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Lukas 20, 27-47: Das Maul gestopft!

„Sie wagten ihn hinfort nichts mehr zu fragen.“ Lk. 20,40

Nachdem die Hohenpriester und Schrirftgelehrten und Ältesten vor Jesus sprachlos wurden (V. 7)  und auch die von ihnen gesandten Spitzel schweigen mussten (V. 26), starteten jetzt die Sadduzäer, die sich sonst mit den Pharisäern nicht einig waren (V. 27), einen neuen Angriff gegen Jesus: Zu welchem Mann gehört eine Frau aus einer Mehrfachehe nach der Auferstehung? Die zwei Antworten Jesu ließen auch sie hinfort schweigen: Nach der Auferstehung gibt es keine ehelichen Verhältnisse mehr und es gibt eine Auferstehung, da Gott ein Gott der Lebendigen ist und die Erzväter bei Gott leben.

Stattdessen stellt Jesus eine Gegenfrage an sie nach der Anrede Davids an den Messias (Ps. 110,1) – Schweigen! Nachdem er daraufhin die Geldgier und den Machthunger der geistlichen Führer des Volkes aufdeckt (V. 45-47), fragt ihn aus dieser Richtung hinfort niemand mehr. Das Volk erkennt: Jesus ist niemand gewachsen!

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4Mose 16-17: Wie man Machtkämpfe übersteht

Die beiden Kapitel 4Mose 16 und 4Mose 17 beschreiben den öfter auftretenden Vorwurf, dass Mose in seiner Leitungsautorität zu weit geht (4Mose 16, 3).  Bei den Kritikern handelt es sich um bedeutende Personen (4Mose 16, 2), die mit ihrer eigenen Stellung unzufrieden geworden sind (4Mose 16, 8-10). Sie widersetzten sich persönlich Moses Anweisungen (4Mose 16, 12), verspotteten ihn (4Mose 16, 14) und mobilisierten einen Widerstand (4Mose 16, 19).

Im Zentrum stand die Frage, ob die Leitungsaufgabe von Mose etwas war, was aus seiner eigenen Initiative heraus erfolgte oder ob es sich um eine von Gott gewollte und von ihm legitimierte Stellung handelte. Diese Fragen nach der göttlichen Legitimation müssen gestellt werden können. Allerdings sollte das von Kritikern aus keiner herrschsüchtigen Motivation heraus geschehen, sondern in einer wirklich demütigen Haltung.

Mose wird durch diese Umstände in das Gebet getrieben (4Mose 16, 4) und er erwartet von Gott ein Zeichen der Klärung und Bestätigung (4Mose 16, 28), was auf eine sehr dramatische Art und Weise 2mal hinter einander passiert.

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Psalm 109: Anerkennung von oberster Stelle

Auch David setzt sich in Psalm 109 mit der brutalen und vernichtenden Kritik von Menschen auseinander, die ihm eigentlich viel zu verdanken haben und ihm darum verpflichtet wären (Psalm 109, 4-5). David bittet Gott in sehr radikaler Weise um Vergeltung für diesen unbarmherzigen Verrat. Dahinter steht ebenfalls an dieser Stelle der Wunsch nach göttlicher Bestätigung, die bei seinen Beobachtern und Kritikern keinen Zweifel mehr offen lässt (Psalm 109, 26-27).

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Lukas 20, 1-26: Nicht zu fassen!

„Sie konnten ihn nicht fassen…“ Lk. 20,26

Jesus predigt in Jerusalem im Tempel und die Pharisäer schäumen vor Wut, wissen aber nicht, wie sie Jesus packen könnten, da seine Popularität ständig wuchs. Diese Spannung wird besonders in den Gesprächen in Lukas 20 deutlich: In der Frage nach Jesu Vollmacht (V. 1-8), wo sie sich nicht gegen Johannes den Täufer stellen wollen (von dem sie sich nicht hatten taufen lassen!), als auch in dem Gleichnis von den bösen Weingärtnern, das sie als auf sich gemünzt erkennen (V. 9-19). Auch Spitzel durchschaut Jesus sofort (V. 20-26). Es war ihm nicht beizukommen – denn Jesus hatte seine Mission nocht nicht erfüllt!

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4Mose 15: Knoten im Taschentuch

In den Wiederholungen von verschiedenen Vorschriften in 4Mose 15, die für Fremdlinge und Einheimische im Volk Gottes gleichermaßen gelten sollten, finden wir auch die interessante Anweisung, sich selbst Erinnerungszeichen zu schaffen, die den Bund mit Gott und seine Gebote ins Gedächtnis zurückrufen sollen (4Mose 15, 37-41). Solche Denkmale sind hilfreich, um gegen die innere Tendenz des eigenen Herzens und gegen die Attraktivität der äußeren Umgebung an der Treue Gott gegenüber festzuhalten. Setze Dir Zeichen der Erinnerung und Ermutigung.

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Lukas 19, 28-48: Jesus geht seinen Weg

„Wenn diese schweigen, werden die Steine schreien.“ Lk. 19,40

Nach einer langen Wanderung: Syrophönizien – Galiläa – Ostjordanland – Jericho – zog Jesus nun ein letztes Mal nach Jerusalem hinauf (Jericho 259 m unter Null, Jerusalem 700 m über Null). Er reitet auf einem Eselsfüllen ein, das Muttertier wahrscheinlich vorweg (Mt. 21,2). Das Füllen betont besonders die ganz andere Natur dieses Königs – im Gegensatz zu den römischen Schlachtrossen! Und doch reitet Jesus als König ein – er ist der Messias Israels und muss als solcher auch abgelehnt werden. Er weint über Jerusalem (V. 41-44), weil er im Geist schon ihren Untergang sieht (Titus, 70 n. Chr.). Und er reinigt den Tempel (V. 45-48) ein weiteres Mal (in Joh. 2,13 ff am Anfang seiner Tätigkeit). Soviel Eindeutigkeit und Wahrheit konnte Jerusalem nicht verkraften. Jesus musste am Kreuz enden (V. 47).

Gott sei Dank für diese Klarheit und Wahrheit!

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4Mose 13-14: Miesmacher oder Mutmacher?

Israel steht kurz vor dem von Gott für sie vorgesehenem Einzug in das verheißene Land. 4Mose 13 und 4Mose 14 berichten, wie vorher Kundschafter die Lage checken und Informationen für die richtigen Vorbereitungen beschaffen sollen. Allerdings bewirken die Berichte der meisten ausgesandten Männer genau das Gegenteil: Sie verbreiten eine „böses Gerücht“ über das gute Vorhaben Gottes mit ihnen und erklären die Erfüllung von Gottes Zusagen für unmöglich. Lediglich zwei Vertreter, Josua und Kaleb, halten daran fest und vertreten leidenschaftlich die Meinung, dass Gottes Verheißung in Anspruch genommen werden kann (4Mose 14, 5-9). Weil diese Ermahnungen kein Gehör finden, bleibt Israel 40 Jahre in der Warteschleife, bevor sie Gottes Zusagen erfahren können.

Bist Du ein Miesmacher oder ein Mutmacher? Lebe verheißungsorientiert und traue Deinen Augen nicht, wenn das, was sie sehen, dem widerspricht, was Gott Dir sagt.

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Psalm 107: Kennst Du den Notausgang?

Der letzte Satz in Psalm 107 stellt eine wichtige Nutzanwendung dieses Psalms dar. Vorher werden unterschiedliche Lebenskrisen dargestellt: Orientierungs- und Heimatlosigkeit (Psalm 107, 4-9), Verlust einer Zukunftsperspektive und Bindungen (Psalm 107, 10-16), Essstörungen (Psalm 107, 17-22) und andere Formen von Lebensgefahr (Psalm107, 23-32).

Viele Wege führen irgendwohin, aber nur wenige Wege sind echte Auswege. In allen diesen genannten Nöten besteht der angebotene Ausweg darin, dass Gott um Hilfe gebeten wird (u. a. Psalm 107, 6). Und weil es im Ernstfall darauf ankommt, den Notausgang zu kennen, darum gilt: „Wer weise ist, der achte mit Sorgfalt darauf und lerne zu  verstehen, wie vielfältig der Herr seine Gnade erweist.“ (Psalm 107, 43).

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Lukas 19, 1-27: Das Reich Gottes ist anders…

„… sie meinten, das Reich Gottes werde sogleich offenbar werden.“ Lk. 19,11

Kurz vor dem Einzug Jesu in Jerusalem und der gesteigerten Erwartung, dass er nun das sichtbare, messianische Reich aufrichten würde (V. 11), erzählt Jesus das Gleichnis von den anvertrauten „10 Pfunden“ = 1.000 Tagelöhne (V. 12-27), das jüdische Zeitgeschichte mit Heilsgeschichte verwob (für Juden hochinteressant). Der vom Volk ungeliebte Sohn Herodes des Gr., Archelaus, zog, wie in der Geschichte, nach Rom, um sich von dort als König bestätigen zu lassen. Nach erfolgter Einsetzung, zurück in Judäa, richtete er seine Feinde. In diese brenzlige Geschichte flicht Jesus eine Botschaft für seine Jünger:

  • Er geht „außer Landes“ – das Reich Gottes kommt also noch nicht sichtbar mit seinem Einzug in Jerusalem
  • Seine Jünger sollen mit dem anvertrauten Gut handeln, für das Reich Gottes Menschen gewinnen
  • Tätiger Glaube wird belohnt, untätiger Glaube ist gar kein Glaube, sondern Mißtrauen und Ungehorsam und wird bestraft
  • Wenn Jesus wiederkommt, hält er gerechtes Gericht

Das haben sicherlich nicht alle verstanden. Aber im Nachhinein erinnerten sie sich… – wie wir heute!

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