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2. Samuel 17: Die lebensbedrohliche List des Bösen

Ahitofel, der frühere Berater Davids, war zu seinem Feind geworden und erteilte nun seinem Gegner Absalom Ratschläge, die für David sehr gefährlich werden konnten (2. Samuel 17, 1-3):

  • Denn wenn man David – wie Ahitofel es plante – sofort nachjagte, würde damit noch der Überraschungseffekt ausgenutzt und verhindert, dass David zur Ruhe kommen konnte. Auf der Flucht und in der Hektik war er ein sehr verletzlicher und schwacher Gegner, der keine große Gegenwehr aufbauen konnte. So wäre verhindert worden, dass die Erfahrung und Stärke von Davids Männern wirksam werden konnte.
  • Außerdem wäre durch einen zügigen Verlauf des Aufstandes verhindert vorden, dass das Volk überhaupt eine Gelegenheit bekam, sich für eine der beiden Parteien zu entscheiden. Es wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und damit eventuell eine Bürgerkriegssituation, nämlich eine Ablehnung des Aufstandes aus dem Volk heraus, verhindert oder zumindest begrenzt.
  • Der Widersacher Gottes und größte Feind des Menschen will uns auch unter Druck setzen und sein Eisen schmieden, solange es heiß ist. Deswegen hat er etwas dagegen, wenn wir zur Ruhe und eventuell zur Besinnung kommen und uns für den wahren König in unserem Leben, Jesus Christus, entscheiden.
  • Ahitofel wusste, dass sein Plan klug und alternativlos war. Darum wusste er auch, wann das Spiel verloren ist. Er erkannte es früher als jeder andere und war in seiner Schlussfolgerung absolut konsequent (2. Samuel 17, 23).
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Jeremia 13: Auf einmal nackt!

Das Volk Israel ist in Gottes Augen wie ein unbrauchbarer Gürtel geworden (Jeremia 13, 10-11).

Ein Gürtel hält die Bekleidung zusammen und verhindert, dass die Blöße aufgedeckt wird. Aber Israel hat sich nicht mehr gegürtet, d. h. hat sich nicht mehr beherrscht. Und nachdem Israel sich freiwillig die Blöße gegeben und seine intime Beziehung Gott gegenüber preisgegeben hat, will Gott nun sein Volk entkleiden und der öffentlichen Schade aussetzen (Jeremia 13, 22 und 26).

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Römer 7: Christsein ist auch ein Kampf

„Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn!“ Röm. 7,25

In Römer 7 führt Paulus den Gedankengang, wie der Christ mit Sünde umgehen soll (also ein wichtiges Thema in der christlichen Gemeinde!) weiter, indem er einen Vergleich mit dem Eherecht schließt: Ehe gilt lebenslang, wenn der Partner stirbt, ist der andere frei, neu zu heiraten (V. 2-3). Der Vergleich: Menschen sind an die Sünde gebunden (durch das Gesetz Gottes), wenn sie aber geistlich mit Christus gestorben sind, sind sie frei für die neue Bindung an Christus (V. 4-6). Dieser Vergleich ist deshalb so gut, weil er deutlich macht, dass Christsein – wie die Ehe – nicht nur eine aktuelle Haltung, sondern eine dauerhafte Stellung bedeutet.

Dabei ist nicht das Gesetz das Problem, sondern die Sünde. Das Gesetz Gottes hatte die pädagogische Aufgabe, Sünde erst richtig bewusst und problematisch zu machen (V. 7-13).

Angesichts dieser Klarheit gilt es nun dem Kampf im Christenleben ins Auge zu schauen. Paulus als Christ bleibt Sünder („fleischlich“) (V. 14), er tut oft nicht, was er als Christ eigentlich will. Er unterliegt oft (V. 19) – das gibt er offen im Brief an die römische Gemeinde zu! Das ist manchmal ein „Elend“ (V. 24), gleichzeitig aber weiß er, dass er nicht mehr im „Sündenstand“ lebt, sondern erlöst ist im „Gnadenstand“ durch Jesus Christus (V. 25).

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Ich habe von Jugend auf gern die Bibel gelesen; am liebsten aber lese ich im Sankt Johannes. In ihm ist so etwas ganz Wunderbares… so etwas Schwermütiges und Ahnungsvolles, dass man nicht satt werden kann. So ist mir immer beim Lesen im Johannes, als ob ich ihn beim letzten Abendmahl an der Brust meines Meisters sehe.

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Ich habe das Neue Testament nach meinem besten Vermögen und Gewissen übersetzt. Ich habe auch niemanden gezwungen, dass er’s lese, sondern es jedem freigelassen. Ich habe allein denen damit dienen wollen, die es nicht besser machen können. Es ist niemandem verboten, es besser zu machen. Wer es nicht lesen will, der lasse es liegen.