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2Mose 3-4: Schwierige Einstellungsverhandlungen

Gott beruft Mose und muss dabei gegen viele Einwände kämpfen. So beklagt Mose
1.    seinen Mangel an Bedeutung (2Mose 3, 11),
2.    den Mangel an Informationen (2Mose 3, 13),
3.    den zu erwartenden Mangel an Glauben bei der Zielgruppe (2Mose 4, 1),
4.    den Mangel an eigener Begabung (2Mose 4, 10) und nicht zuletzt
5.    den bei ihm vorhandenen Mangel an Bereitschaft (2Mose 4, 13).
Auf jeden Punkt in dieser langen Mängelliste geht Gott ein und widerlegt die Befürchtungen, vertieft das Verständnis, erteilt Vollmachten und kommt seinem Wunschkandidaten entgegen.
Dieses Entgegenkommen Gottes zeigt sich nicht zuletzt in der Person Aarons, den Gott als Ergänzung und zur Bestätigung dem Mose entgegen schickt (2Mose 4, 14 und 2Mose 4, 27).

Autor: Andreas Klotz

Baujahr 1961, seitdem ziemlich viel in Deutschland herumgekommen, glücklich verheiratet und Familienvater, seit 2015 Generalsekretär des Bibellesebundes.

2 Kommentare

  1. Widerspricht das jetzt der neutestamentlichen Gabenlehre, dass Gott hier einen so „ungeeigneten“ Kandidaten beruft? Ich glaub eher nicht. Auch im NT sind Gaben souverän von Gott verliehen, so dass sowohl Berufung wie auch Gaben aus Gottes Hand kommen. Und so ganz ungeeignet war Mose ja nicht, wie sich im Nachhinein zeigt, aber eben demütig.

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    • Andreas Klotz

      04/02/2012 @ 12:42

      Ich würde auch sagen, dass Mose aus menschlicher Sicht nicht ungeeignet war. Immerhin stellt Stephanus bei seinem Rückblick auf die Geschichte Israels fest, dass „Mose in aller Weisheit der Ägypter gelehrt und mächtig in Worten und Werken war“ (Apostelgeschichte 7, 22). Bei Moses Zurückhaltung kann es sich um eine nicht objektive Selbstwahrnehmung handeln, um eine von Angst motivierte Zurückhaltung oder um die geistliche und wie Du sagst, demütige Einsicht, dass Gottes Aufträge unsere menschlichen Fähigkeiten immer überfordern und wir darum die göttliche Begabung benötigen. Und hier passt dann sehr gut das Zitat von Dietrich Bonhoeffer: „Gott beruft nicht die Fähigsten. Aber er befähigt die Berufenen.“

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