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Jeremia 49: Allgemeine Verunsicherung

In den Ankündigungen des Gerichts (Jeremia 49), die der Prophet an die Nachbarvölker Israels weitergeben muss, finden sich Hinweise auf die Frage, warum sich diese Völker fälschlicherweise so sicher gefühlt haben:

  • Die Ammoniter waren in ihrem Herzen von der Sicherheit überzeugt, die ihre Schätze ihnen boten (Jeremia 49, 4).
  • Die Edomiter nahmen wahr, dass sie von anderen gefürchtet wurden und verließen sich auf den großen strategischen Vorteil, der ihnen durch ihre geographische Lage gegeben war (Jeremia 49, 16).
  • Auch die arabischen Stämme lebten erfahrungsgemäß ruhig und ungefährdet, so dass sie auf alle Sicherheitsmaßnahmen verzichten konnten (Jeremia 49, 31).
  • Und die Elamiter waren mit einer besonders überlegenen Waffentechnik ausgestattet (Jeremia 49, 35).

Alle diese Absicherungsstrategien werden im Hinblick auf die Zukunft, nämlich angesichts der bevorstehenden Konfrontation mit Gott, ihre Bedeutung verlieren.

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2Korinther 6: In guter Gesellschaft!

„… unser Herz ist weit geworden… macht auch euer Herz weit!“ 2Kor. 6,11.13

Paulus ruft die Gemeinde in Korinth auf, als Christen ihre besondere Stellung und den Unterschied zum Heidentum zu leben (V. 14-18). Eine große Ermutigung dazu ist sein eigens Vorbild. Wer als Christ so viel Stress hat, wie Paulus, der fühlt sich bei ihm in guter Gesellschaft und ermutigt, nicht aufzugeben. In der langen Aufzählung seiner Herausforderungen gewinnt er die Korinther für sich:

in allen Dingen erweisen wir uns als Diener Gottes:
in großer Geduld,
in Bedrängnis,
in Nöten,
in Ängsten,
in Schlägen,
in Gefängnissen,
in Aufruhren,
in Mühen,
in Wachen,
in Fasten,

in Keuschheit,
in Erkenntnis,
in Langmut,
in Freundlichkeit,
in dem heiligen Geist,
in ungefärbter Liebe,
in dem Wort der Wahrheit,
in der Kraft Gottes,

durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und Linken,
durch Ehre und Schande,
durch böse und gute Gerüchte,
als die Verführer und doch wahrhaftig,
als die Unbekannten und doch bekannt,
als die Sterbenden, und siehe wir leben,
als die Gezüchtigten und doch nicht getötet,
als die Traurigen, aber allezeit fröhlich,
als die Armen, aber die doch viele reich machen,
als die nichts haben, und doch alles haben!

Diese Liste hänge ich mir an die Wand!

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2. Könige 4: Ein erstickter Wunsch erwacht

Elisa will sich einer Frau gegenüber dankbar erweisen, die der Sache Gottes gedient hat, und bittet sie darum, ihr einen Gefallen tun zu dürfen. Aber die Frau lehnt dieses Angebot ab und bringt damit zum Ausdruck, dass sie ihren Dienst ohne Hintergedanken getan hat. Gleichzeitig verschweigt sie damit aber auch ein großes Anliegen in ihrem Leben, mit dessen Erfüllung sie nicht mehr rechnet. Elisa bringt diesen erstickten Wunsch im Leben dieser Frau (2. Könige 4, 16) zur Sprache, was für die Frau zuerst schmerzhaft, dann aber auch befreiend und zuletzt beglückend ist. Manchmal finden wir uns zu früh mit Zwischenergebnissen ab.

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2Korinther 5: Botschafter einer tollen Botschaft!

„Die Liebe Christi drängt uns…“ 2Kor. 5,14

Jedes dieser Kapitel ist ein Juwel, voller geistreicher, kraftvoller Worte, voller Zukunft, voller Gewissheit, voller Trost und Leben. So etwas reizt mich, auswendig zu lernen und bei sich zu tragen…

Die Tatsache, dass Paulus manchesmal unter der Last und dem Ärger mit den Gemeinden „ermüdete“ (K. 4,1 und 16) – aber die erfrischende Erfahrung machte, dass Gott ihn „von Tag zu Tag erneuerte“, lässt ihn in Kap. 5 über die Verwandlung („Überkleidung“) seines Leibes bei der Wiederkunft Jesu träumen. Die hat Paulus zu Lebzeiten nicht erlebt – steht aber eines Tages an! Welch ein gewaltiger Horizont!

Auf diesem Hintergrund und auch der Verantwortung, die damit verbunden ist, gilt es, sich heute einzusetzen, „Menschen zu gewinnen“ (V. 11). Stärkste Motivation dazu ist „die Liebe Christi“ (V. 14). Sie macht uns zu „Botschaftern“ an der Stelle Christi hier auf Erden.

Jeder Christ ist hier und heute neben seinem Beruf als Angestellter, Handwerker, Landwirt, Kaufmann, Lehrer, Hausfrau, Beamter, Wissenschaftler, Künstler, oder was auch immer, zuerst Botschafter für Christus. Das ist herausfordernd, auch schwer, vor allem aber aufregend und bereichernd – unter der Leitung des Heiligen Geistes!

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2. Könige 3: Wundertäter – Wann und warum?

In manchen Geschichtsepochen und durch bestimmte Persönlichkeiten hat Gott besonders viele Wunder gewirkt, während zu anderen Zeiten solche Ereignisse nur sehr sparsam eintraten. Besonders viele Zeichen und Wunder sind dann festzustellen, wenn die Botschaft von Gott irgendwo zum ersten Mal eingeführt wird oder wenn noch keine geschriebene Offenbarung Gottes vorliegt oder wenn die Menschen um ihrer großen Unwissenheit und hartnäckigen Vorurteile willen das bereits bestehende Zeugnis von Gott nicht mehr wahrnehmen.

Dann bediente sich Gott einer besonderen „Zeichensprache“, die immer dann erforderlich wurde, wenn das normale Reden nicht mehr ausreichte.

So ähnlich lässt sich die Wirkungsgeschichte des Propheten Elisas charakterisieren (2. Könige 3), von dem in der biblischen Berichterstattung 18 Episoden zu finden sind, die zum großen Teil Wundertaten wiedergeben, die nicht nur Gottes barmherzigen Beistand im Alltag demonstrieren, sondern auch Gottes hartes Urteil über den Unglauben und die Gleichgültigkeit in seiner Zeit.

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Jeremia 46: Alles hat ein Ende, nur…

Ägypten war Weltmacht. Aber wenn Gott dieser Weltmacht ein Ende setzt, dann hilft weder Schnelligkeit noch Stärke (Jeremia 46, 6).

Während die Gewaltigen fallen (Jeremia 46, 15), steht Israel – auch während seiner Gefangenschaft – unter Gottes besonderem Schutz.

Denn das Gericht über sein Volk ist nicht der Weg zum absoluten Ende, sondern eine vorübergehende Erziehungsmaßnahme, die eine Zukunftsperspektive eröffnet (Jeremia 46, 27-28).

Jede Weltmacht kommt an ihr Ende, nur die Gemeinde Jesu wird überleben!

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2Korinther 4: Herzen gewinnen!

„Von allen Seiten dringen Schwierigkeiten auf uns ein, doch wir werden nicht erdrückt. Oft wissen wir nicht mehr weiter, und doch verzweifeln wir nicht.“ 2Kor. 4,8

Paulus rückt den Korinthern wieder immer ein Stück näher. Sie fassen neu immer mehr Vertrauen zu ihm. Das geschieht u.a. dadurch, dass er sein Herz öffnet und ihnen schreibt, was seine Motive sind, wie es ihm geht.

  • Trotz großer Mühen, wird er wegen der Barmherzigkeit Jesu „in seinem Dienst nicht müde“.
  • „Wir predigen nicht uns selbst – sondern Christus“.
  • „Gott hat einen hellen Schein in uns gegeben“, an dem Menschen Christus erkennen können
  • „Wir haben einen Schatz – doch in einem zerbrechlichen Tontopf“.
  • „Äußerlich verfallen wir, aber innerlich werden wir täglich erneuert“.
  • „Wir schauen auf das Unsichtbare, das ewig ist“.

Mit solchen Sätzen lässt er in sein Herz blicken und gewinnt die Herzen der Korinther. Solche Sätze sind auch für uns geeignet, neu motiviert Jesus zu vertrauen und die Briefe des Paulus lieb zu gewinnen…

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2. Könige 1-2: Mutiger Nachfolger eines großen Mannes

Der Prophet Elia bleibt bis zum letzten Augenblicks seiner irdischen Anwesenheit eine extrem wuchtige und ehrfurchtgebietende Ausnahmepersönlichkeit (2. Könige 1). Wer kann es wagen, die Nachfolge eines solchen Mannes anzutreten?

Elisa, der von Gott als Nachfolger berufen wurde (2. Könige 2), macht vom Anfang an klar, dass er nicht nur ein deutlich schwächerer Ersatzmann sein will, sondern sich ausstreckt nach der ganzen göttlichen Vollmacht und Autorität (2. Könige 2, 9), die er für diese Aufgabe benötigt. Diese große Erwartungshaltung wird von Gott nicht bestraft, sondern bestätigt.

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Jeremia 44-45: Falsche Diagnose

Eine medizinische Behandlung ist abhängig von der gestellten Diagnose. Wenn nicht die richtige Ursache für die Krankheit erkannt wird, ist das fatal. Denn eine falsche Diagnose führt zu einer falschen therapeutischen Maßnahme und damit zu einem Hindernis für Genesung, evtl. führt das sogar dazu, dass eine eigentlich heilbare Krankheit den Tod verursacht.

Genau diese Situation ist bei dem judäischen Volk in Ägypten gegeben. Während sie die Ursache für ihr Unglück im Unterlassen des heidnischen Gottesdienstes vermuten (Jeremia 44, 18), stellt Jeremia die Diagnose, dass die Ausübung dieses Götzendienstes das Volk in diese schwierige Lage gebracht hat (Jeremia 44, 23). Als Beweis für die Richtigkeit seiner Diagnose kann Jeremia wie ein erfahrener Arzt den weiteren Krankheitsverlauf genau prognostizieren (Jeremia 44, 29).

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