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1Mose 44-45: Warum konnte Josef vergeben?

Josef hatte einen weiten Horizont und ordnete seine Erfahrungen in den Gesamtplan Gottes ein. Er wusste, dass Gott letztlich der verantwortliche Drahtzieher in seinem Leben ist. Dreimal versucht Josef, seinen Brüdern das Geschehen als Gottes Führung zu erklären: 1Mose 45, 5.7.8.
Josef konnte das Erlebte verarbeiten und vergeben, weil in ihm die Grundüberzeugung vorhanden war, dass Gott die Dinge lenkt. Denn wenn Gottes Wille geschieht, dann würde er persönlich nicht zu kurz kommen, auch wenn Menschen ihn ganz kurz halten wollen und ihm Schaden zufügen möchten. Aber Gottes gute Absichten übersteigen alle schlechten Erfahrungen. Bei aller menschlichen Bosheit, mit der wir rechnen müssen, behält Gott die Regie. Das Wissen um diese Vorsehung Gottes war der Ausgangspunkt für die Fähigkeit zur Versöhnung bei Josef.
Schmerzhafte Erfahrungen aus unserer Vergangenheit sind nur zu bewältigen in dem Vertrauen darauf, dass Gott das Böse zum Guten wenden kann.

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Hiob 38: Gottes Antwort an Hiob…

…besteht darin, dass er lauter Fragen stellt (Hiob 38), mit denen Hiob an die frühen Grenzen seines Denkens und Verstehens geführt wird. Gegenfragen als Antwort ärgern uns oft, aber sie können die Dinge zurechtrücken.
Auch Jesus hat in vielen Gesprächen auf die Anfragen seiner Zeitgenossen mit einer Gegenfrage geantwortet und damit das Anliegen in einen größeren und göttlichen Kontext gestellt. Auf diese Weise kann die herausfordernde Anfrage Gottes die entscheidende Antwort auf unsere akute Lebensfrage beinhalten.

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Markus 1, 21-45: Einer wie keiner!

„Jedermann sucht dich!“ Mk. 1,37

Auch Markus betont Jesus als Lehrenden und Heilenden, über den sich die Leute entsetzen (Mk. 1,27). Die bösen Geister erkennen ihn direkt als den Heiligen Gottes – den Messias (Mk. 1,24, 34). Aber er lässt sich nicht von Publicity gefangen nehmen und zieht weiter. Zuletzt wird es so stark, dass er außerhalb der Ortschaften bleibt und von vielen Menschen besucht wird.

Jesus behält den Überblick durch die Einsamkeit und Stille vor Gott (Mk. 1,35). Bibellese und Gebet an einem Rückzugsort sind auch unsere Kraftquellen!

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1Mose 42-43: Seelsorge mit Vision

Als Vizepharao hat Josef eine Stellung erreicht, durch die er in die Lage versetzt wurde, seiner eigenen Familie beizustehen und ihr das Überleben zu sichern. Denn der ganze vordere Orient ist von einer Hungersnot betroffen. Nun musste sich seine Familie nach Ägypten in Bewegung setzen, um etwas von den Vorräten zu erhalten, die Josef dort angelegt hatte. Seine Brüder machen sich auf den Weg nach Ägypten und ihre Auslanderfahrung besteht darin, dass sie dort von ihrer Vergangenheit eingeholt werden, denn sie begegnen Josef.
Aber Josef hat die Vision Gottes im Blick (1Mose 42, 9) und übt darum keine Vergeltung, sondern begegnet seinen Brüdern auf eine seelsorgerliche Art:
•    Er setzt unter Druck (1Mose 42, 7),
•    er stellt Verdächtigungen auf  (1Mose 42, 9.12.14),
•    er stiftet Verwirrung: (1Mose 42, 28)
•    und führt seine Brüder in Versuchung…
Der Grund für diese spezielle Form der seelsorgerlichen Betreuung bestand darin, dass Josef seine Brüder auf diese Weise „prüfen“ wollte (1Mose 42, 15.34).

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Hiob 36-37: Wie man Leid verkraften kann…

…hängt von der inneren Einstellung des Leidenden ab.

•    Der „Gerechte“ (Hiob 36, 7) lässt sich „durch die Not das Ohr öffnen“ (Hiob 36, 15; vgl. 36, 10; 33, 16), so dass „der Gedemütigte durch Demütigung gerettet wird“ (Hiob 36, 15).
•    Der „Gottlose“ (Hiob 36, 6) verhärtet sich und fleht nicht zu Gott, sondern wird von Zorn erfüllt (Hiob 36, 13).

Elihu kann dem Hiob die Errettung aus seiner Bedrängnis und Segen als Ergebnis des Leidens versprechen (Hiob 36, 16), wenn er nicht wie ein Gottloser über das von Gott zugelassene Leiden urteilt (Hiob 36, 17).

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Matthäus 8: Was für ein Mann!

„Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann…?“ Mt. 8,27

Nachdem Jesus seinen Jüngern (vor allem) auf dem Berg die Unterschiede seiner Lehre zu den Pharisäern erklärt hatte, kommt er herab und sieht sich von vielen Menschen umgeben, die ihm nachfolgen. Jetzt zeigt er die dritte Seite seiner Sendung: Er heilt die Menschen (einen Aussätzigen, den Diener des Hauptmanns, Petrus Schwiegermutter, zwei Besessene) und zeigt ihnen ganz praktisch, dass er der Messias ist (siehe Mt. 4,23 lehren, predigen, heilen).

Darüber hinaus betont dieses Kapitel die kompromisslose Nachfolge (unter vielen Sensationslüsternen) – Jesus ist sogar wichtiger, als die hohe Sohnespflicht, den eigenen Vater zu begraben (Mt. 8, 18-22). Und Jesus zeigt seine Macht über die Naturgewalten (Sturmstillung Mt. 8, 23-27).

Jesus ist auch heute der wichtigste und mächtigste Mann in Deinem Leben!

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Ich habe von Jugend auf gern die Bibel gelesen; am liebsten aber lese ich im Sankt Johannes. In ihm ist so etwas ganz Wunderbares… so etwas Schwermütiges und Ahnungsvolles, dass man nicht satt werden kann. So ist mir immer beim Lesen im Johannes, als ob ich ihn beim letzten Abendmahl an der Brust meines Meisters sehe.

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Ich habe das Neue Testament nach meinem besten Vermögen und Gewissen übersetzt. Ich habe auch niemanden gezwungen, dass er’s lese, sondern es jedem freigelassen. Ich habe allein denen damit dienen wollen, die es nicht besser machen können. Es ist niemandem verboten, es besser zu machen. Wer es nicht lesen will, der lasse es liegen.