasser zu schöpfen, um damit die Blumen zu gießen, der wird wenig Erfolg haben. Der muss oft laufen, damit die Blumen überhaupt nur ein paar Tropfen Wasser abbekommen. Aber das Ganze hat auch einen wunderbaren Nebeneffekt: Das Sieb wird sauber!

Gottes Wort hat reinigende Kraft!  (s. Joh 15,3) Seine Wirkung ist nicht abhängig von deiner Gedächtnisleistung. Kann sein, dass nicht viel hängen geblieben ist, aber es hat in dem Moment des Lesens etwas in dir zum Guten verändert: Du hast Gott gedankt, Versagen zugegeben, neue Zuversicht oder Klarheit für eine Problemlösung bekommen…

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Wenn du mal keine Lust hast …

… und die Begeisterung schwindet, mach dir neu den Wert und den Nutzen des Bibellesens bewusst.

Es geht nicht so sehr darum, die richtige Bibellesetechnik zu finden, sondern darum, die Erwartungshaltung zu fördern: „Gott rede zu mir, ganz neu. Ich brauche deine Worte, heute. Es sind Worte, von denen ich lebe!“

Lebenswort, nicht nur Lesewort ist die Bibel für uns. Und Seelennahrung, nicht nur Nahrung für unser Hirn.

Jesus sagt: „Nicht von Brot allein leben wir, sondern von den Worten, die aus Gottes Mund kommen.“ Mt. 4,4

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Tu’ s mit Liebe

Nicht das „Du musst!“ sollte dich zum Bibellesen antreiben (Es gibt kein Bibellesegebot!), sondern die Liebe zu Jesus.

„Bei allem ist das, was uns antreibt, die Liebe von/ zu Christus.“ 2. Kor. 5,14

Sieh deine Zeit mit der Bibel als „date“ mit Jesus an, auf das du dich freust. Liebe findet immer einen Weg, sich mit dem Geliebten zu treffen. Aus Liebe zu Jesus hör auf ihn. Größere Liebe wird das Ergebnis sein, wenn dein Motiv und dein Ziel beim Bibellesen die Pflege deiner Gottesbeziehung ist.

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Warum lese ich in der Bibel?

Manchmal ist es gut, sich diese Frage zu stellen. Die Frage nach dem Motiv und der Absicht.

Wenn Routine einzieht und du dich fragst: „Was bringt mir das Bibellesen eigentlich?“ Wenn du denkst: „Das kenn ich schon alles, nichts Neues.“ Und das Einzige, was dir noch einfällt, ist: „Ich mach das nur, weil man’s halt tun sollte als Christ.“

Dann nimm dir Zeit, um die Frage zu klären: „Warum mach ich das?“ Und „Warum will ich weiter in der Bibel lesen?“ Denn niemand ist bereit, auf Dauer seine Zeit und Kraft für etwas einzusetzen, das ihm sinn- und nutzlos erscheint. Deshalb solltest du das klären: Was ist mein Motiv? Was verspreche ich mir vom Bibellesen?

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Kleiner Selbsttest

Mal ehrlich, könntest du sagen, wie der Psalmschreiber:
„HERR, dein Gesetz hat größeren Wert für mich, als Tausende von Gold- und Silberstücken!“ Ps 119,72

Mach dazu mal folgenden Test:
Stell dir vor, zwischen den Seiten deiner Bibel versteckt würde jeden Morgen auf wunderbare Weise ein 50 EUR-Schein liegen, wenn du die Bibel öffnest. Frage: Würdest du öfter an die Bibel denken und darin lesen, als du es jetzt tust? Sei ehrlich!

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Bibellesen ist manchmal wie Fisch essen

Wenn du mal Probleme hast mit einem Bibeltext – er dir unverständlich ist oder schwer zu verdauen -, dann lass dich davon nicht entmutigen.

Dwight Moody hat empfohlen: „Beim Bibellesen sollte man es machen wie beim Fischessen. Kommt man an eine Gräte, isst man einfach um sie herum.“

Die unverdaulichen Gräten leg zur Seite und genieße das leckere Fleisch. Keiner wirft den ganzen Fisch weg oder isst nie wieder Fisch, nur weil der ein paar Gräten enthält. Ich gebe zu, das mit den Gräten ist manchmal ein wenig lästig, aber ich bin sicher: Manche „Gräte“ wird dir später mal als nahrhaftes Fleisch wieder begegnen.

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